Beiträge von diskursprodukt

    Die Tatsache, das sich so kurz vor Saisonende die Anzahl der Einträge in diesem Thread binnen 24 Stunden verdoppelt hat - ohne dass es weitere persönliche Rezeptionsperspektiven auf die Berliner Meistersinger gegeben hätte -, zeigt leider, dass die Rauflust in diesem Forum deutlich ausgeprägter ist als die Lust sich über kulturelle Erfahrungen auszutauschen. Vielleicht klappt das ja in der kommenden Saison besser…

    Berlin, Deutsche Oper, Les Vêpres Siciliennes, besucht am 25.6.2022


    ML: Dominic Limburg; I: Olivier Py


    Der größte musikalische Genuss meines Berlinbesuchs war übrigens überraschenderweise diese Oper. Eigentlich bin ich nur hingegangen, um eine Repertoirelücke zu schließen. Michael Volle, der den Guy de Montfort interpretierte, lockte natürlich ebenfalls. Die größte Überraschung war, dass ich gleich drei ebenfalls fantastische Sänger auf einen Schlag kennenlernen durfte: Hulkar Sabirova, die die Hélène interpretierte; Valentyn Dytiuk (Henri) und fast am meisten Patrick Guetti (Procida). Letzterer hat etliche Gänsehautmomente zu verantworten. Ein fantastisch warm-dunkler Bass! Und diese Verdioper hält viele wundervolle Piani und schöne Terzette und Quartette bereit, um die vier bedeutenden Solisten strahlen zu lassen...


    Chor und Orchester absolut toll. In der Deutschen Oper Berlin bin ich musikalisch aber auch noch nie enttäuscht worden (Ausnahme vielleicht: Der Schatzgräber; aber das lag glaub' ich am Werk...)


    Die Inszenierungsidee hat über weite Strecken nicht überzeugt. Die Übertragung in den algerischen Unabhängigkeitskampf: okay, aber nicht zwingend. Bühne und Personenregie hingegen sehr überzeugend.


    Gleichwohl: Unbedingte Hingehempfehlung, wenn das in ähnlicher Besetzung wiederaufgenommen wird! Einfach ein musikalisch fantastischer Abend!

    Berlin, Deutsche Oper, Die Meistersinger von Nürnberg, besucht am 29.6.2022


    ML: John Fiore; I: Jossi Wieler, Anna Viebrock, Sergio Morabito


    Nun, andernorts hier wurde ja intensiver diskutiert über die Meistersinger im Allgemeinen und diesen Hinweis im Besonderen:

    Hmmmm......Hat bloß nichts mit dem Werk zu tun. Ehrlich gesagt, auf diese Art Spannung und "Einfallsreichtum" kann ich verzichten. Ich finde die "Meistersinger" im Original schon spannend und einfallsreich genug. Da brauche ich keine Verfremdung bis zur Unkenntlichkeit.

    Ja, natürlich, bei diesem Team weiß man, was auf einen zukommt. Ich käme auch niemals auf die Idee, da rein zu gehen.

    Ich kann nun sagen: Wenn du nicht hingehst, läufst du nicht Gefahr deine Meinung revidieren zu müssen. Die Inszenierung ist m.E. ziemlich werktreu. Die Transferleistung, die in der Übertragung in ein zeitgenössisches Akademie-Umfeld besteht, finde ich plausibel, legitim und bereichernd. Dass der intime Dialog zwischen Eva und Sachs im 2. Aufzug in einer Me-too-Szene endet: auf den ersten Blick irritierend. Aber letztlich ein couragierter Ansatz, weil er eine durchtriebene Eva herausarbeitet, die dem Sachs seine Geheimnisse entlockt, um ihn nach der Offenbarung, dass Stolzing nicht zu den Werbern gehören wird, von sich zu stoßen. Wirklich schwach fand ich lediglich die Regieideen für die Schlussszene 3. Aufzug, in der Stolzing und Eva die Festwiesengesellschaft verlassen hatten und die versammelte Meute etwas hilflos zu dem unsäglichen Deutschmeisterverehrungstext herumzappelt, offenbar in dem Bestreben das Vorgetragene ironisch zu brechen.


