Beiträge von Teresa Cellini

    Tipps zu den Fragen 3-5:

    zu Frage 3:

    Hier siegt die wahre Liebe, und mag es noch so windig zugehen.


    zu Frage 4:

    Hier haben nur zwei Figuren einen Namen, und der eine mit Namen tritt nie persönlich oder stimmlich in Erscheinung.


    zu Frage 5:

    Keine Oper, aber auch keine Operette und schon gar nicht ein Musical oder ein Monumentalfilm. (Obwohl es da einen gibt, wo eine Schauspielerin die weibliche Hauptrolle spielt, die immerhin nicht nur auf dem Gebiet der Ästhetik, sondern auch in der Technik so eine Art Pionierin war.)

    Das Losungswort war dieses Mal relativ einfach, sobald es der deutsche Titel herbeigetanzt kam, passt einfach alles, eben auch der/die gruselig/e Alt/e, die vielleicht gar nicht so alt ist. ;+)

    Nochmals zur 8:
    Eigentlich gibt es zwei Ballette, wobei das Weihnachtsbalett sicher bekannter ist, das andere Ballett aber mehr mit der Handlung der Oper gemein hat. Ein weiterer Komponist (von ihm stammt die gesuchte Werk in Nummer 1) hat die Geschichte in seinem wohl bekanntestesten Werk ebenfalls für eine Episode verwendet, bei der es auch um Brillen geht. (Der Name des dortigen Schurken findet sich mit weiblicher Endung im Titel des weniger bekannten Balletts.) Die Vorlage wiederum stammt von einem deutschen Dichter, der für seine "schauerromantischen" Werke bekannt war. (Er hatte sogar einen Spitznamen, obwohl er einen höchst ehrenwerten Brotberuf ausübte.)

    Vielleicht lässt sich die Geschichte der Oper auch so beschreiben - erwachsener Mann beschäftigt sich mit Spielzeug für "Mädchen", und wird von armen Verwandten, dem er sein Erbe vorenthält, hereingelegt, als dieser mit seiner Freundin einen Besuch auf einem Event plant, von der Art, um die es auch im Losungswort geht. (Deswegen kommt es zu dem "plot", der in der Frage selbst beschrieben ist, schließlich wird für dieses Event passende Kleidung benötigt.)

    Der Komponist der Nr. 8 ist allerdings im Opernführer gewöhnlich nicht wegen dieser Oper mit einem ganz anderen Werk zu finden, wo der Titelheld zu Beginn in einem Gewerbe tätig ist, dass dem Transport zugeordnet werden kann, ehe er zufällig für eine andere "dolle" Künstlerkarriere entdeckt wird.

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    Was die 4 betrifft, habe ich in meine Tipps mindestens den Titel von zwei Musik-Solonummern eingebaut, die auch außerhalb dieser Operette bekannt sind.
    Das Werk spielt ürigens auf einer Insel, die als Heimat der Mafia gilt, und wurde in den 1930er Jahren (mit sehr starken Abweichungen von der Vorlage) verfilmt. In diesem Film wirken nicht nur Johannes Heesters und Marika Rökk mit, sondern auch ein weiterer Opernsänger, der in diesem Thread bereits genannt wurde. (Sein bekanntesten Werk wurde übrigens ebenfalls in dieser Zeit mit Heesters und Rökk verfilmt, hier spielte der Opernsänger aber nicht mit.)

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    Bei der 2 kann ich nicht wirklich helfen, die kenne überhaupt nicht, ohne Maggies Hammer hätte ich diese Frage absolut nicht lösen können, zudem ich nur den Komponisten nur dem Namen nach kenne. Es ist jedenfalls keine Oper, aber das Werk ist in seinem Artikel auf der deutschsprachigen Wikipedia zu finden mit Link, und in der Beschreibung ist zumindest angeführt, zu welcher Oper ein Bezug besteht.

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    Bei der Nr. 6 habe ich ebenfalls versucht, den Titel in meinem Tipp zu beschreiben.
    Es muss nicht immer gleich Goethe Pate stehen, wenn von männlichen Wesen die Rede ist, die ihren "Kopfschmuck" einmal nicht der Untreue ihrer Ehefrau verdanken. (Allerdings kommt dieses männliche Wesen in der Oper selbst nicht vor, er ist nur Namensgeber des Spukgebäudes.)

