Beiträge von KaRu

    @ Vacances, ich kenne seit dem Wegzug meiner Lehrerin in meiner Nähe nicht mal irgend jemanden, der überhaupt Oboe unterrichtet :heul1:

    Da habe ich wirklich Glück mit meinen privaten Instrumentallehrern, bei denen ich nur alle 4-6 Wo zu 1,5 h Unterricht bin, beruflich schaffe ich nebenher nicht mehr. In den Phasen dazwischen bin ich Autodidakt.

    Zum Thema - was lernt man im Unterricht - da bin ich Technik geprägt - die musikalische Seite ist bisher eher zu kurz gekommen. Aktuell ändert sich gerade etwas, vielleicht weil Ansatz, Technik und Atemführung jetzt mehr Gestaltung zulassen. Auf jeden Fall finde ich den Unterricht hilfreich, mit neuem Wissen und Motivationsschub starte ich danach immer wieder gern ins Üben.

    Und auch von mir lieben Dank an alle, die hier im Forum schreiben und nicht "schweigen", beim Mitlesen und Nachlesen in diesem Thread habe ich schon sooo....viel gelernt. :) - und z.B für die mechanischen Probleme, die sich beim Oboe üben einstellen, Lösungen gefunden, das spart Unterricht ;).

    Kleiner Nachtrag. Die Oboistin in dieser Aufnahme scheint mir Saskia Fikentscher zu sein, die in der von Carola weiter oben verlinkten Radiosendung mitgewirkt hat.

    Danke für den LInk - da habe ich mich direkt mal reingeklickt, die Kantate kenne ich nicht; die Aufnahme gefällt mir gut, bis auf die Altusstimme - an dieser Position - bevorzuge ich lieber eine weibliche Stimme.

    Die Oboistin ist Esther Fluor Baumberger - die 6 min am Stück in der Sopranarie sind bestimmt anstrengend und fern von meiner Anfängerkondition. Meine Bewunderung, so etwas kurzfristig zu übernehmen, dazu noch das Magnifikat, wo man mit der Oboe auch viel zu spielen hat, - liebe Tischlerin - ist Dir das gut gelungen? Sicher macht es Spaß, bei so schöner Musik mitzuwirken!

    Hallo an Alle,

    der Thread ist so schnellebig - da komme ich kaum hinterher in meinem Alltag.

    Daher mal ein paar Fetzen zu den letzten Themen:

    inzwischen habe ich endlich mal wieder Obeoenunterricht gehabt - bezüglich des F-Griffs favorisiert meine Lehrerin das linke F als Alternative, den Gabelgriff soll ich nur nehmen, wenn es nicht anders flüssig geht. Inzwischen kann ich alle 3 Griffe und dann nehme ich den, der mir passend erscheint, die saubere Bindung vom linken F zu A und C erscheint mir schwieriger als mit dem Gabel-F.

    Auch ich gehöre zu denen, die hin- und wieder mit Metronom üben, v.a. um die Technik zu verbessern. Beim Erlernen ist es für mich hilfreich beim Tempo halten, gerade wenn sich Triolen, Achtel, Sechzehntel in längeren Folgen abwechseln, Da neige ich dann zum Schneller werden. Und Stoß- und Tonleiterübungen mache ich oft mit Metronom - um das saubere Greifen zu üben. Aber deswegen bin ich trotzdem kein Fan vom Metronom, im Bereich des Lernens aber für mich notwendig.

    Mit Play along - Aufnahmen habe ich noch nicht geübt. Meistens nehme ich YouTube-Aufnahmen - schaue ob die Stimmung passt und spiele dann die Stücke mit. Das hat mir zu Beginn mit der Oboe gut geholfen loszulegen. Initial habe ich Taize-Gesänge mitgespielt - die sind einfach und mit begrenztem Tonumfang. Das hat meiner Intonation gut getan.

    Ich hoffe, die Sendung Bach und Oboe ist noch etwas in der Mediathek - da bin ich sehr gespannt drauf.

