Beiträge von pt_concours

    who has what

    als kleiner Service ;+) hier noch eine Liste von berühmten und/oder (bei mir beliebten) Pianisten und den eingespielten Sonaten dazu:
    (einsch. der Vermerk, wenn keine (ein)gespielt wurde):


    Aimard: 9
    Arrau: -
    Brendel: -
    Casadesus: -
    Cherkassky: 4
    Ciccolini: -
    Demidenko: 2, 4, 9
    Eckenstein: 3, 8
    El Bacha: 2
    Feinberg: 5
    Fiorentino: 1, 2, 4
    Francois: 3
    Gavrilov: 4
    Gieseking: 3, 5, 9
    Gilels: 3,4
    Glemser: 2, 4, 5, 6, 7, 9, 10
    Grimaud:-
    Gould: 3, 5
    Gourari: 3
    Gulda: -
    Kastelsky: 8
    Kissin: 3
    Klien: -
    Krainev: 2
    Leonskaja: 2
    Lubimov: 9
    Melnikov: 2, 9
    Montera: -
    Moravec: -
    Mustonen: 10
    Neuhaus: 1, 3, 5, 7, 9, 10
    Oborin: 2
    Philipp: 3, 9
    Pletnev: 4, 10
    Pogorelich: 2
    Richter: 2, 5, 6, 7, 9
    Rubinstein: -
    Schleiermacher: -
    Schiff; -
    Sokolov: 3, 9
    Staier: -
    Sudbin: 2, 5, 9
    Trpcesk: 5
    Vladar: 2
    Wang: 2
    Woodward: 6, 10
    Zimerman: -


    Die Liste darf gerne ergänzt werden...


    Gruß petit_concours


    Richters Interpretationen der Zweiten, Fünften, Sechsten, Siebten und Neunten, Gilels mit der Dritten und Vierten sowie Horowitz mit der Dritten, Fünften, Neunten und Zehnten werden für immer Sternstunden der Scriabin-Interpretation bleiben. Da kann - mit Ausnahme von Shukow - keine GA auch nur entfernt herankommen. Yuja Wang (von ihr liegt bereits eine Studio-Aufnahme der Zweiten vor) gab allerdings letztes Jahr im Berliner Schiller-Theater eine so dermaßen fulminante Darbietung der Fünften als Zugabe (!), dass man sich von ihr für die Zukunft Großes erhoffen kann, was Scriabin angeht.


    Bei Richter und Gilels bin ich ganz Deiner Meinung, Horowitz konnte mich bisher nur bei der 5. Sonate richtig überzeugen. Shukov kenne ich noch nicht (Danke an Gurnemanz für den Hinweis bezügl. der Wiederveröffentlichung der 70er Aufnahme!)
    Ob es allerdings gerade Yuja Wang ist, die sich in diese Riege einreihen wird, bleibe ich vorerst skeptisch...
    Gänzlich vermisse ich bei Deiner Aufzählung (hier): Pletnev, Sokolov, Fiorentino... (und natürlich auch Feinberg, Neuhaus, Sofronitzky!)
    Und mehr erwarte ich mir ehrlich gesagt von z.B. Aimard, Mustonen. Koroliov?


    alternativ habe ich jetzt noch folgenden Thread eingerichtet:
    Skrjabin: mixed GA Klaviersonaten


    :wink:
    Gruß petit_concours

    Ich habe zwar die Gesamtaufnahmen von Igor Shukow 1971 (Eurodisc-LP-Box) und von John Ogdon (EMI-Doppel-CD) in der Sammlung, hatte zudem auch Ruth Laredo (kam nach zweimal Durchhören ins Antiquariat). Nur was soll ich mit einer GA, wenn die wirklich atemberaubenden Scriabin-Sonaten-Aufführungen von Nicht-Komplettisten getätigt wurden? Richter, Horowitz, Gilels, Pletnjew, Yuja Wang...