    Übrigens stammt die Vorlage des gesuchten Werkes von einen Schriftsteller, der ermordet wurde, und war keineswegs ein schauerromantisches Drama, sondern eine Parodie auf solche. Der Komponist allerdings nahm diese Parodie ernst, was für Inszenierungen ein schweres Handicap ist - immerhin hat sich ein Dirigent für die Werke dieses Komponisten sehr eingesetzt und eine szenische Aufführung (an einem sehr angesehenen Opernhaus) ermöglicht, die später im Rahmen der Wiener Festwochen zusammen mit einem anderen Werk des Komponisten am Theater an der Wien zu sehen war. (Da ein drittes Werk des Komponisten vor vielen Jahren ebenfalls am Theater an der Wien aufgeführt wurde, lässt sich von Wien sagen, dass hier in den letzten 30 Jahren immerhin drei Werke dieses Komponisten aufgeführt wurden, die alle drei als "bühnenuntauglich" gelten.
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    Was den Komponisten von der Nr. 10 betrifft, von beiden möglichen Buchstaben ist es der Konsonant.

    Hoffe, ich konnte ein wenig helfen :wink:


    So ging es mir auch :D .
    Zu 1., 4., und 12. bin ich vernagelt. Mein Gott, etwa 3 Operetten :stern: ?? Grauenhafte Vorstellung.
    calisto

    Die 4 war für mich sehr leicht, die war die erste Frage, die konnte ich sogar selbst und ohne Tipp lösen.
    Das waren eben Zeiten. Aber in den Werk gibt es nicht nur eine dunkle Nacht, sondern auch gewisse dunkelrote Blumen, die allerdings nicht zur Urfassung gehören. (Hören tut man diese Blumen aber sehr gerne, vor allem, wenn sie von einer dunklen Männerstimme gebracht werden.)

    Die 1., die 13. und die 7. waren für mich am schwersten, bei der 7. habe ich mehrere falsche Lösungideen gehabt. (Wobei ich gefühlsmäßig bei der dreizehn gleich den richtigen Komponisten gehabt hätte.)
    Weitergeholfen haben mir bei der 7 die Hinweise darauf,
    - dass das Werk nicht zufällig als 7. Frage gereiht wurde
    - dass es ein "geistliches Werk" ist
    - und 7 letzte Worte eine Rolle spielen.
    Mit diesen Hinweisen konnte ich die Lösung ergoogeln.

    Zunächst dachte ich zu Unrecht an das Werk eines Malers, dann an das eines Briten. Schließlich aber wurde ich zwar nicht im Wald, aber immerhin auf der Heide fündig.

    Die 1. stellte sich zuletzt als recht einfach heraus, nachdem ich kapiert hatte, dass es sich bei dem Hinweis mit dem Wasser nicht um kein stehendes Gewässer handelt und sich dieses Rinnsal auch nicht auf das Werk selbst bezog. Dieses spielt weder im Wasser, noch in den Bergen, noch auf den Felsen, aber mit ein Stein kommt schon vor.

    Bei der 12 hatte ich ursprünglich wegen eines Tipps, dass Vater und Sohn hier dieselbe Frau lieben bzw. hinter ihr her sind, die falsche Oper vermutet. (Die von einem Italiener, von der es eine Aufnahme mit Cesare Siepi gibt.)
    Aber ich hatte nicht bedacht, dass es mehrere Opern gibt, wo Vater und Sohn für die selbe Dame Interesse haben, und das gar nicht gut endet. Hier allerdings sind noch ein weiteres Paar und die Mutter ist beteiligt. Der Komponist ist übrigens kein Italiener, aber seine "grausigen" Opern fanden schon immer weniger Anklang als das Lyrische. (Übrigens hätte ein anderes seiner Werke, das hier nicht gefragt ist, auch ganz gut zum Thema gepasst und auch als Antwort zur Frage 7.)

    Tipps zu weiteren Fragen:

    1.)
    Kriege können verschiedene Ursachen haben, dieser hier, obgleich letztlich eher Gegrolle, schließlich sind wir in einer Operette, wird aus höchst üblen Gründen begonnen.


    2.)