    Gründe, hier nicht hinzugehen, liefern auch die Sänger:innen nicht: Johan Reuter singt einen sehr passablen Sachs, auch wenn er im 3. Aufzug Ermüdungserscheinungen zeigte. Klaus Florian Vogt gefiel mir als Stolzing super; das ist auch die Rolle, in der ich ihn kennen und schätzen gelernt habe (als Tannhäuser hat er mich in Hamburg überhaupt nicht überzeugt). Annika Schlicht, die ich als Fricka im DOB-Ring im Januar sehr schätzen gelernt habe liefert eine tolle Magdalene, die auch szenisch brilliert. Die Eva von Heidi Stober war eine interessante und bereichernde Rolleninterpretation, bei der der unschuldig-lyrische Vortrag sehr reizvoll mit ihrer kecken Bereitschaft, die Dinge in ihrem Sinne aktiv zu wenden, kontrastierte. Ya-Chung Huang als David tadellos. Albert Pesendorfer, den ich bislang nur als Hagen kannte, überzeugt auch als Veit Pogner. Dieser Pogner war auch eine Maskenglanzleistung: er erinnerte mich an Helmut Kohl. Ich bin mir nicht sicher, ob das intendiert war, fand es aber recht passend, ob der beiden Figuren immanenten bevormundenden Grundhaltung gegenüber Selbstbestimmungs- und Transparenzregeln.


    John Fiore, der die Vertretung der Vertretung war, hat das Orchester der Deutschen Oper sehr zielsicher durch die Angelegenheit geführt. Begeisternd einmal mehr der Chor der Deutschen Oper Berlin, der eigentlich jede Choroper zu einem Genuss werden lässt.

    Inzwischen hat auch sein Stammhaus, die Deutsche Oper Berlin, einen Nachruf eingestellt:


    https://deutscheoperberlin.de/…im-gedenken-an-peter-maus


    Mir persönlich wird Kammersänger Peter Maus vor allem durch eine mehrstündige Begegnung in der Kantine der Komischen Oper Berlin (wo er 2003 im "Vogelhändler" gastierte) in Erinnerung bleiben, als er wirklich hinreißend Anekdoten aus seinem Künstlerleben zum Besten gab. Ich konnte mich kaum halten vor Lachen, als er zum Beispiel von einem kurzfristigen Belmonte-Einspringen in Stuttgart berichtete, wo ihm, der nicht viel größer als anderthalb Meter war, zu seiner Überraschung eine zwei Meter große Konstanze auf der Bühne gegenübertrat (für eine Verständigungsprobe war keine Zeit geblieben) und der Tenor nur noch einen Gedanken hatte: "Wo ist eine Treppe?!" Und weil ihn dieser extreme Größenunterschied zur Konstanze den ganzen Abend beschäftigte und völlig aus der Fassung brachte, krönte er seine Panik im Finale, indem er zum Bassa statt "Mein Name ist Lostados" "Mein Name ist Konstanze" sagte, woraufhin das ganze Publikum wieherte - vermutlich ähnlich wie wir am Kantinentisch an diesem Abend im Juli 2003.

    Das ist eine sehr schöne Erinnerung! Etwas besseres kann von einem Menschen, den man nur flüchtig kannte, gar nicht bleiben.

    Für mich geht's bald wieder nach Berlin:


    Sa, 25.6. - Deutsche Oper Berlin: Giuseppe Verdi - Les Vêpres Siciliennes (ML: Enrique Mazzola, I: Olivier Py) mit u.a. Michael Volle als Guy de Montfort


    So, 26.6. - Staatsoper Berlin: Giacomo Puccini - La Fanciulla del West (ML: Massimo Zanetti , I: Lydia Steier) mit u.a Anja Kampe (Minnie) und Michael Volle (Jack Rance)


    Mo, 27.6. - Deutsche Oper Berlin: Jacques Offenbach - Les Contes d'Hoffmann (ML: Emmanuel Villaume, I: Laurent Pelly)


    Mi, 29.6. - Deutsche Oper Berlin: Richard Wagner - Die Meistersinger von Nürnberg (ML: Markus Stenz, I: Jossi Wieler et al.) mit u.a. Klaus Florian Vogt in seiner - wie ich finde - Paraderolle als Stolzing

    Jedenfalls ist es dann vollkommen uninteressant, ob es sich nun um RT oder eine klassische Inszenierung handelt.

    Wo verläuft denn da eigentlich die Grenze? Wann ist denn eine Inszenierung "klassisch"? Ist jeder Ring ohne Flügelhelm-Walküren nicht-klassisch? Ich wäre auf Eure Definitionsversuche gespannt...


