Beiträge von Binesa

    Das war sehr interessant Bernd. Die hohen Töne sprechen bei mir eigentlich gut an und sind auch nicht zu hoch und ich kann sie schön einer nach dem anderen gut greifen. Wenn dort oben aber Bindungen kreuz und quer stattfinden, dann wissen meine Finger leider zu spät, wo sie hin müssen und ich habe richtige Blackouts. Da hilft wohl tatsächlich nur üben, bis es sich automatisiert. Leider habe ich darauf nicht soooo grosse Lust,

    Danke für eure Tipps! Das werde ich heute Abend mal versuchen. Diese hohen Töne sind ja auch nicht wirklich das Schönste an der Oboe, wobei diese Ruth Gibbs sicher eine Ahnung hatte, sie war nämlich Pianistin und Oboistin/Englischhornistin

    Das wusste ich gar nicht, dass es verschiedene Griffarten gibt. Schon wieder etwas dazu gelernt. Ich benutze den "kurzen", aber noch mit 2 Fingern rechts. Ist das dann französisch? Ich habe es mir noch halber gedacht, dass es an mir liegt. Bei den hohen Tönen mogle ich mich oft etwas durch, wenn es irgendwie geht. Aber hier eben nicht. Dann muss ich mich wohl mal wieder dahinter machen. Vielen Dank Bernd.

    Auch ich melde mich wieder einmal. Bin fast immer fleissig am Üben und nach den Konzerten ist ja bekanntlich vor den Konzerten. Und da bin ich jetzt auf ein technisches Problem (zumindest für mich) gestossen. Hornkonzert von Ruth Gibbs, 2. Satz Allegretto: Da hat es für die 1. Oboe eine vierer Sechzehntelverbindung mit den Noten es'''-des-es-des, und zwar im piano und ziemlich schnell und erst noch im 7/8 Takt. Ich stehe ja mit den hohen Tönen sowieso auf Kriegsfuss. Gibt es da einen Trick (Hilfsgriff) für diese Verbindung, oder muss ich doch noch ins Trainingslager für hohe Töne?X/

    Oh, die Anwort ist schon da! Vielen vielen Dank Bernd:*

    Habe es gleich weitergeleitet. Sie probiert das nun behelfsweise mit Klebeband aus und bestellt die Ringe, allerdings bei Huttenlocher. Ihr Vater lebt in Tübingen und kommt sie nächstes Wochenende wegen dem Konzert besuchen. Dann könnte er sie mitbringen.

    Kleine Aufregung am Rande. Aber das sind wir Oboisten ja gewohnt.....

    Wieder mal eine Frage: Meine Orchesterkollegin spielt in der Karelia Suite das Englischhorn. Weil sie keines hat, musste sie eines mieten. In den Proben fingen immer wieder einige Töne an zu scheppern/blubbern, zu Hause war das nicht. Nach einigem Hin und Her denkt sie nun, dass das wohl von daher kommt, dass sie in der Probe den S-Bogen immer einwenig herausziehen muss, weil das EH zu hoch ist. Kann es sein, dass die Hülse zu weit ist und so zu weit im S-Bogen steckt und daher zu hoch ist? Kann die Hülse mit einem Klebeband dicker gemacht werden, damit es nicht so weit hineingesteckt werden muss? Das wäre natürlich nur als Notlösung gedacht. Sie hat heute angerufen und klang relativ verzweifelt, denn das Konzert ist in einer Woche. Also noch lange nach passenden S-Bögen oder Rohren zu suchen liegt nicht drin. Gibt es da sonst noch eine Idee?

    Ich denk mir mal Bernd, dass du diese Arbeit auch gerne machst. Du bist dein eigener Herr und Meister und kannst selber entscheiden wieviel und wann. Das ist viel wert. So wie es tönt, bist du sehr auf Qualität aus bei jedem einzelnen Rohr, das du verkaufst. Das darf auch etwas kosten finde ich.

    Ich übe eben auch gerne auf sehr guten Rohren;) Alles andere frustriert mich und befriedigt mich nicht. Ich habe nicht einfach nur ein, zwei, drei gute Konzertrohre und übe auf schlechteren. Ich "züchte" mir immer wieder fortlaufend 2-3 gute Rohre heran. Wenn ich dann merke, dass sie sich langsam verabschieden, beginne ich die nächsten heranzuziehen, d.h. spielen, weglegen, Maschinchen, spielen usw. bis es mir passt. Und so geht das immer weiter. Ich hatte noch nie ein Rohr über Jahre hinweg. Von daher gleicht meine Vorgehensweise doch wohl eher der von Flix. Aber mehr als 2 wirklich gute Rohre aufs Mal habe ich nie....

    Ich habe aber das Rohremachen noch nicht ganz aufgegeben und es steht immer noch auf meiner Todo-Liste. Es fasziniert mich schon und reizt mich auch. Was für ein Traum, wenn ich meine Rohre nach meinen Vorstellungen herstellen könnte! Aber bis jetzt halte ich es eher so wie vacances und allegro: In der verfügbaren Zeit spiele ich lieber Oboe, als dass ich Rohre baue.