    Mir ist das Werk unbekannt, aber hier hilft Maggies "Hammertipp".


    3.)

    Der Vater, der die Tochter "verkauft", wird heute übler gesehen, als er wirklich ist. Immerhin will er seine Tochter nicht zwingen, denn warum versucht er sonst, sie erst einmal von den materiellen Vorzügen ihres zukünftigen Ehemanns zu überzeugen. Immerhin merkt er bald, dass seine "Bewerbung" gar nicht von Nöten ist.


    7.)

    Die 7 ist wichtig, aber es sind nicht die 7 Tage, in denen die Schöpfung stattfand.


    8.)

    Es geht nicht um Trichter und es geht nicht um Lebkuchen, aber derselbe Stoff bildet auch die Grundlage für ein recht bekanntes Ballett.


    13.)

    Kein Totentanz und keine Heilige Dreifaltigkeit ...

    Tipps (bestätigt):

    ad. 4.)
    Das waren Zeiten, als es noch solche Kriminalgeschichten gab - nicht gruselig, trotz dunkler Nacht, Raubopfer ohne Stockholm-Symptom, die trotzdem den Täter decken und Entführungsopfer, die einem wirklich nicht leid tun müssen.

    ad. 5.)
    Eigentlich müsste es heißen: "verkleidete Ermittler/innen", noch dazu, wo zu ihnen nur ein Mann gehört.

    ad. 6.)
    Wenn ein tapferer Ritter in ein Haus geht, in welchem jemand mit Hörnern sein Unwesen treiben soll, das ist doch eher keine lustige Sache.

    ad. 9.)
    Ich habe meine erste Bekanntschaft mit der gesuchten Titelheldin in einem Eissalon gemacht, aber sie war keine Pfirsich Melba.

    ad. 10.)
    Manchmal kann auch die Frage wichtig werden - wer ist als erster gestorben?

    ad. 11.)
    Unsere Täterin ist ein Luder, aber etwas hat sie mit der engelgleichen Desdemona gemeinsam.

    Was wäre mit Servilia ( La clemantia di Tito )? Eine sanftes, liebes Mädchen, das einen gewissen Annio liebt, der ihre Gefühle erwidert und ein guter Freund ihres Bruders Sesto ist, sodass nichts gegen eine Heirat sprechen würde. Dann hält Tito um ihre Hand an, und Annio ist als guter Freund, schweren Herzens zwar, aber dich bereit, selbst verzichten, damit Sesto keinen Grund hat, abzulehnen, da man einem Kaiser nun einmal keinen Korb gibt.

    Und was macht unsere liebe und sanfte Servilia? Sie sucht Tito auf und bittet ihn von einer Heirat mit ihr abzusehen, da sie nun einmal Annio liebt. Offensichtlich ist sie in der Oper die einzige, die es wagt, das Gespräch mit dem Kaiser zu suchen.

    Abgesehen davon, im 2. Akt ist sie wieder sie es, die ein offenes Wort wagt, diesmal gegenüber Vitellia, wenn sie dieser gegenüber ziemlich deutlich macht, dass ihre Tränen und ihr Mitgefühl ihrem Bruder Sesto nicht helfen werden.

    Noch ein paar Tipps für späte Rater/innen:

    Ad. Lösungswort
    as Lösungswort ergibt einen notorischen Neinsager, der gleich
    in mehreren Opern sein Unwesen treibt, in dieser aber ganz besonders.


    1. In diesem Werk tritt das Böse gleich in vielfacher Gestalt auf, um den Protagonisten in den Ruin zu treiben.

    Nicht nur das Böse tritt hier in vielfacher Gestalt in Erscheinung.


    2. Schon die Auftrittsmusik lässt einen ahnen: Hier kommt keine
    fromme Betschwester, sondern die vielleicht böseste Dame der
    Operngeschichte.

    Vielleicht die böseste Dame der Operngeschichte, weil es bei ihr nicht um die Liebe geht, die gewöhnlich so manche, eigentlich gar nicht unnette Opernfigur auf Abwege und in die Schurken/innen-Rolle gebracht hat.


    3. Das männliche Pendant zu Nr. 2 – in so gut wie jeder Hinsicht
    – ist der lebende Beweis dafür, dass beileibe nicht jeder mit der Zeit
    altersmilde wird.