    Das Problem haust m.E. in „glücklich“ und/oder „Glück“ …
    Streben nach Glück könnte noch irgendwie als sowas wie allgemeine Tendenz von Menschen rüberkommen… Beim Inhalt davon funzt nicht mehr vergleichsweise so allgemeinverbindlich….
    Denn eure Postings legen meinen Brägen nahe, dass die einzelnen Inhalte von formalen Glück/glücklich-Begriffs-Level beim Opern-Live-Reinziehn durchaus verschieden ausfallen können; beinahe dem Output eines Zufallsgenerators ähnlich…

    Mit der Glückserwartung habe ich nicht angefangen, sondern sie ironisierend aufzugreifen versucht...


    Meine Erwartung an einen Opernbesuch ist nicht "beglückt" zu werden.


    Ich kann durch ganz verschiedene Dinge zufrieden gemacht werden:


    Mal ist es beglückend, wenn einfach nur toll gesungen wird (z.B. zuletzt bei Jenufa in Berlin).

    Mal ist es berauschend, wenn Oper bei mir eine echte, einnehmende Theaterillusion auslöst (ich erinnere mich spontan an meine erste Vec Makropulos in Bonn) oder ich mich vom Opernkitsch berühren lasse (ich erinnere mich da besonders an eine Cavalleria Rusticana in Düsseldorf).

    Mal finde ich, dass es hinreißende Regieleistungen gibt (z.B. zuletzt der Tannhäuser in Wuppertal).

    Mal kann ich auch einfach die musikalische Komposition genießen, also ein mir gefallendes Werk (das rettet mich immer auch durch jeden Parsifal oder jede FroSch).

    Mal ist die Musikalische Lei(s)tung einfach hinreißend (zuletzt Lucia di Lammermoor in Essen - eigentlich eine mir nicht gefallende Oper, aber war einfach in jeder Hinsicht toll musiziert).

    Schließlich ist es manchmal auch nur schön, wenn ich wenig erwarte und dann sehr positiv überrascht werde (z.B. Tristan und Isolde in Hagen vor ein paar Jahren)


    Und manchmal - selten - finde ich alles scheußlich oder habe einfach einen Abend, an dem ich unleidig bin. Die Wahrscheinlichkeit, dass es mich nervt, ist dann am höchsten, wenn es komödiantisch oder besonders heiter wird...


    Ich vermute, dass es allen echten Opernfans ganz ähnlich geht: man sucht nicht "Das Eine Ding" beim Besuch, sondern kann durch ganz verschiedene Gelingenszusammenhänge einen netten Abend haben...

    Was mich allerdings auch nervt, ist die Ausschließlichkeit von RT an manchen Häusern (genauso wie früher die des konventionellen Theaters, was ich auch noch erlebt habe). Als gebe es nur eine Wahrheit.

    Wo genau erlebst du diese Ausschließlichkeit?

    Die Besetzung fand ich okay.

    "Okay" war die Besetzung, keine Frage, aber letztlich war der Narr nahezu der Einzige, den ich oben nicht permanent mitlesen musste, sondern auch so verstand.

    Das ging mir genauso. Ich führe das allerdings auch ganz erheblich auf das nicht so gelungene Libretto zurück. Gerade im Direktvergleich zu Janacek tags darauf wirken Schrekers Silben-auf-Klang-Entscheidungen etwas uninspiriert...

    In der letzten Woche hörte ich


    8.6. Aalto-Theater in Essen: Richard Strauss - Arabella (I: Joosten, ML: Netopil)


    12.6. Deutsche Oper am Rhein im Theater Duisburg: Giuseppe Verdi - Macbeth (I: Thalheimer, ML: Blunier) - Premiere, mit u.a Hrólfur Saemundsson (Macbeth) und Ewa Płonka (Lady Macbeth), die - wie auch die Duisburger Philharmoniker - umwerfend waren (Hingehtipp!)


    Diese Woche gibt es schönes Wetter und Wagnereien:


    16.6. Oper Dortmund: Richard Wagner - Die Walküre (I: Konwitschny, ML: Feltz)


    Dortmund hat Stéphanie Müther als Brünnhilde, Noel Bouley als Wotan, Astrid Kessler als Sieglinde und Daniel Frank als Siegmund sowie Kai Rüütel als Fricka eingekauft.


