Beiträge von Lasse

    Bei der WDR-Radiorubrik ›Erlebte Geschichten‹ durfte Michael Gielen 2011 auch einmal 20 Minuten aus seinem Leben erzählen. Natürlich ist es weitgehend anekdotisch, bereitet aber (zumindest mir) durchaus Vergnügen.


    Erlebte Geschichten mit Michael Gielen
    Michael Gielen, 1927 in Dresden geboren, wehrt sich dagegen, mit der Neuen Musik direkt verbunden zu werden.
    www1.wdr.de

    Aus dem Werbetext (Hervorhebung von mir):


    Zitat


    Ostern 2022 ist es endlich soweit: RTL bringt "Die Passion", die größte Geschichte aller Zeiten, in Form einer packenden Musik-Live-Show auf die TV-Bildschirme Deutschlands. Während DSDS-Star Alexander Klaws in die Rolle von Jesus Christus schlüpfen und dessen Kreuzzug und letzten Lebenstage im Stadtzentrum von Essen inszenieren wird, dürfen bei diesem Großevent auch die zwölf Apostel nicht fehlen.

    Na, da kann ich ja wirklich noch was lernen Grins1

    Du bist nicht die Einzige. Mir war beispielsweise nicht bewusst, dass Jesus seine letzten Lebenstage im Stadtzentrum von Essen verbracht hat.

    Klingt fast so vielversprechend wie die Adaption der drei Musketiere mit David Hasselhoff, Thomas Gottschalk und Cheech Marin, die derart super war, dass sie seit 1993 nicht mehr gezeigt wurde.

    Die Geschichte der Frisur, die heute Dreadlocks heißt, zeigt übrigens auch, dass die These, dass dieses urafrikanisches Kulturgut sei, eigentlich nicht zu halten ist:


    Frisuren zur Abwehr von Säbelangriffen
    Elke Wittich: Dreadlocks, so what? Kleine Geschichte einer umstrittenen Frisur
    jungle.world


    Ansonsten finde ich ein derart statisches Kulturverständnis, mit welchem die critial-Whiteness-Fraktion den stramm rechten Identitären gar nicht mal so unähnlich sind, recht gruselig. Auch wenn ich den Hintergrund dieser Positionen (Weiße, die sich von schwarzen Musiker_innen inspirieren ließen, wurden als Erfinder_innen gefeiert und gut bezahlt) natürlich sehe. Aber die Antwort ist dennoch falsch.


    Ich lernte die sechs Stücke für Orchester op. 6 in einer Einspielung des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg unter Michael Gielen kennen, der sie mit der Musik zu Rosamunde D797 von Schubert montiert. Hierdurch habe ich auch erstmals wirklich erkannt, welche Ähnlichkeiten zwischen Schubert und Webern bestehen.

    Mit Opern kenne ich mich noch nicht so aus. Ich kenne Anders daher hauptsächlich als Sänger von Schuberts Winterreise:




    Die Aufnahme mich Michael Raucheisen wurde in den letzten Kriegsmonaten 1945 gemacht und ist enorm kalt und bedrückend. Die Aufnahme mit Günther Weissenborn von 1948 ist weniger düster aber auch durchaus lohnend.

    Ich habe mir – primär aus Begeisterung für völlig Abwegiges – gerade eine Schallplatte vorbestellt, die Musik kaputter Geldautomaten beinhaltet:


    Musik Kaputter Geldautomaten, by Institut für Elektroakustik Hamburg
    9 track album
    digital.sozialistischer-plattenbau.org


    Herausgegeben vom Institut für Elektroakustik Hamburg


    Da ich keinen Thread gefunden habe, in den derlei hineinpasst, eröffne ich hiermit einfach mal einen zu Field Recordings, also zu – um Wikipedia zu zitieren – »Aufzeichnungen von nicht eigens erzeugten Klängen, natürlichen Schallereignissen oder vorgefundener Klanglandschaften außerhalb eines Tonstudios. Im engeren Sinne sind hier insbesondere Aufnahmen von Natur- beziehungsweise Umgebungsgeräuschen gemeint, die mithilfe portabler Aufnahmegeräte realisiert werden.«


    Ich vermute, dass der überwiegende Teil der entsprechenden Tonträger dieses “Genres” (sofern der Begriff überhaupt passt) entspannende Waldgeräusche und Meeresrauschen beinhalten dürfte und der Rest vermutlich auf Motorengeräusche und Dampflokomotiven entfällt, bin aber tatsächlich noch nie auf die Idee gekommen, mich damit vertieft zu befassen. Wenn man davon absieht, dass es in einer Testcard-Ausgabe einmal ein Essay über einen Herrn gab, der zwar noch keine Field Recordings aber sehr begeisterte Texte über die Geräusche schrieb, die der erste Weltkrieg so verursachte.


    Vor einigen Tagen gab es einen Online-Vortrag zum Behemoth:

    Franz L. Neumanns materialistische Analyse des Nationalsozialismus im "Behemoth"
    "Kein Staat, sondern Herrschaft konkurrierender Machtgruppen.Franz L. Neumanns materialistische Analyse des Nationalsozialismus im 'Behemoth'"Vortrag mit Dr....
    www.youtube.com


    Ich habe mir das Buch anschließend direkt mal bestellt und bin gespannt.

    Das dürften die Aufnahmen aus dem Jahre 1949 sein, oder nicht? Da waren Brew Moore und Allen Eager mit dabei. 08.April 1949 eingespielt, richtig?

    Unter anderem


    8. April 1949:

    Stan Getz, Al Cohn, Allan Eager, Brew Moore, Zoot Sims – Tenorsaxophone

    Walter Bishop – Paino

    Gene Ramey – Bass

    Charlie Perry – Schlagzeug


    Die andere Aufnahme stammt vom 8. September 1952:

    Zoot Sims, Al Cohn – Tenorsaxophon

    Kai Winding – Posaune

    George Wallington – Piano

    Percy Heath – Bass

    Art Blakey – Schlagzeug

    Die Frage hätttest du dir vor dem Erwerb dieser GA (übrigens ohne die beiden frühen Sinfonien) stellen sollen .

    Der Hintergrund war bei mir, dass ich über die Gielen-Edition (die ich mir mit dem Ziel zusammengesammelt hatte, einen breiten Überblick über klassische Musik zu erhalten, ohne im Übermaß mit Schwülstigkeit behelligt zu werden) auf Bruckner kam.


    Nachdem ich es jetzt so verstanden habe, dass auch Wand eher in diese Richtung geht, aber bei der 3. (1889er statt 1877er) und 4. (1881er statt 1874er) andere Fassungen spielt und es sie gerade günstig bei jpc gibt, habe ich mal zugegriffen.