Beiträge von Talestri

    Wurde Oksana Lyniv schon genannt? Sie war vier Jahre Assistentin von Kirill Petrenko in München. Seit der Spielzeit 2017/18 ist sie Chefdirigentin der Oper Graz. Im Februar 2020 dirigiert sie an der Staatsoper in München "JUDITH: KONZERT FÜR ORCHESTER / HERZOG BLAUBARTS BURG" von Béla Bartók.

    Am Samstag, 6. Juli; 19.50 Uhr aus der Bayerischen Staatsoper München
    auf Staatsoper TV
    Richard Strauss: Salome
    Musikalische Leitung: Kirill Petrenko
    Inszenierung: Krzysztof Warlikowski
    Bühne und Kostüme: Małgorzata Szczęśniak
    Herodes: Wolfgang Ablinger-Sperrhacke
    Herodias: Michaela Schuster
    Salome: Marlis Petersen
    Jochanaan: Wolfgang Koch
    Narraboth: Pavol Breslik

    Ich weiß, Sadko gibt gern den Haudrauf. Aber führt das wirklich weiter?
    Ich hatte ja die Namen von zwei der Sängerinnen genannt, die in der Doku zu Wort kamen. Es handelt sich keineswegs um „Nichtkönnerinnen“.

    Asmik Grigorian, die Salome der Salzburger Festspiele.
    „Keine singt derzeit so ergreifend schön wie die litauische Sopranistin Asmik Grigorian.“ (Zeit)
    „Seit der Premiere von „Salome“ in Salzburg kann sich die litauische Sopranistin Asmik Grigorian vor Anfragen kaum mehr retten. Zu verdanken hat sie diese Begeisterung allein ihrer eigenen, harten Arbeit.“ (FAZ)
    Elsa Dreisig, die Manon aus Zürich.
    „Von einem Rollendebüt ist zu berichten, das man für einmal nicht bloss mit der üblichen Floskel als "gelungen" bezeichnen darf: Die Manon der noch nicht einmal 30 jährigen Elsa Dreisig war geradezu sensationell, überragend, souverän, zum Niederknien.“ (Oper-aktuell)
    „Elsa Dreisig ist der neue Stern am Opernhimmel“ (tagblatt)

    Einfach mal in den Film reinschauen und dann urteilen.
    :wink: Talestri

    Vielen Dank für den Link aus diese interessante Dokumentation. Die Sängerin aus Berlin heißt Elsa Dreisig. Und ich fand die Offenheit, mit der sie, aber auch Asmik Grigorian und die anderen Sänger über die Probleme mit den Anforderungen an diesen Beruf geredet haben, sehr mutig. Ein wichtiger Einblick! Traurig machen die Aussagen von Löbe und Brigitte Fassbaender über den Ausbildungsstand in D und die Praktiken von Agenten und Veranstaltern, die dazu führen, dass große Talente zu früh verheizt werden. Vielleicht sollte man als Publikum ein wenig auf die Bremse treten, bevor man negative Urteile fällt oder Künstler verreißt.
    :wink: Talestri

    Das mag ja sein, aber die Vorstellung, dass die Berliner Philharmoniker jemanden zum Chefdirigenten wählen, der "höchst mittelmäßig" oder gar "nicht einmal passabel" dirigiert, finde ich dennoch sehr originell. Und auch, wenn sich in mir jede Faser gegen die Einsicht sträubt, dass Sadkos gute Freundin, die ja wie gesagt sogar "aushilfsweise in Chören singt" und auf allen Gebieten (nicht nur bei der Musik) "generell fast immer komplett recht hat" (das muss man sich mal vorstellen!!), sich hier einmal ein ganz klein bisschen geirrt haben könnte, ach was soll's, sagen wir es ganz offen; dass sie hier kompletten Unfug verzapft haben könnte, wenn sich also in mir alles gegen diese Einsicht sträubt, muss ich dieser höchst unerfreulichen Wahrheit doch ins Auge blicken, wenn ich die Alternative bedenke, dass das vielleicht beste Orchester der Welt einen Nichtskönner zum Chef gewählt haben sollte. Nein, ich kann einfach nicht anders als den Berliner Philharmonikern bei der Wahl ihres Chefs doch noch ein ganz klein wenig mehr Kompetenz zuzugestehen als Sadkos Freundin, an deren geradezu unfehlbarer Urteilskraft zu zweifeln mir ansonsten natürlich niemals in den Sinn käme.


    :megalol: :megalol: :megalol:

    Die Liste ihrer Chefdirigenten spricht ja schließlich auch Bände. :D Wilhelm Furtwängler, Sergiu Celibidache, Herbert von Karajan, Claudio Abbado, Simon Rattle. Tja, da schließt Petrenko, dem wir hier in München so manche Träne nachweinen werden, nahtlos an.

