Beiträge von Honoria Lucasta

    Liebe Kristin,


    was ist denn das für eine DVD mit Raimondi als König und Brendel als Posa? Der Katalog sagt dazu nichts, oder habe ich nur nicht richtig geschaut?


    Meine liebste Aufnahme ist die weiter oben angegebene mit Domingo / Milnes/ Caballé / Verrett und eben Raimondi unter Giulini - darüber geht nichts, aber es gibt einige interessante andere. Ich hoffe, am Wochenende finde ich die Zeit, dazu mal was zu schreiben.


    Grüße!


    Honoria

    Lieber Peter!

    Das kann ich natürlich gern machen - auf Deine freundliche Einladung hin mit großem Vergnügen. Hier also erneut der



    Sensationsfund im Ägyptischen Museum - ein aktueller Bericht aus dem "Tagesboten"


    Bei der Öffnung eines versehentlich seit mehr als 100 Jahren nicht ausgepackten Kartons kamen Zufallsfunde aus einem ägyptischen Amtsgebäude zum Vorschein, die jetzt nach mühevoller Entschlüsselungs- und Rekonstruktionsarbeit (man hatte sehr schludrig gearbeitet beim Versuch, sie zu verbrennen) unter Assistenz von Experten aus Kairo, Berlin und Wien lesbar gemacht wurden. Hier nun für den interessierten Leser des "Tagesboten" der Text, der auf die Interpretationspraxis von Verdi's Oper "Aida" einen gewissen Einfluß haben dürfte.


    Mahu, Präfekt der Wüstenpolizei zu Achet-Aton im Gau „Hase“ an Pane-hesi, Generalgouverneur in Men-nofer, Gau „Feuersteinmesser“.
    O Herr, ich schreibe Euch dies am 4. Tag im 1. Monat der Überschwemmung im 30. Regierungsjahr unseres Königs und in großer Verwirrung, denn in meinem Bezirk ist vor etwa 10 Tagen eine Person weiblichen Geschlechts aufgetaucht, die seither ständig, auch abends und nachts, um das Felsengrab herumlungert, das vor drei Monaten auf Euer Geheiß den ehemaligen Oberkommandierenden des Heeres, General Radames, aufnahm; ja, sie scheint sich dort förmlich auf Dauer niederlassen zu wollen, denn sie hat von der sie begleitenden kleinen Mannschaft (kaum 20 Soldaten) eine Art Zeltlager aufschlagen lassen und verbringt Tag und Nacht, in sengender Sonne und eisiger Nachtkälte, kniend vor dem Grab. Hauptmann Nun hat auf mein Geheiß versucht, eine ordnungsgemäße Feststellung der Personalien der Frau durchzuführen, aber er erhielt nur zur Antwort, er solle sich zu Seth scheren, sie sei als Prinzessin niemandem Rechenschaft schuldig und könne vor Gräbern wohnen, wie sie wolle. Der Hauptmann beschreibt sie als von hoheitsvoller Erscheinung, offensichtlich gebildet und befehlsgewohnt, also keinesfalls eine gewöhnliche Irre, weswegen ich mich an Euch wende mit der Frage, ob vielleicht in Men-nofer eine Königstochter abgängig ist. Wofern dies der Fall, wäre ich für weitere Instruktionen dankbar. Segen des allmächtigen Phta!


    Pane-hesi an Mahu
    Werter Präfekt, Euere Meldung ist mir höchst willkommen, denn tatsächlich hat das Verschwinden der ältesten Tochter des Königs, Prinzessin Amneris, am Hof bereits für einige Aufregung gesorgt, aber man hat mich von dort beschworen, die Angelegenheit aus grundsätzlichen politischen Erwägungen absolut diskret zu behandeln, weswegen wir bisher von einer förmlichen Suchmeldung abgesehen haben. Erregt die Prinzessin öffentliches Ärgernis? Falls nicht, wäre ich dankbar, wenn Ihr einstweilen nichts weiter unternähmt, als sie unter genauester Beobachtung zu halten. Bedarf sie vielleicht einer anderen weiblichen Person zur Bedienung? Osiris wache über Euer Geschick!


