Beiträge von Ecclitico

    Ihren aktuellen Tatort habe ich noch nicht gesehen. Der Dell (Zeit online) meckert. Ich lese seine Ergüsse nicht mehr, aber wenn er meckert, bedeutet es, dass der Tatort politisch nicht korrekt war. Vermutlich wurde die eine oder andere Frauenfigur zu wenig heldenhaft dargestellt.

    Bin gerade dabei, den besagten Tatort zu sehen. Bisher (nach 35 Minuten) ist er recht gut konstruiert. Entweder hat die Berlinger (also Makatsch) tatsächlich einen gewissen Instinkt. Oder sie verrennt sich in etwas. Ist im Moment noch offen. Aber wenn der Dell meckert, sieht es eher danach aus, dass sie sich in etwas verrannt hat...

    Bei 54:30 hält der Verdächtige das Weinglas richtig. Ab jetzt bin ich auf seiner Seite...

    Er war also tatsächlich unschuldig. Und der Dell wird immer peinlicher.


    Insgesamt von der Story her ein guter Tatort. Aber das Team Berlinger-Rascher ist definitiv ausbaufähig. Beide sind ok, aber keine Überflieger. Die bräuchten viel mehr Folgen, um richtig zueinander zu finden. Die Makatsch sollte sich überlegen, was sie will. Entweder Tatort mit hinreichend vielen Folgen. Oder Tatort komplett aufgeben.

    Ihren aktuellen Tatort habe ich noch nicht gesehen. Der Dell (Zeit online) meckert. Ich lese seine Ergüsse nicht mehr, aber wenn er meckert, bedeutet es, dass der Tatort politisch nicht korrekt war. Vermutlich wurde die eine oder andere Frauenfigur zu wenig heldenhaft dargestellt.

    Bin gerade dabei, den besagten Tatort zu sehen. Bisher (nach 35 Minuten) ist er recht gut konstruiert. Entweder hat die Berlinger (also Makatsch) tatsächlich einen gewissen Instinkt. Oder sie verrennt sich in etwas. Ist im Moment noch offen. Aber wenn der Dell meckert, sieht es eher danach aus, dass sie sich in etwas verrannt hat...

    Bei 54:30 hält der Verdächtige das Weinglas richtig. Ab jetzt bin ich auf seiner Seite...

    Ihren aktuellen Tatort habe ich noch nicht gesehen. Der Dell (Zeit online) meckert. Ich lese seine Ergüsse nicht mehr, aber wenn er meckert, bedeutet es, dass der Tatort politisch nicht korrekt war. Vermutlich wurde die eine oder andere Frauenfigur zu wenig heldenhaft dargestellt.

    Bin gerade dabei, den besagten Tatort zu sehen. Bisher (nach 35 Minuten) ist er recht gut konstruiert. Entweder hat die Berlinger (also Makatsch) tatsächlich einen gewissen Instinkt. Oder sie verrennt sich in etwas. Ist im Moment noch offen. Aber wenn der Dell meckert, sieht es eher danach aus, dass sie sich in etwas verrannt hat...

    Manchmal hast du schon skurrile Kriterien, lieber Ecclitio, aber ich mag das sehr.

    Bei der Gelegenheit: Die Odenthal kann auch nicht mit Katzen umgehen. Das mit ihrer Katze war nur ein Einfall der Regie. Die Folkerts hat durchgehend gefremdelt mit dem Tier. Zum Glück haben sie den Unsinn inzwischen eingestellt.


    Ja, fast hätte ich die Folkerts geheiratet, obwohl sie 4 Jahre älter ist als ich. Aber bei der Katze wurde ich schon mal misstrauisch. Und das mit dem Weinglas hat dann den Rest gegeben.


    Das Leben kann so hart sein...

    Ich wußte nicht, daß diese Kombination existiert, denn diese Reihe wird schlecht betreut mit bislang nur 4 Fällen in 6 Jahren, wie ich im Vorfeld irgendwo gelesen hatte...

    Das ist das Problem. Die Makatsch ist an sich nicht schlecht, aber zwischen ihr und Tukur (Wiesbaden) liegen dennoch Welten. Tukur macht 10 Tatorte in 11 Jahren. Weil er das kann. Seine Figur (Murot) steht wie eine Eins.


    Die Makatsch fing schwach an (2016), wurde besser (2018) und konnte das Niveau halten (2021). Allerdings weiß sie nicht, wie man ein Weinglas hält. Das weiß aber nicht mal die Folkerts (Lena Odenthal), obwohl sie 23 Jahre Zeit hatte, es zu lernen. Da fragt man sich manchmal echt, auf welchem Planeten diese Leute leben.


