Beiträge von blaulamm

    So, jetzt komme ich mal wieder dazu zu antworten. Mit der Oboe, dem Musikverein, dem Unterricht und dem Rohrbau kommen noch diverse Hüte dazu, die man neben, Job, Familie etc. jonglieren möchte. Wie machen das andere? Ich bin regelmässig überfordert. Grins2

    Danke Bernd und Felix für die wertvollen Tipps und Ratschläge! Die Variante mit dem über mehrere Tage und immer wieder was an den Rohren zu machen finde ich gut, werde ich gerne ausprobieren und ist wohl auch das, was sich am leichtesten in den Alltag integrieren lässt.

    Betreffend Teflonband und Draht sind die Erfahrungen also sehr unterschiedlich. Ich probier mal und schaue, was für mich am besten passt.

    Liebe Grüsse und einen schönen Sonntag allerseits

    Fabian

    Um mit Leonardo da Vinci zu sprechen: "Nicht wer da anfängt, sondern wer da ausharrt....."

    Na das ist doch ein gutes Motto für den Rohrbau, kann ich grad 1:1 so übernehmen. ^^

    In diesem Fall macht es wohl am meisten Sinn, wenn ich ab jetzt mit dem Messer weiterarbeite und versuche, die Rohre so noch zu verbessern. Vielleicht bringe ich noch was spielbares hin.

    Bernd, was spricht für dich gegen Teflonband und was verwendest du stattdessen?

    Vielen Dank Felix und Bernd für das herzliche Willkommenheissen und die raschen Antworten.

    Das Holz habe ich vom Oboe-Shop, und zwar die "50 x Fasson für Oboe: Einsteiger". Ich kann nicht sagen, welches Holz bei den zwei Rohren drauf ist, Oboe-Shop schreibt:

    Zitat

    Hölzer werden bei Oboe-Shop als Einsteigerhölzer klassifiziert, wenn Sie den sehr strengen Anforderungen an ein Profi-Holz nicht genügen.
    Meist ist es so, dass diese Hölzer beim Hobeln eine größere Toleranz als 1/100 in der Dicke haben, oder die Oberfläche etwas stärker gemasert ist.

    Das Holz ist prima zum Erlernen des Oboenrohrbaus und Fassonierens geeignet.

    Wir mischen bei diesem Produkt verschiedene Dicken und Holzhersteller.

    Ich habe dieses Holz gekauft, weil ich jetzt zu Beginn meiner Rohrbau-Praxis nicht unnötig teures Holz verbrauchen (und in vielen Fällen zerstören 8o ) möchte.

    Der Dichtetest funktioniert, jedoch hält das Vakuum nur ganz kurz. Die Rohre sind oben sehr weit offen, am dicksten Punkt beträgt die Öffnung etwa 1,3mm.

    Die Bahn beträgt beim schwarzen Rohr 11mm und beim farbigen Rohr 10,5mm.

    Liebe alle

    Mein Name ist Fabian, ich bin 32 Jahre alt und wohne im beschaulichen Burgdorf im Kanton Bern in der Schweiz. Ich spiele nach 16-jähriger Blasmuiskpause seit Oktober 2023 wieder Oboe. In meiner Jugend habe ich für etwa dreieinhalb Jahre Oboe gespielt und Unterricht genommen. Auch heute nehme ich wieder Unterricht an der Musikschule bei einem tollen Lehrer. Ich spiele im örtlichen Musikverein 2. Oboe, wo wir jeden Donnerstagabend 2h Probe haben.

    Seit ich im Oktober 2023 wieder eingestiegen bin, konnte ich bereits einiges lernen und ich fühle mich mit der Oboe als Instrument verbunden, was nicht immer so war. Als ich als Jugendlicher Oboe spielte, war es meist eher eine Pflicht denn etwas, das ich gern getan habe. Heute empfinde ich das Oboespielen als Ausgleich und Bereicherung und es macht mir Spass.

    Da ich heute viel ernsthafter und konzentrierter bei der Sache bin, möchte ich mich auch in das Thema Rohrbau einfuchsen. Ich habe mir bereits diverses Material gekauft. Von meinem Lehrer habe ich einen alten Rieger-Aussenhobel zum Gebrauch erhalten, da er keine Hobel braucht und seine Rohre ausschliesslich händisch fertigt. Ich wollte es trotzdem mal mit Hobel versuchen und bin nun an den ersten Gehversuchen.

    Das Capriccio-Forum kenne ich seit etwa fünf Monaten. Bisher war ich stiller Teilnehmer. Ich habe bereits viel gelesen, auch von früher, insbesondere im Thread Oboen-Frischlinge. Darum vermute ich zu wissen, dass es hier mehrere Leute mit viel Rohrbauerfahrung zu geben scheint. Und so wollte ich mal nach ein paar Tipps und Ideen fragen. Ich verlinke ein Video mit Tonaufnahmen und Bilden. Es zeigt zwei Rohre, an denen ich gerade arbeite. Das Aufbinden glaube ich mittlerweile recht im Griff zu haben. Das Hobeln und Schaben gelingt mir noch nicht. Bisher habe ich die zwei Rohre auf 73mm aufgebunden, mit dem Kunibert Rohrabschneider auf etwas mehr als 72mm abgeschnitten und mit dem Rieger Hobel gehobelt. Anschliessend habe ich die Ansprache noch etwas nachgearbeitet und an den Seiten hinten noch etwas weggenommen. Danach nochmal etwas abgeschnitten.

    Aus meiner Sicht klingen die Rohre sehr Dumpf. Auch klingt es, als ob irgendwo sehr viel Luft verloren geht, es fühlt und hört sich fast so an, als ob die Luft aus allen Tonlöchern rausschiesst, insbesondere wenn ich ein mittleres c oder a spiele. Das Anbringen von Teflonband brachte keine Verbesserung oder Veränderung. Beim Spielen dieser zwei Rohre muss ich extrem viel Druck aufbauen und das Spielen ist sehr anstrengend. Von der Intonation brauchen wir gar nicht zu sprechen... Bisher war das bei allen Rohren der Fall, die ich mit dem Hobel gemacht habe. Besonders, dirket nach dem Hobeln. Mit dem händischen Weiterarbeiten konnte ich die zwei Rohre im Video noch etwas verbessern.

    Video: https://www.youtube.com/watch?v=hW7hKdhSQpc

    Nun meine Frage: Ich weiss fast nicht, wo ich ansetzen soll. Liegt es am Hobel oder am Aufbinden, am Holz oder doch am fehlenden, falschen oder ungenügenden Weiterbarbeiten per Hand? Ich würde mich über Tipps, Ideen und Hilfestellungen freuen und danke im Voraus herzlich.

    Viele Grüsse aus der Schweiz, Fabian