Beiträge von Honoria Lucasta

    Caballé und Verrett

    Liebe alle,


    gerade Duette führen m.E. ein gewisses Eigenleben: haben sie auch in der Opernhandlung eine quasi organische Stellung, eignen sie sich wegen der sicht- und hörbaren Interaktion zweier Protagonisten auch als Handlungsminiaturen unabhängig vom Gesamtgeschehen. Daher sind Aufnahmen davon in den diversen Zusammenstellungen eigentlich immer ein Hit. Bisweilen sind sie auch maßstabsetzend. Eine davon ist die Aufnahme von Duetten mit Montserrat Caballé mit Shirley Verrett



    Das Cover ist wohl das einer weiteren Veröffentlichung; das Original habe ich nicht mehr gefunden. Macht aber nichts, wichtig ist ja, was man hört. Und das ist pures Vergnügen; beim Hören ist man versucht, wie eine Katze beim Kinnkraulen zu schnurren, fortwährend... Am schönsten für mich ist "Mira o Norma", wo beide Diven völlig souverän, entspannt und doch konzentriert Wohlklang verströmen. Und das Butterfly - Duett, genauso bestechend. Und eigentlich alles weitere, selbst die abgesungene Barcarole wirkt von diesen beiden Stimmen nur edel.


    Eine CD für die einsame Insel oder die häusliche Isolation.


    Grüße!


    Honoria Lucasta

    Eine neu zusammengestellte CD

    Liebe alle,


    von diesem Lieblingssänger (gut: ein Lieblingssänger von mehreren) von mir gibt es natürlich keine Neuveröffentlichungen mehr, aber manchmal finden Firmen doch noch etwas in Archiven:



    Hier gibt es nicht nur ganz Klassisches wie Don Giovanni, sondern auch noch eher Selteneres wie La Juive, Robert le Diable etc. Aufnahmequalität ist gut, lohnt das Anhören auf jeden Fall.


    Grüße!


    Honoria Lucasta

    Früchte der Pandemie....

    Liebe alle,
    zu den Ärgernissen in diese Pandemiezeiten gehörten für mich die zahlreichen mit viel Hoffnung geplanten, aber ein um's andere Mal abgesagten Opern- und Konzertbesuche. Vor ziemlich genau einem Jahr hätte ich hier in Brüssel den Tenor Michael Spyres in einem Liederabend hören sollen....nebbich, natürlich. :heul1:
    Ich habe dann mal geschaut, was der Markt so zu ihm hergibt, und fand diese Aufnahme:



    Das ist seither eine meiner liebsten CDs geworden. Sie war mir auch deswegen hochwillkommen, weil ich Spyres kongenialen Partner Lawrence Brownlee in einer der letzten realen Aufführungen in Lüttich in Bellinis Puritanern bewundern durfte und hin und weg war von seiner unglaublichen Virtuosität und seiner sympathischen Art, sich in ein Ensemble einzufügen: das war seinerzeit eine hocheindrückliche Aufführung.
    Und nun singen diese beiden Diamantkehlen auf der CD alles das, was Rossini für die Stars seiner Zeit komponiert hat: genauer gesagt, für die Tenöre, die es anscheinend nicht unter einem halben Dutzend Spitzentöne pro Arie taten. Sie brennen ein Stimmfeuerwerk ab, das wahrlich seines Gleichen sucht, übrigens hörbar gutgelaunt, was in diesen miesen Zeiten noch einmal gutttut.
    Die CD ist ein unglaubliches Hörerlebnis, und man lernt Werke kennen, die man sehr gerne auch öfters sehen und hören möchte (gern auf diesem NIveau ;) ), vor allem Rossinis Otello.


    Davon ausgehend kann man Spyres und Brownlee noch in zahlreichen anderen CD-Veröffentlichungen hören, aber es dürfte schwer sein, etwas ähnlich Spritziges zu finden wie die vorliegende CD. Beide Sänger gehören zweifelsohne zu den neuen, hervorragenden Sängern, die wir entdecken, nachdem wir überrascht festgestellt haben, daß unsere üblichen stimmlichen Hausgötter fast allesamt zwischen 75 und 85 Jahren alt sind und von ihnen einfach nichts Neues mehr kommt :herrje1: .


    Grüße!
    Honoria Lucasta

    Was für ein Zufall...

    Liebe alle,
    ich schaute eben gerade die Sänger-Threads durch und überlegte, ob ich einen Faden zu Ildar Abdrazakov aufmachen soll - da fand ich diese Notiz. Abdrazakov ist in der Zet vor der Pandemie zunehmend präsent gewesen in Übertragungen und Veröffentlichungen, und hoffentlich wird er es wieder sein. Eine ausnehmend schöne Baßstimme! Kraft und intelligente Gestaltung, schöne Baßfarben und sehr gute Textverständlichkeit! Wer schwelgen will, tue das hiermit:



    Als tenoriger Helfer singt ein gewisser Rolando Villazon :D .