    Mahu an Pane-hesi
    O Herr, weisungsgemäß habe ich eine informelle Mitarbeiterin in’s Lager der Prinzessin eingeschleust, eine Äthiopierin mit Namen Aida. Ich habe damit instinktiv einen großen Glücksgriff getan, denn als die Prinzessin den Namen der jungen Person hörte, brach sie, wie mir die IM berichtet, in Tränen aus und seufzte „SIE dort“... und wies mit dem Kopf auf das Felsengrab- „sie dort hieß auch Aida“. Unserer IM gelang es im Verlauf der ersten Unterhaltung nur, herauszufinden, daß eine frühere Sklavin der Prinzessin ebenfalls diesen Namen trug und daß man diese Person zusammen mit General Radames in dem Grab eingeschlossen haben soll, als dieser wegen Vaterlandsverrates zum Tod verurteilt worden war. Das kann ich im übrigen nicht glauben, denn ich habe damals selbst den Verschluß des Grabes überwacht und wir haben lediglich General Radames dort zurückgelassen, damit der Gerichtsbeschluß vollstreckt und dem Gesetz der Götter Genüge getan werde. Auf weitere Nachfragen antwortete die Prinzessin nicht mehr, sondern versank in eine Art geistiger Entrückung, kniet seither auf dem Boden und wiegt sich summend hin und her. Soll mit der Operation fortgefahren werden? Segen des allmächtigen Phta!


    Pane-hesi an Mahu, per Eilboten
    Unbedingt fortfahren. Größte Geheimhaltung. Schicket täglich Bericht!


    Mahu an Pane-hesi
    Prinzessin aus Entrückung erwacht, körperlicher Zustand sehr schwach. Macht sich gegenüber IM größte Vorwürfe, weil sie für die Verurteilung General Radames verantwortlich sei. Beschuldigt sich heftig kleinlicher Eifersucht und unbeherrschten, unköniglichen Verhaltens. Klagt abwechselnd General Radames der Verstocktheit an („Hast in Zorn und Wut verwandelt meine tiefe Zärtlichkeit!“) und versichert ihm ihre Liebe („O komm doch und umarme mich in freudevollem Glück erbebt mir schon das Herz!“). Bisweilen verbale Ausfälle gegen IM, die sie mit ihrer ehem. Dienerin zu verwechseln scheint, beschimpft sie als heuchlerisch, weinerlich, als Verräterin. Bedenkliche Bewußtseinstrübung: Aida mal Sklavin, mal ebenfalls Prinzessin. Stimmt das? Soll ich einen Arzt hinzuziehen? O Isis und Osiris!


    Pane-hesi an Mahu
    Noch nicht.


    Mahu an Pane-hesi
    Prinzessin wieder besserer Verfassung. Wiederholt Aussagen über Aida: Sklavin, aber tatsächlich unerkannt Tochter Fürst Amonasros und seit langem heimlich mit General Radames verbunden – zuerst zwecks Gewinnung von Erkenntnissen zur ägyptischen Strategie gegenüber Äthiopien, später aus ernsthaftem Gefühl. Sei von ihrem zufällig gefangengenommenen Vater gezwungen worden, Radames unter Vorspiegelung ihrer Absicht, mit ihm zu fliehen, militärische Geheimnisse zu entlocken, die der Fürst dann zum Sieg über unsere Truppen nutzen wollte. Habe General Radames, dessen Genialität auf dem Schlachtfeld sie zum Wohle Ägyptens für unverzichtbar hält, nach seiner Festnahme angefleht, sich durch eine Heirat mit ihr vor dem sicheren Tod zu retten. Radames habe stur an Aida festgehalten. Prinzessin habe ihn dann in höchster Erregung dem Gericht unter Oberpriester Ramphis überantwortet; behauptet, im selben Moment von tiefer Reue erfaßt worden zu sein. Auf Nachfrage: kein weiterer Rettungsversuch zugunsten des Generals, aber verheerender Fluch gegen den Oberpriester und gesamte Obrigkeit (m.E. Grund für unsere derzeitigen Probleme an der äthiopischen Grenze). Fühlt sich trotz offenkundiger Begünstigung eines Staatsfeinds völlig im Recht, klagt sich weiter nur wegen zu großen Temperaments an; ist sich sicher, Sklavin/Prinzessin Aida wäre irgendwann Vergangenheit für den Ehemann einer Prinzessin gewesen. Spricht davon, ihm einen Thron nahe der Sonne errichten zu wollen – kann sie ein Denkmal meinen? Wieder starke Anfälle von Entrückung. Was tun mit dieser bedauernswerten Person höchsten Rangs?


    Pane-hesi an Mahu, durch Sonderboten
    Liquidieren.


