Beiträge von mela

    Aus dem Werbetext (Hervorhebung von mir):


    Zitat


    Ostern 2022 ist es endlich soweit: RTL bringt "Die Passion", die größte Geschichte aller Zeiten, in Form einer packenden Musik-Live-Show auf die TV-Bildschirme Deutschlands. Während DSDS-Star Alexander Klaws in die Rolle von Jesus Christus schlüpfen und dessen Kreuzzug und letzten Lebenstage im Stadtzentrum von Essen inszenieren wird, dürfen bei diesem Großevent auch die zwölf Apostel nicht fehlen.

    Na, da kann ich ja wirklich noch was lernen Grins1

    Ich habe jetzt auch eine Programm- und Dirigenten-Änderung, von der ich auch ein bisschen enttäuscht bin, weil ich Gardiner gerne erlebt hätte. Ich weiß aber, dass alle Planung in Corona-Zeiten nur vorläufig sein kann und berücksichtige das auch in meiner Vorfreude. Ich werde natürlich auf jeden Fall ins Konzert gehen, weil ich immer noch komplett ausgehungert nach dem wunderbaren Live-Klan des Bayerischen Rundfunksinfonie-Orchesters bin und ich das Orchester auch unterstützen möchte.


    Ich schreibe Euch hier auch eigentlich nur, weil diese Änderung begründet wurde - und diese Begründung möchte ich Euch nicht vorenthalten:

    Zitat von Das Orchester des Bayerischen Rundfunks

    Bedauerlicherweise kann Sir John Eliot Gardiner nicht wie geplant die Konzerte am 17. /18. Juni 2021 dirigieren. Grund sind die geltenden Quarantäne-Beschränkungen für alle Reisenden von Großbritannien nach Deutschland- mit Ausnahme der Mitglieder von Fußball-Nationalmannschaften.

    Hervorhebung von mir. Hier sieht man leider die Prioritäten....


    Viele Grüße,
    Melanie

    Hallo zusammen,


    die Konzertveranstalter und Musiker machen sich ja auch schon ziemliche Gedanken, daß sie nicht mehr das Publikum vollständig zurückholen werden. Sie befürchten, daß ein Teil des Publikums dauerhaft verlorengeht, einfach, weil sich die Gewohnheiten durch die Pandemie verändern werden und vielleicht auch, weil das ältere, treue Publikum risikoscheuer wird.


    Nach meinen Erfahrungen ist es momentan ja auch nicht allzuschwer für die wenigen Konzerte, die stattfinden, Karten zu bekommen - obwohl diese nur vor sehr reduzierter Besucherzahl stattfinden müssen. So habe ich am Sonntag für meine Mutter Karten für das erste Gürzenich-Orchester Konzert seit Monaten gekauft - kein Problem, beste Plätze noch vorhanden (allerdings haben die sich noch nicht angepasst, es gibt die Musik für Seiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta von Bartok und ein Violinkonzert für Eötvös).


    Anderes Beispiel: In der Münchner Oper gibt es gerade als Neuproduktion Reimanns Lear (mit Christian Gerhaher). Die Premiere war sehr gut besprochen - heute um 10:00 fing der Vorverkauf für die Vorstellung am Donnerstag an. Und ich habe den Termin verschlafen, aber dennoch noch super Plätze bekommen - und es ist immer noch die große Auswahl da. Ja, Reimanns Lear ist auch kein Publikumsrenner - aber ich behaupte mal, daß die Karten vor der Pandemie sehr viel besser weggegangen wären - obwohl die Oper zur Zeit nur ein Drittel der Plätze belegen darf. Vermutlich ist doch nur ein Teil des alten Publikums so süchtig, wie wir....


    Ich denke, Benno hat recht. Die Auswirkungen auf die Kultur ist jetzt überhaupt noch nicht absehbar. Und wenn die Kostendiskussionen losgehen, werden leere Opern- und Konzerthäuser auch nicht helfen. Leider :(


    Viele Grüße,
    Melanie

    Naja, die entsprechende Pressemitteilung auf der Home Page des Rias Kammerchor endet mit:


    Zitat von https://www.rias-kammerchor.de/service/presse/pressemitteilungen/berlin-dynamic-singers/index_ger.html

    Die neue Saison unter dem Motto „It’s 2021, come on!“ stellen die Berlin Dynamic Singers am 8. Juni um 11 Uhr vor. Anmeldungen über presse@rias-kammerchor.de. Nur noch am 1.4.2020 auch erreichbar unter presse@rias-kammerchor.de.