    Grüße!


    Honoria Lucasta

    Maria Stuarda an der MET


    Diese „Maria Stuarda“ ist endlich einmal eine hochbefriedigende Produktion – die MET hat eben doch Möglichkeiten, die anderen Häusern nicht zu Gebote stehen. So hat man die Handlung in der Original-Zeit gelassen und recht schöne Kostüme gestaltet, ohne daß die Dekoration historisierend wirkte; alles mehr skizziert, ein paar Einrichtungsgegenstände, und fertig: mehr braucht man bei Donizetti (und den meisten anderen Komponisten!) nicht. Das New Yorker Publikum war’s zufrieden.


    Die Regie (Gary Halverson) läßt zwischen erstem und zweitem Akt auch optisch 10 Jahre vergangen sein, mit der Folge, daß alle handelnden Personen einen deutlichen Coup de vieux erlitten haben – Parkinson, Trunksucht, Kniegelenkprobleme werden gezeigt, um –m.E. eindrucksvoll- zu verdeutlichen, wie die unglückselige Geschichte allen Protagonisten zusetzt.


    Dies wird am deutlichsten an Joyce DiDonato, der Sängerin der Maria Stuarda, der die Regie eben jene Form von Schüttellähmung zudenkt, die Menschen vor der Zeit sichtbar dramatisch altern läßt. Frau DiDonato hält diese Regie-Anweisung tapfer durch; hier hätte es wohl manchmal auch ein bißchen weniger getan, aber die MET ist eben groß, und damit auch die Besucher im obersten Rang etwas mitbekommen, muß man manchmal schon etwas dicker auftragen. Stimmlich gestaltet die Sängerin diese Partie souverän. Ein winziges Manko bei ihr ist immer die Distanz zum Gehalt der Rollen ihrer Opernfiguren; innerlich wirklich bewegt ist sie wohl nur selten, auch stimmlich. Dafür verliert sie nie die Gestaltungshoheit – man kann wahrscheinlich eben nicht völlige Rollenhingabe und völlige Rollenbeherrschung gleichzeitig haben. Eine bewegende, stimmlich ungemein befriedigende Darstellung ist ihre Maria gleichwohl.


    Mut zur Gestaltung und Mut zur Häßlichkeit beweist die fabelhafte Elza van den Heever als Elisabetta. Die Regie läßt die Königin vom Habitus her wie die verewigte Irene Dunne in den Erroll-Flynn-Filmen, in denen er Sir Francis Drake und sie die Königin gab, erscheinen: nicht liebreizend, sondern fast polternd; körperlich ungelenk, fast ungeschlacht; Liebe ersehnend, aber vornehmlich Betrug und Falschheit erntend. Im zweiten Akt erscheint sie noch stärker angegriffen und gealtert als im ersten, dazu durch die weiße Gesichtsmaske (viz. Cate Blanchett im Film!) noch formelhafter und distanzierter. Frau van den Heever meistert die Partie bravourös, mit einer Stimme, in der durchaus Stahl aufscheinen kann. Die große Konfrontation der beiden Monarchinnen im Walde von Fotheringhay hat man bei anderen Diven erbitterterter erlebt, aber das sind Nuancen; glaubwürdig sind diese beiden auch auf jeden Fall.


    Problematisch in dieser Oper ist die Partie des Leicester, wie schon oben bemerkt. Matthew Polenzani singt ihn hier tadellos, mit schönem Klang und souverän – sympathischer wird er mir persönlich gleichwohl immer noch nicht. Die Regie zeigt in dieser Produktion sehr deutlich, wie ruchlos dieser Adelige versucht, beide Königinnen zu manipulieren – Leicester verfällt sozusagen im Umdrehen vom Handkuß für die eine Königin zum verliebten Kniefall vor die andere. Auch er ist im zweiten Akt deutlich gealtert, und die Regie hat ihn zum Trunkenbold mutieren lassen; das kommt davon…


    Matthew Rose als Lord Talbot erhielt zu Recht Ovationen für seine anrührende Rollengestaltung; auch stimmlich verströmt er vornehmlich Wohlklang. Er und alle anderen Herren singen übrigens vorbildlich textverständlich.


    Joshua Hopkins als Lord Cecil hat große Momente. Die Rollengestaltung ist –wie in dieser Oper eben angelegt- fast dämonisch – das große Ziel in Cecils Leben ist die Vernichtung Maria Stuarts, und das bekommt er dann ja auch schließlich hin. Ob ihn danach noch etwas am Leben hält? Ich glaube nicht.


    Maria Zifchak ist eine mütterlich anrührende Anna Kennedy.


    Chor und Orchester der MET sind gleichermaßen hervorragend. Dirigent Maurizio Benini leitet die Aufführung routiniert, aber mit Herzblut – großer Jubel für alle.


