Beiträge von Bernd

    Ferenc Fricsay hat mit seinen Dirigaten einen bleibenden Schatz hinterlassen, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

    :wink: "Unwissender"

    Lieber "Unwissender"! Dass Du das so siehst, freut mich als Fricsay-Verehrer unheimlich. Ich stimme Wolfram ausdrücklich zu! Dein Nick-Name scheint "Tarnung" zu sein...

    In dem Zusammenhang: Es freut mich auch, dass Dich meine Begrüßung gefreut hat und Du das vorhin so schön erwähnt hast. Danke dafür. :wink:

    wunderbar gespieltes Arrangement

    Für andere - hier sicher ein Fan Kims bei YT - ist das sogar das wahrscheinlich reinste Mendelssohn-Konzert, das er jemals hörte:

    "This is probably the cleanest Mendelssohn concerto I've ever heard. So little players yet it sounds like a complete Orchestra. Everything sounds so clean, delicate and synchronized. Especially when the fast passages at the finale 26:47. Its so different from every other rendition too because of the faster tempo/pace and its just one of a kind!"

    Die Münchner Residenz Solisten firmieren hier ja unter "Residenz Solisten PLUS", da sie ansonsten wohl in noch kleinerer Besetzung spielen als bei diesem Konzert in der Begleitung von Kim. Vermutlich ohne die von philmus als so schön empfundene Oboe.

    für meinen Geschmack ist das ein ganz wunderbares und wunderbar gespieltes Arrangement.

    Viel weiter oben sprachst Du von Deinen Augen - sie müssen so gut sein wie Deine Ohren. Dass Du trotz der schlechten Aufnahmequalität zu Deinem Urteil gelangst, finde ich sehr interessant. Du bist ja nicht alleine in Deiner Einschätzung. Seine Fans und die Besucher dieses Konzertes sehen es ebenso.

    Alles klar, aber trotzdem besten Dank für die Antwort. Das mit dem schlechten Aufnahmeton und der Kamerapositionierung nur in der Totalen beim Mendelssohn-Konzert war auch für mich ein Grund, gar nicht erst mit anderen Einspielungen zu vergleichen. Vielleicht erfahren wir ja nach seinen Konzerten in München (u.a. Beethoven und auch Mendelssohn) mehr im Sinne einer, wie Du zu recht sagst, "Detail"-Grundlage für eine Bewertung/Einschätzung.

    Gestern habe ich kurz in das Mendelssohn Konzert reingehört und so habe ich nun ein Bild, was nach meiner langen Erfahrung wahrscheinlich so in etwa "richtig" ist. Was ich hier aber nicht beschreiben werde, weil es eben nur meine Meinung ist...

    Eine Meinung, die ja aber fundiert ist, denn wenn ich das richtig in Erinnerung habe, spielst Du selbst das Instrument und kannst deshalb die technischen Fähigkeiten (und natürlich auch die Qualität) dieses Mannes/der Interpretation des Werkes beurteilen. Ob man, wie Du sagst, "Qualität in musikalischen Aufführungen tatsächlich definieren kann oder ob das unmöglich ist, und worin sie besteht" und ob es "Kriterien gibt, die man allgemein anerkennen würde usw.", halte auch ich für eine ausgesprochen interessante Frage, deren Diskussion aber vielleicht wirklich zu "irgendwelchen kleinlichen Rechthabereien" führt. Deshalb kann ich gut verstehen, wenn für diesen, wie Du sagst, "wertvollen Versuch" keine rechte Motivation gegeben ist, halte es aber trotzdem für schade. Ich kann das Spiel dieses Geigers und die Qualität nicht fachlich beurteilen - im Gegensatz zu Dir. Deshalb meine Bitte, Dich doch einmal wenigstens kurz zu äußern. Ich jedenfalls würde mich sehr darüber freuen, um das "Phänomen Kim" einordnen und jungen Freunden gegenüber auf deren Fragen an mich eine Antwort geben zu können.

    Brahms - Symphony Nr.1 in C Moll op. 68

    Israel Philharmonic Orchestra - Leonard Bernstein

    Juli 1973 The great concert hall, Jerusalem

    Ein Live-Mitschnitt, der mich begeistert - gewaltige Steigerungen, packend, leidenschaftlich. Für mich ist das Finale so "strahlend" wie bei kaum einer anderen Bernstein-Einspielung. Er mochte das Orchester besonders und die Musiker mochten ihn. Das ist bei diesem Konzert zu spüren. Da stört es mich sogar nicht, dass der Beifall zu früh einsetzt...

    Übrigens bei YT zu erleben.

    Und so klingt dann beispielsweise Kims Mendelssohn mit den Münchner Residenz-Solisten. "Bavaria Klassik", die dieses Ensemble von Solisten wohl vermarktet, stellte dieses Video ins Netz. Das Konzert fand 2021 im Herkulessaal statt. Die nun angekündigten Konzerte 2024 des "Stargeigers", wie die Agentur ihn nennt, sind also nicht die ersten gemeinsamen Auftritte mit den "Residenz-Solisten PLUS", wie sie hier bezeichnet werden.

    Ist das "Mendelssohn light"? Gewöhnungsbedürftig mit dieser Begleitung scheint mir das Klangbild in jedem Fall zu sein. An der Virtuosität und technischen Perfektion Kims ist meiner Ansicht nach nicht zu zweifeln.

