Beiträge von Cendrillon

    Viele andere habe ich gehört, viele Namen davon wieder vergessen, meine meisterlebte war wohl an der DOB Kaja Borris und sie möchte ich nicht nominieren. Die Erda ist ja eine sowohl dankbare als auch undankbare Episoden-Rolle: in den fünf Minuten, in denen sie im 4. Bild die Szene dominiert, macht sie großen Eindruck, aber wenn gut 20 Minuten später dieser "Vorabend" zu Ende geht, ist sie beinahe schon wieder vergessen, etwa im Gegensatz zu den Rheintöchtern, die sich ganz am Ende nochmal in Erinnerung rufen dürfen.

    Ja, das stimmt, aber ich finde die Erda-Szene großartig, und wenn ich im Rhengold sitze, warte ich immer schon sehnsüchtig darauf. Wenn die Sängerin es toll macht, dann kann sie schon noch beim Schlussablaus mit abräumen. Meine Erda an der DOB war 1986 übrigens Jadwiga Rappé, aber ich erinnere mich nicht mehr an ihren Auftritt.

    Historisch völlig d'accord mit Ortrun Wenkel und Mette Ejsing. Von letzterer war ihr Auftritt in Stuttgart übrigens auch auf DVD veröffentlicht:

    Live habe ich eine deutlich größere Auswahl. Meine - ich glaube - zweite Erda war Hebe Dijkstra in Krefeld. Sie war eine großartige Künstlerin, und ich habe sie sehr gemocht. Interessanterweise sind mir zwei Interpretinnen bei konzertanten Aufführungen sehr in Erinnerung geblieben: Reinhild Runkel 1988 in der Kölner Philharmonie und Wiebke Lehmkuhl 2022 im Konzerthaus Dortmund.

    2. Miriam Gauci

    Leider kann ich die von "Cendrillon" als Foto verlinkte NAXOS-Gesamtaufnahme der "Suor Angelica" mit ihr nicht von JPC verlinken (warum auch immer). Stattdessen verlinke ich eine Arien-CD von ihr, wo zumindest die Arie "Senza Mamma" auch drauf ist.

    Lieber stimmenliebhaber, vielen Dank. Aus der von Dir abgebildeten bei NAXOS veröffentlichten Arien-CD hatte ich einen Link zu YT mit "Senza Mamma" eingefügt. Ich hoffe, dass meine Links zu YT für alle sichtbar sind; ich stehe mit der Verlinkung hier noch etwas auf Kriegsfuß. ?(

    Die von mir abgebildete Gesamtaufnahme mit Miriam Gauci stammt nicht von NAXOS. Sie wurde 1993 aufgenommen und von Discover International veröffentlicht sowie von Koch International vertrieben. Kann sein, dass sie nicht mehr erhältlich ist.... Wünsche allseits einen schönen Samstag. :)

    Puccini hat zwei Frauenrollen geschaffen, die ich beide in mein Herz geschlossen habe und mit denen ich regelmäßig mitfühle. Eine davon ist Suor Angelica, die ich heute hier vorstelle. Kennengelernt habe ich die Oper durch eine Schallplattenaufnahme mit Katia Ricciarelli. Es hat dann aber noch Jahre gedauert, bis ich endlich eine Live-Aufführung von Il Trittico an der Hamburger Staatsoper in der Inszenierung von Harry Kupfer erleben konnte. Erfreulicherweise hat sich die Situation inzwischen geändert; Il Trittico oder Teile daraus finden sich immer wieder auf den Spielplänen der Opernhäuser.

    1. Renata Scotto: Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich diese Sängerin sehr verehre, und als Suor Angelica in der Einspielung unter Lorin Maazel ist sie für mich das Maß aller Dinge!

    2. Miriam Gauci: Ich wiederhole mich, wenn ich sage, welch eine großartige Puccini-Interpretin sie war. Erfreulicherweise ist ihre Suor Angelica auf CD festgehalten worden. Und auch auf einem Recital mit italienischen Opernarien gibt es einen Auszug.

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    3. Ilona Tokody: Ich habe diese Sängerin leider nie live auf der Opernbühne erlebt, was ich angesichts dieser tollen Einspielung sehr bedaure. Für mich kommt sie dem Ausdruck von Scotto sehr nahe, und ich höre auch diese Einspielung immer wieder sehr gerne.