    Also: diese DVD lohnt das Ansehen ganz unbedingt. Wo naderswo an dieser Oper herumgedoktert wird, als müsse man an ihr etwas verbessern, wird hier zunächst die Geschichte erzählt und die dazugehörige Musik mit Brio gespielt und gesungen. Ich persönlich will da gar nicht mehr oder etwas anderes.


    Grüße!


    Honoria

    Vielen Dank, Zwielicht,


    diese französische Fassung ist -wie Du mit Recht bemerkst- ja nun noch einmal etwas Anderes. Der Katalog für die gängige italienische Version weist aber eben nicht viel Neues auf.


    Dann werde ich mich mal wie seinerzeit beim Don Carlos in eine ungewohntere, weil ungebräuchlichere Sprachfassung einarbeiten.


    Grüße!


    Honoria

    Lieber Palestrina,


    aber das ist die CD von der Scala-Aufführung, die man auch als DVD kaufen kann, und richtig neu ist die auch nicht mehr (s. Eintrag von Stiffelio weiter unten), nämlich von 1989...


    Es scheint, die neueste DVD ist die aus Busseto aus dem Jahr 2003, und alle andere und neuere dürfen wir uns heftig wünschen.


    Grüße!


    Honoria

    Gestern abend brachte das RBB-Kulturradio in der Reihe "Opernführer" eine Sendung zur Sizilianischen Vesper, die ich leider nicht zu Ende hören konnte, die mich aber veranlaßte, heute morgen mal den Katalog nach Aufnahmen zu durchforsten - ich habe nur die Jahrhundertaufnahme mit Domingo/Milnes/Raimondi/Arroyo. Der Katalog schweigt aber - größtenteils alte Aufnahmen in diversen Gewändern, aber etwas wirklich Neues (außer der oben erwähnten DVD) scheint es nicht zu geben. Kann das sein? ?(


    Grüße!


    Honoria

    Ich finde, so einen Zyklus wie die Winterreise singt man nicht als Mann oder Frau, sondern als Sängerin oder Sänger. Jede(r) hat seine/ihre spezifischen Ausdrucksmöglichkeiten, und manches paßt dann halt, anderes nicht. Es dürfte wenige Sänger(innen) geben, die die "Krähe" aus der Winterreise fassungslos-lakonischer als Lotte Lehmann singen, aber das ist eben ein einziger Aspekt... Vieles ist, was den Ausdruck angeht, mglw. auch sehr der Zeit geschuldet.


    Anders ist es bei textlich wirklich festgelegten Liedern oder Zyklen - so sehr ich z.B. Christian Gerhaher schätze, Frauenliebe und -leben muß ich von ihm nicht hören... :neenee1:


    Grüße!


    Honoria



    Diese Aufnahme hörte ich gestern so nebenbei – meine Haltung zu Joan Sutherland ist eher reserviert, und diese Produktion der „Contes d’Hoffmann“ ist auch nicht dazu angetan, mich zu einem Fan der Australierin zu machen.



    Trotzdem hat die CD ihre Meriten.




    Placido Domingo singt –Aufnahmejahr war 1972- als ginge es um sein Leben. Zu dieser Zeit waren Spitzentöne auch noch kein Problem für ihn, und er nimmt auch komplizierteste Stellen mit Verve in Angriff. Differenziertes Singen war zu dem Zeitpunkt vielleicht noch nicht sein Prä, aber immerhin vermittelt er einen wahrhaftigen Eindruck von dem Getriebensein des Hoffmann. Das konnte er später auch stimmlich noch besser, aber das jugendliche Feuer dieser Aufnahme ist doch auch heute noch sehr eindrucksvoll.




    Joan Sutherland singt alle drei großen Frauenpartien plus die Stella, wie es wohl zur Zeit der Aufnahme nicht anders üblich war. Spitzentöne sind für sie natürlich kein Problem, und Olympias Arie wird ihr deswegen auch kaum jemand zu dieser Zeit gleich getan haben. Antonia und Giulietta sind m.E. zum Einschlafen, sie haben kein Gesicht und es klingt wirklich alles gleich. Mit einer Ausnahme: Richard Bonynge treibt alle Sänger und auch seine Frau in dem Sextett-Teil des Antonia-Aktschlusses (mit der Stimme vom Himmel, Margareta Lilowa) zu einer wie entfesselten Leistung an – Singen, als gäbe es kein Morgen. Höchst bewegend.




    Gabriel Bacquier singt Lindorf und die anderen Schurken. Beeindruckt hat er mich damit nicht. Wenigstens ist sein Französisch authentisch, aber seine Stimme hat für mich wenig Gesicht.




    Huguette Tourangeau gibt den Nicklausse bzw. die Muse. Zur Zeit der Aufnahme war die Fassung der Oper mit Nicklausse als wirklich handelnder Person noch sehr ungebräuchlich. Es wirkt auch so, als sei man sich nicht so ganz sicher gewesen, wie man diesen Part zu gestalten hat. Da Frau Tourangeau immer eine verläßliche, aber nicht brillante Sängerdarstellerin ist, bleibt der Eindruck ein bißchen mager.



