Beiträge von Christian Junck

    Zitat

    Für mich klang es aber vor allem im schnellen Hauptteil schon arg nach einer Stilkopie.

    Jap. Ich wollte auch nur sagen, dass es keine bewusste Entscheidung war, einen bestimmten Stil zu kopieren. Ich hab auch nicht vor, jetzt bewusst die Romantik zu kopieren, merke aber, dass derzeit einiges davon in meine Musik mit einfließt. Ich eigne mir einfach an, was mir gefällt - genau deswegen könnte man z.B. auch niemals den Klassiker in mir leugnen. :D

    Wenn ich es richtig verstehe, findest du es also nicht schlecht, dass ich mir meinen Weg suche, mit einer gewissen Vorstellung von Musik, die abweicht von der allgemeinen Meinung, wie Musik zu klingen hat (Stichwort; Hörerwartung).


    :wink:

    Cherubino:
    Das freut mich schonmal!
    Aber du hast Recht, gerade bei einem in Eile Komponiertem greift man schnell mal auf Floskeln zurück. Ein direktes Nachahmen strebe ich aber nicht an. Das Finden von einem eigenen Stil passiert - mehr oder weniger - unbewusst. Das Ziel soll mal eine Mischung aus Mannheimer Klassik, Wiener Klassik, und Romantik sein. Soweit bin ich aber noch nicht.

    Mich würde unbedingt interessieren was du zum g-moll-Klavierkonzert sagen würdest - allerdings braucht das noch etwa 1-2 Monate Geduld. :whistling:
    Das geht nämlich schon einiges mehr in Richtung Romantik, und ist doch irgendwie noch klassisch. Da ich in letzter Zeit verstärkt Romantik höre, und teils auch schätzen lerne, ist das vielleicht naheliegend. (z.B. bin ich begeistert von Pixis Doppelkonzert! :juhu: )

    Grüße aus Rastatt
    :wink:

    Fantasie "Benni Bub" für Orchester, Harfe und Klavier in Es-Dur.
    (Benni Bub war mein Kater, der kürzlich leider starb)


    "

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    " Für Benni Bub
    (Ausnahmsweise wieder Youtube)


    :wink:

    ha, ist auf DVD erschienen. die werde ich kaufen !!

    Ich hab sie schon! :P
    Hab sie mir gestern angeschaut. Wirklich eine schöne Inszenierung. Einfallsreich, pfiffig und ausdrucksstark.
    Einzig die 3 Knabensoprane stören etwas, da sie manchmal was schief singen. Live würde mich das nicht stören, bei einer gekauften DVD ist es aber auffälliger. Sei's drum, der gruselige Auftritt der Königin der Nacht macht alles wett! :juhu:


    :wink:


    bitte, stell auch mal diese zupfversion hier ein.


    Wenn'de meinst. Hier:
    "https://rapidshare.com/files/2237563187/Gezupft.mp3" Gezupft.mp3


    Es ist allerdings nicht wirklich eine Bearbeitung, sondern nur ein Klangtest. Also die Frage, wie es klingen würde, wenn man alle Stimmen von gezupften Streichern spielen lassen würde. Ich mag sowas. Oder auch alle Stimmen vom Klavier gespielt. Purer Spaß und Neugier.
    Aber um es wirklich ernsthaft spielen zu wollen wäre wohl eine richtige Bearbeitung nötig, denn ich bezweifel, dass Streicher das so, wie es da erklingt, spielen könnten. 8| ;+)


    :wink:

    Mozart - "Jeunehomme-Konzert" - für mich fangen Mozarts Klavierkonzerte mit Nr.14 an

    Zitat von Erzherzog

    Beethovens Pastorale Kitsch??? Ihr habt sie einfach nicht verstanden.


    Ich finde solche Threads irre interessant, weil neben der Geschmacksfrage auch immer unterschwellig die Meinung auftaucht, man müsse ein Werk nur oft genug hören, um es schätzen zu lernen. Ich stimme zwar dem insofern zu, dass man beim ersten Hören ein Werk nicht immer sofort "greifen" kann, aber ich weiß zumindest nach dem ersten Hören bereits, wie ich die Musik einzustufen habe. Beispielsweise war ich nach dem ersten Hören von Verdis Requiem sehr ernüchtert, ich fand es sterbenslangweilig. Ich hörte es danach noch einige Male. Ein paar Stellen haben sich herauskristallisiert, und ich kann diese inzwischen durchaus genießen. Trotzdem hat sich seit meinem ersten Hören eine Sache nicht geändert: Mein Urteil über das Werk.

    Und auch bei dem hier genannten Jeunehomme-Konzert von Mozart war es nicht anders. Ich finde es NICHT eines seiner besten Klavierkonzerte. KV 175 finde ich viel besser, und ebenso das Konzert für 2 Klaviere. Einzig die KKs 6, 7 und 8 finde ich qualitativ viel schlechter - verglichen mit ihnen ist das Jeunehomme natürlich revolutionär. Aber den Vergleich zu den KKs danach hält es meiner Meinung nicht stand.
    Trotzdem finde ich sehr vieles davon gut, und genieße ich sehr. Die Frage, ob es seinen Ruhm verdient, wird mit jedem Anhören tatsächlich schwieriger. Vielleicht ist Mozart dafür aber auch ein schlechtes Beispiel, weil er sich ja andauernd selbst getoppt hat.

    Spontan würden mir sicher noch ein Dutzend Werke einfallen, ab Spätromantik bis hin zu den Neutönern, deren Ruhm ich NIE nachvollziehen könnte. Aber da das ja dann nurnoch eine Aufzählung meines Geschmacks wäre, verkneif ichs mir.