    Dieses Wochenende gibt es übrigens eines meiner Lieblingskonzerte der Berliner Philharmoniker kostenlos in der DCH anzusehen Wow1 - und zwar den Vivaldi-Abend aus 2012 mit Mayers traumhaft schön gespieltem "Domine Deus" aus dem "Gloria" und noch mehr herrlicher (Oboen-)Musik

    Danke für den Tip, das habe ich mir gestern spät abends zum Tagesausklang direkt noch angehört- sehr schöne Musik!

    Heute kommt übrigens auf SWR-Kultur 15 Uhr eine Sendung mit Albrecht Mayer, ein Audio gibt es dazu auch:

    Der Oboist Albrecht Mayer – atmen und fühlen
    Der Oboenklang von Albrecht Mayer ist legendär, ein "Götterfunken", heißt es, "wundersam" und „verführerisch“. Kein Wunder, dass Albrecht Mayer der wohl…
    www.swr.de

    Mit dem Gabel-F wäre ich aber vorsichtig, was man sich am Anfang so angewöhnt wird man nicht so schnell wieder los. Ich hatte z.B. bei meiner ersten Oboe keine linken Hebel für Das F und Es und habe später lange umlehren müssen.

    Das werde ich beim nächsten Unterricht ansprechen, mal sehen, was meine Lehrerin dazu meint.

    Ihr könnt mir mal für heute die Daumen drücken. Ab 17:00 sitze ich in Beethovens C-Dur-Messe und im 1. Satz des 3. Klavierkonzerts an der 1. Oboe. Leider ist das Dirigat des ansonsten lieben und netten Kantors eine absolute Katastrophe Schlecht2 - man braucht da schon einiges Glück, um seine Einsätze zu erwischen....

    Mach ich - ist ja ein schönes Programm! Das kenn ich auch - Kantoren können v.a. Chöre dirigeren, weniger ein Orchester. Also gutes Durchkommen! und trotzdem Freude dabei!

    Habe heute einen Oboisten auf SWR2 kennen gelernt in der Sendung SWR2 Treffpunkt Klassik extra. Juri Vallentin wurde 30jährig Professor für Oboe in Karlsruhe. Der Stream ist gerade noch abrufbar:

    Gast im Studio: Juri Vallentin, Oboist und Professor an der Musikhochschule Karlsruhe   - SWR2

    Danke für den Hinweis! Das werde ich mir morgen direkt anhören. Im Moment interessiert mich alles, was mit Oboe zu tun hat, da entdecke ich gerade eine neue Welt.

    Wenn Du die F-Klappe drückst, hebt sich unweit des Drückers an der rechten Seite ein Tonlochdeckel. Wenn nur ein Tonloch aufgeht, hast du keine. Sehr wahrscheinlich ist letzteres der Fall, denn wie gesagt werden die Mönnig-Oboen serienmäßig ohne F-Resonanz-Klappe gebaut.

    Hallo,

    ich war beruflich unterwegs - ohne Oboe :( , so konnte ich erst heute Abend endlich nachschauen. Wie Du, Bernd, schon richtig vermutet hast, habe ich keine F-Resonanzklappe, aber eine Gabel-F-Resonanzklappe :). Und beim Ausprobieren hatte ich den Eindruck, dass das Gabel-F stabiler im Klang ist. Das könnte ich häufiger nutzen als bisher. Danke!

    Für meine Begriffe hängt das ganz fraglos mit dem Instrument zusammen. Ludwig Frank ist ja der Meinung, dass man auf eine serienmäßig vorgesehene F-Resonanz-Klappe problemlos verzichten kann.

    Jetzt frage ich mich - F-Resonanzklappe - habe ich die? Vermutlich nicht. Wo würde die denn sein? Meine Mönnig ist von 2008 - sei ein Profimodell gewesen (?). Kann man das an der Seriennummer irgendwie rausbekommen?