    Alle anderen Sänger (inkl. Paul Plishka als Crespel) singen engagiert, aber wenig inspiriert. Bonynge dirigiert das Orchestre de la Suisse Romande.


    Die gewählte Fassung ist eine der unzähligen Dialogfassungen. Mir gefällt das nur dann, wenn alle Sprecher auch authentisch Französisch (aus)sprechen. Das ist hier eher nicht der Fall.



    Fazit: Zum Studium der Geschichte der Aufführungspraxis des Hoffmann und als Zeugnis eines jugendlich-brillianten Placido Domingo taugt diese Aufnahme, aber leider zu nicht sehr viel mehr.



    Grüße!



    Honoria

    Dabei ist diese Rigoletto-Verfilmung gar nicht unintelligent, aber Domingo fehlt halt für einen Verdi-Bariton der prägnante Stimmkern. Schauspielerisch finde ich ihn immer sehr gut, gerade auch in dieser Rolle.


    Der RBB-Kulturradiosender erwähnte vorgestern in einer Sendung, daß Domingo seinen 75. Geburtstag feiere (innerlich zweifeln wir natürlich, daß es erst der 75. ist, aber sei's drum...) und meinte, zur Feier des Tages ausgerechnet "Di provenza il mar il sol" aus der grandios mißglückten Aufnahme Domingos mit Verdi-Bariton-Arien spielen zu müssen. Da fällt einem dann auch nichts mehr ein...


    Grüße!


    Honoria

    Für 2015 habe ich diese Liste:


    1. Bellini, Norma
    2. Donizetti, Maria Stuarda
    3. Bellini, I puritani
    4. Verdi, Otello
    5. Verdi, Ernani
    6. Puccini, Tosca
    7. Mozart, Le nozze di Figaro
    8. Donizetti, Don Pasquale
    9. Verdi, Aida
    10. Donizetti, La favorite
    11. Giordano, Andrea Chénier
    12. Verdi, Simone Boccanegra
    13. Offenbach, Les contes d'Hoffmann
    14. Donizetti, L'elisir d'amore
    15. Verdi, Rigoletto


    Grüße!


    Honoria

    Donizetti, "La favorite" konzertant an der Deutschen Oper Berlin, 8. Dezember 2015

    Es war die dritte Aufführung dieser konzertanten Version von „La Favorite“ in der Deutschen Oper in Berlin in dieser Saison. Alle Mitwirkenden haben sich wohl mittlerweile aneinander gewöhnt, so daß eine gewisse Entspanntheit festzustellen war. Ein wirklich großer Abend wurde es dennoch nicht, wobei die Verfasserin zugibt, auf hohem Niveau zu mäkeln, aber gleichwohl: an bestimmten Kritikpunkten kommt man nicht vorbei.


    Da ist zunächst –gehen wir es mal etwas gegen den Strich an- Marc Laho als einspringender Fernand (Calleja hatte krankheitshalber abgesagt). Idiomatisches Französisch darf man ihm als Belgier unterstellen; das ist schon mal ein großer Trost, denn allein korrekte Nasale prägen auch einen französischen Gesangstext in unverwechselbarer Weise, hier eben sehr positiv. Laho hat auch ein feines Textverständnis und eine überzeugende Phrasierung. Er hat die Partie öfters auf französisch gesungen und war daher wohl für dieses Einspringen die erste Wahl. Allerdings ist er rein stimmlich betrachtet dem Fernand wohl schon etwas entwachsen. Die Verfasserin hörte ihn vor ziemlich genau einem Jahr in Lüttich als Cavaradossi – die Anforderungen einer solchen Verismo-Partie erfüllte er tadellos, aber die stimmlichen Möglichkeiten in Extrempositionen des Belcanto (grausam viele hohe Töne hat dieser Fernand zu singen!) bleiben dann schon mal ein wenig auf der Strecke. Eine minimal rauhe Kehle tat ihr übriges. Trotzdem hatte Laho zahlreiche schöne Momente, und er verdient unbedingten Respekt für diesen halsbrecherischen Impromptu-Einsatz an der Charlottenburger Oper.