    18.6. Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf: Richard Wagner - Das Rheingold (I: Hilsdorf, ML: Kober)


    19.6. Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf: Richard Wagner - Die Walküre (I: Hilsdorf, ML: Kober)


    In D'dorf singen Simon Neal den Wotan, Linda Watson die Brünnhilde, Elisabet Strid die Sieglinde und Michael Weinius den Siegmund.

    Falls Du oder stimmenliebhaber berichten mögt - würde mich interessieren. Danke!

    Ganz kurz: "Schatzgräber" war für mich ein zweischneidiges Schwert (sowohl das Stück als auch teilweise die Besetzung), aber die "Jenufa" war wirklich grandios, die beiden Frauenrollen hätte man nicht besser besetzen können als mit Gregorian (Jenufa) und Herlitzius (Küsterin), auch sehr ansprechend inszeniert, tolle Gesamtleistung, orkanartiger Jubel am Ende im nicht wirklich vollen Haus, aber "Jenufa" ist auch kein massenkompatibles Stück (wie "Der Schatzgräber", der auch nicht voll war, natürlich auch nicht.)

    Würde mich da vollkommen anschließen.


    Der Schatzgräber ist keine besonders starke Oper. Manchmal haben es Werke auch zu Recht nicht ins Standardrepertoire geschafft (und eine Oper mit diesem Namen muss ja eigentlich auch eine Ausgrabung werden). Die Besetzung fand ich okay.


    Die Jenufa war fantastisch. Evelyn Herlitzius war für mich fast noch einen Tick besser als Asmik Grigorian, die ich zuvor als den Star des Abends angesehen hatte. Die beiden zusammen: absoluter Knaller. Unbedingt hingehen, wer kann!

    Ein Pfingstwochenende in Berlins Opernhäusern steht an:


    Sa, 4.6. Deutsche Oper Berlin: Franz Schreker - Der Schatzgräber

    ML: Marc Albrecht, I: Christof Loy

    mit u.a. Elisabet Strid (Els)


    So, 5.6. Staatsoper Berlin: Leos Janacek - Jenufa

    ML: Thomas Guggeis, I: Damiano Michieletto

    mit u.a. Asmik Grigorian (Jenufa) und Evelyn Herlitzius (Buryjovka)


    Mo, 6.6. Staatsoper Berlin: Richard Strauss - Elektra

    ML: Thomas Guggeis, I: Patrice Chéreau

    mit u.a. Ricarda Merbeth (Elektra), René Pape (Orest) und Waltraud Meier (Klytämnestra)

    Bis Ende Mai bin ich noch...


    ...bei der Premiere von Li-Tai-Pe von Clemens von Franckenstein (22. Mai) im Theater Bonn (ML: Hermes Helfricht; I: Adriana Altaras) - eine der Ausgrabungen aus der Serie Fokus '33, die im Theater Bonn mit erheblicher finanzieller Unterstützung der NRW-Landesregierung stattfindet,


    ...am 26. Mai im Theater Münster, um Galen von Thorsten Schmidt-Kapfenburg (ML: Golo Berg; I: Holger Potocki) zu hören,


    ...in der Oper Wuppertal, um am 27. Mai das Tanztheater Pina Bausch beim Gehüpfe zu Sweet Mambo zu beobachten und


    ...im Konzerthaus Dortmund, wo am 29. Mai das Orchestre de Paris unter Leitung von Manfred Honeck und in Begleitung von Igor Levit Ravels Valse, Gershwins Klavierkonzert und Bartoks Konzert für Orchester spielt.

    GELSENKIRCHEN


    Drei Männer im Schnee; Revueoperette von Thomas Pigor - ML: Peter Kattermann, I: Sandra Wissmann

    Die verkaufte Braut - ML: Kattermann, I: Sonja Trebes

    Das schlaue Füchslein - ML: Rasmus Baumann, I: Michael Schulz

    Don Pasquale - ML: Giuliano Betta, I: Zsófia Geréb

    Billy Budd - ML: Baumann, I: Michael Schulz

    Un Giorno di Regno - ML: Betta, I: Roman Hovenbitzer

    NOperas: Fundstadt - Inszenierung, Komposition, Leitung durch das Kollektiv Hiatus


    WA: Krabat - Perlenfischer

    Einige weitere Häuser haben inzwischen ihre Saisonpläne veröffentlicht:


    WIESBADEN


    Ein Fidelio unter Regie von Evelyn Herlitzius mit Will Humburg am Pult;

    Die lustige Witwe aus der Hand von Uwe Eric Laufenberg und mit Musikalischer Leitung von Johannes Klumpp;

    Rusalka, inszeniert von Olesya Golovnena und Daniela Kerck und dirgiert von Philipp Pointner;

    die Uraufführung Oryx & Crake aus der Feder von Sören Nils Eichberg und mit Libretto von Hannah Dübgen, Regie von Uwe Eric Laufenberg und Dirigat von Albert Horne;

    ein Janacek-Doppelabend mit der Sache Makropulos und Aus einem Totenhaus; durch Nicolas Brieger inszeniert und mit Johannes Klumpp in der Musikalischen Leitung.