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    Seine Fans jedenfalls sind begeistert, wie nur eine der vielen positiven Stimmen bei YT zeigt: "I'm a violonist too and I do believe that you are the biggest violin player of our age, maybe of all ages. I know what I'm saying. The others, well I have heard them all, from Perlman through Bell and Vengerov to Hahn and so on."

    Wer nach Mendelssohn weiterlaufen lässt, kann auch Kims eigenes Violinkonzert in B-Moll hören, komponiert 2017 - Janko Zsolt dirigiert das Oradea State Philharmonic Orchestra (Rumänien).

    Hier der 3. Satz im Video:

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    Siehe da! Soeben werde ich darauf hingewiesen, dass "unser"

    Roman Kim Beethoven op. 61

    in einem Konzert in Deutschland spielt: am 20.April (19.30 Uhr) im Herkulessaal, Residenz München.

    Roman Kim (Violine)
    Residenz-Solisten*

    Bei weiteren Terminen stehen demnach die Violinkonzerte von Paganini, Mendelssohn und Brahms auf dem Programm. Das Repertoire des jungen Mannes sowie das Interesse an ihm scheinen also doch breiter zu sein als bisher angenommen.

    Nun habe ich zur Sicherheit doch mal im Netz nachgeschaut und das gefunden:

    Roman Kim (Violine), Residenz-Solisten in ##concerti_event_cities## - concerti.de
    ##concerti_event_cities## Roman Kim (Violine), Residenz-Solisten - Besuchen Sie den Klassikkalender auf concerti.de
    www.concerti.de

    *Die Münchner Residenz-Solisten setzen sich aus Mitgliedern der Münchner Philharmoniker und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks zusammen.

    Naja, der eine beklagt, daß es teuer ist, der andere erwartet aufmerksames Hören, wieder andere stören sich an Regiekonzepten...

    Glückliches Land, in dem das Sorgen sind. Anderswo geht es um Leben und Tod. Nicht nur im Krieg. Aber beim Diskurs um Kultur und Klassik sind die zitierten Klagen natürlich am richtigen Ort.

    Nicht ganz neu, aber ein kollegialer Beitrag von Axel Brüggemann, auf den ich soeben hingewiesen wurde, nachdem ein Bekannter im Forum zu Besuch war. Vorgestellt in SWR Kultur Ende 2023 "Die Zwei-Klassik-Gesellschaft" - Wie wir unsere Musikkultur retten:

    Klassik-Kultur ohne Zukunft? Auf einen 16-Jährigen kommen drei Besucher Ü60
    Wer geht künftig noch ins Theater, in die Oper, ins klassische Konzert? Für die ältere Generation „scheint sich kein Erbe zu finden“, schreibt der…
    www.swr.de

    Dann vielleicht doch eher was in den sozialen Netzwerken, die von Jugendlichen doch viel stärker wahrgenommen werden?

    Gibt es ja, z.B. siehe der Hype um Roman Kim, der im gleichnamigen Thread thematisiert wurde. Habe es noch nicht überprüft, aber in den sozialen Netzwerken "tummelt" sich sicher noch mehr im Bereich der Klassik bei und von jungen Nutzern.

    Influencer!

    Warum hat da noch keiner dran gedacht?

    Da gibt's ja den Hurwitz, man bräuchte ein etwas jugendlich-knackigeres Pendant ...

    Wer soll das machen (ganz abgesehen davon, dass da sicher schon Influencer unterwegs sind), vielleicht ein junges Mitglied des Forums? Junge Forianer also bitte voran!

    Ich möchte noch einmal - ausnahmsweise mit Hinweis auf eigenes Zitat - höflich an meine Frage von vorhin erinnern:

    ...und damit - angesichts der wieder eingekehrten Ruhe hier - zurück zum Beitrag von bustopher von gestern: Wird der nur von Giovanni di Tolon und mir so positiv und sachdienlich gesehen?

    Danke vorab für Einschätzungen des bustopher-Beitrags #1.765.

    Nur so als Begründung, warum wir uns eigentlich den Kopf darüber zerbrechen.

    Danke Dir für die mit dieser aufschlussreichen Analyse verbundene Arbeit in der Recherche. Nur mal zum Vergleich: Die Kosten (nicht für Menschenleben - die sind nicht bezahlbar) für den Wiederaufbau der Ukraine werden laut "Statista" nach einem Jahr Krieg (Stand 24.Februar 2023) auf insgesamt 411 Milliarden US-Dollar geschätzt.

    Das Problem der "Mythen" im Zusammenhang mit dem Klassikbetrieb ist, daß sie sowohl von Aussenseitern, die dem Mythos anhängen, als auch von (manchen) Insidern unreflektiert kolportiert werden, wobei letztere natürlich von aussen als Bestätigung der eigenen Position wahrgenommen werden. Vielleicht werden sie aber auch mit unterschiedlichen Motiven von manchen In- als auch Outsidern sogar bewußt geschürt, um einen vielleicht echten, vielleicht aber nur behaupteten Exklusivitätsstatus zu bewahren oder um sich selbst von der anderen Gruppe abzugrenzen

    Um über die bisherigen Beiträge zu # 1.765 hinaus noch einmal auf diese Analyse von bustopher hinzuweisen, greife ich die oben zitierte Aussage heraus. Aus dem gesamten Beitrag und den bisherigen Reaktionen ist ja der Kontext sehr deutlich vermittelt. Die hier zitierte Passage zeigt Motive für In- und Outsider im Umgang mit den/und im Verwenden von Motiven in der Argumentation nachvollziehbar und m.E. "entlarvend" auf.