    Elina Garanca hat Léonor, die Favoritin, schon anderswo konzertant zur Aufführung gebracht, darunter in Salzburg; sie wirkte von allen Mitwirkenden schauspielerisch am souveränsten und leistete sich auch einmal einen Gang und Blick nach links oder rechts. Wohin sie diese Léonor allerdings führen wird ? Rezensenten phantasierten schon etwas von Dalilah und Eboli, die jetzt quasi unmittelbar bevorstünden. Das wird dann aber wohl schwierig. Garancas Stimme klingt am gelöstesten im Mezzo-Passaggiobereich zwischen c und e; sehr viel darunter wirkt sie zwar dunkler (und nicht unangenehm), aber verliert Fokus und Substanz. Ein Mezzo-Mantel aus Samt ist wohl nicht ihre Sache, und es wäre unklug, diesen irgendwie künstlich herstellen zu wollen. Von daher sollte die Entwicklung wohl eher in die Höhe als in eine Tiefe gehen, die ihr auch wesensfremd wäre – die orgelnde Pastosität einer Fiorenza Cossotto (viz. die DVD aus Tokyo von der dortigen Favorita im Jahre 1971!) steht ihr nie und nimmer zu Gebote. Falscher Ausgang, sozusagen.
    Natürlich gab es brausenden Applaus für ihre Leistung, die Arie „O mio Fernando“ wurde als bekanntestes Stück der Oper auch heftig bejubelt. Interessant, daß Frau Garanca auch hier die beliebten Fiorituren und Alternativen ganz überwiegend in die Tiefe ausführte. Dem Publikum gefiel’s.


    Florian Sempey wurde als Alphonse XI. ebenfalls heftig bejubelt. Er entwickelte sich im Lauf des Abends hörbar. Wenn er es schafft, seinen nicht übermäßig schlanken, aber fein abgerundeten Stimmkern sozusagen zu seiner Normalstimme zu machen, ist ihm der Erfolg auch künftig sicher. Er gemahnt an große Baritone der 50er Jahre, vor allem an Bastianini. Er ist, wie alle weiteren Mitwirkenden, an der Deutschen Oper unter Vertrag und tritt dort regelmäßig in mittleren und einigen großen Partien auf.


    Elena Tsallagova als Ines hat ein paar schöne kleine Melodien und verströmt auch stimmlichen Liebreiz, Ante Jerkunica als Balthasar orgelt zunehmend freier mit einer sehr volltönenden Baßstimme und Matthew Newlin als Don Gaspar überrascht positiv durch einen angenehmen, für den widerlichen Charakter des Höflings fast schon zu schönen Tenor.


    Chor und Orchester der Deutschen Oper wurden von Pietro Rizzo routiniert dirigiert.


    Man kann sich freuen, wenn es die Favoritin auf diesem Wege zurück in das Bewußtsein des Publikums schafft. Berliner Neubekehrten für dieses Werk kann man aber die Reise nach Cottbus zur szenischen Aufführung am dortigen Theater nur empfehlen; auch dort singt man einen mehr als achtbaren Donizetti mit einer fein ausgeglichenen Ensembleleistung.


    Grüße!


    Honoria

    Donizetti, "La favorite", Staatstheater Cottbus am 31. Oktober 2015

    Auch, um dem Halloween-Terror unserer Nachbarskinder zu entgehen, aber vor allem, um diese extrem selten aufgeführte Donizetti-Oper zu sehen und zu hören, fuhren mein Mann und ich gestern nach Cottbus.
    Das Staatstheater dort ist ja ein Juwel des Spät-Jugendstils, zurückhaltend elegant und auf''s schönste renoviert.


    Dort also "La favorite" von Donizetti. Daß die französische (Ur-)Fassung verwendet wurde, hat man im RBB-Kulturradio vorher als eine große Leistung heftig beworben. Ich fand die französische an vielen Stellen passender als die italienische, uns geläufigere Version - rhythmisch und vom Sprachduktus her ist es so nicht uninteressant. Allerdings ist das Französisch vieler unserer Sänger weit davon entfernt, idiomatisch zufriedenstellend zu sein, also muß man einige Zugeständnisse machen.


    Die Inszenierung ist klug stilisierend, wenngleich das jetzt üblich gewordene pausenlose Hin- und Hergerenne auf der Bühne auch den Sängern an falscher Stelle einiges abverlangt - kann man nicht einfach auch einmal ruhig dastehen und ausdrucksvoll singen?


    Beim Bühnenbild gab es Säulen, Vorhänge, Treppen hier und da und alles häufig gedreht. Nicht sehr störend, also.


    Musikalisch ist der Abend ganz ungemein befriedigend. Das Philharmonische Orchester wird von Ivo Hentschel fein differenziert und mit schönen Einzelleistungen (Klarinette!) geleitet, und nach einem wirklich nur 10 Takte langen etwas schepperigen Beginn war die Tonsprache am gesamten Abend flüssig, warm, entschlossen und klangschön. Dabei war die Abstimmung zwischen Bühne und Orchestergraben selbst bei etwas heftigeren Chorszenen, die gern ein wenig aus dem Takt geraten, tadellos; ein Lob hier dem Opernchor Cottbus.


    Anstelle der Sängerin der Premiere und der ersten Vorstellungen der Reihe (Marlene Lichtenberg) hat jetzt Julia Rutigliano die Partie übernommen. Sie begann mit ein paar Schärfen, die der Nervosität geschuldet sein dürften, aber nachher fand sie zu einem schönen warmen Ton und einer berührenden Intensität der Darstellung.