    4. Cristina Gallardo-Domâs: In einer wunderbaren Inszenierung von Willy Decker 1994 an der Oper Köln war sie eine sehr anrührende Suor Angelica. Man sah einige Besucherinnen und Besucher mit feuchten Augen in die 2. Pause gehen. Die Wiederaufnahme der Produktion 1999 mit Nina Stemme in der Titelrolle habe ich leider verpasst.

    Online fand ich Auszüge aus einer konzertanten Aufführung von 1998 im Concertgebouw Amsterdam unter der Leitung von Riccardo Chailly. Ich habe das Duett mit einer starken Jane Henschel als La Zia Principessa ausgesucht; "Senza Mamma" und das Finale sind aber auch verfügbar:

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    5. Jaquelyn Wagner: 2013 gabe es erneut eine Produktion von Il Trittico in Köln; diesmal wurden die drei Teile in die Hände von drei Regisseurinnen gelegt. Jaquelyn Wagner, noch am Beginn ihrer Karriere stehend, präsentierte ein grandioses Debüt in einer recht wilden Inszenierung von Eva-Maria Höckmayr. Hier der Teaser aus der Produktion:

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    (P.S.: Die Idee, die Stücke von drei Regisseurinnen umsetzen zu lassen, war nicht neu. Bereits 1993 praktizierte man dieses Konzept in Bonn; Suor Angelica sang Kathleen McKalla.)

    6. Lianna Haroutounian: Sie ist international inzwischen eine feste Größe in Partien von Verdi und Puccini. In Brüssel gefiel sie mir besonders als Suor Angelica in einer sehr gelungenen Umsetzung durch Tobias Kratzer in einer Art schwarz-weiß-Film. Hier ein Eindruck vom gesamten Il Trittico:

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    Knapp das Podium verfehlt hat die australische Sopranistin Cheryl Barker, die vor Jahren eine sehr schöne Angelica in einer interessanten Inszenierung von Robert Carsen an der Vlaamse Opera sang. Ich habe auch mehrere Streams gesehen, u.a. mit Ermonela Jaho in München, Olesya Golovneva in Wiesbaden oder Asmik Grigorian in Salzburg. Diese habe ich aber angesichts der schon vorhandenen Fülle unberücksicht gelassen.

    Puccini: Manon Lescaut

    1. Mirella Freni in der Aufnahme mit Sinopoli steht bei mir an erster Stelle!

    2. Miriam Gauci folgt direkt dahinter; sie war sicherlich eine der wichtigsten Puccini-Interpretinnen ihrer Generation.

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    3. Karita Mattila ist eine Sängerin, die ich sehr gerne mag. Und sie hat in den Puccini-Rollen durchaus reüssiert.

    4. Live beginne ich mit Barbara Daniels 1989/90 in Köln.

    5. Amanda Echalaz ist eine interessante Sängerin, die ich 2013 an der Monnaie/Munt in Brüssel erlebte. Leider habe ich sie danach nie wieder gehört und gesehen.

    6. Kristine Opolais mit Abstrichen 2014 in München. Man muss ihr zugute halten, dass sie kurzfristig einsprang, nachdem Anna uns alle versetzt hatte... X(

    Brünnhilde ("Walküre"):

    1.Kirsten Flagstad (1950, Wilhelm Furtwängler)

    2. Carla Pohl (1994/95, Günter Neuhold)

    3. Helena Braun (1949, Rudolf Moralt)

    Eigentlich muß man bei allen Brünnhilden irgendwelche Abstriche machen, sodaß ich mich eher an den jeweiligen Vorzügen orientiere. Nilsson und Varnay wären vermutlich auf dem Podest, hätte ich Zeit und Gelegenheit, meine Eindrücke aufzufrischen.

    Lieber Stimmenliebhaber, Carla Pohl wurde 2x genannt, von Waldi und von mir. Grüße :wink:

    Die Walküre: Brünnhilde

    historisch (ohne Gewichtung): Birgit Nilsson, Martha Mödl, Catarina Ligendza

    live: Carla Pohl, 1995 in Essen (mit Linda Watson als Sieglinde)

    Katrin Gerstenberger, 2011 in Darmstadt

    Christiane Libor, 2024 konzertant in Köln

    Gerne hätte ich auch noch Ute Vinzing (1988 konzertant in Köln), Linda Watson (zuletzt in Düsseldorf) und Catherine Foster (2009 in Essen) genannt, aber es ist kein Platz mehr.