    Mahu an Pane-hesi
    O Herr, bevor ich Euere Weisung ausführen konnte, ist die Prinzessin verstorben; möge ihre Seele mit Re zum Himmel steigen. Die Prinzessin hatte sich, als IM Aida sich zum Bericht in Achet-Aton aufhielt, in der prallen Sonne vor dem Felsengrab in betender Haltung auf dem heißen Sand niedergekniet und wurde am späten Nachmittag fast leblos aufgefunden – ihr erlauchter Körper war die große Hitze nicht gewohnt. Sie verschied dann in den Armen von IM Aida, ihre letzten Worte waren „O terra addio – pace t’implora“ (Sinn ist mir unklar). Zur Vermeidung von Aufsehen habe ich das bewußte Grab nächtens öffnen lassen und den Leichnam der Prinzessin hineingelegt; es waren übrigens tatsächlich dort zwei Leichen im Zustand erstaunlich guter Erhaltung vorhanden – wie die Äthiopierin Aida allerdings hinein gelangt ist, entzieht sich meiner Kenntnis, ich vermute aber stark, daß auch hier die bedauernswerte Prinzessin ihre Hand im Spiel hatte. Die Angelegenheit ist, so denke ich, mit dem erneuten Verschluß des Grabes zu Euerer Zufriedenheit erledigt. Wenn ich in anderer Sache behilflich sein kann – wir teilen jetzt ja gewissermaßen eine gemeinsame Geschichte mit Beteiligung allerhöchster Kreise… Segen des allwissenden Phta!


    Pane-hesi, Generalgouverneur, an Hauptmann Nun, Vertreter der Geheimpolizei in Achet Aton, in einer verschlüsselten Botschaft
    Ihr werdet die Freundlichkeit haben, das Problem Mahu endgültig zu lösen. Es war sehr unglücklich, daß er überhaupt von der Anwesenheit der Prinzessin Kenntnis erlangte, denn der Hof war froh, sie nach endlosen Wochen des Lamentierens los zu sein - ein königliches Klageweib ist auch mehr als unpassend. Je weniger von all dem bekannt wird, desto besser. Vernichtet den Schriftwechsel, vor allem die Akten Eueres tölpeligen Präfekten. Vielleicht nimmt das Grab noch eine Leiche mehr auf? Osiris wache über Euer Geschick.


    An alle Leser des "Tagesboten" korrespondentielle Grüße!


    Honoria


    die in Arbeit schon seit längerer Zeit fast untergeht und deswegen nicht mehr so viel schreiben kann wie einst.


    Dieser Text sei dem verewigten Rideamus gewidmet.

    Hier eine mögliche Antwort auf Merkatz' Frage

    „Tagesbote Aktuell“: Sensationsfund im Ägyptischen Museum


    Bei der Öffnung eines versehentlich seit mehr als 100 Jahren nicht ausgepackten Kartons kamen Zufallsfunde aus einem ägyptischen Amtsgebäude zum Vorschein, die jetzt nach mühevoller Entschlüsselungs- und Rekonstruktionsarbeit (man hatte sehr schludrig gearbeitet beim Versuch, sie zu verbrennen) unter Assistenz von Experten aus Kairo, Berlin und Wien lesbar gemacht wurden. Hier nun für den interessierten Leser des "Tagesboten" der Text, der auf die Interpretationspraxis von Verdi's Oper "Aida" einen gewissen Einfluß haben dürfte.


    Mahu, Präfekt der Wüstenpolizei zu Achet-Aton im Gau „Hase“ an Pane-hesi, Generalgouverneur in Men-nofer, Gau „Feuersteinmesser“.
    O Herr, ich schreibe Euch dies am 4. Tag im 1. Monat der Überschwemmung im 30. Regierungsjahr unseres Königs und in großer Verwirrung, denn in meinem Bezirk ist vor etwa 10 Tagen eine Person weiblichen Geschlechts aufgetaucht, die seither ständig, auch abends und nachts, um das Felsengrab herumlungert, das vor drei Monaten auf Euer Geheiß den ehemaligen Oberkommandierenden des Heeres, General Radames, aufnahm; ja, sie scheint sich dort förmlich auf Dauer niederlassen zu wollen, denn sie hat von der sie begleitenden kleinen Mannschaft (kaum 20 Soldaten) eine Art Zeltlager aufschlagen lassen und verbringt Tag und Nacht, in sengender Sonne und eisiger Nachtkälte, kniend vor dem Grab. Hauptmann Nun hat auf mein Geheiß versucht, eine ordnungsgemäße Feststellung der Personalien der Frau durchzuführen, aber er erhielt nur zur Antwort, er solle sich zu Seth scheren, sie sei als Prinzessin niemandem Rechenschaft schuldig und könne vor Gräbern wohnen, wie sie wolle. Der Hauptmann beschreibt sie als von hoheitsvoller Erscheinung, offensichtlich gebildet und befehlsgewohnt, also keinesfalls eine gewöhnliche Irre, weswegen ich mich an Euch wende mit der Frage, ob vielleicht in Men-nofer eine Königstochter abgängig ist. Wofern dies der Fall, wäre ich für weitere Instruktionen dankbar. Segen des allmächtigen Phta!


