Beiträge von Christian Junck

    Ist das krass! Ich habe gerade in Ravels "Introduction et Allegro" reingehört und erst bei der Streicher-Solo-Stelle in Takt 7 erkannt, dass es aus der Konserve ist.


    Jenes Beispiel fand auch ich am eindrucksvollsten. Die Streicher sind immer die größte Herausforderung der Simulationen, aber die Blasinstrumente sind unfassbar gut.

    Sonate für Klavier Nr. 7 in D-Dur, CJV 135

    Diese Klaviersonate ist meine siebte. Es dürfte etwas verwundern,
    dass ich sie erst jetzt veröffentliche, wo doch schon die 8te längst
    veröffentlicht und die 9te zumindest schon fertig komponiert ist (die
    kommt demnächst). Grund; dies war eine Auftragskomposition mit
    erheblichen Einschränkungen als Bedingung. So sollte sie z.B. leicht zu
    spielen sein, nur wenige virtuose Passagen, genaue Stilvorgaben usw.
    Sie ist dennoch ganz nett, daher dachte ich mir zeig ich sie euch.


    'https://www.youtube.com/watch?v=LODWRaod5q0'

    Als kleine Ergänzung: "http://www.vsl.co.at/de/67/3920/4687.vsl"



    Hier gibt es viele Hörproben vom Vienna Symphonic Programm, links kann man auf die verschiedenen Komponisten klicken. Besonders "gruselig" fand ich den Anfang von "An der schönen blauen Donau" - die Streichertremoli und das Horn klingen schon sehr echt! (Ok, sie sind auch echt in dem Sinne)


    Joa, aber ich glaube zu wissen, dass die Simulationsbeispiele nicht 1:1 von der Partituren übernommen werden, sondern sehr aufwendig Stelle für Stelle programmiert werden, damit es so klingt, als würden Menschen es spielen. Das ist natürlich jetzt nicht weiter schlimm, weil nur das Ergebnis zählt. Aber es setzt einen gewaltigen Zeitfaktor voraus, wenn ich das bei jedem Werk auf die Art über Tage hinweg tun müsste. Es soll schon vom Blatt weg eingespielt sein - dann ist es nicht perfekt, aber es reicht mir ja, wenn der Klang Orchesternah ist.

    Orchestersimulationen

    Ich hab mir jetzt über das Jahr hinweg Geld zusammengespart, um mir eine neue Orchestersimulation zu kaufen. Bislang verwendete ich das Garritan-Orchestra, weil das bei meinem Notationsprogramm 2009 halt mit dabei war. Es ist besser als Midi - klar. Aber wenn ich mir anhöre, was die Orchestersimulationen von heute drauf haben, wie erschreckend real sie klingen, weiß ich sehr deutlich, dass ich meinen Zuhörern viel mehr Genuss verschaffen kann, wenn ich mich endlich mal mit jener Thematik auseinandersetze.


    Am beachtlichsten fand ich die Vienna Symphonic Libary.
    Die Preise hauten mich allerdings um - mein Budget liegt bei 500 bis maximalst 800 €ier. Allerdings fand ich auf der Seite ein verblüffend preiswertes Angebot:
    'https://www.vsl.co.at/de/211/261/2064/2067/1751.htm'
    Es umfasst alle Basisinstrumente eines Orchesters und die Hörbeispiele fand ich überzeugend - bis auf das Klavier, aber da hab ich zum Glück schon vor Monaten pianoteq gekauft, welches mit Abstand die beste Klaviersimulation ist. (Pianoteq: 'https://www.pianoteq.com/home')


    Was mich bei Vienna jetzt verwundert ist, dass bei der Rubric "Instrument Collections" die Preise wesentlich gesalzener sind, alleine die Streicher kosten doppelt so viel wie das gesamte, oben genannte, Paket. Da stellt sich mir schon die Frage; wie gut sind denn nun die Instrumente, die ich bei diesem Paket kaufe? Zumal es auch in der Rubrik "Instrument Collection" ein All-In-Paket gibt, welches den beachtlichen Preis von fast 10.000€ aufweist.


    Geplant ist, mir das erstgenannte Paket und noch den Vienna-Chor zu kaufen. Aber ich bin unschlüssig, ob ich mir da wirklich brauchbare Ware zulege - und als Azubi wäre es wirklich bitter so viel Geld in den Sand gesetzt zu haben.