    Von Alexander Geller, dem Fernand der gestrigen Aufführung, wird man sicher noch vieles hören. Er ist ein Spinto - Tenor reinen Wassers; sein stählerner Stimmkern wird schlank und elastisch geführt, dabei verfügt Geller über ein schönes Legato. Bravour-Töne außerhalb des Registers hatten die eine oder andere Delle; ließe man Geller auch einmal 10 Sekunden an einem Platz stehen, wäre das sicher besser, wie man auch bei "Ange si pur" im letzten Bild merkte, wo er einmal ruhig verharren durfte...


    Ciprian Marele verfügt über einen warmen, wandlungsfähigen Bariton, der bei Donizetti perfekt paßt - in Solo- und Ensembleszenen war Marele als König Alphonso beeindruckend präsent. Marele scheint in Cottbus nur zu gastieren; Angaben zu ihm fehlen auf der Website des Staatstheaters., Ich würde ihn gern häufiger sehen.


    Problematisch der Balthazar. Ich konnte dem Programmheft nicht entnehmen, welcher der beiden angegebenen Sänger es nun gestern war, daher werde ich auf Namensnennung ganz verzichten. Der Baß hatte jedenfalls eine volltönende, sonore Stimme; seine französische Aussprache aber war so unpräzise, daß der Gesangston stark darunter litt. Sehr schade, eigentlich.


    Die Comprimari Matthias Bleidorn (Don Gaspar, ein widerlicher Höfling) und Debra Stanley (Ines, eine liebreizende Hofdame) waren sehr gut und hatten fühl- und hörbar Spaß an dem, was sie darstellten. Der Opernchor merkwürdig gewandet, aber klangschön und, wie oben bemerkt, präzise.


    Insgesamt war es ein sehr, sehr schöner Opernabend. Die Atmosphäre im Zuschauerraum, die Zusammensetzung des Publikums überhaupt lassen uns wehmütig an die Zeiten des guten alten Stadttheaters denken, als Ausführende und Publikum miteinander gut vertraut waren und jeden Abend als eine gemeinsame Leistung bestritten. Auch in dieser Hinsicht lohnt Cottbus einen Besuch!


    Grüße!


    Honoria Lucasta


    Regie: Martin Schüler "http://www.staatstheater-cottbus.de/programm/oper/artikel_die-favoritin-la-favorite-.html", ergänzt für die Liste. AlexanderK, Moderation

    Herzlichen Glückwunsch...

    ...von einem weiteren Fan aus Berlin!


    Ich hatte das Glück, Ruggero Raimondi letztes Jahr -einen Tag vor Weihnachten, in der Lütticher Oper- noch einmal als Scarpia hören und sehen zu dürfen. Die Inszenierung war nett staubihaft, die Kostüme schön und prächtig. Raimondi hatte keinen sehr guten Tag, leider, was mich auch davon abhielt, seinerzeit darüber zu schreiben. Die Stimme klang ein bißchen sehr müde, und mir schien es, als sei er damals gesundheitlich nicht ganz wohlauf gewesen - da brennt auch ein Scarpia nicht mehr ganz so intensiv vor Leidenschaft. Er war aber immer noch eine höchst eindrucksvolle Erscheinung, und ich werde den Abend trotz seiner Indisposition in guter Erinnerung behalten.


    Grüße!


    Honoria

    Tosca in London

    Gestern sah ich mir diese TOSCA an:



    Ein Freund hatte sie mir letztes Jahr geschenkt, aber wegen meines Umzugs nach Berlin und des ausgesprochen stressigen neuen Jobs hatte ich irgendwie nicht die Muße, mich auf diese Tosca einzulassen. Und mein Eindruck ist denn auch ein zwiespältiger.


    Jonas Kaufmann als Cavaradossi singt ausgesprochen engagiert und gestaltet seine Rolle intelligent - er ist ein Sänger, bei dem ich mir -im Gegensatz zu vielen anderen!- immer gewiß bin, daß er weiß, was er singt. Seine Stimme gefällt mir nur nicht besonders, ich habe immer das Gefühl, er müsse erst mühsam in Fahrt kommen. Meist wird die Stimme auch gegen Ende der Vorstellung hörbar schlanker: das ist dann der Kaufmann, der mir sehr gut gefällt. Darstellerisch liefert der Tenor eine sehr anständige Leistung ab, und das ist bei Tosca ja schon die Hälfte der Miete.