    Die Makatsch muss sich entscheiden, ob sie Tatort machen will oder was anderes. Wenn Tatort, dann richtig. Oder halt was anderes.


    Ihren aktuellen Tatort habe ich noch nicht gesehen. Der Dell (Zeit online) meckert. Ich lese seine Ergüsse nicht mehr, aber wenn er meckert, bedeutet es, dass der Tatort politisch nicht korrekt war. Vermutlich wurde die eine oder andere Frauenfigur zu wenig heldenhaft dargestellt.

    Beispiel aus der Malerei:

    Nur zur Information: Die "Meistersinger" sind kein Gemälde. Der Vergleich ist ungefähr so sinnvoll wie einer zwischen Äpfeln und Kaffeevollautomaten.

    Der Vergleich passt exakt: Die "Meistersinger" und die "Meninas" sind Kunstwerke, und sie dienen als Vorlage für ein neues Kunstwerk. Die Aufführung der "Meistersinger" im einen Fall, die Neuinterpretation der "Meninas" im anderen.


    Und natürlich muss der Bezug zur Vorlage verstanden werden. Es gibt aber keinerlei Pflicht, irgendwelche Vorschriften bzgl. Nähe zur Vorlage einzuhalten.


    Das gilt übrigens auch für eine Interpretation der Hammerklaviersonate. Wo du interessanterweise auf der Seite der Verfechter von "Werktreue" stehst...

    Selbstverständlich ist es aus Sicht des Librettos völlig absurd, dass der Sachs den Stolzing schlagen würde. Wie kann man sich nur so verrennen.

    Das habe ich gerade erst gesehen. Danke!

    Hat schon jemand die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass dem Regisseur die historischen Gegebenheiten einschließlich üblicher und unüblicher Verhaltensweisen bekannt waren und dass der Schlag gerade deswegen eingesetzt wurde?

    Das ist irrelevant. Der Schlag ergibt sich möglicherweise aus der damaligen Zeit, aber definitiv nicht aus dem Werk. Sonst könntest du z.B. im Lohengrin ein Saufgelage einfügen, das würde auch in die Zeit und zum Anlass passen, aber das Libretto gibt darauf keinen Hinweis.


    Wie gesagt, der Regisseur kann das selbstverständlich tun, er ist nun mal der Schöpfer des Werkes "Theateraufführung". Er "muss" es sogar tun, wenn es hilft, sein Regiekonzept zu verstehen. Manche Aufführungen kranken auch daran, dass der Zuschauer eine an sich gute Idee schlichtweg nicht versteht. Kunst, die nicht erkannt wird, ist keine Kunst. Das gilt insbesondere für vergängliche Kunstwerke wie Aufführungen. Bei Beethovens Spätwerken kam das Verständnis später, und selbst die Rezipienten, die das Werk nicht verstanden hatten, zogen zumindest in Betracht, dass es Kunst sein könnte. Eine Inszenierung muss aber sofort ankommen, vielleicht nicht bei der ersten Aufführung, aber auf alle Fälle vor der letzten.

    Die Gegner des Melzers machen hier leider eine extrem schlechte Figur. Selbstverständlich ist es aus Sicht des Librettos völlig absurd, dass der Sachs den Stolzing schlagen würde. Wie kann man sich nur so verrennen.


    Der Irrtum des Melzers besteht darin, dass er meint, es wäre Aufgabe des Regisseurs, eine wissenschaftlich-philologisch exakte Aufführung zu planen. Oder auch nur auf mehr oder weniger offensichtliche Abweichungen vom Libretto zu verzichten hätte.


    Die Aufgabe des Künstlers (hier Regisseur) ist: Eine Idee zu haben und diese so umzusetzen, dass sie beim Rezipienten (Publikum) erstens ankommt und zweitens etwas möglichst Intensives und Nachhaltiges bewirkt.


    Dabei besteht durchaus die Gefahr, dass bei starker Abweichung vom Libretto die (neue) Idee entweder nicht ankommt, oder man sich bei der Umsetzung in Widersprüche und Ungereimtheiten verwickelt, so dass das Werk (als die Aufführung) keine Wirkung entfaltet.