    Meine Fazitfrage dazu ist letztendlich, ob der bleibende Ruhm also nun eine Geschmacksfrage ist (im Sinne von; wie viele hören es gerne?) oder ein objektiv anerkannter Faktum (bei dem natürlich die Frage bleibt, wer eigentlich objektive Qualität festlegen darf).
    Denkend an Mozarts Nachtmusik und Beethovens Für Elise und ebenso denkend an so manch moderne Popmusik im Vergleich zu wirklich komplexeren Werken, scheint es mir da nämlich, dass Qualität und Ruhm keine gemeinsame Schnittmenge haben. Ist das aber wirklich so wichtig...?


    :wink:

    Es ist auf jeden Fall etwas anderes... irgendwie. Ich höre mir beispielsweise alle Arten von Gesangsmusik lieber auf Kopfhörer an - vorallem bei einem Chor kommt das gut. Dagegen höre ich Klavierkonzerte und Klaviersonaten lieber über die Anlage an. Es ist in der Tat gar nicht so leicht zu erklären, warum das eigentlich so ist. Ich habe meinen Kopfhörer ursprünglich nur gekauft damit ich auch Nachts richtig schön laut Mukke hören kann. :D Inzwischen ist es aber nicht mehr wegzudenken für mich.

    Beim Hören mit Kopfhörer finde ich die tieferen Tonlagen betonter - die ganz hohen Töne sind über die Anlage besser wahrnehmbarer. Zumindest beim lauten Musikhören. Und so kam es, genau wie bei dir Carola, dass ich gewisse Aufnahmen plötzlich aus einem ganz anderen Licht sah bzw. hörte. Nicht zuletzt sämtliche Hip-Einspielungen die ihren warmen Klang über Kopfhörer besonders gut zum Ausdruck bringen können.

    Es ist jedenfalls sehr spannend Aufnahmen über Kopfhörer und Anlage zu hören und zu unterscheiden. Übrigens; das Hören über Anlage kommt einem richtigen Orchester eigentlich näher, aber trotzdem ist das Hören mit Kopfhörer irgendwie intimer. Fremd, oder?


    :wink:

    Lieber Philmus,

    das Agnus Dei gefällt mir ziemlich gut! :juhu:


    Der Tierkreis erinnert mich übrigens so in dieser Form als MIDI an Musik von alten RPG-Spielen. Das mag zwar jetzt ernüchternd klingen, ist aber durchaus positiv gemeint; denn ich mag Spielmusik sehr, auch die Alten.
    Allerdings berührt mich dieses Werk, so wie auch die anderen aus der Auswahl nicht - im Gegensatz zu dem Agnus Dei.


    :wink:

    Ich muss zu meiner Entschuldigung sagen, dass ich desöfteren kaum hinterherkomme. Für jedes gelöste Problem kommen 5 weitere Probleme hinzu - die Musik ist wahrlich wie eine Ehefrau.
    Da ich mich von dem Weg (Musik als Beruf) schon hinlängst verabschiedet habe, und derzeit 6 Tage die Woche beruflich ganztägig beschäftigt bin, verbringe ich meinen einzig freien Tag, den Sonntag, damit Musiktheorie zu büffeln und umzusetzen. Und das tue ich am liebsten eben gleich in Form von Kompositionen.
    Ich geb mir alle Mühe bei allem was ich tue, und jedes Werk ist immer mit einem kleinen Fortschritt verbunden (wenn man sich mal auf jedem Jahr ein Werk rauspickt sieht man die glaube ich auch) - aber es sind natürlich Gänsefüßchenschritte die ich mache - das weiß ich auch inzwischen. ;+) Aber es macht so viel Spaß, nach wie vor. :juhu:
    Einigen Musikern schicke ich die Partituren, und die geben dann jeweils ihre Sicht für ihr Instrument. Leider ist darunter kein einziger Streichinstrumentspieler dabei. :pfeif: Aber bei den Bläsern zeigt sich ebenfalls; es ist schwer, es ALLEN Recht zu machen. :faint:

    Ich schreib das übrigens auch, um auf mein allgmeines Antwortverhalten (mal wieder) hinzuweisen. Ich schaue eigentlich nur Abends mal kurz überall rein. :S


    :wink:

    Beim Lesen der Überschrift hab ich sofort an mein Lieblingslied gedacht: Das Veilchen, KV 476. Mozart komponiert hier als Vorgänger für romantische Lieder, denn kaum ein andere Lied von ihm hat eine so rührende Dramaturgie in der Musik, und die herrliche Tonmalerei (z.B. mal drauf achten: man hört das Veilchen sinken und sterben). Ein ganz großer Tipp meinerseits! :cry: So rührend.
    Wird dem sehr schönen Gedicht von Goethe jedenfalls gerecht. Ist eigentlich bekannt, ob Goethe es je hörte oder Ressonanz dazu gab??

    Ein Veilchen auf der Wiese stand
    Gebückt in sich und unbekannt;
    Es war ein herzig's Veilchen!
    Da kam ein' junge Schäferin
    Mit leichtem Schritt und munterm Sinn
    Die Wiese her und sang.
    Ach! denkt das Veilchen, wär' ich nur
    Die schönste Blume der Natur,
    Ach, nur ein kleines Weilchen,
    Bis mich das Liebchen abgepflückt
    Und an dem Busen mattgedrückt,
    Ach, nur ein Viertelstündchen lang!

    Ach, aber ach, das Mädchen kam
    Und nicht in Acht das Veilchen nahm,
    Es trat das arme Veilchen!
    Es sank und starb und freut sich noch:
    "Und sterb ich denn, so sterb ich doch
    Durch sie, zu ihren Füßen doch!"

    Das arme Veilchen!
    Es war ein herzig's Veilchen!


    Die letzten zwei Zeilen sind übrigens von Mozart himself. :D


    :wink: