Beiträge von Oolong

    Die Altarien von Bach unter Herreweghe sind eine Wiederveröffentlichung. Sie sind original 1998 erschienen, glaub ich. SEEEEHR empfehlenswert!
    Ich schätze Andreas Scholl außerordentlich. Meine heimliche Liebe ist allerdings gar kein streng klassisches Album sondern der ,,Wayfaring Stranger"
    Wenn mich mal wieder das Fernweh nach keltischen Gefilden plagt, lege ich weder Dudelsackmusik noch Dubliners in der ersten Wahl auf sondern diese Platte von Scholl. Allerdings verstärkt eine Überdosis ,,Wild Mountain Thyme" manchmal das Fernweh... :yes:
    Aber wem beim ,,Charming Beauty Bright" keine Träne ins Auge steigt, der muss dringen nachschauen lassen, ob mit seinem Herzen alles in Ordnung ist... 8+)


    Gruß
    Oolong

    Ich schätze Tolkien sehr, muss mich aber jetzt gar nicht über die Mittelerde- Welt verbreitern, sondern möchte auf ein tolles Buch Tolkiens verweisen, das schon sehr bald wieder Saison hat:

    Der Meister der erschaffenen Welten konnte es auch in der kleinen Form!

    Gruß
    Oolong

    Genau so sehe ich das auch!

    :prost:

    LG
    Tamás
    :wink:


    Auch ich sehe das ganz genau so! Und mein jeweiliger Geschmack wird auch deutlich vom Text und seinen Ursprüngen geprägt: Wenn eine Musik vom ihrem Schöpfer bewusst kunstvoll und klar wie eine spätgotische Kathedrale konzipiert wurde ( mein geliebtes Qui habitat von Josquin zum Beispiel), sollte sich die Interpretation diesem Ideal verpflichtet fühlen. Handelt es sich aber um Stücke, die von der Angst, den Tränen, dem Schweiß, der Verzweiflung aber auch der trotzigen Hoffnung von Generationen von Betern und Sängern quasi durchtränkt sind, darf, nein, MUSS man das auch hören. Die Rauhheit verschönt solche Musik wie die Falten ein alt gewordenes menschliches Gesicht in Würde schön machen können.

    Gruß
    Oolong

    Zum Thema vokaler Stilistik in der Alten Musik - also der kristalline, reine, ,,engelsgleiche" Gesang vs. rauhe, erdige Stimmen ( z.B. in korsischer Manier) habe ich dieser Tage auch mal wieder eine interessante Hörerfahrung gemacht. Ich befasse mich momentan ein wenig mit Vertonungen der sybillinischen Texte und habe mit der Lassus- Vertonung der Hilliards begonnen:

    Das ist astrein gesungen, elegant und edel,Hilliards eben- eine sehr stilvolle Untermalung meiner schweifenden Gedanken. So klangschön es war, die Texte drangen nicht zu mir durch, auch wenn das böse Wort von der ,,Klangtapete" sicherlich zu hart wäre.

    Kurz darauf wählte ich die Sybillen- Gesänge mit Montserrat Figueras(Vol. 1. von dreien). Ich weiß, dass die Aufnahmen musikalisch nicht direkt vergleichbar sind- ihr Bindeglied ist die mystische Texttradition.
    Und doch- WAS FÜR EIN ERLEBNIS!!! Ich kannte die Aufnahme und hörte sie doch wie neu. Rauh, erdig lebendig und unbeschreiblich schön- man taucht in die Musik ein, sie bindet alle Gedanken, alle Gefühle- eine wahre Zeitreise in eine versunkene Welt.Wenn die Scheibe zu Ende ist, findet man erst langsam zurück in die Gegenwart- aber der Puls dieser archaischen Musik durchströmt den Körper noch den ganzen Tag!

    Eine ganz ganz große Empfehlung für alle 3 Teile:

    Gruß
    Oolong

    Das Ende naht!

    der ( chronologisch) vorletzte Roman um den dicken Andy, Pardon, Superintendent Andrew Daziel und seinen Kollegen DCI Peter Pascoe.

