Beiträge von Lasse

    Stimmt. Diese Reihe ist insgesamt super gelungen. Leider sind alle Einspielungen nur nebulös beschrieben. Ich gehe davon aus, dass es Rundfunkmitschnitte sind, denn sie sind wirklich fast alle erstaunlich gut von der Klangtechnik her aufgenommen worden. Ich besitze diese Mingus-Einspielung, Archie Shepp (ja, man glaubt es kaum), Teddy Wilson, Stan Getz, u.a. Ich glaube auch Ben Webster.

    Hier gibt es eine Übersicht nebst Leuten, die sie feilbieten: https://www.discogs.com/de/label/37566-A-Jazz-Hour-With

    Storyville-Records hatten auf ihrer Bandcamp-Seite zu Ostern 10 Prozent Rabatt gegeben, was ich natürlich nutzte.


    https://storyvillerecords.band…unds-of-new-orleans-vol-3 (Scheint es weder bei Amazon noch bei jpc zu geben, daher ohne Photo)


    Eine Zusammenstellung mit rumpeligem Zeug von Albert Burbank With Kid Ory And His Creole Jazzband, Paul Barbarin And His Jazzband (u.a. mit Johnny St. Cyr von Louis Armstrongs ersten Hot Five), Johnny Wiggs' New Orleans Boys oder den Dixieland All Stars. Alles aus den Jahren 1952 – 1954.



    Ich muss dafür schon im Stimmung sein und mehr als drei Lieder am Stück halte ich auch nicht aus. Aber ansonsten ist es recht nett.



    Und dann noch diese hier:



    https://storyvillerecords.band…um/the-duke-at-fargo-1940


    Alto Saxophone – Johnny Hodges, Otto Hardwick
    Baritone Saxophone – Harry Carney
    Bass – Jimmy Blanton
    Clarinet – Barney Bigard
    Cornet – Rex Stewart
    Drums – Sonny Greer
    Guitar – Fred Guy
    Lead Vocals – Herb Jeffries, Ivie Anderson
    Piano – Duke Ellington
    Tenor Saxophone – Ben Webster
    Trombone – Juan Tizol, Lawrence Brown, Tricky Sam Nanton
    Trumpet – Ray Nance, Wallace Jones


    Ich dachte immer Duke Ellington sei nicht so meins, aber diese Aufnahme (und eventuell auch das Kontrastprogramm aus New Orleans) belehrten mich doch eines Besseren.

    Als ich den Thread zu bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts las, stieß ich dort auf Albert Roussel.


    ...und wer Martinu sagt, müsste auch Albert Roussel nennen... Der hat zwar nur vier Sinfonien geschrieben, aber das ist ja auch schon eine fast "klassische" Anzahl.



    Allerdings wird mir bei der Aufzählung hier immer weniger deutlich, worin denn die Bedeutung der genannten Sinfoniker liegt. Bei Roussel könnte man immerhin z.B. seinen Einfluss auf Martinu nennen. Wichtiger scheint mir allerdings, dass man in Roussels Sinfonien überrascht werden kann, welche "Brücken" zwischen ganz unterschiedlichen Stilen er schlägt. In der fast unbekannten 2. Sinfonie von ca. 1920 war ich frappiert, da zum ersten Mal etwas zu hören, was mit ähnlichen Mitteln arbeitet wie eine Sinfonie von Pettersson, den ich bisher für einen Solitär hielt. Andere wollen in der 2. Sinfonie Vorahnungen zu Schostakowitsch hören, was ich nicht nachvollziehen kann. Jedenfalls halte ich das Werk für eine sehr eigenständige und beachtenswerte Auseiandersetzungen mit den Erfahrungen des 1. Weltkriegs - insofern halte ich sie persönlich auch für "bedeutender" als z.B. Vaughan Williams "Pastoralsinfonie" - aber leider spielt und hört das Werk kaum jemand. Die Dritte von Roussel schlägt "Brücken" zwischen deutlichen Mahler-Reminiszenzen im Schlußteil des langsamen Satzes zu Prokofiev, bleibt aber eigentlich ganz "klassisch"- und sie ist obendrein noch sehr gut gemacht. Wenn ich die etwa mit Schostakowitschs Neunter vergleiche, dann kommen mir Zweifel, ob die Tatsache ,dass einer 15 geschrieben hat, ihn "bedeutender" macht als einer, der mir dreien und einem tastenden Frühwerk dasteht. Jedenfalls bin ich gespannt auf die Vierte von Roussel, die ich bisher nicht kenne. (Ich habe mir sogar eine Karajan-Aufnahme von 1950 der Vierten zugelegt - dann muss es ja schließlich ein bedeutender Sinfoniker sein, oder nicht... :P)

    Da mir sowohl Mahler wie auch Prokofiev zusagen, dachte ich mir, dass es sich lohnen könnte, mal in die 3. Sinfonie reinzuhören. Praktischerweise wird sie bei jpc auch zu humanen Preisen feilgeboten:


     


    Empfehlungen zu welcher der CDs man greifen sollte?

