Beiträge von Teresa Cellini


    Tipp zu Frage 5 (unbestätigt):


    Vor kurzem wurde der Stoff als Persiflage neu verfilmt. Wie das Ergebnis war, kann ich nicht sagen, ich hab den Film nicht gesehen.


    Nichts für die, welche schönen Gesang lieben und mit etwas veränderten Handlung nicht glücklich sind (bei der der "deus ex machina" nicht vorkommt): ansonsten einige gute Ideen, musikalisch bin ich gespalten, aber jedenfalls waren die Frau, der übrigens im Original der "deus ex machina" zur "richtigen" Entscheidung hilft, und ihr Personal (für mich jedenfalls optisch und musikalisch) eine Zumutung. Da hätte ich mir keine Gedanken gemacht, ob ich da zuschauen kann. ;+)

    Frage 7 ist eine Oper, die bei einem Rätsel, wo es um "dei ex machina" geht, nicht fehlen darf. Ich habe geglaubt, dass diese Frage leicht zu lösen sein wird. :shake: ;+)


    Frage 5 ist vermutlich etwas schwieriger, aber ein "deus ex machina", der seinen guten Ratschlag in ein Buch (oder Büchlein) schreibt, findet sich auch nicht in jedem Werk. (Übrigens stammt der "deus ex machina" aus derselben Familie wie ein anderer "deus ex machina", nach dem hier gefragt ist.) Das Werk war jedenfalls in meiner Kindheit und Jugendzeit, um 1980 also, noch recht populär. (Heute wird damit allerdings gerne experimentiert, leider sind die Ergebnisse nicht immer so überzeugend.)


    Nachdem ich zwei hier bereits etwas per PM verraten habe, finde ich, dass es nur fair ist, diese Information hier auch den anderen zu geben: In dem Rätsel kommt keine einzige Barockoper vor. Vielleicht ist es nun etwas leichter. :wink: :wink:

    Bei der Frage 4 und der Frage 9 habe ich vermutet, dass es schwierig wird (und ich habe daher versucht, in beiden Fragen gleich einen Hinweis einzubauen, der vielleicht zur Lösung führt), aber die 7 habe ich für so leicht gehalten, dass ich sogar überlegt habe, ob ich sie nehmen soll. (Ich habe aber gefunden, dass sie in einem Rätsel, wo es um die "Dei ex Machinae" geht, nicht fehlen darf.)


    Bei Frage 5 und Frage 7 handelt es sich jedenfalls um Werke, die zumindest denen, die vor 1980 geboren wurden, noch bekannt sein müssten.

    Leider kann ich inzwischen oben im Rätsel keine Korrektur mehr durchführen, aber es bereits bei der Vorgabe-Zuordnung einen Fall gegeben, da nicht so eindeutig zuzuordnen war.


    Daher nun doch nachträglich eine kleine Modifizierung bei den Vorgaben:




    Die Vorgaben bzw. die Lösungen umfassen folgende „dei ex machina“:




    1 Gottheit


    2 Vertreter des (christlichen) Glaubens


    3 weltliche Herrscher 2 weltliche Herrscher
    1 weltlicher Herrscher, der nicht nur in diese Kategorie fällt


    1 Beamter


    1 Künstlerin


    1 göttliches Werkzeug


    2 Boten mit der Begnadigung (die allerdings beide bei einer Aufführung nicht unbedingt selbst auftreten müssen)




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    Gesucht: Dea bzw. Deus ex Machina. Ein neues Rätsel für die Capriccios

    Liebe Capriccios!


    Zu Sommerbeginn, für die, die gerne raten, wieder einmal ein neues Capriccio-Rätsel.


    Gesucht sind diesmal „Dei ex Machina", also Figuren oder Nachrichten, die gewöhnlich erst am Schluss in letzter Minute vorkommen, um ein Happyend noch möglich zu machen.