    Eigentlich gibt es im Gesamtwerk des Komponisten noch einige weitere Herren, die der lebende Beweis dafür sind, dass beileibe nicht jeder mit der Zeit altersmilde wird. Die in den früheren Werken werden allerdings von emotionalen Gefühlen wie ihrer Vorstellung von der Ehre oder der Liebe zur Heimat getrieben. Die im Spätwerk dagegen sind gewöhnlich nur Vertreter ihrer "eisernen" Institutionen. Zum hier Gesuchten gibt es allerdings Gegenstimmen, auch wenn sie nicht vielleicht nicht mehr ganz von dieser Welt sind.


    4. Im Unterschied zu den meisten Opern, die sich eher mit den
    Auswirkungen des Bösen beschäftigen, wird hier einmal sein Ursprung zum
    Gegenstand des Mysteriums.

    Wie kam das Böse in die Welt? Wie auch in vielen anderen Werken dieses Komponisten geht es um die weibliche Hauptfigur, nach der das Werk auch dieses Mal benannt ist.


    5. Milieu und militante Ideologie sind hier für einige Jugendliche die Triebfedern für Tierquälerei und Mord.
    Es muss nicht immer in Europa sein, wo der Weg in die bessere Welt scheinbar über das Wasser zu führt.


    6. Noch eine Milieustudie – denn wenn man das Umfeld sieht, weiß
    man, woher die jugendliche Titelfigur ihre Faszination für das
    Abscheuliche und Perverse hat.

    Wenn der Schleier fällt ...


    7. Auch ein Bösewicht hat seine Glaubensgrundsätze.

    .. die er in diesem Werk freimütig bekennen darf.


    8. Unkraut vergeht nicht – und das Böse scheint bisweilen über sein natürliches Ende hinaus zu existieren.

    Aber wer sind hier die wirklichen Unholde? Die Geschichte bietet jedenfalls den Raum für eine Drehung.


    9. Hält man sich unter lauter Schwerverbrechern auf, können
    herkömmliche Vorstellungen von Gut und Böse bisweilen außer Kraft
    gesetzt werden. Die Teufel fehlen aber auch hier nicht.
    Immerhin gibt es zuletzt für die "Beobachterfigur" den Weg zurück aus dieser "Hölle".


    10. Eine wahre Inkarnation des Bösen, die durch eine weitere Inkarnation ihr (verdientes?) Ende findet.
    Die männliche Angst vor dem "Triebwesen Frau" - wie gut doch, dass es den Mörder gibt, da für die "Bereinigung" sorgt.


    11. Vom Steigbügelhalter zum Intimfeind – eine besonders
    abscheuliche Karriere, an der hier zur Abwechslung einmal die Liebe
    schuld ist.

    Aus der Sicht des Steigbügelhalters und späteren Intimfeind: Die Geschichte eines Politikers, dem das Charisma für die politische Karriere fehlt. Aber zunächst findet er für sich einen Ausweg.

    ... Und in der Realität erkennt man seinen Liebhaber, auch wenn man/frau ihn nachts trifft, so gut maskiert er auch sein kann. ...

    Halten wir uns an das Libretto von "Il trovertore":
    Leonora erzählt Ines, in Bezug auf ihre Beziehung zu Manrico. Kennen gelernt hat sie ihn bei einem Turnier, wo er die Gegner besiegte und sie ihm den Siegeskranz aufsetzen durfte. (Allzu viel Zeit dürften sie da nicht mit einander verbracht haben.) Er zog in den Krieg, und sie konnte ihn nicht vergessen. Eines Tages tauchte er als Trouberdour nachts in dem Garten auf. Allzu oft hatten sie also gar bisher gar nicht miteinander zu tun.
    Weiter kommt hinzu, dass die Verwechslung im Garten in einer trüben Mondnacht stattfindet (also keine optimalen Sehverhältnisse) und Leonora davon ausgeht, dass Manrico im Garten ist, hat sie doch eben seine Stimme gehört (und ihr vermutlich gar nicht der Gedanke kommt, dass andere zu nächtlicher Tageszeit auch im Garten unterwegs sind.
    Das hängt natürlich von der Regie und der Inszenierung ab, aber da der Graf von Luna und Manrico Brüder sind, wäre es zumindest nicht unglaubwürdig, dass die beiden eine gewisse optische Ähnlichkeit haben.
    Fazit: Von den Verwechslungsszenen, die in Opern vorkommen, dürfte es sogar eine der Glaubwürdigsten sein.