    Das läßt doch hoffen (trotz Tippfehler - 2020) :)

    Man siehe hier: Rosette


    Dort gibt es auch Innenbilder, die Südrosette scheint intakt - ob die auf dem oben verlinkten Bild ebenfalls die südliche ist, kann ich nicht erkennen.


    Nach den Bildern gestern ist es erstaunlich, daß nicht noch mehr kaputt gegangen ist.

    Unglaublich traurig - ich habe 6 Monate ungefähr 5 Minuten entfernt gewohnt und die Kirche oft besucht und auch schöne Konzerte dort gehört. Es sieht nicht gut aus - es sind sehr viele Kunstwerke bedroht, oder schon zerstört. Viel Hoffnung habe ich nicht. hoffentlich kommen wenigstens keine Menschen zu Schaden.


    Ein sehr trauriger Tag.

    Gerade bei Norman Leberecht: Der Kultusminister der russischen Region Perm hat Currentzis verboten öffentliche Fonds für eine Aufführung von Lulu zu benutzen.


    Mehr hier.


    Currentzis ist “Not amused” und ich bin ausnahmsweise mal mit ihm einer Meinung.

    Wie viele Straßennamen kennt ihr eigentlich, die nach Jazz-Größen benannt wurden? Mich würde zudem sehr interessieren, ob noch zu Lebzeiten oder erst nach dem Ableben. Ich bin ja nun auch keine Jazz-Expertin

    Um noch mal kurz auf diese Frage einzugehen: Es gibt derzeit ein Projekt die Williamsburg Bridge in New York in Sonny Rollins Bridge umzubennen. Tatsächlich hat Sonny Rollins eine enge Verbindung zu dieser Brücke. Nachdem er bereits einige Platten veröffentlicht hatte und schon recht erfolgreich war, zog sich Rollins überraschend für zwei Jahre aus der Öffentlichkeit zurück, um sich quasi neu zu erfinden. In dieser Zeit hat er oft auf der Brücke geübt, scheinbar, da seinen New Yorker Nachbarn das ewige Saxophon-Spiel zu laut war. Das erste Album nach dieser Auszeit nannte er dann auch "The Bridge":



    Sehr hörenswerter Klassiker.


    Ob diese Petition auch nur den Hauch einer Chance hat, weiß ich nicht - aber hier kann man unterschreiben.
    Hier ein Artikel im New Yorker über Sonny Rollins und die Brücke - beide Links nur auf Englisch.


    Ich fänd's gut :wink:


    Viele Grüße,
    Melanie

    Du vergisst die Bieito-Inszenierung. Tcherniakov hat mir nicht gefallen (ich empfand es als nicht-originär, sondern als zu viel geklaut), Herheim aber sehr, Konwitschny hatte mich aber nicht so sehr berührt, wie Bieito oder Herheim.


    Bieito hatte ich absichtlich nicht erwähnt, da Gerhaher in dieser Inszenierung als Amfortas absolut unpassend gewesen wäre. Sonst schätze ich diese Inszenierung auch sehr. Und Konwitschny fand ich auch weniger berührend, als Bieto oder Herheim, aber doch nicht schlecht und verglichen zu der neuen Münchner Inszenierung geradezu genial.


    Viele Grüße,
    Melanie

    die Zwölftonmusik wurde erfunden, um das Manhattan-Projekt auszuspionieren. DESWEGEN wurde Anton von Webern erschossen, nicht "accidentally"...

    Boah ey, wird das wirklich verbreitet?


    Gibt's da näheres zu? Ich habe auf die Schnelle nichts gefunden.


    DAs regt jedenfalls die Fantasie an. Sollte Oppenheimer durch Zwölftonmusik so lange gequält werden, bis er alle Geheimnisse preisgibt, oder wie sollte das gehen? :D


    Viele Grüße,
    Melanie

    Interessanterweise hat auch die aktuelle Opernwelt gerade einen kurzen "Zwischenruf" mit dem Titel "Mikroports erobern die Bühne - ist das wirklich gut?"


    Berichtet wird zunächst über eine Aufführung von Offenbachs "Barbe-Bleu" inder die Dialoge elektronisch verstärkt wurden, angeblich so, daß es niemand merkte. Daraus wird dann aber im zweiten Abschnitt die Aussage, daß "audiell gedopt wird, dass es kracht" - ohne aber nur ein Beispiel zu nennen, bei dem Gesang verstärkt wird, oder auch nur nähere Hinweise zu dieser Praxis zu geben (welche Häuser / Sänger / Aufführungen, wie oft etc).