    Da ich versucht habe, verschiedene Varianten, die es dazu im Musiktheater gibt, zu bieten, habe ich den Begriff „deus ex machina“ etwas weitergefasst und auch einige Grenzfälle einbezogen, also z. B. Figuren, von denen bereits in einem früheren Akt die Rede ist oder die dort sogar vorkommen, aber dennoch in erster Linie „deus ex machina“ sind. (Wenn es sich um einen Grenzfall handelt, wird darauf allerdings in der Frage hingewiesen.


    Gesucht sind diesmal:
    - das Werk
    - der Komponist
    - der / die / das „deus / dea ex machina
    - Zuordnung von "deus / dea ex machina" zu einer der Vorgaben



    Ad. Vorgaben:
    Zusätzlich gibt es diesmal Vorgaben, denen die „dei ex machina“ zu zuordnen sind. (Achtung: wenn alle dei ex machina richtig zugeordnet wurden, darf keine Vorgabe übrig sein.)



    Was die Werke betrifft, es handelt sich um bekannte Werke oder Werke, nach denen zumindest schon einmal in einem Opernrätsel gefragt wurde.
    2 Operetten + 9 Opern; abgesehen von einer Ausnahme (und das ist diesmal nicht Gaetano Donizetti) ist jeder Komponist dieses Mal nur einmal mit einem Werk vertreten.


    Wie immer bitte ich diejenigen, die eine Frage lösen, auch einen Tipp zu geben, damit andere, die sich schwerer tun, auch ihre Chance begonnen.


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    Und nun zum Rätsel und zu den Vorgaben:


    Die Vorgaben bzw. die Lösungen umfassen folgende „dei ex machina“:


    1 Gottheit
    2 Vertreter des (christlichen) Glaubens
    3 weltliche Herrscher
    1 Beamter
    1 Künstlerin
    1 göttliches Werkzeug
    2 Boten mit der Begnadigung (die allerdings beide bei einer Aufführung nicht unbedingt selbst auftreten müssen)


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    Die Fragen:


    Frage 1:
    Der klassische Fall:
    In buchstäblich letzter Minute wird die Hinrichtung eines Verbrechers doch verhindert, ohne schlüssige Motivation, aber das ist hier auch Absicht.


    Frage 2:
    Ein ungewöhnlicher Fall:
    In diesem Fall ist nicht der Bote von Interesse, sondern der Umstand, dass es ausgerechnet die Gegenspieler des Helden sind, die dafür sorgen, dass die Begnadigung noch rechtzeitig bekannt wird. (Zumindest in der Fassung, in der das Werk gewöhnlich aufgeführt wird.)


    Frage 3:
    Mit dem Happyend dank "deus ex machina" ist das so eine Sache, nicht immer sind alle Figuren damit glücklich.
    So auch in diesem Werk, wo zunächst eine Nebenfigur Selbstmord begeht, ehe „deus ex machina“ überhaupt noch in Erscheinung tritt. Doch danach ist auch eine der Hauptfiguren nicht bereit,
    dieses Happyend zu akzeptieren.


    Frage 4:
    Dank „deus ex machina“ ein perfektes Happyend!
    In diesem Werk wird „deus ex machina“ benötigt, um die Anzahl der Paare zum Happyenden zu vervollständigen.


    Frage 5:
    „Deus ex machina“ zu einer Zeit, wo er / sie gar nicht mehr üblich war:
    Hier gibt „deus ex machina“ einer Hauptfigur einen schriftlichen Ratschlag, der zum Happyend führt.


    Frage 6:
    „Deus ex machina“ zu einer Zeit, wo er / sie unbedingt noch notwendig war:
    Wenn der Held einen guten Freund hat, der nicht nur gerne an seiner Seite sterben möchte, ist „deus ex machina“ für die Auflösung trotz Auftritt gar nicht notwendig.


    Frage 7:
    „Deus ex machina“ notwendig, damit jemand (vorläufig) nicht getötet wird.
    Sorgt „deus ex machina“ gewöhnlich dafür, dass es für die Guten ein Happyend gibt, ist es hier der Schurke, der (zumindest in der Fassung, die gewöhnlich aufgeführt wird) durch ihn (zumindest bis zum Schluss des Werkes) am Leben bleiben darf.