    Hat irgendjemand Erfahrungen mit Vienna? Bzw. welche Simulationen verwendet ihr, welche könnt ihr empfehlen, von welchen ratet ihr ab? Gibt es etwas, was ich beachten muss beim Samplen mit Orchestersimulationen?


    :wink:

    Ja, du hast recht. Aber ein Kompositionslehrer kostet natürlich Zeit und Geld

    Das ist seit jeher übrigens auch mein Problem - ich hätte durchaus auch gerne einen. Das Problem wird sich aber in kommender Zeit leider nicht ändern. Aber man kann sich das natürlich auch selbst aneignen. Je nachdem, was genau einem wichtig erscheint, kann man sich Bücher ranziehen, Partituren studieren oder just learning by doing betreiben. Die Hauptsache und das Wichtigste überhaupt dabei ist; es muss dir Spaß machen.


    Und wie Rappy, in dem anderen neuen Thread dieses Forums, bereits richtig schrieb; aus schlechter Kritik lernt man (was nicht heißt, dass man jede annehmen muss oder jede einem zusagt).


    :wink:

    Am Schluss noch eine Frage an alle: Ist man interessiert an der ganzen Sonate (Gesamtlänge ca 40 Min)? Wäre wahrscheinlich eine Zumutung!


    Die Länge ist nicht entscheidend, sondern vielmehr wie sie einem erscheint. Wenn man beim Hören laufend auf die Uhr schaut - okay, dann ist es strange. Allerdings ist auch das eine Sache des Empfindens. Ich denke da spontan an den langsamen Satz in Mahlers 3. Sinfonie, bei der mir immer die Augenlider plötzlich so schwer werden. Clever wie Mahler war hat er in jenem Satz aber auch einen "Wecker" eingebaut. :pfeif:


    Ich fand deinen Klaviersatz sehr anregend, und wäre im Traum auch nicht drauf gekommen es nur dahingehend zu kommentieren, dir mal besser Kompositionsunterricht zuzulegen. Natürlich hört der erfahrene Klassikhörer auffällige Stellen - aber ingesamt finde ich hat das Stück beachtlichen Ausdruck. Weiter so!


    :wink:

    Christian Junck - Klavierkonzert Nr. 10 in c-moll - CJV 137

    Eigentlich war ich vom Bauchgefühl her der Meinung, die meiste Zeit schreibe ich Klavierkonzerte, weil es halt meine Lieblingsgattung ist. Der Arbeitsaufwand ist recht hoch, und trotzdem schrieb ich bisher mehr Klavierkonzerte als Klaviersonaten oder Sinfonien. Dennoch stellte ich beim Nachschauen fest, dass das letzte Klavierkonzert vor fast 2 Jahren fertig wurde.
    Die Zahl der Kompositionen an sich schrumpft bei mir seltsamerweise Jahr um Jahr, mehr als 5-10 Kompositionen im Jahr is' nicht mehr drin.


    Aber zurück zum Thread; dieses Klavierkonzert fing ich ursprünglich als Doppelkonzert für 2 Klavier an zu schreiben, hab mich aber dann nachdem ich das Intro des ersten Satzes und die Klaviereinsätze aufgeschrieben hatte umentschieden, weil meine große Hoffnung einer realen Aufführung dieses Werkes nicht gerade an Chancen gewinnt, wenn die Aufwendungen solch einer Aufführung stark angehoben werden.


    Dieses Klavierkonzert geht jetzt deutlich Richtung Frühromantik - und genau da will ich auch hin. Interessieren würde mich die Frage, ob man bereits einen eigenen Stil erkennen kann?


    Der Link:
    'https://www.youtube.com/watch?v=B7OgbCubSoE'


    Hinweis: Zum Mitlesen der Partitur Videoqualität auf Maximal stellen und Vollbildmodus aktivieren.

    Viel Spaß.


    :wink:


    PS: An manchen Stellen klappte das Scrollen der Partitur schlecht, weil die Batterien meiner Maus fast leer waren. Ich hoff es stört nicht all zu sehr. :S


    EDIT: Der Klang des Klavieres ist übrigens neu! Ergo besser.