    Pane-hesi an Mahu
    Werter Präfekt, Euere Meldung ist mir höchst willkommen, denn tatsächlich hat das Verschwinden der ältesten Tochter des Königs, Prinzessin Amneris, am Hof bereits für einige Aufregung gesorgt, aber man hat mich von dort beschworen, die Angelegenheit aus grundsätzlichen politischen Erwägungen absolut diskret zu behandeln, weswegen wir bisher von einer förmlichen Suchmeldung abgesehen haben. Erregt die Prinzessin öffentliches Ärgernis? Falls nicht, wäre ich dankbar, wenn Ihr einstweilen nichts weiter unternähmt, als sie unter genauester Beobachtung zu halten. Bedarf sie vielleicht einer anderen weiblichen Person zur Bedienung? Osiris wache über Euer Geschick!


    Mahu an Pane-hesi
    O Herr, weisungsgemäß habe ich eine informelle Mitarbeiterin in’s Lager der Prinzessin eingeschleust, eine Äthiopierin mit Namen Aida. Ich habe damit instinktiv einen großen Glücksgriff getan, denn als die Prinzessin den Namen der jungen Person hörte, brach sie, wie mir die IM berichtet, in Tränen aus und seufzte „SIE dort“... und wies mit dem Kopf auf das Felsengrab- „sie dort hieß auch Aida“. Unserer IM gelang es im Verlauf der ersten Unterhaltung nur, herauszufinden, daß eine frühere Sklavin der Prinzessin ebenfalls diesen Namen trug und daß man diese Person zusammen mit General Radames in dem Grab eingeschlossen haben soll, als dieser wegen Vaterlandsverrates zum Tod verurteilt worden war. Das kann ich im übrigen nicht glauben, denn ich habe damals selbst den Verschluß des Grabes überwacht und wir haben lediglich General Radames dort zurückgelassen, damit der Gerichtsbeschluß vollstreckt und dem Gesetz der Götter Genüge getan werde. Auf weitere Nachfragen antwortete die Prinzessin nicht mehr, sondern versank in eine Art geistiger Entrückung, kniet seither auf dem Boden und wiegt sich summend hin und her. Soll mit der Operation fortgefahren werden? Segen des allmächtigen Phta!


    Pane-hesi an Mahu, per Eilboten
    Unbedingt fortfahren. Größte Geheimhaltung. Schicket täglich Bericht!


    Mahu an Pane-hesi
    Prinzessin aus Entrückung erwacht, körperlicher Zustand sehr schwach. Macht sich gegenüber IM größte Vorwürfe, weil sie für die Verurteilung General Radames verantwortlich sei. Beschuldigt sich heftig kleinlicher Eifersucht und unbeherrschten, unköniglichen Verhaltens. Klagt abwechselnd General Radames der Verstocktheit an („Hast in Zorn und Wut verwandelt meine tiefe Zärtlichkeit!“) und versichert ihm ihre Liebe („O komm doch und umarme mich in freudevollem Glück erbebt mir schon das Herz!“). Bisweilen verbale Ausfälle gegen IM, die sie mit ihrer ehem. Dienerin zu verwechseln scheint, beschimpft sie als heuchlerisch, weinerlich, als Verräterin. Bedenkliche Bewußtseinstrübung: Aida mal Sklavin, mal ebenfalls Prinzessin. Stimmt das? Soll ich einen Arzt hinzuziehen? O Isis und Osiris!


    Pane-hesi an Mahu
    Noch nicht.


    Mahu an Pane-hesi
    Prinzessin wieder besserer Verfassung. Wiederholt Aussagen über Aida: Sklavin, aber tatsächlich unerkannt Tochter Fürst Amonasros und seit langem heimlich mit General Radames verbunden – zuerst zwecks Gewinnung von Erkenntnissen zur ägyptischen Strategie gegenüber Äthiopien, später aus ernsthaftem Gefühl. Sei von ihrem zufällig gefangengenommenen Vater gezwungen worden, Radames unter Vorspiegelung ihrer Absicht, mit ihm zu fliehen, militärische Geheimnisse zu entlocken, die der Fürst dann zum Sieg über unsere Truppen nutzen wollte. Habe General Radames, dessen Genialität auf dem Schlachtfeld sie zum Wohle Ägyptens für unverzichtbar hält, nach seiner Festnahme angefleht, sich durch eine Heirat mit ihr vor dem sicheren Tod zu retten. Radames habe stur an Aida festgehalten. Prinzessin habe ihn dann in höchster Erregung dem Gericht unter Oberpriester Ramphis überantwortet; behauptet, im selben Moment von tiefer Reue erfaßt worden zu sein. Auf Nachfrage: kein weiterer Rettungsversuch zugunsten des Generals, aber verheerender Fluch gegen den Oberpriester und gesamte Obrigkeit (m.E. Grund für unsere derzeitigen Probleme an der äthiopischen Grenze). Fühlt sich trotz offenkundiger Begünstigung eines Staatsfeinds völlig im Recht, klagt sich weiter nur wegen zu großen Temperaments an; ist sich sicher, Sklavin/Prinzessin Aida wäre irgendwann Vergangenheit für den Ehemann einer Prinzessin gewesen. Spricht davon, ihm einen Thron nahe der Sonne errichten zu wollen – kann sie ein Denkmal meinen? Wieder starke Anfälle von Entrückung. Was tun mit dieser bedauernswerten Person höchsten Rangs?


