Beiträge von Tanderadei

    Bei "Käpt'n Blaubär" wirst du Spaß haben - wie bei allen in Zamonien spielenden Büchern von Walter Moers. Er hat ein genauso wundervoll durchgeknalltes Paralleluniversum geschaffen wie Terry Pratchett mit seiner 'Scheibenwelt'.

    Bücher kann man auch in elektronischer Form lesen.

    Stimmt - kann man, muss man aber (zum Glück!) nicht. Ich habe eine unheilbare Abneigung gegen E-Books, auch wenn ich deren Vorzüge durchaus sehe.

    Was den 'übermächtigen Online-Handel' angeht, liegt es aber in unserer Hand.

    Was meint ihr, wie froh ich bin, wenn ich wieder 'richtig' einkaufen gehen kann!

    Auch der bezahlte Fußball hält sich offenbar für systemrelevant.

    Das Problem: er ist es!
    1.) unter dem Aspekt 'panem et circenses'
    2.) weil zwar statistisch gesehen wohl mehr Menschen ins Theater als in Fußballstadion gehen, aber beim Fußball entschieden mehr Geld fließt und auch hängenbleibt.

    Als junger Mensch fand ich Marvel-Comics (besonders 'Doktor Strange' und den 'Silbersurfer') total klasse; außerdem gab es eine Reihe mit Gruselgeschichten, an deren Titel ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnere, die ich aber mit wohligem Grauen las...

    Bei der Erwähnung der französischen graphic novels fällt mir wieder ein, dass ich vor Jahren in einem Anfall von Übermut bei einem Besuch in Frankreich die ersten beiden Sammelbände von Dufauxs und Delabys "Murena" gekauft (und sogar gelesen!) habe. Das sind prachtvoll gezeichnete, wenn auch gnadenlos grausame Geschichten aus der Regierungszeit Neros - sehr empfehlenswert.

    "Die Opernprobe oder Die vornehmen Dilettanten"

    Lieber Waldi, ich finde, diese Oper wird massiv unterschätzt. Sicher ist sie musikalisch eher leichte Kost, aber sie ist - zumal für die Entstehungszeit - mit einem ziemlich großen Potenzial in Sachen Satire ausgestattet: ein opernenthusiastischer Graf. der sich mit seiner Dienerschaft nur singenderweise verständigt... eine Kammerzofe (!), die ein Orchester dirigiert... Ich würde sie gerne mal auf der Bühne sehen.


    Es gibt übrigens noch eine andere recht prominent besetzte Aufnahme aus dem Hause EMI mit Nicolai Gedda (Reinthal junior), Walter Berry (Johann) und Kari Lövaas (Louise), um nur die bekanntesten zu nennen.

    Lieber Agravain,


    das ist eine wunderbare Idee von dir; die englische Oper wird in der Tat sehr vernachlässigt.
    Meine eigene Diskothek enthält eher wenig Englisches: ein bisschen Britten ("Billy Budd", "Albert Herring" [viel zu selten auf der Bühne sicht- und hörbar!], "A Midsummer Night's Dream", "The Turn of the Screw", "Paul Bunyan"), Tippet ("The Midsummer Marriage"), Delius ("A Village Romeo and Juliet"), Purcell ("Dido and Aneas" [eine der wenigen 'Paar-Opern', bei denen die Frau zuerst im Titel genannt wird...] und "King Arthur") und, last but not least, Ethel Smyth's "The Wreckers".
    Deshalb bin ich auf dieses Kapitel deiner Vorstellungen besonders gespannt, denn das ist eine Oper, bei der ich nach wie vor nicht sicher bin, ob ich sie genial oder doch eher medioker finden soll.


    Herzlichst,


    Tanderadei