    Ich lese immer mal wieder interessiert in diesem Faden und habe mir ob der so unterschiedlichen Einschätzungen von Currentzis eine Dokumentation von arte angeschaut.
    Vielleicht hat jemand Interesse. Hier der Link: Currentzis - Der Klassikrebell Doku (2016). Der Film beschäftigt sich mit seiner Zeit in Perm. Man bekommt einen guten Eindruck, warum sich an ihm die Geister scheiden.
    Eine neuere u.a. mit seinem Beginn beim SWR-Orchester ist: Die Sprache unserer Träume – der Dirigent Teodor Currentzis (2018). Falls sie schon genannt wurden, bitte ich um Entschuldigung wegen der Verdoppelung.
    :wink: Talestri

    Hallo matthias,

    die Regelschutzfrist liegt in Deutschland bei 70 Jahren.

    Die 70-Jahre-Frist nach dem Tode des Urhebers gilt in führenden Industriestaaten, insbesondere in den USA, Russland und Australien. Allerdings gibt es sehr viele Staaten (wie z. B. Kanada, China und Japan, ausgenommen Filme, da ebenfalls 70 Jahre), die nach wie vor die 50 Jahre nach dem Tod des Autors als Schutzfrist haben. Die weltweit längste Schutzfrist gilt in Mexiko, sie beträgt dort 100 Jahre nach dem Tod des Autors.


    Viele Grüße und Willkommen im Forum
    :wink: Talestri

    Sadko, und noch immer weiß ich nicht, warum du die Rollstuhlfahrer-Begleiter zu den größten Störenfrieden in der Oper zählst. Das Beispiel mit der blinden Frau stammt ja von mir.
    Und ein in das Ohr seiner blinden Begleiterin flüsternder Mensch in der letzten Reihe eines Opernhauses stört nicht die Aufführung, sondern höchsten den daneben sitzenden Behinderten und vielleicht noch den Fußgänger in der Reihe davor. Aber ich bin ziemlich sicher, wenn jemand etwas gesagt hätte, hätte er damit aufgehört.
    Die Tipps für Blinde und andere Gehandicapte gehören eigentlich nicht in dieses Forum, denn hier fehlt teilweise sowohl das Fachwissen als auch die Empathie.
    Weiß ich, ob die blinde Frau zusätzlich eine geistige oder psychische Behinderung hatte? Ich weiß ja nicht einmal, was genau der Begleiter geflüstert hat.
    Allen, die sich von sowas gestört fühlen, kann man guten Gewissen die Bayerische Staatsoper empfehlen. Da sitzen höchstens 4 Rollifahrer (von 2100 Plätzen) in Parkett-Reihe 19 (von 22) mit ihren 4 Begleitern. Die wird man kaum bemerken.


    Die Gesamtaussage ist, dass die Eltern von Kleinkindern sowie die Begleiter von Rollstuhlfahrern die größten Störfaktoren sind - das ist eine Verallgemeinerung, und zwar eine zulässige Verallgemeinerung, weil sie oft zutrifft. Ich gehe mit hoher Wahrscheinlichkeit öfter als Du in die Oper und ins Konzert, daher kann ich das auch beurteilen. Ich habe dezidiert darauf hingewiesen, dass das weder auf alle Eltern von Kleinkindern noch auf alle Begleiter von Rollstuhlfahrern zutrifft, daher können wir uns die Diskussion sparen und wieder zur Tagesordnung übergehen. :cincinbier:


    So ganz kann ich nicht zur Tagesordnung übergehen. ;)
    Natürlich gibt es solche und solche.
    Es gibt Rollstuhlfahrer, die gehen mit Verwandten oder Freunden in Konzert und Oper, die ähnliche Interessen teilen. Diese Begleiter verhalten sich dann so ruhig oder unruhig wie die übrigen Besucher.
    Es gibt Rollstuhlfahrer, die auf eine 24-Stunden Pflege angewiesen sind, die Pflegekräfte dafür engagieren müssen. Dann hängt es davon ab, ob sich die Pflegekraft auch für Klassisches interessiert. Wenn ein desinteressierter Begleiter mit Geräuschen stört, die nichts mit dem Behinderten zu tun haben, kann man ihn doch bitten, leise zu sein?
    Dann gibt es Menschen, die während einer Opernaufführung betreut werden müssen. Das habe ich mehrmals auf den Rollstuhlplätzen in der Wiener Staatsoper erlebt - die mMn vorbildlich ist was Rolliplätze betrifft.
    Z.B eine Schwerstbehinderte, die mehrmals abgesaugt werden musste, eine blinde Rollifahrerin, der der Begleiter leise zuflüsterte was auf der Bühne geschah (war übrigens die „Salome“ von Barlog).
    Das hat mich zwar gestört, war aber absolut nachvollziehbar, und ich kann mich glücklich schätzen, dass ich als Rollifahrerin nicht diese Art von Betreuung brauche.
    Rollifahrer sitzen mit ihren Begleitern meist ganz hinten, ganz oben oder ganz am Rand. Sie haben weder eine freie Platzwahl, noch können sie sich im schlimmsten Fall ihre Begleitung frei wählen. Zur Teilhabe gehört auch, dass die Gesellschaft Störungen, die mit der Behinderung einhergehen, akzeptiert. Wenn man das nicht will, muss man sich als gesunder Mensch einen Platz suchen, der weit weg ist von den Rolliplätzen.
    Da du dich, Sadko, ja für Teilhabe sozial Schwacher aussprichst, würde es mich schon interessieren, was die Rolli-Begleiter tun, das so viel Störender ist, als das Gehuste, Geraschel, Geflüster des übrigen Publikums.