    Pane-hesi an Mahu, durch Sonderboten
    Liquidieren


    Mahu an Pane-hesi
    O Herr, bevor ich Euere Weisung ausführen konnte, ist die Prinzessin verstorben; möge ihre Seele mit Re zum Himmel steigen. Die Prinzessin hatte sich, als IM Aida sich zum Bericht in Achet-Aton aufhielt, in der prallen Sonne vor dem Felsengrab in betender Haltung auf dem heißen Sand niedergekniet und wurde am späten Nachmittag fast leblos aufgefunden – ihr erlauchter Körper war die große Hitze nicht gewohnt. Sie verschied dann in den Armen von IM Aida, ihre letzten Worte waren „O terra addio – pace t’implora“ (Sinn ist mir unklar). Zur Vermeidung von Aufsehen habe ich das bewußte Grab nächtens öffnen lassen und den Leichnam der Prinzessin hineingelegt; es waren übrigens tatsächlich dort zwei Leichen im Zustand erstaunlich guter Erhaltung vorhanden – wie die Äthiopierin Aida allerdings hinein gelangt ist, entzieht sich meiner Kenntnis, ich vermute aber stark, daß auch hier die bedauernswerte Prinzessin ihre Hand im Spiel hatte. Die Angelegenheit ist, so denke ich, mit dem erneuten Verschluß des Grabes zu Euerer Zufriedenheit erledigt. Wenn ich in anderer Sache behilflich sein kann – wir teilen jetzt ja gewissermaßen eine gemeinsame Geschichte mit Beteiligung allerhöchster Kreise… Segen des allwissenden Phta!


    Pane-hesi, Generalgouverneur, an Hauptmann Nun, Vertreter der Geheimpolizei in Achet Aton, in einer verschlüsselten Botschaft
    Ihr werdet die Freundlichkeit haben, das Problem Mahu endgültig zu lösen. Es war sehr unglücklich, daß er überhaupt von der Anwesenheit der Prinzessin Kenntnis erlangte, denn der Hof war froh, sie nach endlosen Wochen des Lamentierens los zu sein - ein königliches Klageweib ist auch mehr als unpassend. Je weniger von all dem bekannt wird, desto besser. Vernichtet den Schriftwechsel, vor allem die Akten Eueres tölpeligen Präfekten. Vielleicht nimmt das Grab noch eine Leiche mehr auf? Osiris wache über Euer Geschick.


    An alle Leser des "Tagesboten" korrespondentielle Grüße!


    Honoria

    Wie geht's weiter?

    Ihr Lieben,
    im Klassikforum habe ich mal beschrieben, wie es weitergehen könnte...


    Man schaue, wenn man mag, hier, ziemlich weit unten auf der Seite: :L: :


    Grüße!


    Honoria


    P.S. O weh, ich wußte nicht, daß ich außer zu Verkäufern keinen Link setzen darf. Dann folgt jetzt gleich der Text, der ja immerhin mein Eigentum ist...

    Überraschenderweise sehr schön

    ...ist diese Aufnahme, die ich gerade im Auto höre (muß viel über die Insel fahren, und das Radioprogramm ist unerträglich!):


    Ich habe sonst für Sopran-Rosinas nicht viel übrig, aber diese ist phänomenal: Luciana Serra läßt Koloraturen wie funkelnde Perlenschnüre hören, Rockwell Blake singt sehr inspiriert, die Veteranen Enzo Dara und Paolo Montarsolo können ohnehin nicht viel falsch machen. Es ist eine Live-Aufnahme und man hört einige Publikums- und Bühnengeräusche, aber das ist nicht schlimm.


    Grüße!


    Honoria

    Soulagée!