    Shukow 1971 ist ein must have, keine Frage. Die von Dir aufgelistete (auf CD verfügbare) 2000er Aufnahme kenne ich nicht: ist das eine Neuaufnahme, nicht eine Wiederauflage der alten LP-Edition von 1971? Sonst reizt mich ehrlich gesagt keine weitere GA.


    Hallo music_lover,


    mit diesem Thread soll natürlich niemand gezwungen werden, sich eine (weitere) GA zu zulegen. ;+)
    Wer eine außergewöhnliche Interpretation der Sonaten Nr. 3, 4, 5, 9 oder 10 sucht, der wird wohl eher zu einer Einzelaufnahme greifen. Aber bei den Sonaten Nr. 1, 6, 7 und 8 wird es schon deutlich schwieriger weitere (lohnende) Aufnahmen jenseits der GAs zu finden (und ich glaube, nur die wenigsten werden sich alle zehn Sonaten mit zehn verschiedenen CDs erschließen...). Mancher wird sich mit einer Doppel-CD zuerst einen Überblick schaffen wollen, und dabei reizt es vielleicht auch, die Entwicklung der Klaviersonate bei Skrjabin mit (nur) einem Interpreten nachzuforschen...


    Gruß petit_concours

    Skrjabin: mixed GA Klaviersonaten

    Hallo,


    als Gegenstück zu dem Thread über verschiedene GA der zehn Klaviersonaten mit einem Pianisten (Skrjabin: GA Klaviersonaten - Auflistung/Vergleich)soll hier eine persönliche Gesamtaufnahme mit den zehn liebsten Aufnahmen erstellt werden.


    Die Regeln:
    Zu jeder der zehn Klaviersonaten soll eine Lieblingsinterpretation genannt werden , dazu dürfen noch pro Sonate alternativ zwei weitere Interpretationen genannt werden.
    Zusätzlich können die Sonaten untereinander nach ihrer Beliebtheit geordnet werden. Wer nicht alle zehn kennt (oder mag) kann so auch teilnehmen...


    Ich selber höre (bisher) auch nur ein Teil der Sonaten ötfer, so dass ich meine Liste am Ende auch noch offen halten muss;


    1) Nr. 3 mit E.Gilels (alternativ S.Francois und G. Sokolov)
    2) Nr.10 mit M.Pletnev (alternativ: iM keine)
    3) Nr. 4 mit A.Gavrilov
    4) Nr. 2 mit S. Richter
    5) Nr. 5 mit V.Horowitz


    Fortsetzung folgt...


    Jetzt freue ich mich auf eure Favoriten.


    Gruß petit_concours


    Welche kannst du denn besonders empfehlen?


    (Ich selbst habe nur die von Ashkenazy und Lettberg, zwei einzelne von Gould. Aber schon lange nicht mehr gehört.)


    maticus


    Hallo,


    ich würde mich freuen, wenn ihr Eure Gedanken hier weiterführt:
    Skrjabin: GA Klaviersonaten, Liste/Vergleich


    Habe ich jetzt extra erstellt, damit die Eure (und hoffentlich noch weitere) Beiträge nicht "verloren gehen" (son-dern-das-ew...)


    :wink:
    Gruß petit_concours

    Skrjabin: GA Klaviersonaten - Auflistung/Vergleich

    Hallo,


    dieser Thread soll alle bekannten Gesamtaufnahmen der Klaviersonaten auflisten und vergleichen.
    Diskussionen zu der Werkreihe sowie zu einzelnen Sonaten würde ich (soweit möglich) gerne für einen anderen Thread abtrennen.


    Dennoch sollten hier kurz die Werke genannt werden, welche als die zehn Klaviersonaten Skrjabins bezeichnet werden:


    Sonate Nr. 1 f-Moll op. 6 (1892)
    Sonate Nr. 2 gis-Moll op. 19 („Sonate fantaisie“) (1892–97)
    Sonate Nr. 3 fis-Moll op. 23 (1897/98)
    Sonate Nr. 4 Fis-Dur op. 30 (1903)
    Sonate Nr. 5 Fis-Dur op. 53 (1907)
    Sonate Nr. 6 op. 62 (1911/12)
    Sonate Nr. 7 op. 64 („Weiße Messe“) (1911)
    Sonate Nr. 8 op. 66 (1912/13)
    Sonate Nr. 9 op. 68 („Schwarze Messe“) (1912/13)
    Sonate Nr. 10 op. 70 (1912/13)

    Daneben exisitieren noch zwei weitere Frühwerke, die aber nicht zu den zehn Klaviersonaten gezählt werden.