    Frage 8:
    „Deus ex machina“ als Helfer/in:
    Herrschende sind Menschen und treffen auch falsche Entscheidungen. Wie gut, wenn es da Hilfe durch „deus ex machina“ gibt und sie bereit sind, diese anzunehmen.


    Frage 9:
    Dank „deus ex machina“ doch ein Happyend?
    Manchmal wissen Herrscher offensichtlich nicht, wann es besser ist, nachzugeben. Da ist es dann keine Überraschung, dass sie zum Schluss alle Figuren gegen sich aufgebracht haben. Doch dann ist es ausgerechnet der Hauptfeind, der als „deus ex machina“ einlenkt und mit einem musikalischen Kniefall das Happyend möglich macht.


    Frage 10:
    Ein Grenzfall: „deus ex machina“ tritt nicht erst am Schluss auf:
    Auch in diesem Werk gibt es einen Kniefall, allerdings gilt er diesmal „deus ex machina“, der in letzter Minute seine Stadt vor der Vernichtung durch die Hauptfigur rettet. Doch damit ist die Handlung noch nicht zu Ende, denn es gibt noch zwei weitere Akte.


    Frage 11:
    Ein ähnlicher Grenzfall: „deus ex machina“ hatte bereits in einem früheren Akt einen Auftritt.
    „Deus ex machina“ bringt die Hauptfigur in Sicherheit, eine Auflösung der Handlung, die durchaus mehrere Interpretationen zulässt.


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    Und nun freue ich mich auf Antworten :wink: :wink: .

    Herzlichen an Maggie für ihr schönes Rätse.l.


    Ich vermute übrigens, dass ich trotz der Tipps am Ritter gescheitert wäre, wenn ich nicht von Anfang an mit Beruf und dem Buchstaben T richtig gelesen hätte. (Allerdings habe ich zunächst gedacht, dass die Dame ebenfalls im Titel sein wird. (Der Hinweis mit dem Papa legt doch nahe, dass sie die TochTer oder das TöchTerlein eines Königs, Kaisers oder Grafen ist) und daher zunächst nach einem Titel "Der Ritter und des Kaiserstöchterlein" oder so ähnlich gesucht - ohne Erfolg. X( X(
    Nach meinen bisherigen Erfahrungen (bei Rideamus) war mir bald klar, dass es sich hier vermutlich um ein Lied oder um Instrumentalmusik handeln musste.


    Brahms hatte ich wegen des Hinweises auf einen Komponisten, der wenig mit Oper zu tun hat, recht bald im Verdacht, zudem er für seine Lieder bekannt ist.
    Nach einem Blick in seine Werke habe ich aber nicht mehr weiter gewusst, bis mir eben Quasimodo mit seinen Tipp verraten hat, dass ich mit Brahms richtig liegen dürfte :troest: :troest: , worauf ich mich nochmals zu einer letzten Suche aufgerafft habe und sämtliche Liedtitel von Brahms, die irgendwie passen könnten, durchgeschaut habe, und "Der Ritter ritt" hatte zumindest einen Ritter und vier T zu bieten. ;+)

    Ich bin bei 5 letztlich auf die Lösung gekommen, in dem ich mir überlegt habe, welcher Buchstabe gesucht ist. Allerdings habe ich zunächst angenommen, dass sich die vier gleichen Buchstaben daraus ergeben, dass das Werk nach dem Paar benannt ist, und jeder von ihnen zwei der vier Buchstaben in seiner "Berufsbezeichnung" hat.
    Diese Annahme war insofern falsch, als die Jungfrau im Titel gar nicht vorkommt.
    Tatsächlich ergeben sich die vier gleichen Buchstaben im Werktitel durch seinen Beruf und etwas, was er (beruflich?) tut.