    Meines Wissens gab es mal Anfang des 20. Jahrhunderts einen Versuch mit den "Meistersingern" als reines Sprechtheater - und dieser Versuch wurde damals als relativ geglückt angesehen (ich schaue mal bei Gelegenheit, ob ich in meiner Literatur dazu noch etwas finde).

    Nun muss ich offen zugeben, dass ich die "Meistersinger" ohne Musik für mein Glück überhaupt nicht brauche. Aber ein vergleichbares Experiment hätte man auch vor hundert Jahren wohl kaum mit dem Libretto einer Verdi-Oper gemacht. Ich stelle mir gerade den "Troubadour" ohne Musik vor.... :D

    Herzliche Grüße

    Bernd

    Meines Wissens gab es mal Anfang des 20. Jahrhunderts einen Versuch mit den "Meistersingern" als reines Sprechtheater - und dieser Versuch wurde damals als relativ geglückt angesehen (ich schaue mal bei Gelegenheit, ob ich in meiner Literatur dazu noch etwas finde).

    Nun muss ich offen zugeben, dass ich die "Meistersinger" ohne Musik für mein Glück überhaupt nicht brauche. Aber ein vergleichbares Experiment hätte man auch vor hundert Jahren wohl kaum mit dem Libretto einer Verdi-Oper gemacht. Ich stelle mir gerade den "Troubadour" ohne Musik vor.... :D

    Herzliche Grüße

    Bernd

    Warum nicht? Die Story ist doch gar nicht so schlecht, vielleicht nicht gerade hochliterarisch, aber es enthält doch alles, was zu einem wirkungsvollen Drama gehört. Eine Liebe, die die Standesschranken überwindet, einen Dreieckskonflikt, ein tragisches Familiendrama, Schuld und Sühne, Liebe und Rache etc.

    "Der Troubadour" geht übrigens auf ein Drama zurück, das zu Verdis Zeiten durchaus aufgeführt wurde. Für die Oper musste es entsprechend bearbeitet werden, denn schließlich wurden dafür damals Arien, Duette etc. benötigt.

    Dass so eine Bearbeitung manchmal sogar besser sein kann, als das ursprüngliche Bühnenstück, zeigt z. B. der "Ernani". Bei Hugo ist der ganze Chor in Einzelpersonen aufgelöst, die alle ihren Satz zu sagen haben. Bei Verdi sind alle zusammen im Chor, das wesentlich kurzweiliger und überzeugender, und die Unlogiken des Stückes, warum begnadigt Carlo V. plötzlich alle, sind dank der Musik auch besser gelöst. (Ist Zuhörer/in bereit, sogar den Ehrenkonflikt ernst zu nehmen, ist die Geschichte sogar sehr schlüssig.)


    Das Stück aus dem 20. Jh., auf das Teresa Cellini in ihrem Tipp hinweist, ist mir nicht klar! "Jules und Jim" sind aber nicht gemeint, oder? Für das 19. Jahrhundert ließe sich Goethes "Stella" anführen (eigentlich sogar noch 18. Jh.!), wo sich auch drei um traute Dreisamkeit bemühen (geht aber trotzdem ganz ungut aus). Bauernfelds Libretto geht gut aus - das ist vielleicht ein bißchen undramatisch, aber eigentlich ziemlich modern.

    In "Stella" wird ausdrücklich auf den Grafen von Gleichen angespielt, und in der Urfassung, die noch in Goethes Sturm und Drang-Zeit fällt endet alles tatsächlich mit einer Ehe zudritt. Goethe hat das allerdings später geändert, bei der einzigen Aufführung des Stückes, die ich je erlebt habe, am Wiener Volkstheater, wurde eine Version gespielt, bei der beide Schlüsse Verwendung fanden.