    Bisher habe ich ja noch keine andere Oboe als meine in der Hand gehabt und ausprobiert, aber ich bekomme Lust, wenn ich sicherer im Spiel und der Rohrbenutzung bin, mal andere Modelle auszuprobieren, um die Unterschiede zu entdecken.

    während bei beiden Mönnigs das F2 zum Eiern neigt und die dritte Oktave ab dem Cis3 in ungeahnte Höhen ausbricht, wenn man nicht mit allen möglichen Tricks arbeitet.

    nun melde ich mich hier mal mit meinen aktuellen Problemen. Beim Üben bin ich gerade laufend mit der Intonation von F2 bei meiner Mönnig-Oboe zugange und nun lese ich hier von Dir, dass das auch mit dem Instrument zusammenhängen kann. Wenn ich anfange zu üben, ist es weitgehend stabil, aber im Verlauf wackelt es immer mehr. Ich habe angefangen, die Klappen zu untersuchen, ob eine wegen Feuchtigkeit klebt - nichts gefunden, also liegt es wahrscheinlich neben meiner nachlassenden Lippenspannung und Stütze auch am Instrument?

    Und natürlich beschäftigt mich bei Tonstabilität auch das Thema Rohr - diese Empfindlichkeit und tägliche Veränderungsfähigkeit ist eine Geduldsprobe. An der 3.Oktave versuche ich mich auch, die ist intonationsmäßig wirklich herausfordernd, die Tricks zum Ausgleichen muß ich noch herausfinden. Gibt es vielleicht eine spezielle Mönnig-Grifftabelle?

    Beim A2 klingt oft das tiefe A mit, womit kann das zusammenhängen?

    VG Karu

    Wir stellen jetzt bei mir auf Arbeit eine Bläsergruppe zusammen, also Quartett oder Quintett, und suchen gerade Literatur. Ich habe eine Bearbeitung des Schostakowitsch-Walzers Nr. 2 ausgegraben, mal sehen, wie das wird.

    Das ist ja schon einmal schön, soviel musikalische Kollegen zu haben, mit denen man sich über dieses Hobby austauschen kann. Wenn man dann noch gemeinsam musizieren kann - ich wünsche Dir/Euch gutes Gelingen!

    Mir ging es genau umgekehrt, ich habe vor ein paar Jahren mit dem Fagott geliebäugelt. Der Ansatz war von der Oboe her auf dem Fagott überhaupt kein Problem, aber wegen heftigen Schulterproblemen musste ich wieder aufhören, leider.

    Wenn ich noch einmal anfangen würde, ein Instrument zu lernen, würde ich mich für das Fagott entscheiden, nicht für die Oboe. Aber als ich mir damals ein Instrument aussuchen musste, wusste ich wahrscheinlich noch gar nicht, dass es Fagott überhaupt gibt, zumindest hatte ich es nicht als Möglichkeit "auf dem Schirm". Nun ist es halt die Oboe geworden und ich übe auf ihr schon so wenig, dass ich nicht noch in ein Zweitinstrument investieren werde.

    Bei mir haben in dieser Woche die Orchesterproben wieder angefangen und ich hatte großen Spaß daran, denn wir haben endlich einmal ein wahnsinnig klassisches Programm dieses Jahr: Bach, Fauré, Beethoven. Endlich einmal darf ich eine Beethoven-Symphonie spielen - ich bin ganz begeistert!

    So ging es mir damals in der Jugend, ich wollte Oboe lernen und hatte keine Ahnung von Fagott. Dann war ich in der Musikschule und kam mit Leihinstrument Fagott statt Oboe nach Hause. Da musste ich erstmal nachlesen, wie die Teile im Koffer zusammengehören (und in den 80er gab es nur Lexikon - kein Google).

    Übrigens - wenn der Funke überspringt, lohnt sich auch ein Zweitinstrument - plötzlich macht Üben wieder Spaß!

    Aber im Orchester mitspielen ist auch schön - welche Beethovensinfonie spielt ihr dann? Und Faure und Bach klingt auch gut. Das würde ich auch gern - natürlich mit Fagott - bei der Oboe muß ich noch viel Üben, bis das klappt.