    Davon abgesehen aber, wenn einem diese Frage zu viel wird, dann könnte nicht nur ein Lied zum Einschlummern hilfreich sein (oder eben eine gewisse Françoise Quoirez ;+) ), sondern auch ein bestimmtes Musikinstrument, das zur Vorlage des Vokalwerkes einen Bezug hat. (Und an dieser Vorlage habe ich mir bereits in einem anderen Rätsel die Zähne beinahe ausgebissen. :D ) Wobei der Name von diesem Musikinstrument auch die Bezeichnung für einen Gebrauchsgegenstand (aus vergangener Zeit) bei der "Nahrungsaufnahme" ist und für etwas, was männliche Wesen tatsächlich oder symbolisch an einem Körperteil haben können.

    Ich habe gerade eine Rückmeldung von Maggie bekommen, nochmals herzlichen Dank für Deine Hilfe, Quasimodo, ohne die ich die 5 und die 12 überhaupt nicht oder zumindest nicht mehr vor Ostern geschafft hätte. :jub:


    Und nun noch einige Tipps von mir für die, welche noch mitraten oder einsteigen wollen.


    1. Durch eine schiefgelaufene Dienstleistung verfällt der Auftraggeber in tiefste Trauer.
    ... und das nicht, weil er sie bereits bezahlt hat, als er das "Debakel" bemerkt.



    2. Ein Wanderbursche verliebt sich in ein junges Mädchen. Leider ist dieses der Ansicht, dass ein Mann anderen Berufsstandes besser zu angesehen, sondern auch in jedem Ort, meist auf einem Hügel oder an einem Bach, angesiedelt war.
    Lindenbäume kommen hier allerdings nicht vor, ebenso wenig ein Bächlein, das hell ist.


    3. Ein wasserfreudiger Eifersüchtiger legt aus Liebe ein Feuer und wird zum Verlierer.
    In manchen Bearbeitungen muss er dafür sogar mit dem Leben bezahlen, in anderen wird er durch verwandtschaftliche Bande aus seiner Eifersucht erlöst, manchmal müssen auch die beiden anderen Hauptfiguren dran glauben, in der Originalfassung aber gibt es für die ein Happyend und sein weiteres Schicksal ist offen gelassen.


    4. Naturwässrigkeiten und Liebe spielen auch in diesem Werk eine Rolle. Was so alles passieren kann, wenn Mann beim Bade beobachtet wird.
    Die hier gesuchte Person ist keine Süßwarenerzeugerin, teilt mit einer solchen aber die Berufsbezeichnung.


    5. Dem hier Gesuchten fiel dereinst eine Jungfrau zu Füßen. Obwohl der Angebetete vom Stande her nicht niedrig, so wird dem Herrn Papa der jungen Dame dies so gar nicht gefallen, denn sie ist zu Höherem berufen. Nun ja, heutzutage kann das nicht mehr passieren. Nicht des weiblichen, sondern des männlichen Parts wegen.
    Schlichte Story, schwierige Frage - vielleicht singt jemand für mich ein Schlummerlied und hilft mir so wenigstens den Komponisten zu finden.


    6. Manchmal ist ein Spiel leider nicht nur ein Spiel. Selbst einem Profi der gefragten Berufsgruppe kann in seiner Wut schon einmal eine Vermischung von Realität und Spiel passieren.
    Mensch ärgere dich nicht, sonst kannst nicht ohne Katastrophe enden, was gar nicht nett ist.


    7. Manchmal kann ein Angestellter auch ein Freund sein, der seinem Herrn bis in den Tod folgt, weil beide ihrem Glauben nicht abschwören wollen. Das gesuchte Werk hat einen grausamen geschichtlichen Hintergrund.
    Der Angestellte ist nicht der einzige, der seinem Herrn bis in den Tod folgt. (Aber ist es nicht eigentlich auch sein Herr, der ihm in den Tod folgt? )


    8. Ob der fleißige Komponist einen Menschen dieses Berufes näher kannte, entzieht sich meiner Kenntnis, aber nichtsdestotrotz widmete er einem solchen ein ganzes Werk. Nun ja, jeder hat in seinen jüngeren Jahren mit dieser Berufsgruppe zu tun, nur gibt es diese Bezeichnung nicht mehr. Die Werke des Komponisten sind übrigens so zahlreich, dass es jemanden wichtig war, diese pedantisch zu listen.
    Hier geht es nicht um 5000 ...