    Bryn Terfel als Scarpia ist nicht mein Fall. Der Kostümbildner und der Friseur scheinen sich in London nicht ganz einig gewesen zu sein, welchen Schurkentypus sie zeigen wollten: das Kostüm ist akzeptabel (die Engländer können das sonst aber besser!), aber dieser Scarpia trägt seine Haare nach Art eines Robespierre ungeschnitten langwuselnd - das paßt überhaupt nicht. Und auch stimmlich ist dies nicht MEIN Scarpia. Terfels Stimme hat für mich wenig Farbe - ich würde ihn beim bloßen Hören nicht wiedererkennen können.Er beherrscht die Rolle, sicher, aber er atmet nicht die Souveränität eines Sherrill Milnes, eines Tito Gobbi oder, behüte, eines Ruggero Raimondi. Die darstellerischen Grausamkeiten wirken fast ein wenig aufgesetzt. Ich bezweifele, daß sich Terfel in dieser Rolle wohlfühlt oder so in ihr aufgehen kann wie andere Baßbaritone. Nach dem Applaus zu urteilen, war dfas Punlikum auch nicht einheitlich begeistert. Wobei ich eines zu seiner Entlastung sagen muß: der Ton dieser DVD ist nicht berauschend klar. Mag sein, daß dann die Stimme auch nicht so gut herüberkommt.


    Am wenigsten gefallen hat mir Angela Gheorghiu als Tosca. Damals, in der Filmproduktion an Originalschaupätzen mit Roberto Alagna und Raimondi, war sie eine berückend schöne, elegante und stimmlich betörende Tosca. In dieser Produktion sieht man, daß die Jahre nicht spurlos an ihr vorübergegangen sind, und der Eindruck wird noch verstärkt durch eine Personenregie, die ihr eine künstliche Mädchenhaftigkeit aufzwingt - manches wirkt fast peinlich. Stimmlich geben mir weder der erste noch der zweite Akt in dieser Produktion etwas. Ich hatte gestern sogar überlegt, ob ich mir den 3. Akt noch antun sollte (kein Scarpia weit und breit zu sehen...) - zum Glück habe ich ihn doch noch angeschaut, denn da blühte auch die Gheorghiu auf und verströmte etwas von dem Schmelz, dessentwegen sie mir früher lieb und teuer war, und Kaufmann spielte und sang so intelligent wie in den Akten davor. Das Ganz schloß also musikalisch versöhnlich.


    Die Inszenierung ist korrekt, aber m.E. schlecht beleuchtet - alles fürchterlich dunkel.Die Kostüme finde ich uninspiriert - man schaue sich die Tosca aus Verona mit Cedolins an, um zu sehen, wie eine Tosca im 2. Akt aussehen muß.


    Antonio Pappano dirigiert das Covent Garden Orchester mit Herzblut; hier merkt man aber am allermeisten, daß die DVD vom Ton her nicht ideal produziert wurde.


    Fazit also: eine Tosca mehr. Aber für mich nichts zum Wiederanschauen.


    Grüße!


    Honoria


    Der treffliche Waldi hatte weiter oben schon einmal die Kombination Sutherland - Tourangeau in Maria Stuarda erwähnt. Gestern hörte ich die Aufnahme nach langer Zeit wieder einmal und stellte erneut fest, daß Höreindrücke und -gewohnheiten doch einer ziemlichen Wandlung unterworfen sind.


    Diese Aufnahme war lange Zeit ziemlich einzig am Markt. Deswegen kaufte ich sie auch, als ich seinerzeit in Moskau (späte 90er Jahre) Maria Stuarda gefühlt mindestens einmal monatlich in der Neuen Oper aufgeführt sah (irgendwann streikte mein Mann, und ich mußte allein hingehen...) Die Aufnahme mit Sutherland, Tourangeau und Pavarotti schien mir damals das Maß aller Dinge zu sein. Sie begeisterte mich gestern immer noch in Einzelheiten, so z.B. in den Ensembleszenen. Aber Joan Sutherland läßt -für mein heutiges Empfinden- den für Maria entscheidenden Liebreiz ziemlich vermissen, die Zartheit, die ihren Reiz ja auch ausmacht, hat Pause. Und Huguette Tourangeaus Orgeln als Baßimitation nervt bisweilen; vielleicht war das damals schick und als Gegensatz zu Sutherlands robustem Zirpen gewollt, aber ich glaube, mittlerweile sind wir darüber stilistisch ein wenig hinweggekommen.


    Eine relative Erholung ist allerdings Pavarotti in der Rolle des Leicester - es war noch alles da, ein stählerner Glanz in der Höhe und großes Engagement. Insgesamt sicher etwas zum Wiederhören, aber mittlerweile gefällt mir die Gruberova-Baltsa-Aufnahme besser.


    Grüße!


    Honoria

    Heute ist diese noble Stimme verstummt - Carlo Bergonzi ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Er war der Meister des intelligenten, werkorientierten Singens. Allein seine Sammlung mit Verdi-Arien (auch aus unbekannteren Opern, ich habe sie beim Versender leider nicht mehr als CD angeboten gesehen) hat Maßstäbe gesetzt.


    R.I.P.