    Beispiel aus der Malerei:

    Kandidat Rembrandt soll/will eine Kreuzigungsszene malen. Da ist er gut beraten, dass er sich vorher intensiv mit den Bibeltexten, der Theologie, der Geschichte und der Anatomie auseinandersetzt. Der Rembrandt hat aber keineswegs die Aufgabe, eine bibeltreue und historisch korrekte Kreuzigung zu malen. Er ist Künstler, nicht Wissenschaftler, und auch nicht Theologe. Und siehe da: Alle, restlos alle Kreuzigungen in der Kunst stecken voller "Fehler", egal wie berühmt das Gemälde oder der Künstler ist. Entscheidend ist aber das, was ich oben schrieb: Die Idee und deren Umsetzung. Und zwar so, wie sie beim Publikum ankommt.


    Übrigens kann eine Verfremdung des Themas den Grundgedanken des "Originals" sogar verdeutlichen. Bei den Kreuzigungen in der Malerei ist das offensichtlich. Ein anderes Beispiel sind Picassos Interpretationen der "Meninas" von Velázquez (zu sehen im Picasso-Museum in Barcelona, Beispiel siehe hier). Die sind natürlich allesamt grob "falsch". Und doch bringen sie einem nicht nur den Künstler Picasso, sondern auch das ursprüngliche Werk von Velázquez näher.


    Man kann die Werke von Picasso gerne ablehnen. Da geht man halt nach Madrid zum Original. Ja, es gibt Leute, die lieber 20 mal das Original betrachten und es bei jedem Besuch mit anderen Augen sehen. Die ignorieren Picasso komplett. Aber das war's dann auch. Eine Diskussion, ob und wie viele Fehler Picasso gemacht hat, ist einfach sinnlos.

    Die speziell von dem intellektuell nur mäßig begabten Journalisten vertretene These, Deutsch eigne sich irgendwie schlechter für Rockmusik als Englisch.

    Es geht aber noch dümmer: In dem genannten Podcast vertritt gerade einer der "Experten" die These, dass Leute wie Max Giesinger irgendwas mit dem ominösen "Rechtsruck" zu hätten. Natürlich maximal schwurbelnd. Anschließend wird eine gewisse Frau Schiller gefragt: "Sehen Sie das auch so." Und anstatt zu antworten: "Nein, mein IQ ist nämlich höher als 50," antwortet sie ausweichend.


    Ansonsten (bin jetzt bei Minute 16) kann man alles, was sie der deutschsprachigen Musik vorwerfen, der englischsprachigen exakt genau so vorhalten.


    Witzig auch: Die Texte sollen "rebellisch" sein, aber gleichzeitig muss alles politisch korrekt bleiben. Na dann bleiben wir doch lieber beim Englischen. Da gibt es ja kaum Kommerz, da ist alles authentisch, aber auf alle Fälle ist alles politisch korrekt...

    Letztens gab es im SWRForum eine Sendung, die interessant für Dich sein könnte:


    Hits ohne Haltung – Traut sich deutscher Pop noch was?

    Danke für den Hinweis. Habe die ersten ca. 10 min hinter mir. Was extrem nervt: Die speziell von dem intellektuell nur mäßig begabten Journalisten vertretene These, Deutsch eigne sich irgendwie schlechter für Rockmusik als Englisch. Das ist einfach nur dumm. Und zwar genauso dumm wie:

    "Italienisch eignet sich besser für Opern als andere Sprachen."

    "Französisch eignet sich generell nicht gut für Musik." (hat allen Ernstes mal ein anderer Journalist vom Stapel gelassen)


    Selbstverständlich gibt es da exakt null Unterschied zwischen den europäischen Sprachen. Was die vielleicht meinen ist, dass man nicht gut von Sprache X (z.B. Englisch) in Sprache Y übersetzen kann. Aber überzeugende Originaltexte lassen sich in jeder Sprache gleich gut verfassen und vertonen.


    Letzteres gilt, so lange die jeweilige Thematik auch anderweitig in der jeweiligen Sprache präsent ist. Was man für die europäischen Sprachen weitestgehend bejahen kann. Also Liebe, Beziehung, Romantik, Freude, Schmerz, etc. In Asien oder Afrika könnte das anders sein. Aber auch dort werden die Leute kein Problem haben, die ihnen wichtigen Themen mit geeigneten Texten zu verarbeiten.


    Was kann also das Problem von Deutsch in Pop und Rock sein: Einzig und allein der Mangel an talentierten Songschreibern und hinreichend anspruchsvollem Publikum. Letzteres tut sich mit unverbindlichem englischem Blabla halt leichter. Englischen Muttersprachlern kann man so einen Mist nicht so leicht vorsetzen. Daher trennt sich dort eher die Spreu vom Weizen.