    Da bin ich ja erleichtert, daß ich mit meiner Meinung nicht völlig allein stehe: ich fand dieses Requiem zum Einschlafen langweilig. Sicher liegt viel an dem Verlust der Atmosphäre bei der TV-Übertragung, aber m.E. waren vor allem die Solisten auch nicht wirklich bei der Sache: alle schienen ganz weit weg, auch innerlich nicht beteiligt, vor allem nicht der blendend aussehende baltische Eisblock Garanca. Aber woran liegt das in diesem Fall? Barenboim kann man ja manches vorwerfen, aber nicht, daß er nicht dezidiert musiziere...das Dies irae war aber tatsächlich etwas für Scheintote
    :schaem:
    Grübelnde Grüße


    Honoria

    Zitat

    Ich weiß gar nicht, waren im 19. Jahrhundert arrangierte Hochzeiten unter adligen Geschwistern nicht noch an der Tagesordnung?


    Ganz sicher nicht, denn Heiraten unter Geschwistern waren nie an der Tagesordnung, weil das sittliche Empfinden das schon verbot, als von den genetischen Weiterungen der Inzucht noch niemand etwas wußte. Zu nahe Verwandtschaft (und damit waren beileibe nicht nur Cousins und Cousinen gemeint, das ging noch viel weiter) war bis weit in's 20. Jhdt. ein veritables kirchliches Ehehindernis.


    Ich neige auch eher der Auffassung zu, daß die in der Walküre auftretenden Sagenfiguren ohnehin so weit weg waren, daß man sie sozusagen nur mit gebremster Mißbilligung betrachtete.


    Grüße!


    Honoria

    Zitat

    P.S. Es gibt übrigens einen Boccanegra mit Sherrill Milnes, das ist was anderes.


    Ja, liebe Musikkristin,


    da haben wir den baritonalen Glanz dessen, der nicht weniger intelligent Rollen gestaltet als sein Kollege. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, daß es Milnes immer etwas gewurmt hat, nicht so umjubelt zu werden wie ein Tenor. Ist ja auch ungerecht: wenn er den Boccanegra singt (die Aufnahme mit Tomowa-Sintow und Moldoveanu meinst Du sicherlich), klingt es substantiiert und mit einem glänzenden Kern.


    Und, weil dort der Unterschied frappant deutlich wird, sehe oder höre man sich "O, de verd'ani miei" von Milnes im Vergleich zu Domingo an (MET aus den 80ern, mit Pavarotti und Raimondi): die Fermate auf dem letzten hohen Ton ist souverän erkämpft und nicht einfach irgendwie da.


    Aber wir können unken, soviel wir wollen: Domingo hat gesagt, so lange ihn überhaupt noch jemand hören wolle, werde er weitersingen - und geht's nicht mehr als Tenor, dann eben als Bariton. Den Markt für das alles wird es immer geben. Nur wir kundigen Thebaner erinnern uns wehmütig an die Glanzzeiten dieses Sängers und werden wohl nicht mehr oft versuchen, diese Erinnerungen durch heutige Eindrücke bestätigt zu bekommen... :shake:


    Grüße!


    Honoria

    Domingo singt Verdi - Bariton-Arien


    Domingo singt Verdi - was auch sonst im Jubiläumsjahr? Und passend zum Fachwechsel hat er eine CD mit Baritonarien eingespielt, als repräsentativen Querschnitt des Repertoires für diese Stimmgattung
    Ich war neugierig und habe mir die CD aus Deutschland bestellt; hier auf der Insel kann man sie erst im September kaufen.


    Mein Eindruck nach -zugegebenermaßen erst einmaligem- Hören: schöne Momente, aber in der Substanz zu wenig. Es geht mir hierbei so, wie wenn ich eine Sängerin, die bisher Violetta und Leonora gesungen hat, plötzlich bei der Dalilah erwische: ich fühle mich ein klein wenig auf den Arm genommen. Natürlich kann eine hohe Stimme ein tieferes Repertoire auch korrekt singen, wenngleich die satte Tiefe meist (vorliegend ganz gewiß) fehlt. Aber es ist vielfach nur ein bequemes Durchsingen, es ist kaum je etwas nachvollziehbar gestaltet, weil für eine Original-Stimme ja jeweils auch die stimmlichen Anforderungen und wie sie gemeistert werden Richtschnur und Maß für die Gesamtgestaltung sind. Natürlich fallen Domingo ein paar hohes A*'s nicht sonderlich schwer; wo echte Baritone kämpfen, singt er relativ unbeschwert. Aber gerade durch dieses leichte Durch- und Hinsingen leuchtet Domingo sozusagen die Ecken nicht aus, was ihm, dem Meister des textbezogenen Singens über Jahrzehnte hin, eigentlich gar nicht ähnlich sieht, aber vorliegend eben der Tessitura geschuldet ist.