    Honoria Lucasta

    Lieber Cherubino,


    herzlichen Dank für die Zeilen zu dieser bemerkenswerten Sängerin. Ich habe 5 Jahre lang mein Büro in der Maria-Cebotari-Straße in Chisinau gehabt; die Sängerin war mir schon deswegen immer präsent. Sie hat wunderbare Aufnahmen hinterlassen, die allerdings in ihrer Heimat kaum zu bekommen sind. Dafür sorgte u.a. die andere große moldauische Sängerin, die unlängst verstorbene Maria Biesu - neben ihr durfte es keine moldauische Primadonna geben, und wäre sie auch lang verstorben... Cebotari muß auch, so berichtet u.a. Anton Dermota in seiner Autobiographie, ein ausgesprochen liebenswerter, bescheidener Mensch gewesen sein, nie wirklich eine kapriziöse Diva.


    Übrigens: der Staat heißt Republik Moldau. Moldawien ist eine Landschaft in Ost-Rumänien. Die Moldauer haben so wenig eigenes, daß wir ihnen den korrekten Namen ihres Staates schon gönnen dürfen, denke ich.


    Grüße!


    Honoria

    Don Carlos, Florenz 1956


    Diese "DonCarlos"-Live-Aufnahme fand kürzlich ihren Weg über den Vertrieb mit dem Faltenhund zu mir, für wenig Geld, aber in gutem Zustand. Ich sehe, daß man mittlerweile im regulären Vertrieb auch fündig wird, aber teilweise aberwitzige Summen bezahlen muß.


    Herausgestellt auf dem Cover meiner Ausgabe wird Anita Cerquetti als Elisabeth. Sie war sicherlich zur damaligen Zeit eines der verläßlichsten Schlachtrösser auf italienischen Bühnen, und sie singt diese Partie, wie sie alles singt: nicht ohne Wohlklang, auch intelligent, aber sicher nicht unverwechselbar. Ihre Stimme bleibt mir nie in Erinnerung. Dafür kann sie nichts, aber es erklärt wahrscheinlich, warum diese zu ihrer Zeit sehr oft eingesetzte Sängerin doch aus unserem Hörgedächtnis entschwunden ist.


    Keiner Erklärung für diesen Umstand bedarf es bei Angelo Lo Forese als Don Carlos: er ist überfordert mit dieser Partie und weiß es wahrscheinlich auch; er bemüht sich, aber es kommt nicht viel heraus. Zum Glück ist das die damals wie selbstverständlich übliche kurze Fassung, ohne Fontainebleau etc., von daher ist ein Ausfall bei Don Carlos noch gerade so zu ertragen.


    Die erfreulichen Punkte in dieser Aufnahme sind die tiefen Männerstimmen, zu denen ich jetzt mal Ettore Bastianini als Posa zähle: das war so recht seine Partie, jeder Takt Durchdringung des Noten- und Librettotextes, souveräne Beherrschung der gesamten Partie, so daß sie sich auch dem Zuhörer und nicht nicht nur dem Gast dieser Aufführung im Florenz des Jahres 1956 mitteilt. Bastianini hat auch keine Stimme, die per se im Gedächtnis bleibt: zusammen mit seiner Rollengestaltung ist sie aber doch ein Ereignis. Allerdings ist er hier nicht so überwältigend wie in der ungefähr späteren Aufnahme mit Christoff und Stella; das mag aber auch tagesformbedingt sein.


    Cesare Siepi singt den Philipp, wie er alles singt: untadelig, mit großem Wohlklang. Die Szene mit Posa ist stupend, ebenso die mit dem guten, wenn auch nicht abgrundtief knarzenden Großinquisitor (Giulio Neri). Ein bißchen bleibt er uns das Gesicht dieser Rolle hier schuldig; "Ella giammai m'amò" ist tadellos, aber sie berührt mich hier eher wenig.


    Der späterhin viel eingesetzte Paolo Washington singt hier den Mönch; gefällt mir gut.


    Und was ist mit der Eboli? Tja. Nebbich ist. Die von mir hochgeschätzte und verehrte Fedora Barbieri, um derentwillen ich eigentlich diese Aufnahme gekauft habe, ist ein Ausfall. Die Stimme ist immer noch schön, charakteristisch dunkel. Aber ihr fehlen auch bescheidenere Höhen, von den paar hohen b's der Partitur mal ganz zu schweigen, und sie kommt nur noch so ungefähr durch ihre beiden Arien. Das ist unendlich schade, früher war es sicher viel besser (wenngleich ich vermute, daß die Eboli nie ihre Leib- und Magenpartie war). Sie tat mir in dieser Aufnahme leid, und es macht keine Freude, sie anzuhören. Sehr schade.


    Antonio Votto dirigiert teilweise rücksichtsvoll langsam. Das muß man nicht mögen (ich tu's nicht); auch dadurch hat die Aufnahme für mich eher kein sympathisches Gesicht.


    Grüße!


    Honoria