    Typisches Beispiel ist Lena Meyer-Landrut. Dass die Frau gut singen und interpretieren kann, hat sie schon vielfach bewiesen. Nur leider macht sie inhaltlich allenfalls oberflächliche Aussagen. Dem Publikum reicht das. Würde sie auf Deutsch singen, würde man ganz andere Maßstäbe anlegen. Die sie nicht erfüllen kann oder will.


    Dass es anderes geht, zeigten schon die 70er Jahre. Aber das ist Thema des anderen Threads.


    Aktuell scheint es aber wesentlich mehr deutschsprachige U-Musik zu geben als vor 40 Jahren. Witzigerweise mit ziemlich hohem Migrantenanteil. Denen fehlt offensichtlich die Verklemmtheit, die bei manchen "Biodeutschen" nicht zu übersehen ist...

    Anlass dieses Threads ist eine Seite Zeitung (Badische Neueste Nachrichten) vom 21. Mai 2022, auf der zufälligerweise mehrere deutsche Musiker besprochen werden, oder genauer: Deren neuestes Album. Dazu würden mich die Meinungen von anderen Leuten interessieren.


    "Cro hat sein Leben zurück"

    Cro ist durchaus ein Star. Alben erschienen: 2012, 2014, 2017, 2021. Alle vier erreichten Platz 1 in den Charts. "tru." von 2017 habe ich. Ist ziemlich interessant. Das aktuelle (von 2021) heißt "Trip". Kennt das jemand? Besprechung siehe hier.


    Westernhagen: "Ein bisschen Wut muss drin sein"

    Marius Müller-Westernhagen ist erst recht ein Star. Von ihm habe ich aber nur ein recht frühes Album: "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" von 1978. Völlig risikolose Anschaffung von diesem Jahr (2022), da es zurecht als "Klassiker" gilt. Meine Frage: Ist er heute immer noch so kreativ, dass sich die Anschaffung seines aktuellen Albums "Das eine Leben" lohnt? Besprechung siehe hier.


    Knyphausen: "Weltschmerz in kunstvollen Worten"

    Gisbert zu Knyphausen taucht in allen möglichen Ranglisten auf, aber ich kenne ihn nur dem Namen nach. Scheint ein feste Größe zu sein. Aktuell wird das Album "Aus allen Nähten" seines Projektes "Husten" besprochen. Kennst das jemand? Oder hat jemand eine allgemeine Meinung zu dem Kandidaten?


    Auf derselben Seite der Zeitung sind auch die aktuellen Charts gelistet. In der Sparte "Deutschland" u.a.:

    Luciano (Rapper)

    T-Low (Rapper)

    Macloud (Rapper)

    Ion Miles (Rapper)


    Also nix Bushido oder Capital Bra. Aber zumindest die deutschsprachige Musikszene scheint komplett vom Hip-Hop beherrscht zu sein.

    Vor ein paar Jahren startete ich den Thread Deutschsprachige Musik: Wichtige Vertreter der Vergangenheit. Hat natürlich immer noch seine Berechtigung. Ist sozusagen das Gegenstück zur "klassischen Musik" in der Sparte "Kunstmusik". Weil: Viele Jahre nach der Erstveröffentlichung hat sich die Spreu vom Weizen getrennt, und das Risiko einer Fehlanschaffung ist bei den "Klassikern" wesentlich geringer.


    Sinnvollerweise braucht es aber auch einen Thread wie diesen hier, um die neueren Entwicklungen zu besprechen. Weil:

    - Ist spannender (da offenes Ende).

    - Konzertbesuche, also Live-Erfahrungen, sind möglich. Die "Klassiker" sind entweder gar nicht mehr aktiv, oder sie bringen Erfolge aus der Vergangenheit nicht mehr so auf die Bühne wie damals.


    Hier sollten also möglichst viele Leute Tipps zu aktuellen Musikern (m/w/d) geben, CD-Neuerscheinungen, Konzerten, etc. Insbesondere natürlich zu Künstlern, die keinen eigenen Thread haben bzw. bei denen man nicht so viel schreiben will/kann, so dass sich ein eigenen Thread lohnen würde.

    Was die Callas betrifft, ich bin ja ein großer Fan, jedoch mit ihrer Kundry komme ich nicht so ganz klar, mir fehlt die demütige Komponente der Figur, das erotische bringt sie ganz gut rüber.

    Hierzu noch mal zur Erinnerung:


    Ein Künstler (z.B. ein Sänger) ist dadurch definiert, dass er schöpferisch tätig ist. Der Sänger erschafft also eine Bühnenfigur. Basierend natürlich auf Libretto, Partitur und Aufführungsgeschichte. Und dennoch ist die von ihm geschaffene Figur neu. Sie hat neu zu sein. Die Callas wusste das und machte sich ans Werk. Und nutzte dabei ihre künstlerische Freiheit.