    Es funktioniert noch am besten in den Ensembleszenen aus Simone Boccanegra; hier kommt die für einen Bariton schlanke Stimme gut zur Geltung (übrigens in einem hochklassigen Umfeld). Relativ gut die Arie (+ Bariton-Stretta!) aus dem Troubadour, weil das auch für einen Bariton schon Singen in extremis ist; akzeptabel das Duett Don Carlo - Rodrigo, wo er sich allerdings sehr um einen dunklen Mantel um die Stimme bemüht, damit er sich von dem Tenor, der ein bißchen klingt wie Domingo in jung, doch etwas absetzt.


    Belanglos der König im Ernani, unerträglich der Germont.


    Mein Eindruck wäre ein anderer -ganz gewiß!- sähe ich den Meister diese Rollen auf der Bühne gestaltend, denn da kommt eben noch vieles hinzu; Domingos vielfach überragende Rollengestaltung ist ja Legende. Aber als Tonaufnahme allein sind die dem Repertoire und dem Alter geschuldeten Unzulänglichkeiten einer anders geschulten und tradierten Stimme einfach zu groß, um nicht bemerkt zu werden.


    Es tut mir in der Seele weh, dies so bewerten zu müssen, aber des Rezensenten Pflicht richtet sich nun einmal am wahrhaftig mitgeteilten Höreindruck aus. Möglicherweise sieht, hört und begründet es jemand anderes auch ganz anders.


    Grüße!


    Honoria

    Ich erinnere mich an einen ansonsten nicht weiter bemerkenswerten "Don Pasquale" in Bonn Mitte der 80er Jahre, in dem ich zum ersten Mal erlebte, daß "Aspetta, aspetta, caro cugino" (Duett Pasquale - Malatesta) immer wiederholt werden mußte - das Publikum tobte jedes Mal vor Begeisterung. Es scheint dies aber bei dem Stück ohnehin so etwas wie Tradition zu sein, denn Nello Santi erlaubt in der schönen Don Pasquale - Produktion aus Zürich Raimondi und Widmer lächelnd das Nämliche: eine Wiederholung dieser das Publikum begeisternden Plapperei.


    Grüße!


    Honoria

    Meine Lieblingsstellen bei Wagner wechseln je nach Gefühl und Wellenschlag, aber ziemlich sicher dabei sind immer in dieser Reihenfolge:


    - "Dir töne Lob, die Wunder sei'n gepiesen" aus dem Tannhäuser, je ekstatischer gesungen, desto besser - schließlich ist ja Venus das Gegenüber (aber textdeutlich und idiomatisch korrekt muß es schon sein, deswegen ist Domingo in der Aufnahme mit Studer, Baltsa, Schmidt ausdrücklich keine Empfehlung!)
    - "Eine Waffe laß mich dir weisen... Der Männer Sippe saß einst im Saal..." aus der Walküre - Sieglinde ist immer am Rande des Nervenzusammenbruchs; man braucht nur einmal Lotte Lehmann dies singen zu hören, um zu verstehen, wie sehr
    - "Wohin nun Tristan scheidet" aus Tristan und Isolde - das nämliche Phänomen - am eindrücklichsten gesungen einst von Melchior


    Grüße von der Insel


    Honoria


    P.S. Ist jemand in der nächsten Zeit hier? Am 7. April gibt's Wagner auf dem Grünen Hügel von Lloret de Vistalegre, kuxtu hier: "http://www.spanien.diplo.de/Vertretung/spanien/de/05-palma/0-palma.html" [ :L: Link deaktiviert, vgl. hier :gurni: ]

    Lieber Cherubino,
    wenn es auf Deinem Cover so steht, ist es sicher richtig - mein Cover sagt dazu gar nichts, sondern gibt nur Sängernachnamen an, und ich meinte Corena als Ramphis erkannt zu haben - kann mich geirrt haben. Zur Priesterin sagt mein Cover gar nichts.


    Grüße!


    Honoria

    Eine Wohltat

    ...ist diese CD, für ganz wenig Geld in einer anders dekorierten Hülle beim Versand mit der Bulldogge erstanden:



    Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1951 (so steht's auf meiner Hülle); der Klang ist altersgemäß manchmal ein bißchen eindimensional.


    Mario del Monaco als Radames fühlt sich noch nicht bemüßigt, durch Lautstärke seine sängerische Kompetenz zu beweisen, sondern phrasiert schön, läßt auch mal jemandem anderem den sängerischen Vortritt und bemüht sich hörbar um Gestaltung auch des Charakters, den er darstellen soll.


    Renata Tebaldi hat noch nicht den späteren von mir als in Konkurrenz zur Callas empfundenen, demonstrativ aufgesetzten Liebreiz und die plakative Sanftheit, sondern singt auf hohem stimmlichen und befriedigenden darstellerischen Niveau ihre Aida, mit soviel Temperament wie sie sich etwas später schon nicht mehr erlauben zu können glaubte.