    Badisches Staatstheater Karlsruhe unter neuer Leitung: https://www.staatstheater.karlsruhe.de/media/docs/00_…-25_web_neu.pdf

    Premieren:

    Smyth: The Wreckers (DE)
    Donizetti: Don Pasquale
    Mascagni / Leoncavallo: Cavalleria rusticana / Pagliacci
    Strauß: Die Fledermaus
    Lemoyne: Phèdre (DE)
    Händel: Rinaldo (im Rahmen der Händel Festspiele)
    Strauss: Der Rosenkavalier
    Dove: Itch (DE)
    Tschaikowski: Eugen Onegin
    Wildhorn: Jekyll & Hyde

    Wiederaufnahmen:

    Puccini: Tosca
    Humperdinck: Hänsel und Gretel
    Mozart: Così fan tutte
    Verdi: Nabucco
    Händel: Siroe, Re di Persia (im Rahmen der Händel Festspiele)
    Verdi: Aida
    Verdi: La Traviata

    Ich kann nur auf Live-Erlebnisse zurückblicken, die allerdings schon länger zurückliegen; Tonträger zu Lady Macbeth von Mzensk habe ich keine. Für die Katerina Ismailowa nenne ich:

    1. Mani Mekler 1984 an der Rheinoper in Düsseldorf

    2. Josephine Barstow an der English National Opera, war 1987 bei einem Besuch in London

    3. Jayne Casselman in den späten Neunzigern in Bonn.

    Tannhäuser: Als Elisabeth auf Tonträger seien Helga Dernesch unter Solti und Lucia Popp unter Haitink genannt.

    Natürlich darf Cheryl Studer nicht fehlen, live 1985 an der DOB.

    Grace Bumbry ist sicherlich eine ungewöhnliche Besetzung. Sie sang die Rolle 1989 in Bonn und war eher eine distinguierte Lady in feiner Robe, die die teure Halle grüßt. Aber schön war es trotzdem.

    Anna-Katharina Behnke sprang in der letzten Bonner Produktion 2010 als Gast ein. Es war erfreulich zu erleben, wie sich das ehemalige Bonner Ensemblemitglied zu einer sehr guten Solistin entwickelt hatte.

    Nicht benennen werde ich u. a. Deborah Voigt in einer konzertanten Aufführung in der Kölner Philharmonie, Adrienne Dugger in Brüssel und Liene Kinča in Antwerpen.

    Und ich hatte der Oper Bonn gar nicht zugetraut, dass man da Angela Gheorghiu und Ramón Vargas hören kann!

    Inzwischen scheint "La Draculette" so weit zu sein. Grins1

    Das ist jetzt nicht sehr nett! :boese1:Man kann den Opernliebhabern außerhalb der Hauptstadt doch auch einmal ein besonderes Ereignis gönnen. Die drei Gala-Vorstellungen sind eingebettet in eine ganze Aufführungsserie der Tosca anläßlich des 100. Todesjahres von Puccini.

    6. Maria Elisabeth Wachutka

    Interessante Nennung; wenn wir von derselben Sopranistin sprechen, dann war sie in den achtziger Jahren (nach meinen Recherchen bis Ende der Spielzeit 1988/89) Mitglied des Bonner Ensembles während der "Scala-Ära" unter Riber. Sie durfte da nur kleinere Rollen singen wie z. B. den Hirten in Tosca, eine Nonne in Der feurige Engel, Clotilde in Norma oder Gianetta im Liebestrank. Häufiger auftreten durften die Mitglieder des Ensembles in Kammeropern auf der Werkstattbühne; so sang Wachutka die Sophie Scholl in Die weiße Rose. Sie nannte sich damals allerdings Elisabeth Maria Wachutka. Schön dass sie später so eine erfreuliche Karriere gemacht hat.

    Mit Cosí fan tutte ist das so eine Sache bei mir; habe mich schon bei Fiordiligi schwer getan. Für die Dorabella kann ich nur die gleichen Aufnahmen nennen:

    1. Marie McLaughlin unter Sir Charles Mackerras

    2. Alicia Nafé unter Arnold Östman

    3. Bernarda Fink unter René Jacobs in der verlinkten Aufnahme

    4. Live Andrea Andonian in Krefeld als Pendant zu Patricia Stasis