    Das erste Mal, dass ich diese Sinfonie hörte, war tatsächlich live. Gespielt wurde es vom Jugendsinfonieorchester Baden-Baden, mit der Vorbemerkung; "die Streicher sind allesamt immer sauer, wenn ich den letzten Satz mit zu viel Tempo gebe" - das war freilich ein Kommentar des Dirigenten. Spaß gemacht hat jene Sinfonie trotzdem. Und ihr Eindruck war so stark, dass ich ein Motiv des 1. Satzes jener Sinfonie bei meinem 9. Klavierkonzert wieder verwendete (CJV 121).


    Insgesamt gesehen hat jene Sinfonie einen hohen Stellenwert bei mir. Wie vielleicht bekannt vergöttere ich Mozarts 27. Sinfonie wegen seiner herausragenden Lebensfreude - seine 28. ist da nicht wirklich weit von entfernt. Sie steht nur leider stets im Schatten der 29. Sinfonie, weshalb sie bis heute - ungerechterweise - kaum Beachtung bekam.


    C.


    :wink:

    Frag doch mal in einem Finale-Forum nach, obs da nicht doch eine Möglichkeit gibt - mit Garritan (und das hast Du vordem doch benutzt, oder?) konntest Du ja auch mehrere Instrumente gleichzeitig abspielen.

    Bei Garritan geht das, ja. Die beiden Programme erhält man aber zusammen und sind auch ineinander programmiert. Damit erklärt sich wohl, warum das dort einwandfrei funktioniert.


    Ich verstehe nicht ganz, was du meinst. Man kann doch durchaus mehrere VST-plugins gleichzeitig in Finale laden und diese dann den einzelnen Notenzeilen zuordnen (zumindest bei der 2011er-Version, sollte aber eigentlich auch bei der 2009er gehen).

    Bei den 2009ern gibt es diese Funktion in der Theorie auch, aber in der Praxis funktioniert sie nicht gut bis gar nicht. Das wurde wohl erst in den Versionen danach verbessert.


    :wink:

    Hi Lotte,


    freut mich, dass es dir gefällt. :) Das ist noch die Klavier- und Sitarsimulation von Garritan. Die sind inzwischen veraltet; ich spare derzeit für neue Simulationen. Herr Haase hat aber mir eine Aufnahme zugesprochen, wenn die beiden Sonaten aufgeführt werden.


    Mitscrollende Noten beim Hören ist eine Idee, welche auch ich, seit ich sie sah, nirgends mehr missen möchte. l-l


    :wink:

    Sonate für Sitar und Klavier in C-Dur (Junck)

    Ein etwas exotischer Auftrag kam anfang April ins Haus geflattert; eine europäische Sonate für Sitar und Klavier mit indischem Hauch. Hier das Ergebnis:


    'https://www.youtube.com/watch?v=TRQX4ILIde0'


    Die typische ewige Basslage beim Sitarspielen hab ich - außer in Satz 2 - abgelehnt, der Ton war einfach zu penetrant und irgendwie auch zu "Kuhmilch-lastig". :hide:
    Viel Spaß damit


    :wink:

    Wie sieht's eigentlich mit Haydn vs. Mozart vs. Beethoven aus?


    Man könnte meinen, die Frauen würden eher zu Mozart tendieren. Ist das was dran?

    An den klassikliebenden Frauen in meinem Leben sind mir 2 Dinge aufgefallen, oder besser 2 Gemeinsamkeiten:
    1. Ihnen ist Melodie sehr wichtig, wenn nicht sogar das Wichtigste überhaupt oder die Grundvoraussetzung zum Gefallen
    2. Sie lieben Dur deutlich mehr - obgleich sie moll trotzdem sehr mögen


    Zwei Eigenschaften, die Mozart zumindest zum sympatischen Komponisten für jene Kandidatinnen macht.


    Ich vermute aber mal, es lohnts ich wie immer nicht, solche Sachen ernsthaft zu pauschalieren. Man könnte sofort die Komponistin Gubaidulina als Veto einwerfen. Indess wäre aber interessant, ob zumindest einheitliche Tendenzen vorhanden sind, die man dem Männlichen und dem Weiblichen zuweisen kann, solche wie von mir oben erwähnt zum Bleistift.
    Dieser Thread könnte also hochinteressant werden. l-l


    :wink:


    Viel Geld ausgeben dafür ist derzeit bei mir nicht angesagt. "Reaper" scheint darum sehr attraktiv zu sein.
    Danke für eure Rückmeldung!


    C.