Beiträge von Cherubino

Die 14. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins ist beendet.

    Ich komme wieder zurück zu Schostakowitsch und seinen Symphonien:

    Dimitri Schostakowitsch:
    5. Sinfonie d-moll op. 47

    Royal Philharmonic Orchestra
    Vladimir Ashkenazy


    und im Anschluss noch aus der gleichen Zeit (und mit den gleichen Interpreten):

    Fünf Fragmente op. 42

    Im Gegensatz zu vielen anderen hier kann ich mit der "Ariadne" durchaus etwas anfangen, mir reicht aber eine Aufnahme von dieser Oper, mit der ich wunschlos glücklich bin. Das ist der Salzburger Mitschnitt unter Karl Böhm von 1954 und für Rudolf Schock als Bacchus brauche ich genauso wenig ine Alternative wie für alle anderen Beteiligten.

    solange andere, die sich viel mehr zu schulden haben kommen lassen (mehrfaches Würgen und andere Handgriflichkeiten gegenüber Orchestermitgliedern), Ehrenmitglieder der betreffenden Institutionen und sogar Ehrenbürger der betreffenden Stadt werden (bzw. nach den aktenkundigen Vorfällen geworden sind) ...

    Von wem reden wir da eigentlich? Butter bei die Fische!

    Die Alcina mit Frau Oberlinger am Pult klingt für mich auch interessant.

    Oh, vielleicht findet sich da ja mal ein gemeinsamer Termin. Für mich ist Bonn allerdings nur am Wochenende machbar oder so feiertagsmäßig. Kann man ja mal sehen.

    Adieu, Algabal

    Das geht mir genau so. Bonn ist von mir aus so weit, dass ich da inzwischen nicht mehr an einem Tag hin und zurück fahren würde - schon gar nicht abends nach der Oper. Das wäre dann eher eine kleine Opernreise am Wochenende oder so.

    Zwei Monate + Zwei Tage vor dem ersten Rheingold wird noch ein Mime-Darsteller gesucht Das Rheingold - Bayreuther Festspiele (bayreuther-festspiele.de)

    das neueste Bayreuther Desaster od. ''so ungewöhnlich nun auch wieder nicht'' :?:I really don't know; so genau verfolge ich die dortigen Umtriebe nun nicht.....

    ((selbst brächt' ich evtl. noch 'nen passablen Fafner zustande; 'Mime' ist einfach nicht mehr mein Fach :P:versteck1::versteck1:))

    In den letzten Jahren gab es in Bayreuth ja extrem viele Umbesetzungen, manche mit langem Vorlauf, manche kurzfristig. Daher würde ich gelassen sagen: Ob da jetzt der Name eines Sängers steht, der am Ende doch nicht singt, oder ob da jetzt gar kein Name eines Sängers steht, ist eigentlich egal.

    Gatti ist ja nach Amsterdam auch noch Chef in Dresden geworden. Grins1

    Das ist ja oft so: Da gibt es dann einen kurzen Aufschrei und die Geschichte wird als mediale Sau durch Dorf getrieben - und nach ein paar Monaten oder Jahren erinnert sich keiner mehr daran und alles ist wie vorher.

    Der Choreograph Marco Goecke zum Beispiel ist sehr schnell wieder zurück: Nachdem er eine Journalistin im Theaterfoyer mit Hundekot beschmiert hatte, wurde er angezeigt. Goecke hatte sich mehr oder weniger glaubhaft entschuldigt. Das Verfahren gegen ihn wurde gegen eine vierstellige Geldauflage eingestellt. Goecke musste an einen gemeinnützigen Verein zahlen, der sich mit Konfliktschlichtung beschäftigt. Das Theater in Hannover trennte sich von seinem Ballettchef, Mannheim stoppte eine seiner Choreographien, Jena machte ein Theaterstück aus dem Vorfall. Jetzt wurde bekannt, dass er im Sommer 2025 wieder Balletchef wird – dieses Mal in Basel. »Er hat eine zweite Chance verdient«, sagte der Intendant des Theaters, Benedikt von Peter.

    Die Alcina mit Frau Oberlinger am Pult klingt für mich auch interessant.

    Und ich hatte der Oper Bonn gar nicht zugetraut, dass man da Angela Gheorghiu und Ramón Vargas hören kann! Oder spricht das nicht für Bonn, sondern gegen Gheorghiu und Vargas?

    Elisabeth Kulman hat mit Peter Seiffert ein Interview geführt, in dem er über seine Karriere, Dirigenten, Regisseure, Geld und das Singen als Beruf erzählt:

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    Vielleicht sollte ich wie Putto einen Blick in die Noten werfen, damit mir Stockhausens Stück nicht so sinn- und konturlos erscheint. Das habe ich bisher nicht getan, ich habe einfach "nur" gehört und beim reinen Hören hat sich mir die Struktur des Stückes nicht erschlossen. Dabei lese ich aus den Diskussionen und Informationen hier heraus, dass Struktur ganz wesentlich für das Stück und für die Ästhetik, der es folgt, ist.