    Das Buch „Erinnerungen an Alexander Skrjabin“ von Leonid Sabanejew offenbart erstaunliches über die Entstehung der letzen Klavierwerke ab dem op.62, also auch über die Klaviersonaten Nr. 6-10!
    SKRJABIN wurde von dem russischen Dirigenten Kussewizki (Koussevtitzky) jedes Jahr mit einer großen Summe Geld unterstützt (5.000 Rubel), ursprünglich zur Vollendung der Komposition des „Mysteiums“ Kurz nach der UA von „Promethée“ kam es zum Bruch zwischen Koussewitzky und SKRJABIN worauf hin der Dirigent und Förder von dem Komponisten 15.000 Rubel zurückverlangte, einst als Anzahlung für die Vollendung der „Mysteriums“ (deren Noten dann auch in Kussevitzkys Musikverlag erscheinen sollten)!
    „Er (SKRJABIN) beschloß seine „Schuld“ in der Weise zu „tilgen“, dass er Kussewizki neue Kompositionen lieferte und diese auf seiner „Habenseite“ buchte. So brach er also die Arbeit am Mysterium ab und begann fieberhaft Klavierstücke zu schreiben, um die Schuld so schnell wie möglich abzutragen. In dieser Hinsicht hatte diese Geschichte auch ihr Gutes, denn auf diese Weise komponierte Skrjabin seine letzen Sonaten und viele kleinere Stücke, die sonst vielleicht gar nicht entstanden wären...“


    an anderer Stelle:
    „Damals spielte er uns auch manchmal Stellen aus seinen unveröffentlichten älteren Musikwerken vor. Davon gab es nicht viele. Das wohl wichtigste Stück war die sogenannte Sonate 3 ½, der er unmittelbar nach der Dritten Sonate komponiert hatte und die „Gothische Sonate“ nannte.
    Die Sonate hatte einen ausnehmend schönen ersten Satz, ... . Die Sonate existierte nur in seinem Gedächtnis, war nie in Notenschrift festgehalten worden, ... Das Stück hatte zwei Sätze, doch der Finalsatz war unvollendet geblieben."

    wieder an anderer Stelle:
    „Das Poeme Vers la flamme war zunächst als Sonate konzipiert, wurde dann aber aus dieser Verantwortung entlassen und zu einem kleineren Stück degradiert.“


    Dass wir heute 10 Klaviersonaten von SKRJABIN kennen ist also durchaus mehren Zufällen geschuldet, wie diese Beispiele zeigen! Allerdings will ich diese Fakten auch nicht überbewerten, am Ende hat SKRJABIN diese 10 Sonaten ja trotzdem bewusst so geschaffen. (Übrigends entstanden die letzen 5 Sonaten keineswegs in der Reihenfolge, die man vermuten würde! Wenn ich mich recht erinnere dann war es in der Abfolge 7-6-9-10-8!)


    da es gerade an anderer Stelle mal wieder eine Diskussion über verschiedene Gesamtaufnahmen der Klaviersonaten Alexander Skrjabins gab, stelle ich hier mal kurz und schmucklos die Liste aller durch mich in Erfahrung gebrachten Aufnahmen ein (die ich vor einigen Jahren für ein anderes Forum zusammengetragen hatte) - leicht überarbeitet und ergänzt:


    SKRJABIN, Gesamtaufnahmen der 10 Sonaten für Klavier:


    - 19?? V. Sofronitzky 3 CD Arleccino


    -1970 R. Laredo, 2 CDs Nonesuch (+ op. 2/1, 42, 57/1/2 und 72)