    Dann wird Weikls Interview mit den oben zitierten Aussagen zu Bayreuth und München zitiert (ohne sehr viel Details).


    Ganz ehrlich ist so ein Artikel ärgerlich. Wenn solche Aussagen in den Raum gestellt werden, sollte schon genauer recherchiert sein und nicht nur aufgrund von Weikls Aussagen und verstärkter Sprechstimme (was ich auch schon oft gehört habe und nicht schlimm finde) zu solchen Aussagen wie oben zitiert zu kommen.


    Ich würde schon gerne genaueres wissen, da ja immer wieder gemunkelt wird. Und tatsächlich war ich bei einer Aufführung, bei der ich den starken Verdacht hatte, daß verstärkt wird - werde hier aber auch keine Details nennen, da ich es nicht belegen kann und viele Leute im Opernhaus waren, denen ich zugetraut hätte es zu hören und die sicher irgendwie reagiert hätten. Kann also gut sein, daß nur mein Platz irgendwie komisch war. Aber aufgrund der Gerüchte-Küche hat es mir den Abend schon etwas verdorben, da ich mehr auf die Akustik geachtet habe, als auf die Musik....


    Also an der Stelle an die Opernwelt: Nehmt Euch des Themas doch mal richtig an und betreibt etwas investigativen Journalismus....


    Viele Grüße,
    Melanie

    Wir bereiten uns schon vor auf Sonntag, an dem wir so etwas wie einen "Iron Man" für Konzertbesucher klassischer Musik geplant haben:


    Sonntag, 23. September, Frankfurt


    6:30 (sic!) - Openturm, 38. Stock
    Olivier Messaien: Catalogue d'Oiseau - Teil 1


    11:00 - Gesellschaftshaus im Palmengarten
    Olivier Messiaen: Catalogue d'Oiseau - Teil 2


    15:30 - Opernhaus Frankfurt
    Peter Eötvös: Tri Sestry


    19:30 - Bockenheimer Depot
    Olga Neuwirth: Lost Highway


    22:00 - :sessel1:


    Ich werde sicher fluchen - aber das nennt man wohl "self-inflicted pain" ;(


    Viele Grüße,
    Melanie

    Danke an alle für die Berichte. Wir sind am 03.10. dort - bin schon gespannt.


    Auch die Vogelpredigt erschien mir diesmal nicht zu lang.



    :wink:

    :boese1: :boese1: :D

    Der "Kreuz"-Chor mitten im Publikum war sicher ein Experiment, das sein Gutes und Schlechtes hatte.

    Vermutlich ist es eher aus der Not eine Tugend zu machen? Ich war noch nicht im Darmstädter Theater, würde aber vermuten, daß es nicht so groß ist. Da muß das Orchester wahrscheinlich auf die Bühne - und wenn dann noch Chor dazu kommt, muß er in den Zuschauerraum?


    Eigentlich ist es schon absoluter Wahnsinn, daß sich ein Theater wie Darmstadt an so ein Werk traut.


    Viele Grüße,


    Melanie

    Auf der Seite der Bayerischen Staatsoper gibt es ein 26 minütiges Gespräch mit Kirill Petrenko und Niklaus Bachler, in dem diese auf Publikumsfragen antworten. Ich habe es noch nicht gesehen, fängt aber nicht uninteressant an.


    Der Link ist hier.


    :wink:


    Und gerade habe ich auch die Absage für die Otello-Premiere mit Petrenko in München bekommen. :heul1:

    Hier gibt es ein Interview mit dem Manager von Harmonia Mundi France zum Thema CD.


    Auf die Frage ab wann sich die Produktion einer CD lohnt:


    Zitat von Christian Girardin

    Bei einer Klavier-CD können viertausend Exemplare ausreichen, bei einem Projekt mit Chor und Orchester braucht es dann schon zehntausend CDs, was mit einem Künstler wie dem Dirigenten François-Xavier Roth auch zu erreichen ist.


    Interessant auch, welche Reichweite eine geschickte Platzierung bei Spotify im Vergleich bedeuten kann:



    Zitat von Christian Girardin

    Oft hat es auch mit Glück zu tun, wie im Falle von Paul Lewis, dessen Aufnahme der „Mondscheinsonate“ es in die vorderen Ränge der Beethoven-Playlist bei Spotify geschafft hat und die dort in zwei Jahren 35 Millionen Mal gestreamt wurde.

    Viele Grüße,


    Melanie