    Beim ersten Hören ist mir eine zart wirkende Figur aus einigen wenigen, vereinzelten hingetupften Tönen aufgefallen, die im Verlauf des Stückes mehrmals wieder auftritt. Diese Figur, die immer wie ein Ruhepol wirkt, habe ich mit dem Titel "Refrain" in Verbindung gebracht. Eine klassische Strophe-Refrain-Abfolge habe ich aber ansonsten auch nicht erkennen können.

    Vielleicht sollte ich wie Putto einen Blick in die Noten werfen, damit mir Stockhausens Stück nicht so sinn- und konturlos erscheint. Das habe ich bisher nicht getan, ich habe einfach "nur" gehört und beim reinen Hören hat sich mir die Struktur des Stückes nicht erschlossen. Dabei lese ich aus den Diskussionen und Informationen hier heraus, dass Struktur ganz wesentlich für das Stück und für die Ästhetik, der es folgt, ist.

    Beim ersten Hören ist mir eine zart wirkende Figur aus einigen wenigen, vereinzelten hingetupften Tönen aufgefallen, die im Verlauf des Stückes mehrmals wieder auftritt. Diese Figur, die immer wie ein Ruhepol wirkt, habe ich mit dem Titel "Refrain" in Verbindung gebracht. Eine klassische Strophe-Refrain-Abfolge habe ich aber ansonsten auch nicht erkennen können.

    Nun will ich nicht gleich DS himself am Klavier rausholen

    Warum eigentlich nicht? Ich habe mal einen Videoausschnitt gesehen, in dem ein junger Schostakowitsch selbst den Schluss seines ersten Klavierkonzertes spielte. Das war schon sehr beeindruckend!

    Ich nehme an, die letzte? Ist die einzige vom Beaux Arts, die ich mit diesem Werk kenne

    Das ist auch die einzige vom Beaux Arts Trio, die ich von diesem Werk kenne.

    Ich bleibe noch ein bisschen bei Schostakowitsch, wechsele aber von der Kammermusik zu den Symphonien:

    Dimitri Schostakowitsch:
    1. Sinfonie f-moll op. 10

    Rotterdams Philharmonisch Orkest
    Valery Gergiev


    und im Anschluss noch:
    Klavierkonzert Nr. 1 c-moll op. 35

    Peter Jablonski
    Royal Philharmonic Orchestra
    Vladimir Ashkenazy

    Was ist die 'Aida' doch für eine tolle Oper.

    Das ist sie, und ich muss gestehen, ich habe noch nie eine Aida gehört, die ich nicht gut gefunden hätte. Nicht nur die Oper, auch ihre Titelrolle ist dank- und unkaputtbar. Zum Glück ist ja nicht nach den besten, sondern nach den liebsten Rollenvertreterinnen gefragt, so dass ich die nennen kann, mit denen ich die Oper kennen gelernt habe, oder zu denen ich zurückkehre, wenn ich sie hören möchte, und das sind nach kurzem Überlegen Maria Chiara, Leontyne Price und Nina Stemme. Und ich hätte genau so gut Ljuba Welitsch, Renata Tebaldi oder Katia Ricciarelli nennen können, sie hätten es auch verdient.

    Ich musste - das wird jetzt den wenigsten helfen - beim Hören dieser Interpretation immer wieder an Derridas Schrift "Eine gewisse unmögliche Möglichkeit, vom Ereignis zu sprechen" denken. Ja, ich weiß, das ist viel später und es geht auch gar nicht im Musik oder sowas. Aber es passt schon. In meinem Kopf passt es hervorragend zusammen.

    Aus diesem Text ist mir ein Satz besonders in Erinnerung geblieben, der ziemlich an seinem Beginn steht: "Hier geht es einfach um einen Vorwand, miteinander zu sprechen, zu sprechen, um vielleicht
    nichts zu sagen, zu sprechen, um das Wort da an den anderen zu richten, wo das, was man sagt, weniger zählt als die Tatsache, dass man zum anderen spricht". Reden, ohne etwas zu sagen, so ähnlich nehme ich den "Refrain" von Stockhausen auch war: Hier mal ein Ton, da mal ein Ton, am Schluss das eine oder andere hineingerufene Wort, aber so ein richtiger Sinn, eine Kontur, will sich daraus nicht ergeben, so wenig wie aus Derridas "Vorwand, miteinander zu sprechen, um vielleicht nichts zu sagen".