    - 1971 M. Ponti (als Teil einer GA der Klavierwerke auf 5 CDs bei VoxBox)


    - 1971 J. Ogdon, 2 CDs EMI (+ op. 2/1, 48, 57, 58, 63, 67, 72 und 74)


    - 1971 I. Shukow, LP


    - 1971 R. Szidon, 2 CDs DG


    - 1972–82 V. Ashkenazy, 2 CDs Decca


    - 1989 B. Berman, 2 CDs Music & Ar


    - 1988–90 R. Taub, 2 CDs harmonia mundi


    - 1995 M.-A. Hamelin, 2 CDs hyperion (+ op. 28 und op. posth.)


    - 1996 H. Austbø, 2 CDs Brilliant Classics


    - 1998 E. Mikhailov, 2 CDs MEL Scriabin State Memorial Museum


    - 2000 I. Shukow, 3 CDs Telos (+ op. 28 )


    - 2004? M. Koyama, 2 CD


    - 2006 M. Voskresensky, 2 CDs Classical Records


    - 2004–07 M. Lettberg (als Teil einer GA der Klavierwerke auf 8 CDs bei capriccio)


    - 2008? V. Stoupel, 3 CDs audite


    - 1997–09 Y. Kasman, 2 CDs Calliope


    - 2010 A. Ugorski, CAvi-musik


    - 2012? D. Alexeev 2 CD Brilliant Classics


    Außerdem spielt gerade ein weiterer Pianist alle Klavierwerke SKRJABINs ein: Gordon Fergus-Thompson, allerdings liegen noch nicht alle Sonaten vor
    ( bisher 2,3,4,5,9 und 10 )


    Gruß petit_concours



    Welche kannst du denn besonders empfehlen?


    (Ich selbst habe nur die von Ashkenazy und Lettberg, zwei einzelne von Gould. Aber schon lange nicht mehr gehört.)


    maticus


    PS: Ich habe inzwischen gesehen, dass meine Lsite aus dem Hifi-Forum (-http://www.hifi-forum.de/viewthread-192-146.html-) nach Wikipedia kopiert wurde (dabei leicht ergänzt -und um die Aufnahme von Sofronitzky gekürzt?)

    BACHs WG-WO aus Leipzig (2012)

    Hallo,


    ich weiß weder, ob ich mit diesem kleinen Thread hier richtig bin, noch ob folgendes kleines Video eigentlich schon alle kennen und im Forum bereits benannt und diskutiert wurde (ich habe aber zumindest nichts gefunden):


    in Leipzig haben sich eine "handvoll" Musikstudenten in einem WG-Zimmer versammelt um Kantaten aus dem WO aufzuführen...
    ...also ein (für HIP schon viel zu großer) Chor und ein kleines Sinfonieorchester im Wohnzimmer (Pauken und Trompeten mussten ins Nachbarzimmer)
    beeindruckende Jungsolisten, ansonsten ein netter Spass (wer möchte nicht nach dem Ende des Eingangschores ersteinmal einen Schluck aus der Bierflasche nehmen...)


    :D


    Na schaut selbst:
    "[

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    "



    :prost:
    petit_concours

    Sofronitzky! Neuhaus!!!

    Obwohl ich Skrjabins (Klavier)-Musik sehr schätze- sowohl viele seiner frühen, wie auch seiner mittleren und späten Werke- gehört das Poeme „Vers la flamme“ nicht zu meinen beliebtesten Werke.


    Kennengelernt habe ich dieses Stück (wie viele weitere seiner Klavierwerke) in einer Einspielung mit Vladimir Horowitz.

    Wenngleich diese Einspielung auch heute noch für mich einen gewissen Reiz besitzt, so sind seine Interpretationen der Skrjabinschen Werke mit dem Kennenlernen anderer Aufnahmen für mich doch deutlich verblasst.