    Kaum hat Dalziel mit Müh und Not einen Anschlag auf sein raumgreifendes Leben überstanden, stirbt ihm 2012 sein,,Vater" der Autor Reginald Hill. Jetzt kommt irgendwann nur noch die Übersetzung von,,The Midnight Fugue" und dann ist es vorbei mit den klugen,sarkastischen und mit literarischen Anspielungen jonglierenden Ermittlern aus Yorkshire.

    Aber einen Trost gibt es- diese Bücher kann man mit Gewinn mehrmals lesen! :troest:

    :wink:
    Oolong

    Wer dies noch nicht hat, sollte schleunigst zugreifen .

    Beim fast unanständigen Preis von 19,99 € kann man auch einzelne Doubletten verkraften. die Einspielungen sind meines Erachtens alle gut bis sehr gut!

    Gruß
    Oolong

    Mir war nach ein wenig Danserey. Daher diese Scheibe:

    Eine gut anzuhörende Platte mit verschiedenen Ensembles, der ab rhythmisch ein wenig der letzte Pfiff fehlt, ein wenig undisziplinierter dürfte es in der ,,Disco um 1600" schon zugegangen sein...

    Gruß
    Oolong

    Terminsache: ich höre heute kalendarisch passend Musik zu Maria Lichtmess.Werke von Arcadelt,Palestrina und Andreas de Silva,dargeboten von Musica Contexta.
    Zur Rekonstruktion einer realen Aufführungssituation hat man hier einen pfiffigen Kunstgriff angewandt: Da nicht belegt ist,dass die eingespielten Werke jemals zusammen erklängen,schlägt man vor, ,,stellen Sie sich vor,an Maria Lichtmess im 16.Jh. Durch Rom zu schlendern,überall gibt es Gottesdienste und Sie hören bald hier, bald da herein..."
    Der Ansatz gefällt mir, die Aufnahme ist tadellos mit fülligem Klang gesungen. Da werde ich mir wohl die Palestrina-Einspielungen von Musica Contexta zur Karwoche trotz der grausigen Dan Brown-Munkelmönche-Cover noch mal näher betrachten.

    Gruß
    Oolong

    Ein paar Lamentationen schaden nie. Diesmal das gemischte Programm des Huelgas Ensembles:


    Besonders sprechen mich die 5 stimmigen Lamentationen ( lectio prima und Lectio secunda) von Robert White an. Wunderbare Musik, die ganz nach Innen führt!

    Hallo, Ihr beiden,

    was wird denn gelesen? Die Gebete mit den jeweiligen Einzelversen der Rosenkranz- Mysterien oder der gesamte zugehörige Abschnitt des Neuen Testaments. Und die Lesungen sind in Latein oder?
    Ich schätze grundsätzlich Aufnahmen sehr, die eine liturgische Praxis abbilden- daher wäre ich- trotz ausreichender Sonatenversorgung- interessiert noch eine Variante mit Texten zu haben!

    Gruß
    Oolong

    Hallo, Ihr beiden,

    was wird denn gelesen? Die Gebete mit den jeweiligen Einzelversen der Rosenkranz- Mysterien oder der gesamte zugehörige Abschnitt des Neuen Testaments. Und die Lesungen sind in Latein oder?
    Ich schätze grundsätzlich Aufnahmen sehr, die eine liturgische Praxis abbilden- daher wäre ich- trotz ausreichender Sonatenversorgung- interessiert noch eine Variante mit Texten zu haben!

    Gruß
    Oolong

    Da ja das Requiem momentan im Forum Konjunktur zu haben scheint, wollte ich mich dem Trend nicht verschließen und habe mir Jean Richafort mit dem Huelgas Ensemble zu Gemüte geführt
    - derzeit für 6,99! Ich hab allerdings noch die Originalauflage, deren Cover ich nicht finde

    Diese Werk atmet Ewigkeit für mich, Josquin Desprez als Widmungsträger wäre wohl sehr zufrieden! ein tolles Werk, wunderbar dargeboten! :juhu:
    Einzig die musikhistorisch völlig korrekte französische Aussprache des Lateins ( Sanctüs...) bleibt für mich ein wenig befremdlich... :stumm:

    Gruß
    Oolong