    Wiederaufnahmen: Meistersinger - Rigoletto - Pique Dame - Hänsel und Gretel - Tristan - Rosenkavalier - Trittico - Carmen



    DORTMUND


    Es geht los mit einer neuen Zauberflöte, inszeniert von Nikolaus Habjan; dirigiert von Kapellmeister Motonori Kobayashi (etwas seltsam; die Alte stammt nach meiner Erinnerung erst aus 2016);

    ab November kommt Halévys Juive auf die Bühne. Unten verantwortet das Philipp Armbruster, oben Lorenzo Fioroni;

    für die vorweihnachtlichen Busgruppen wird Die Gräfin Mariza von Emre Kálmán gegeben - Inszenierung von Thomas Enzinger; GMD Gabriel Feltz lässt es sich nicht nehmen...

    Martin G. Berger leitet das Regieteam für Nixon in China; noch keine Informationen über das Dirigat.

    Aus dem Konwitschny-Ring in Dortmund wird am 20. Mai 2023 der Siegfried als zweite Oper ihre Premiere haben. Am Pult: Gabriel Feltz. Die Walküre hat ihre Premiere noch in dieser Saison (21. Mai).


    Wiederaufnahme: Lohengrin


    NÜRNBERG


    In Nürnberg war ich noch nie, wollte das aber immer schon ändern, weil da ein paar von mir geschätzte Ex-Dortmunder untergekommen sind (gemeinsam mit Intendant Jens-Daniel Herzog). In der nächsten Saison gibt es endlich einen Anlass: Dort gibt es die von mir heiß geliebte Frau ohne Schatten ab 2. Oktober mit Joana Mallwitz und in einer Herzog-Inszenierung. Sonst noch: Talestri von Maria Antonia Walpurgis (ML: Wolfgang Katschner, I: Ilaria Manzino); Turing von Anno Schreier (ML: Guido Johannes Rumstadt, I: Herzog - ein interessantes Auftragswerk, aber eine Vertonung von Anno Schreier finde ich eher abtörnend...); Falstaff (ML: Björn Huestege, I: David Hermann); die Großherzogin von Gerolstein (ML: Lutz de Veer, I: Andreas Kriegenburg); Figaro (ML: Joana Mallwitz; I: Herzog); Cenerentola (ML: Rumstadt, I: Jan Philipp Gloger) und Der Dämon von Anton Rubinstein unter ML von Lutz de Veer und interessanterweise in einer Inszenierung des an der Rheinoper für 2022 ausgeladenen Moskauer Regisseurs Dmitry Bertman.


    WA: Hänsel und Gretel - Carmen - Lohengrin

    Ich hatte diesen Thread zuletzt vernachlässigt, obschon ich fleißig unterwegs war. Sei's drum.


    Meine Termine in dieser Woche, in der ich auch urlaubsbedingt noch ein bisschen weiter reisen kann:


    Di., 3. März - Opernhaus Zürich: Richard Wagner - Das Rheingold (I: Andreas Homoki; ML: Gianandrea Noseda); mein Erstbesuch in der Oper Zürich.


    Do., 5. März - Staatstheater Wiesbaden: Giuseppe Verdi - Aida (I: Mariano Bauduin; ML: Giampaolo Bisanti); Gastspiel des Teatro Petruzzelli di Bari im Rahmen der Maifestspiele


    Fr., 6. März - Oper Frankfurt: Umberto Giordano - Fedora (I: Christof Loy; ML: Lorenzo Passerini)


    Sa., 7. März - Musiktheater im Revier: Paul Hindemith - Neues vom Tage (Premiere; I: Sonja Trebes; ML: Giuliano Betta)


    So., 8. März - Oper Köln im Staatenhaus: Hector Berlioz - Béatrice et Bénédict (I: Jean Renshaw; ML: Francois-Xavier Roth)