    Anders ist das mit Sviatoslav Richter, da bin ich bei Skrjabin eigentlich noch nie entäuscht worden. Wobei mir folgende Eintschätzung doch deutlich übertrieben erscheint:

    Wer an diesem Poème interessiert ist, sollte Richters fulminanten Deutungen nachspüren. Besser geht es nicht.


    (Ich weiß nicht einmal, ob es ausreichen würde, alle Einspielungen zu kennen, um so etwas zu sagen...)


    Einige werden wissen, dass ich John Ogdon (auch) bei Skrjabin sehr schätze :

    Zitat von pt_concours


    Ich halte ihn für einen der besten Interpreten der Klavierwerke LISZTs und RACHMANINOVs, und auch ALKAN und BUSONI hat er hervorragend eingespielt. Deshalb war ich sehr erfreut, als ich von ihm eine GA der auch von mir sehr geliebten Klaviersonaten SKRJABINs fand. Allerdings wurden meine Erwartungen hier nur zum Teil erfüllt. Und dies lässt sich vielleicht auch mit meinem Plädoyer für Ogdon vereinbaren, denn er spielt diese Stücke einfach oft zu („vordergründig“ virtuos, ja in schnellen und lauten Passagen hat man manchmal wirklich den Eindruck eines wilden „Eindreschens“ auf das Klavier. Dieses erzeugt zum Teil ja durchaus ein Klima von roher und brutaler Gewalt, welches sehr beeindruckend ist, aber so wahrscheinlich eher nicht gemeint war- und über längere Strecken auch schnell ermüdet. Allerdings spielt Ogdon in den langsamen und leisen Passagen sehr stimmungsvoll und klangsensibel. Auch haben mich seine Interpretationen jetzt beim wiederholten Hören mehr und mehr durch sein großes Strukur-Bewußtsein gefesselt!



    Aus den verschiedenen Einspielungen, die ich mir jetzt nochmal zu Hause angehört habe, möchte ich aber zwei andere hervorheben:
     
    link zu CD (Bild funktioniert nicht)


    Zuerst Sofronitzky, der in seinem Klavierspiel ein ganz besonderes Klima erzeugt, aber wirklich völlig elektrisiert hat mich "der Klavierlehrer von Sviatoslav Richter": Heinrich Neuhaus (in einem klanglich füchterlichen Livemitschnitt -des Jahres 1951?).
    Ich habe während des Musikhörens schon lange keine solche geradzu körperliche Spannung mehr gespürt (und dabei gleichzeitig eine wachsenden Furcht zu explodieren), wie bei seiner Interpretation (die mit einer Länge von 4:17 eine der schnellsten sein dürfte).


    :juhu: :juhu: :juhu:


    Gruß petit_concours


    PS: Kennt jemand die Aufnahme mit Mustonen?

    Hat jemand Sokolov (live) mit diesem Stück gehört?


    Ich finde es völlig eindeutig, dass hier ein Druckfehler vorliegt.


    Mich würde noch interessieren, ob an der Stelle die Violine auch etwas spielt.


    Ich finde es ja schon ganz schön abenteuerlich, wie wenig Informationen man offensichtlich benötigt um zu einem eindeutigen Urteil zu kommen!
    Gebt mir zwei Takte aus irgendeiner Partitur (es müssen nicht alle Stimmen sein)...


    Manuskript? Intention und Stilmittel des Autors? Zeitzeugen?
    Ich bitte Euch, wer noch so etwas fragt, der taugt doch höchstens als Grundlage für eine kleine Satire...


    Ich jedenfalls möchte mir anhand der vorliegenden Daten kein endgültiges Urteil erlauben (höchstens eine Tendenz).


    Mich würde mal interessieren, ob diejenigen, die hier abstimmen, dass (ganze) Werk überhaupt kennen...


    Ich habe mir die Sonate (Menuhin/Fevrier) übrigends aus Anlass dieser Frage hier wieder einmal angehört und war von dem Werk und der Interpretation sehr angetan, (Wird hier natürlich kaum von Interesse sein...)