    Was meinen Tipp betrifft, hätte vielleicht eine Anspielung auf den Kinofilm "Die geliebten Schwestern" mehr gebracht, wo es auch um zwei Damen geht, die sozusagen an eine Beziehung zu Dritt denken. Allerdings habe ich mir diesmal mit den Tipps nicht zu viel Mühe gegeben, da ich einerseits davon ausgegangen bin, dass sie nicht mehr notwendig sein werden, und andererseits die meisten Tippvarianten bereits vergeben waren.

    Meine Anspielung galt einem relativ unbekannten Stück, das übrigens auch vertont wurde: "Schirin und Gertraude" von Ernst Hardt. Paul Graener komponierte dazu 1919 eine Oper. Hier geht es um Unterschied zu den meisten Gestaltungen des Stoffes um den Graf von Gleichen nicht um das Zustandekommen seiner Beziehung mit der Sarazenin und die Einigung auf eine Ehe zu Dritt, sondern um das folgende Eheleben der drei, wobei die Pointe darin liegt, dass sich die Frauen ausgezeichnet verstehen, während der Mann gar nicht glücklich ist, weil er sich gegen die beiden nicht durchsetzen kann.

    In irgendeiner Diplomarbeit zur Romantik habe ich übrigens vor vielen Jahren eine Hinweis auf eine andere Oper zu diesem Stoff gefunden, offensichtlich von einem Zeitgenossen von Schubert, an dessen Name ich mich leider nicht mehr erinnere. Die Verfasserin dieser Diplomarbeit fand dieses Libretto übrigens noch moderner als das von Schubert, da sich hier das Trio selbst einigt und nicht einmal die Notwendigkeit einer päpstlichen Zustimmung für notwendig gehalten wird.

    Abschließend noch die Tipps:

    Zitat


    Frage 1:
    Daß diese Dame Unschönes mit ihm vorhat, hätte sich der Herr, hätte er ihr nur gut zugehört, eigentlich denken können. Aber er benutzt zum Denken offenkundig das falsche Körperteil und händigt ihr schon mal das Mordwerkzeug aus. Sie wird es benutzen.

    Und ihn wird kein "deus ex machina" dann helfen, den es in dieser Oper auch gibt, allerdings im "falschen" Akt.

    Zitat

    Frage 2:
    Gegensätze ziehen sich bekanntlich an! Hier die lockere Südländerin, dort der pflichtbewußte Soldat! Will er nicht desertieren, so will sie ihm auch nicht treu bleiben! Einstweilen können die beiden aber noch miteinander den Zauber des afrikanischem Himmels bei Nacht feiern.

    Nun, sie hat bereits einen Ehemann verlassen, um ihm in den Zauber des afrikanischen "Himmels" zu folgen.

    Zitat

    Frage 3:
    Diesmal andersherum: Gleich und gleich gesellt sich gern – diese Beiden hier sind sich aber so ähnlich, daß die Vertreterin der
    Anstandsbehörde Einspruch erhebt!

    Die Gemeinsamkeit gilt sogar den Namen des Paares, aber die Vertreterin der Anstandsbehörde ist hier einmal erfolgreich.

    Zitat

    Frage 4:
    Daß eine junge Frau einen alten Mann heiraten soll, kommt in der Oper ja öfters vor – diese hier jedoch will den Alten haben, selbst gegen den Willen ihres Vaters. Schon bald aber fühlt sie sich vom Ehemann vernachlässigt – und muss sich um den Vater ernsthafte Sorgen machen.

    Berechtigte Sorgen, denn sie hat doch, allerdings ohne zu wissen, worum es da ging, ihrem Ehemann noch ihre "Zustimmung" gegeben.

    Zitat

    Frage 5:
    Über seine wahren Verhältnisse läßt hier ein Mann seine Geliebte im Unklaren, verkleidet sich als einer der ihren und überredet sie zur gemeinsamen Flucht. Die allerdings wird vom Vater des Mädchens verhindert; der hat ohnehin mit dem Kind einen bösartigen Langzeitplan.

    Wobei der Liebhaber in den aktuellen Inszenierungen dieses Werkes sogar noch schlechter wegkommt als in der Originalpartitur, denn dort ist er wenigstens nur verlobt und noch nicht Familienvater. (Zur Abwechslung einmal ein Regie-Einfall, den ich durchaus gelungen finde, erscheint doch das Verhalten der beiden Frauenfiguren um einiges schlüssiger.) Davon abgesehen hat er es nicht leicht, da er nur ein zweiter Tenor ist, da der damalige Tenorstar der Uraufführung einmal eine andere Rolle singen wollte, als schon wieder den Liebhaber.