    :wink: Talestri

    Wes Anderson: Grand Budapest Hotel

    Jane Campion: An Angel at my table

    Charles Crichton: Ein Fisch namens Wanda

    Stephen Daldry: Billy Elliot

    Buster Keaton: Sherlock jr.

    Ariane Mnouchkine: Molière

    Lotte Reiniger: Die Abenteuer des Prinzen Achmed

    Marjane Satrapi: Persepolis

    Julie Taymor: Frieda

    Dsiga Vertov: Der Mann mit der Kamera

    Billy Wilder: Sunset Boulevard

    :wink: Talestri

    Mirjam Pressler ist gestorben.
    Zweieinhalb Wochen nach dem Tod von Amos Oz, dessen Übersetzerin sie war.
    Mirjam Pressler hat aus dem Hebräischen übersetzt (z.B. die Werke von Lizzie Doron), aber auch aus anderen Sprachen, aus dem Niederländischen (z.B. Ted van Lieshouts bewegende Geschichte "Bruder"), Englischen und Afrikaans (Wikipedia).

    Zitat von Zeit Online

    Sie war eine der erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Zudem übersetzte sie mehr als 300 Titel.

    Sie wurde am 18. Juni 1940 in Darmstadt geboren und starb am 16. Januar 2019 in Landshut.

    Es wurden gar so wenige nicht genannt (38), die meisten aber nur ein- oder zweimal:

    Danke Quasimodo, das ist eine sehr interessante Liste.

    Ich finde es spannend, was einem manche Titel für Geschichten erzählen :D
    Mir zum Beispiel gerade „Les Dialogues des Carmélites“ (Poulenc).
    Der Titel schaffte es 2009 gerade noch auf den 50. Platz, Jubel - 1. Liga!
    Kann nur besser werden, dachte man, und tatsächlich, ein Jahr später kletterte er auf den 35. Platz.
    Die Top 30 in Sichtweite kam der tiefe Fall: er schaffte 2011 die Top 50 nicht!
    Wer dachte, schlimmer geht nimmer, sah sich getäuscht: auch im nächsten Jahr war er nicht dabei.
    Aber man soll niemanden abschreiben: wie Phönix aus der Asche schaffte er es 2013 locker auf Platz 46. Welche Freude, zumindest für 12 Monate, denn 2014 und 2015 war er plötzlich wieder verschwunden.
    Den sehen wir nie wieder, dachte man, da schaffte er 2016 wie aus dem Nichts sein zweitbestes Ergebnis, Platz 43!
    Herrjeh Poulenc, das zerrt wirklich an den Nerven. Über die Flaute von 2017 und 2018 breiten wir den Mantel des Schweigens. Diese Zweijahres-Tiefstände sind nichts für zarte Gemüter. Aber 2019 schaffen wir mal wieder den Aufstieg in die erste Liga, versprochen. :thumbup:

    :wink: Talestri

    Woher wisst ihr, was ihr 2018 gelesen habt?


    Aus meiner calibre-Datenbank :thumbup:
    Deine Liste ist ja sehr vielfältig.
    Elsbergs Blackout kenne ich nicht, ich habe aber mal eine fiktive Doku-Serie vom srf gesehen, mit dem selben Titel, die ich ziemlich alarmierend fand. Gibt's noch in der Mediathek.

    Danke für den Hinweis auf Kopelew!

    :wink: Talestri

    Ich halte es auch nicht unbedingt für sinnvoll, die Fragestellung irgendwie auf Opernerlebnisse des jeweils vergangenen Jahres zu beschränken. Das würde alle Rankingfreaks, die nicht primär Opernfans sind, u.U. ausschließen...


    Das sehe ich genauso, das würde die Frage nicht offener machen, sondern verengen. Das mit dem momentan hatte ich nicht auf dem Schirm.

    Viele Grüße,

    :wink: Talestri