    :shake:
    petit_concours


    "http://www.naxos.com/mainsite/blurbs_reviews.asp?item_code=8.553612&catNum=553612&filetype=About%20this%20Recording&language=English#"


    Hallo Christian,


    eine merkwürdige Notation kann ich nicht erkennen, zumal meines Wissens die (meisten) Komponisten logisch aus der Theorie heraus notieren, da gibt es unzählige Beispiele das einzelne Töne oder Akkorde rein praktisch viel einfacher notiert werden könnten (z.B. Mussorgsky "Bilder einer Ausstellung/ Großes Tor zu Kiev"), teilweise ja sogar verschiedene Notation bei gleichen (d.h. gleich klingenden) Tönen- wohltemperierte Stimmung vorausgesetzt...


    Eigentlich wäre es doch das "einfachste" in das Manuskript zu schauen, oder vermutest Du, dass Poulenc dort bereits den Notenschlüssel vergessen hat?
    Von Eschig gab es bereits eine Ausagbe der ersten Version der Sonate (1944) und es scheint auch ein russische Ausgabe (1974) zu geben...


    Allerdings halte ich es doch für unwahrscheinlich (aber nicht unmöglich), dass Jaques Fevrier- da er Poulenc persönlich gut kannte- und einen Großteil der Kammermusik gespielt hat (d.h. also sehr gut mit Poulencs Kompositionsweise vertraut war) ein solchen (möglichen) Fehler nicht bemerkt haben soll


    Gruß pt_concours

    Hallo Christian,


    mir ist keine Aufnahme bekannt. Neben verschiedenen Veröffentlichungen mit dem Sänger Bernac finden sich einige Aufnahmen mit Poulenc als Interpret seiner eigenen Werke in der Reihe "Collection Musique francaise":






    In dieser Box findet sich eine Aufnahme der Violinsonate mit Yehudi Menuhin und Jaques Février.



    Und Février hat immerhin mit Poulenc gemeinsam vierhändig gespielt (wenn das auch zählt):



    "A close association with his lifelong friend and contemporary Francis Poulenc made him a foremost interpreter of Poulenc's music."
    -http://www.arbiterrecords.com/…ourcecenter/fevrier.html-


    Gruß petit_concours


    PS: Bei Debussys "Petite Suite" gibt es ja im ersten Stück auch eine Stelle, wo es immer wieder zu veränderter Wiedergabe der Notenschlüssel kommt (primo), vielleicht kennst Du ja diese Stelle auch?
    :D

    Hallo,


    dann werde ich hier mal den "Schluss-Spurt" eröffnen...
    Ich wollte dazu meine Liste vom letzten Jahr kopieren, musste jetzt aber feststellen, dass ich letztes Jahr gar nicht teilgenommen habe (vielleicht weil ich zu Silvester verreist war...). Aber meine Liste von 2010 kann ich auch noch gelten lassen, wobei ich mir zu gute halten kann, dass ich meinen Vorsatz (zum Teil) verwirklichen konnte, etliche der Gewinner-Opern von 2010 und 2011 (endlich) kennenzulernen (z.B. Les Troyens, Il tabarro, Wozzeck- manches war vielleicht auch nur eine Anregung der hinteren Plätze...) Verändert hat sich dadurch meine persönlich Reihenfolge noch nicht, dies könnte aber in den nächsten Jahren aber durchaus passieren...


    Janáček Klavierwerke

    Hallo,
    nochmal zurück zu Janáček:
    Ich besitze bisher nur eine Aufnahme des Zyklus "Auf verwachsenem Pfade" mit Radoslav Kvapil (Calliope, rec. 1989)