    Ich persönlich sehe die "demütige Komponente" übrigens auch nicht im Vordergrund. Eher schon die tragische bzw. verzweifelte. Aber das tut nichts zur Sache. Der Künstler sieht sich nicht als Erfüllungsgehilfe des Publikums. Er muss in seinem Schaffen frei sein, weil das den Kern des Künstlertums ausmacht.

    Nochmal zu Mozart:


    Er starb 1791, und Haydns Höhepunkte in Sinfonie und Streichquartett kamen danach. Logisch dass er da nicht der große Impulsgeber sein konnte. Auch wenn er natürlich Einfluss auf Haydns Spätwerke hatte.


    Dagegen kann man in der deutschen Oper eine klare Linie von Mozart, Beethoven, Weber bis Wagner ziehen. Da ist Mozart definitiv "Rückgrat".


    Übrigens halte ich in selbst in der italienischen Oper für wegweisend. Mozart war der erste, der wirklich "Action" auf die Bühne brachte. Also: Mozart -> Rossini -> Verdi -> Puccini -> Musicals des 20. Jahrhunderts.

    In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung nennt die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken den Schwulen Opernführer als eines ihrer dekorativsten Bücher im Regal: „Der hat einfach das hotteste Pink und ist so camp."

    Mit anderen Worten: Ein Totalveriss.

    So weit würde ich aber nicht gehen.


    Die Tante hat beim oberflächlichen Lesen festgestellt: Allzu viel Neues kommt da nicht. Und falls doch, ist ziemlich viel Spekulation dabei.


    Was sie übersieht:

    Man ist dabei gezwungen, sich noch mal mit der jeweiligen Oper auseinanderzusetzen. Und kommt dann doch zu neuen Erkenntnissen.

    Unsere ganze Kultur beruht auf "kultureller Aneignung".


    Wenn wir in einem "Kulturforum" über "kulturelle Aneignung" diskutieren, könne wir den Laden wirklich dicht machen.


    Übrigens waren die Nazis total gegen "kulturelle Aneignung". Warum wohl...


    Zufälligerweise habe ich gerade ein lustiges Video gesehen, in dem beschrieben wird, wie "kulturelle Aneignung" korrekt vonstatten zu gehen hat:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Solche Videos müsste man zukünftig also verbieten.

    Es gibt keine "kulturelle Aneignung". Punkt.


    Das könnt ihr jetzt gerne wieder löschen. Ändert aber nichts am intellektuellen und kulturellen Niedergang der sogenannten "westlichen Welt".


    Ich bin übrigens ziemlich dankbar, in dem Teil der Welt zu leben, deren Überlegenheit u.a. auf "kultureller Aneignung" beruht.


    Es war schon immer so, dass die Besseren gewinnen. Die Besseren sind deswegen besser, weil sie sich von, was sie vorfinden, das Beste heraussuchen und es weiterentwickeln. Daher die Überlegenheit des "Westens". Wenn der "Westen" damit aufhört, werden andere die Lücke füllen. Ist dann aber nicht mein Problem, so lange lebe ich nicht mehr.


    Meine Generation wird sich also weiterhin der "kulturellen Aneignung" befleißigen. Aber ihr könnt locker bleiben: In spätestens 30 Jahren ist Schluss damit...

    Jetzt musst du (oder andere) mir mal kurz auf die Sprünge helfen. Unseren Kandidaten hätte ich jetzt eher für einen Musikstudenten gehalten.

    Siehst Du da einen Widerspruch?

    Ich halte Musikstudenten nicht für die typischen Straßenmusiker. Kann mich aber auch täuschen und lasse mich gern eines besseren belehren.


    Du hast sinngemäß gesagt: Jemand wie der "herbeigelaufene" Bassist hat ein Stück wie Autumn Leaves einfach drauf. Meine Frage war: Dann muss er es ja regelmäßig spielen. Aber zu welchen Anlässen? Festivals? Private Feiern?


    Übrigens war ich mal ein paar Tage in Edinburgh und direkt danach in Glasgow. Wollte in beiden Städten diese "spontane" Live-Musik in den Pubs finden. Fand in Edinburgh vieles, Qualität eher mäßig. Touristisch. In Glasgow fand ich genau ein Pub, aber da spielten die Studenten der nahegelegenen Musikhochschule. Jeden Abend. Die waren krass gut. Und sie spielten nur so zum Spaß...