    9. Handwerk hat goldenen Boden – so sagte man früher. In dem gesuchten Werk ist man der gleichen Meinung. Wer etwas auf sich hält, muss allerdings auch noch singen können.
    Zu beachten hier - gesucht ist der loyale Juror, nicht der, der offiziell diesen Amt ausübt.


    10. Jetzt wird es knifflig. Zwei Künstler streiten sich darüber, wessen Kunst für das Gelingen eines Werkes wohl am wichtigsten ist. Nun ja, egal, wie dieser Streit ausgeht, die Gunst der von beiden Angebeteten ist ihnen gewiss.
    Der Name des Werkes hat Ähnlichkeit mit dem Namen einer sehr beliebten Pizza.


    11. Da glaubt ein älterer, nicht ganz gesunder Mann, er hätte endlich sein Glück gefunden, doch dann entführt ihm ein zwielichtiger unsportlicher Typ seine Geliebte.
    Mit Sherlock Holmes hat das Ganze nichts zu tun, allerdings würde er vielleicht auch mit dem unsportlichen Typ Geschäfte machen, wenn er sich wieder einmal langweilt und dringend etwas dagegen benötigt.


    12. Ein Geschenk erwacht zum Leben und wechselt den Beruf und die Berufung.
    Eigentlich passt diese Frage besser zu Weihnachten, denn zu Ostern werden schließlich nur Eier geknackt.


    Die Figur Klaas fand ich nicht so schlecht, auch wenn es für die Handlung nicht wirklich notwendig ist, ihn auch auftreten zu lassen. Aber ich finde es nicht schlecht, wenn so einmal deutlich wird, dass diese Entführung eben auch Hilfsmittel wie eben jemanden, der ein Schiff hat benötigt. (Ich habe mich gerade in alten Film oft gefragt, wie Helden/innen aus dem Orient, aus der Burg etc. plötzlich wieder nach Hause gelangt sind, wenn die Reise per Filmschnitt wegfällt. (Gerade noch nahm der Held in die Indien Abschied, in der nächsten Szene betritt er schon das englische Schloss seines Vaters und Ähnliches.)

    Etwas verspäter nun danke an Quasimodo für das interessante Rätsel und die viele Mühe, die du dir für uns gemacht hast und zurzeit machst. (Da ich seinerzeit selbst einige Rätsel ins Netz gestellt habe, nachdem mich Rideamus dazu ermutigt hatte, glaube ich, dass ich eine gute Vorstellung davon habe, wie viel Arbeit und Zeitaufwand hinter so einem Rätsel steckt. Zuzüglich der Auflösungen.)


    Vor einigen Jahren wurde übrigens der "Fidele Bauer" in einer bearbeiteten Fassung an der Wiener Volksoper gespielt, es war dies, wenn auch nicht geplant, im Endeffekt der Bühnenabschied von Peter Minich. Ich hatte das Stück vorher noch nie auf einer Bühne gesehen, weshalb ich wohl nicht alle Veränderungen wirklich wahrgenommen habe. (Von einer Verwandten, die um einiges älter als ich ist, wurde ich z. B. darauf aufmerksam gemacht, dass in dieser Fassung zwei Figuren (Bauern, die als Witzfiguren fungieren) weggelassen wurden. Im letzten Akt wurden außerdem zwei Musikstücke aus einer anderen Operette von Leo Fall ("Der liebe Augustin" ) gesungen, offensichtlich sollte so die Partitur etwas aufgebessert werden, aus Annamirl, der Tochter des Titelhelden, wurde eine Anna und der Konflikt mit ihren Vorlobten, der ihr plötzlich nicht mehr gut genug ist, nachdem der Bruder Karriere gemacht hat, wurde weggelassen. Die vermutlich entscheidendste Änderung, auf die ich in meinem Tipp angespielt habe, betraf allerdings "Heinerle, Heinerle, hab kein Geld". Hier wird dieses Lied vom Titelhelden zusammen mit dem Jungen gesungen, und die Mutter tritt nicht auf. Allerdings wurde die Grundsituation dieser Nebenhandlung schon beibehalten, dass die Mutter sozusagen jemanden sucht, der sozusagen ein wenig "Vaterersatz" für den Jungen ist. In dieser Fassung ist der junge Heinerle selbst auf "Vatersuche".