    Da habe ich doch gleich mal die MP3-Version erworben. Und wenn ich die fertigggehört habe, kommt die andere Hälfte des Coltrane-Quartetts an die Reihe (McCoy Tyner (p) Elvin Jones (dr), mit Joe Henderson (ts) und Ron Carter (b)


    Winterreise – Unterschiedliche Referenzaufnahmen

    Diese Diskussion zu Referenzaufnahmen der Winterreise wurde aus einem eigenen Thread hierher verlagert. Die Moderation



    Da ich in die E-Musik mehr reingestolpert bin, habe ich beschlossen, meinen (noch) nicht affinen Facebook-Freund_innen einfach mal ungefragt die Tipps, zu geben, die mir geholfen hätten.


    Einer der Tipps wird sein, sich mal den Lindenbaum aus Schuberts Winterreise in verschiedenen Einspielungen anzuhören, um ein Gefühl dafür zu kriegen, wie groß das Spektrum ist. Das Lied habe ich ausgesucht, weil es recht eingängig ist und ein breites Spektrum an Stimmungen enthält.Und auch, weil in dem Buch Klassikkampf von Berthold Seliger die Winterreise als Musterbeispiel für vergleichendes Hören genannt wurde. Er nannte gleich dreißig Aufnahmen, aber dies würde Laien wohl eher abschrecken.


    Ich habe bei den unterschiedlichen Lindenbäumen an folgende gedacht:


    Peter Anders mit Michael Raucheisen: https://www.youtube.com/watch?v=iUA-_I6SlK8 – weil kalt und bitter
    Richard Tauber: https://www.youtube.com/watch?v=iX81oCxrBZU – weil er bei Seliger als das größtmögliche Gegenteil zu Anders genannt wurde


    Dietrich Fischer-Dieskau mit Alfred Brendel: https://www.youtube.com/watch?v=jyxMMg6bxrg


    Brigitte Fassbaender mit Aribert Reimann: https://www.youtube.com/watch?v=yvAHkzfNWG4



    Was gibt es noch an Referenzaufnahmen, die möglichst unterschiedlich zu den genannten sind? Ich bin da zugegeben auch noch nicht so tief in der Materie (wenn man erstmal die für einen passende Aufnahme gefunden hat, sucht man ja meist nicht so eifrig weiter)

    Ich habe es genutzt, einen sehr lohnenden Fehler auszubügeln:



    Ich hatte dereinst irrtümlich Schostakowitsch statt Prokofiev erworben und hierdurch viele großartige Sinfonien kennengelernt.

    Danke für den Hinweis. Ich habe gerade in der Umbaupause eines Industrialfestivals, welches gerade aus Dortmund gestreamt wird, reingeschaltet und stelle gerade fest, welche musikalischen Potentiale sich ergeben können, wenn zwei nicht zusammenpassende Streams gleichzeitig laufen. :spock1:

    Kleiner Hinweis zu der von Maurice genannten Box:



    Beim Kauf der MP3-Version erhält man keineswegs die MP3-Version der Box sondern dieses Album als MP3:



    Ich habe mal den Amazon-Kundenservice angeschrieben und darum ersucht, mir die erworbenen MP3s auch nachzureichen.


    3,49 € als mp3 8o


    Gekauft!


    Ansonsten hatte ich diese Box inzwischen gekauft und gehört:


    Mit den ›Live at Storyville‹-Aufnahmen mit Al Haig (p), Jimmy Ranes (g), Teddy Kotick (b), Tiny Kahn (dr) wurde ich noch nicht recht warm.


    ›For Musicians Only‹ mit Dizzy Gillespie (tp), Sonny Stitt (as), John Lewis (p), Herb Ellis (g), Ray Brown (b) und Stan Levey (dr) ist hektischster Bebop, den zumindest ich nicht immer hören kann. Aber dafür kommen hier Getz' coole Linien sehr gut zur Geltung – ist ja zum hereinhören.


    Die Zusammenarbeiten mit dem Oscar-Peterson-Trio – Peterson (p), Ray Brown (b), Herb Ellis (g) bzw. mit Gerry Mulligan (bs) + Brown, Stan Le Vey (dr) und Lou Levy (p) grooven sehr gut ohne langweilig zu werden (was Cool Jazz leider zu oft bei mir auslöst – ich weiß, liegt an mir :/ ).


    ›Cool Velvet‹ mit Blanche Birdsong (Harp), Dave Hildinger (Vibes), Jan Johansson (p), Freddy Dutton (b) und Spence Karas (dr, der laut anderen Quellen Sperie Karas heißt) und einem Streichorchester ist zunächst ungewohnt, hat aber auch Qualitäten.