    Hier habe ich für ein Rohr schon Fr. 30.-- bezahlt.

    Eigentlich ist es ja lächerlich, was ihr Rohrmacher da in der Stunde verdient. Andererseits geht es halt doch ganz schön ins Geld, wenn man so bedenkt, wie wenig lange ein Rohr halten kann, wenn man viel spielt.

    Das mit dem Schlafen kann man tatsächlich übertreiben, aber essen? Und dann erst noch das Trinken dazu?!!

    Da stimme ich dir natürlich zu Bernd. Keine Maschine kann ein Ersatz sein. Ich habe mich einfach aus Not so arrangiert und komme einigermassen klar damit. Es wäre schon toll, wenn ich die Rohre selber machen könnte. Ich habe auch schon mehrere Anläufe dazu genommen. Aber ich weiss nicht, woher ich die Zeit nehmen soll. Vielleicht wenn ich mal pensioniert bin.....:D

    Machen hier denn viele ihre Rohre selber?

    Ja genau so ist es. Ich hoble da nur einen Hauch weg. Aber ich habe das Gefühl, dass das Rohr erst dann richtig fertig ist. Ich mache gar nichts von Hand, ich kann das einfach nicht, oder traue es mir nicht zu. Vielleicht ist es auch nur eine Kopfsache, egal. Ich musste für den Hobel wie gesagt nur ganz wenig zahlen, weil er schon so alt ist. Einen neuen Hobel hätte ich mir natürlich nur dafür nicht gekauft.

    Ich meinte die Zunge. Dann werde ich mal die Finger von dem "Kubbelchen" lassen. Ich muss nur vorsichtig sein, wenn ich das Rohr auf die Zunge schiebe, da das Dings ganz vorne ist. Beim Schaben nachher stört es nicht. Ich bin jetzt gespannt, wenn das neue Messer kommt. Gestern hat es das Haus Rieger verlassen. Ich hoffe, ich kann es auswechseln. Es scheint mal so von Schiff aus nicht so schwierig zu sein....

    Mein Rieger Maschinchen ist ganz bestimmt über 35 Jahre alt, es sieht jedenfalls danach aus, und es leistet mir nach wie vor sehr wertvolle Dienste, besser gesagt, ich könnte gar nicht leben ohne. Es gibt mir einfach ein gutes Gefühl, wenn ich einem Rohr, egal ob neu oder nicht, zu Beginn oder wenn es nicht mehr recht will, einen Schliff damit geben kann. Offenbar habe ich mich so den Gegebenheiten dieser Rieger Maschine angpasst, dass es sehr gut klappt. Ich vertraue dem Maschinchen mehr als meinen eigenen Händen:S. Jetzt habe ich aber vorne an der Schablone, da wo man das Rohr einschiebt, so eine ganz kleine Unebenheit, wie ein kleines "Knubbelchen". Kann ich den selber wegschleifen und womit? Ich traue mich nicht recht.

    Es ist tatsächlich schon vorgekommen, dass ich einen Begriff bei Google eingegeben habe und dann auf Oboen Frischlinge verwiesen wurde. Somit lässt isch also je nach dem doch etwas in den Tiefen dieses Threads finden:)

    Hm, irgendwie kann ich mir ein Plastik-EH nicht vorstellen, auch nicht zum Rohre ausprobieren, etwa so wenig wie Plastikrohre. Ich würde ja viel Geld für ein Rohr aus Kunststoff zahlen, das wirklich "verhebt" (wie wir hier sagen) und bis an mein Lebensende halten würde. Wobei, vlt. brauchen wir Oboisten ja diesen Nervenkitzel, sonst hätten wir ja Flöte gelernt8o..... böse..... Ich habe gerade nicht so viel Zeit, mich um ein EH zu kümmern. Konzerte stehen vor der Tür und und und. Aber die Zeit wird kommen....

    Ich habe schon eine Antwort erhalten von Herrn Rieger. Sie würden das Messer tatsächlich schleifen. Aber irgendwo weiter vorne habe ich von Bernd gelesen, dass es unter Umständen länger dauern könnte, bis ich das Messer wieder hätte. Jetzt habe ich halt heute ein neues Messer bestellt und bin sehr gespannt, ob es auch zu meinem alten Maschinchen passt. Herr Rieger meinte ja.

    Ich habe festgestellt, dass die Fragen von mir schon 50x in diesem Thread behandelt wurden. Es tut mir leid, wenn ihr euch wiederholen musstet. Ich könnte ja auch einfach weiter vorne nachlesen

    Vielen Dank für eure wertvollen Tipps! Dann werde ich mich mal bei Rieger erkundigen. Das alte Maschinchen ist mir nämlich ziemlich sympathisch und es tut seine Dienste. Für mich reicht es allemal. Wenn da ein neues Messer drin ist, hobelt es hoffentlich wieder wie am Schnürchen.

    Einen Tagesausflug nach Freiburg könnte ich tatsächlich in nächster Zeit mal unternehmen. Freiburg ist hübsch und ich könnte es mit dem Nützlichen verbinden und mal bei Musik-Betram vorbeischauen. Ihr habt gute Ideen!