    Dieser tschechische Pianist hat sich ja mit vielen Aufnahmen -besonders um die tschechische Klaviermusik- verdient gemacht. Die Aufnahme des Zyklus von Janáček halte ich ohne einen Vergleich durchaus für gelungen, begeistert mich aber nicht vollkommen. Deshalb würde ich mir gerne noch eine zweite Aufnahme zum Vergleich zulegen.
    Die bereits erwähnten A.Schiff, L.O.Andsnes, A.Planes und R.Firkušný sind da schon in meinen Fokus gerückt (da ich sie bereits in anderen Aufnahmen schätze).
    Besonders freuen würde ich mich allerdings über eine Veröffentlichung der Aufnahmen mit Ivan Moravec aus dem Jahr 1982 (LP bei nonesuch, noch nie auf CD erschienen?!), denn wer den Livemitschnitt der "Sonate" und des Zyklus "Im Nebel" aus dem Jahr 2000 kennt, wird sich wohl sehr noch dieser Aufnahmen sehnen...


    "http://www.ivanmoravec.net/discography/discography.html#ny1982a"



    Meine Empfehlung lautet ebenfalls Firkušný. Nur halte ich diese spätere RCA-Einspielung für besser


    Die CD scheint bereits preisgünstig wiederveröffentlicht wordens ein, siehe auch den Thread zu Firkušný:
    Rudolf Firkušný (1912-1994), "...begierig nach Musik, aber nicht nur nach Klaviermusik"


    PS: Ein eigener Thread zu Janáčeks Klavierwerken erscheint mir wünschenswert!

    Poulenc! Duruflé?

    Für mich gehören zu den schönsten Passionsmotetten:
    F. Poulenc: Quatre motets pour un temps de pénitence
    Anspruchsvoll für jeden (Laien)-Chor, aber bei gehobenem Level möglich (müssen ja auch nicht alle vier sein)


    Bei den vier Motetten von M. Durufle bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Texte zur Passionszeit gehören, finde sie aber auch sehr lohnend.


    Krenek Lamentationen sind sicher viiiel zu schwer, da dürften sich sogar manche Profichöre sehr schwer tun....


    Gruß petit_concours

    Gestern:
    Musikbrücke Prag - Dresden, Annenkirche
    Prager Psalmen: Zelenka, Reichenauer, Pietragrua, Brenter, Vivaldi
    Dresdner Kammechor, Collegium 1704
    Václav Luks (Dirigent)


    Morgen:
    Klavierabend, Gewandhaus Leipzig
    Jean-Philippe Rameau: Suite en ré
    Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate für Klavier a-Moll KV 310

    -Pause-
    Ludwig van Beethoven: Sonate B-Dur op. 106 "Große Sonate für das Hammerklavier"
    Grigory Sokolov


    Ursprüngl. war im zweiten Teil ein anderes Programm geplant:
    Brahms: 3.Sonate und späte Klavierstücke (Auswahl)
    wäre für mich (fast) noch schöner gewesen...


    Gruß petit_concours
    :wink:

    Fischer-Dieskau

    Warum erwähnt hier niemand das umfangreiche Buch von D. Fischer-Dieskau:
    "Fern die Klage des Fauns- Claude Debussy und seine Welt"??



    Nicht unbedingt eine gewöhnliche Biographie, aber ich finde seinen Versuch Geistesgeschichte, Zeit, Leben und Werk gemeinsam zu betrachten sehr gelungen.
    Ein außergewöhnliches Buch!


    Gruß petit_concours

    Heute:
    Musickbrücke Prag - Dresden, 14. 10. 2012


    J. D. Zelenka
    Missa omnium sanctorum ZWV 21

    Collegium 1704
    Collegium Vocale 1704
    Václav Luks – Dirigent



    Vorgestern:
    12.10.2012, 20:00 Uhr, Dresden Frauenkirche


    Heinrich Schütz Musikfest
    Heinrich Schütz: Psalmen Davids
    Dorothee Mields, David Erler, Georg Poplutz, Stephan MacLeod
    Dresdner Kammerchor, Dresdner Barockorchester
    Hans-Christoph Rademann Dirigent


    Gruß petit conours
    :wink:

    Symphonie

    Das Debussysche Klavier-Original ist hier mit drauf:



    oder hier (u.a.):


    Zitat aus:
    http://www.capriccio-kulturfor…debussy-die-klaviermusik/