    Ich bräuchte mal eine Kaufberatung. Und zwar habe ich mich beschlossen mich näher mit Stan Getz zu beschäftigen. Bei jpc fand ich vier Zusammenstellungen, die mir interessant schienen:






    ›Eight Classic Albums‹
    Stan Getz At Storyville 1
    Stan Getz At Storyville 2
    Chamber Music
    For Musicians Only
    Stan Getz & Oscar Peterson
    Getz Meets Mulligan In Hifi
    Stan Getz & Cal Tjader
    Cool Velvet


    ›Seven Classic Albums‹
    Diz & Getz
    In Stockholm
    At The Opera House
    Focus
    Recorded Fall
    Jazz Samba
    Big Band Bossa Nova


    Milestones Of A Legend - 18 Original Albums
    CD 1: At Storyville Vol. 1 + 2
    CD 2: At The Shrine
    CD 3: Diz And Getz
    CD 4: Hamp And Getz / Groovin High
    CD 5: Chamber Music By The Stan Getz Quintet / Stan Getz, Dizzy Gillespie, Sonny Stitt: For Musicians Only
    CD 6: Stan Getz & Oscar Peterson Trio / Getz Meets Mulligan In Hi-Fi
    CD 7: Stan Getz & J. J.Johnson At The Opera House / Award Winner
    CD 8: Stan Getz: Composed & Arranged By Edie Sauter - Conducted By Hershy Kay
    CD 9: Cal Tjader Sextet & Stan Getz / Cool Velvet - Stan Getz & Strings
    CD 10: Big Band Bossa Nova / Stan Getz, Charlie Byrd: Jazz Samba


    Bei der ›Classic Albums Collection 1955-1963‹ sind die acht Alben zwar abgebildet, aber nicht ausgeführt.


    Wo gibt es unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass ich weder übermäßig hektischen Bebop noch übermäßig dahinplätschernden Cool-Jazz schätze das beste Preis/Leistungs-Verhältnis (natürlich bin ich auch nicht an irgendwelchem Ramsch interessiert, mit dem solche Boxen ja häufig auf die gewünschte Größe aufgeblasen werden)?

    Weil sie sehr ungewöhnlich (frei) ist für Rollins. Mich turnt die Platte jedenfalls sehr an (mehr als jede andere Rollins-Platte), insbesondere das sehr ausgedehnte Titelstück mit Hubbard.


    Adieu
    Algabal

    Danke für den Hinweis, gleich mal in die to-buy-Liste eingetragen.


    Bei mir gerade dreierlei Kontrastprogramm



    Hieraus »The Eminent Jay Johnson Vol. 2«
    J.J. Johnson – trombone, Wynton Kelly – piano, Charles Mingus – bass, Kenny Clarke – drums, Sabu Martinez – congas


    Treibender wuchtiger Bebop, der trotz aller Qualität des gebotenen nach einigen Stücken beginnt, anstrengend zu werden.



    (Eigentlich die CD ›Silence‹, auf welcher 6/7 von Bop-Be mit 5/7 von Byablue gekoppelt sind, allerdings ist diese gerade nicht liefer- und verlinkbar)
    Jarrett (p), Dewey Redman (ts), Charlie Haden (b), Paul Motian (dr)


    Meine Fähigkeiten den Stil zu benennen sind beschränkt, ich würde einfach mal Modern Jazz sagen. Hier habe ich das gegenteilige Problem. Gefühlt bleibt alles in einer Ebene – Eventuell liegt es daran, dass ich üblicherweise McCoy Tyner höre, der einfach deutlich mehr Dynamik aus dem Klavier prügeln konnte.



    John Zorn (as), George Lewis (tb), Bill Frisell (g)
    Der Albumtitel lautet »More News for Lulu« – Meine Version der CD hat ein anderes Cover mit Strommasten drauf.


    Was die Dynamik angeht, vereint es die Vorteile der beiden vorgenannten CDs, dafür ist es aber halt Freejazz und grooved nicht.


    Bevor es jetzt so wirkt, als wollte ich alles in Grund und Boden nörgeln: Ich kann alle drei CDs empfehlen, sie passen halt nur nicht immer oder man muss halt immer mal hin und her wechseln.

    Zwei 2nd-Hand-Käufe



    McCoy Tyner: Live at the Musicians Exchange Café


    auch erhältlich unter den Titeln »Whats New«, »The Jazz Masters - 100 Años De Swing«, »You Taught My Heart To Sing«, »Master of Piano« und »Jazz Master«


    Die von mir erworbene Fassung mit einem anderen Coverbild lässt sich nicht verlinken.






    John Coltrane: The Heavyweight Champion – The complete atlantic recordings