    KaRu, auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Mir ging es genau umgekehrt, ich habe vor ein paar Jahren mit dem Fagott geliebäugelt. Der Ansatz war von der Oboe her auf dem Fagott überhaupt kein Problem, aber wegen heftigen Schulterproblemen musste ich wieder aufhören, leider.
    Ich wünsche Dir jedenfalls mit der Oboe viel Spaß und hoffe, Dein Instrument ist ok, ganz nach dem Motto, das Leben ist zu kurz für schlechte Instrumente.

    Herzliche Grüße

    Felix

    Ja- die Umstellung von Fagott auf Oboe ist leichter, im wahrsten Sinn. Das Fagott- gerade, die modernen sind schwer und gerade bin ich mit neuen Tragesystemen am Ausprobieren wegen Rückenbeschwerden. Fagott spielen ist körperlich deutlich anstrengender - die Handgelenke, der Nacken, der Schulterbereich- alles ist durch Haltung und Gewicht belastet. Da ist die Oboe wirklich leicht- obwohl ich da auch schon die belasteten Körperstellen entdeckt habe und rumprobiere, welche Hand-, Daumenhaltung die schonendste ist. Deinen Mottospruch kann ich nur bestätigen - mein Instrument ist gut - das hat mir meine Lehrerin heute gerade wieder bestätigt. Beim Fagott habe ich diese Erfahrung gemacht- beim Zweitinstrument war die Intonation plötzlich keine Baustelle mehr- lernen ist viel einfacher auf guten Instrumenten ...

    es ist irgendwie so still geworden hier Schlecht2

    Weil ihr alles schon einmal besprochen habt 😁 Ich muss nur suchen in den vielen Seiten. Es ist wie ein Lexikon ohne Sortierung.

    Genau - so viele Details habe ich hier schon entdeckt und trotzdem bisher nur ein Bruchteil der 1000 Seiten gelesen. Danke an alle Mitschreiber dieses Threads!

    Lieben Dank für die freundliche Begrüßung an alle!

    Oboe und Fagott sind schöne Instrumente, ich liebe beide. Fagott spiele ich schon länger, da kommen natürlich mehr schöne Töne raus, dafür sind die Fortschritte beim Üben nur noch klein und mühsam und eher in der Rückschau merke ich meine Verbesserung. Bei der Oboe merke ich mit jedem Üben die Fortschritte. Dazu kommt der Zauber des Anfangs - da übe ich zu Zeiten, wo ich das Fagott noch nie in die Hand genommen habe. Interessanterweise fühlt sich das Musizieren mit dem Fagott jetzt auch intensiver an, seitdem ich Oboe lerne.

    Ein liebes Hallo an alle,

    damit dieser Thread seinem Namen „weiter“ gerecht wird, möchte ich mich hiermit als Oboenfrischling vorstellen. Im Vorstellungsthread habe ich schon kurz etwas zu meinen musikalischen Interessen und Aktivitäten erzählt, aber noch nicht erwähnt, dass ich seit kurzem Oboe lerne (auf einer Mönnig-Oboe aus 2008). Inzwischen habe ich 2 x Unterricht gehabt. In meiner Jugend wollte ich Oboe lernen, mangels Leihinstrument wurde es dann Fagott. Jetzt habe ich den alten Gedanken wieder vorgekramt, dann mehrfach verworfen, weil - kann man denn Fagott und Oboe spielen - verträgt sich das vom Ansatz? - Oboe soll doch sehr schwer sein - schaffe ich das noch in meinem fortgeschrittenem Alter? Auf diese und weitere Fragen habe ich hier im Forum Antworten gefunden und Mut bekommen, es einfach zu wagen. Und- bislang habe ich es nicht bereut. :)

    Es ist schön zu lesen, wie gut ihr ehemaligen Oboen-Frischlinge inzwischen Euer Instrument beherrscht. Gern möchte ich mich an Eurem Austausch beteiligen.

    VG Karu