    Zitat

    Frage 6:
    Diese zwei sollen ein Paar werden, wollen aber nicht. Über die Verlogenheit von der Sorte adeliger Verpaarung, die für sie vorgesehen ist, wissen sie offenbar gut Bescheid.

    Nun, ein gewisses Tier macht alleine noch keinen Sommer, aber es kann Orientierungshilfe bieten.

    Zitat

    Frage 7:
    Also, dieses Paar ist überhaupt gar keins. Da stimmt schon was ganz Grundlegendes nicht! Da aber von höchster Stelle grünes Licht gegeben wird, wollen wir auch mal nicht so sein. Gemeinsam mit einem weit alltäglicheren Paar werden wesentliche Probleme dieser Beziehung hier schon mal vorgeklärt.

    Eine bekannte Geschichte, in der vielleicht das verwirklicht scheint, wovon viele Männer träumen - in einem Drama aus dem 20. Jahrhundert endet es für den Mann keineswegs so erfreulich, als in jenem Werk, dessen Komponist mehrere unvollendete Werke (und das gilt nicht nur für seine Bühnenwerke) hinterlassen hat.

    Zitat

    Frage 8:
    Auch diese beiden sind ihrer Namen zum Trotz kein Paar, und sollen und wollen es auch gar nicht werden. Trotzdem singen die beiden Liebessehnsüchtigen gemeinsam das vielleicht schönste Liebes-Duett der Operngeschichte!

    Dazu benötigen sich nicht einmal jenen Gegenstand, nach dem das Werk benannt ist.

    Zitat

    Frage 9:
    Eine flatterhafte Seele, zur Liebe unfähig, und ein ihr verfallener, aber bis in den tiefsten Abgrund hinein treuer Mensch. Und es geht für Beide in einen blutigen Abgrund hinab!

    Man beachte hier die Formulierung: "Ein ihr verfallener, aber bis in den tiefsten Abgrund hinein treuer Mensch" Fällt da nicht etwas auf?

    Zitat

    Frage 10:
    Bei diesen beiden gehört das Angeben zum Beruf. Da können sie es denn bis zum Schluss des Stückes nicht lassen, zielsicher wie sie sind, den jeweils anderen herunterzumachen.

    In der wahren Geschichte war der männliche Teil dieses ungleichen Paares übrigens "moderner", sie musste sich nicht besiegen lassen, um ihn zu kriegen, sondern er wechselte die Seite und wurde vom ihrem Konkurrenten zu ihrem Manager.

    Zitat

    Frage 11:
    Eifernde Frömmigkeit und egoistischer Hedonismus – hier ziehen sich zwei starke Gegensätze an! Interessanterweise haben sich die Lebenseinstellungen am Ende umgekehrt. Die Umkehr beginnt ausgerechnet mit einer eitlen Selbstbespiegelung.

    Was verbindet diese Geschichte mit "Asterix und Cleopatra"? Zumindest einer der Schauplätze.

    Zitat

    Frage 12:Gefährliche Ausgangslage: Erst heimliche Hochzeit mit der Tochter des Feindes, die einem anderen versprochen ist; und dann darf man noch nicht mal was sagen, wenn der mit ihr flirtet. Unter der böswilligen Mithilfe eines dritten Verehrers wird ein fatales Mißverständnis in die Welt gesetzt.

    Dem Uraufführungspublikum gefiel der Schluss des gesuchten Werkes übrigens nicht, also komponierte der Komponist auch eine Happyend-Version. Von seinem Landsmann, der denselben Stoff viele Jahre später vertonte, ist dagegen eine solche Alternative nicht bekannt.

    Zitat

    Frage 13:
    Zum Schluß ein Paar, das keines mehr ist – er hat sie benutzt und später abserviert; für seine Hochzeit mit einer anderen verspricht sie ihm ein bitteres Andenken…

    Der Stoff erzählt vielleicht sogar das älteste Scheidungsdrama, das überliefert ist.

    Lösungswort:
    Wenigstens finden sie zusammen, die beiden Namenlosen, wenngleich ohne Happyend.