    formale Verbesserung

    Als "Neujahrsgeschenk" meine restlichen Tipps. (Ob die überhaupt noch nötig sind?) ;+)


    Das 12. Türchen
    Fragwürdige Erziehungsmethoden werden hier propagiert!
    In Wahrheit wollen sich die Erwachsenen doch nur in Ruhe amüsieren
    können!
    Für mich die vermutlich schwierigste Frage - bei der Lösung half mir die Erkenntnis, ein Déja-vu zu haben. Das Ganze erinnerte mich merkwürdigerweise an eine Situation, die ich schon einmal in einem Rätsel von Rideamus gehabt hatte, und es war tatsächlich derselbe Komponist wie damals. Allerdings geht es hier nicht um eine seiner Sinfonien und auch nicht um ein "irdenes" Lied mit Anspielungen an Asien, sondern um etwas aus deutsch-romantischer Sammlung.


    Das 13. Türchen
    Viel zu singen hat dieser noch sehr kleine und soeben elternlose Junge nicht, aber er hat das erschütternde letzte Wort.
    Und er reitet nicht in den Sonnenuntergang.


    Das 14. Türchen
    Auch dieses Kind hat wenig zu singen, muß nur herumstehen und möglichst stillhalten; da bekam es vom Komponisten diese Extrawurst!
    In einer Gesamtaufnahme in der Originalsprache gab es die "Extrawurst" zu hören, nicht als Teil des Werkes, aber auch nicht als Anhang nach der Schlussszene. Ansonsten Formulierung der Frage wörtlich nehmen und eine Aufforderung zum Stillhalten aus der Originalsprache ins Deutsche übersetzen.


    Das 15. Türchen
    Auch kindlichem Verstande wird hier schnell klar: Ein Computer-Betriebssystem nach einem Geräusch aus getrockneten Halmen zu fragen, kann den Trieb zur Nahrungsaufnahme nicht überdecken!
    Die getrockneten Halme dienen hier einmal nicht als Liebesnest oder Liegestatt für allein gelassene Ehefrauen.


    Das 16. Türchen
    Selbst noch ein Kind war, der dieses unbedarfte Liedchen für einen neuen Erdenbürger schrieb. Jeder fängt klein an – heute ist ein guter Tag, sich mal um das kaum bekannte Stück zu kümmern.
    Da geht es einmal nicht um eine Hymne an die Freue.


    Das 17. Türchen
    Hier geht es saitenweise um die Zukunft eines ungeborenen Kindes. Das weiß aber nur, wer vor der Aufführung das Programmheft gelesen hat.
    Keine NACHT auf dem kahlen BERG, nicht die stille, heilige Nacht, aber da gibt es einen Mann wie Josef.


    Das 18. Türchen
    Wenn man auf Kinder einfach nicht hören will und ihre Sorgen nicht ernst nimmt, wünschen sie sich weit, weit weg: mindestens hinter den Mond – und in manchen Geschichten gehen Wünsche in Erfüllung!
    Eine Brücke der Farbe und auch das Grau des Alltags ist verschwunden.


    Das 19. Türchen
    Dieser kleine Bursche wird andauernd weggescheucht, nervt aber hartnäckig weiter, bis er einen sinnvollen Auftrag bekommt.
    Der, den das Kind zur Hilfe geholt hat, macht die, die das Kind zu ihm geschickt haben, nicht so glücklich, wie es gewollt hatten. Doch in einem bestimmten Kreis, ist der, den das Kind holt, nur deshalb gelandet, weil der Dichter zur Familie derer gehörte hat, die seiner Aktion schon durch die Lappen geschaut haben.


    Das 20. Türchen
    Kleine Mädchen auf dem Weg zur Oma müssen sich bekanntlich vor bösen Tieren in Acht nehmen, gerade auch, wenn die freundlich grüßen.
    Hier wird das Mädchen aber nicht als "Püppchen" angesprochen.


    Das 21. Türchen
    Daß diese Kinder weiterschlafen dürfen, ist mitverantwortlich für den Tod ihrer Eltern.
    Es muss nicht immer Avalon sein, und auch die Nebel können manchmal über den Wäldern liegen. Aber wozu eine amerikanische Bestseller-Autorin dieses Werk verwendete, konnte der Komponist wohl auch nicht ahnen.


    Das 22. Türchen
    Eine Hommage an eine Stadt und ihre Musik ist dieses surrealistische Operchen, an dessen Ende dem Schatten einer Verstorbenen statt des Jesusknaben ein Mädchen geboren wird, das sie nur wieder selber ist – da gehen die Engelchen sich vor lauter Frust besaufen.
    Bei der Suche nach einem weiblichen Vornamen in einem Titel, denke man daran, bei wem Tannhäuser einst sein Heil gesucht hat.


    Zu den Extrapunkten: Ob den gesuchten Tonsätzern/innen in dieser "Bäckerei" die Croissants geschmeckt haben?


    Das 23. Türchen
    Eine verzweifelte Mutter setzt ihr Neugeborenes aus, nur damit es von einer der unglaublichsten Figuren des Genres gefunden wird. Keiner sagt was, aber alles geht gut aus!
    Warum muss ich dabei gleich an Alf denken? Da hatte sich allerdings ein anderes stummes Werk mit dieser "unglaublichen" Figur ausgesucht.


    Das 24. Türchen
    Eine von Deutschland über Frankreich nach Rußland gewanderte Gruselgeschichte mit ausuferndem Happy-End beginnt mit einer tagestypischen familiären Tätigkeit.
    Ursprünglich war das eine Mäusejagd mit einem gar nicht so süßen Nager und dessen Mama.


    Lösungswort: (Achtung - der Tipp ist noch nicht bestägt!)
    Der Zeitpunkt zur Freude der Kinder ist heute bereits vergangen.

    Interessant ist, dass hier noch niemand "La donna del lago" von Gioacchino Rossini erwähnt hat, wo immerhin einige Songs aus "The Lady of the Lake" angeführt wurden.


    Übrigens dürfte auch die Titelfigur aus "La muette di Portici" von Daniel-Francois-Esprit Auber in ihrer Konzeption von einem Roman von Walter Scott beeinflusst sein: "Peveril on the Peak".

    Tipp zu Frage 11:


    An der Wiener Volksoper wurde die Titelfigur aus diesem Werk von einem beliebten, langjährigen Sänger verkörpert, der erst neulich verstorben ist, und war wohl auch so etwas wie dessen letzte Hauptrolle. (Achtung - der Titelheld des Werkes ist nicht Mama, die kein Geld hat. In dieser Aufführung wurde die Figur der Mama allerdings weggelassen - eine Umstellung, die bei früheren Aufführungen dieses Werkes und auch bei einer Verfilmung aus den 50er-Jahren durchaus üblich war. In dieser Volksoper-Aufführung wurde allerdings wenigstens die ursprüngliche Situation beibehalten, nur eben dass die Mutter nicht selbst auftritt, wodurch das Kind, das sozusagen ihre Interessen (die auch seine sind) vertritt, ausgesprochen selbständig erscheint.)