    Ebe Stignani singt eine vorzügliche Amneris - ich mag ihre Stimme und ihre unaufgeregte Art der Gestaltung sehr, und obwohl 1951 für sie schon ein wenig spät war, gibt sie mir immer noch das Gefühl, daß sie ihren Part nicht nur singt, sondern geradezu verinnerlicht hat.


    Der Amonasro von Aldo Protti steht ihr nicht nach; auch in dieser Aufnahme gewinnt die Aufführung (im Studio, es ist keine Live-Aufnahme) mit dem Erscheinen von Aidas Vater in Prottis souveräner Gestaltung noch einmal stimmlich und szenisch an Fahrt und Tempo. Vorzüglich sein Zusammentreffen mit Aida im Nil-Akt; da ist mal ein nicht nur polternder, sondern auch ein werbender Fürst.


    Fernando Corena -auch wohl noch eher am Anfang seiner Karriere- gibt einen sonoren Ramphis, und der später unersetzliche Vielzweck-Piero di Palma (die Mutter aller Comprimari, sozusagen ;+) ) singt den Boten so zuverlässig wie er alles singt. Den Sänger des Königs kann ich aus der mir vorliegenden Hülle nur als mit "D. Caselli" ersehen - auch diese Leistung ordnet sich auf dem hohen Niveau der gesamten Aufnahme neben alle anderen ein.


    Alberto Erede dirigiert Chor und Orchester der Accademia Santa Cecilia. Bei Versendern findet sich bezgl. dieser Aufnahme die Kritik, er schlage zu langsame Tempi; das kann ich nicht finden. Man muß auch Aida nicht in Rekordzeit zum Tod hetzen; daß den Sängern hier manchmal fühlbar Zeit gelassen wird, wirkt sich vor allem auf Tenor und Sopran äußerst günstig aus.


    Das wird eine meiner lieberen Aufnahmen werden, glaube ich, obwohl ich sonst weder für del Monaco noch für die Tebaldi viel über habe. Das fühlbare Bemühen, miteinander eine sehr gute Aida aufzunehmen, der man weder Melos noch den inneren Gehalt ausgetrieben hat, sorgt für eine ungemein überzeugende Ensembleleistung.


    Grüße und ein gutes Neues Jahr allen Capricciosi!


    Honoria

    Lieber Peter Michaelow,


    das war ganz genau mein Eindruck. Wobei ich nur traurig war, als ich sah, wie Villazon panisch selbst merkte, daß es nicht klappte - er hatte wirklich einen rabenschwarzen Tag gestern, nur immerhin hat er wenigstens nicht abgebrochen wie letzthin bisweilen. Und Hampson hat wohl auch leider, leider mittlerweile nicht immer ganz gute Tage. Er wirkte oft kurzatmig, vielleicht auch gerade in dem skandalös zusammengestoppelten Don-Carlos-Duett irritiert von dem hier völlig daneben singenden Villazon.
    Olga Peretyatko machte (fast) alles richtig, aber das war dann in der Summe doch nicht wirklich ausreichend. Schade, schade.


    Grüße und ein gutes Neues Jahr!


    Honoria


    Diese habe ich mir gegönnt (der Versand mit der Bulldogge machte ein unwiderstehliches Angebot!), und ich höre sie gerade mit großem Vergnügen. Die CD ist eine Zusammenstellung aus verschiedenen LPs (nehme ich an), denn es spielen verschiedene Orchester und dirigieren auch unterschiedliche Dirigenten (Kleiber, Erede, Gavazzeni, Serafin) . Ein interessanter Querschnitt durch das klassische italienisch-französische Baßrepertoire.
    Einige Nummern sind unglaublich gut: "Il lacerato spirto" habe ich kaum je so sonor - traurig gehört, desgleichen "Ella giammai m'amò. Daneben einige selten gehörte Sachen wie "Di sposo" aus "Salvator Rosa" von Gomes. Insgesamt eine sehr überzeugende Zusammenstellung und definitiv wert des Hörens.


    Grüße!


    Honoria


    Merkwürdig, daß es diese Uralt-Aufnahme in so vielen Covern gibt - es handelt sich aber immer um die selbe 1930er Aufnahme mit Aureliano Pertile und Irene Minghini-Cattaneo. Waldi hat weiter oben eigentlich schon alles dazu gesagt - wirklich überragend sind die beiden vorgenannten Sänger, eine bessere Azucena als die von I.M-C wird man kaum finden. Erstaunlich die relativ gute Aufnahmequalität; zwar sind manche Chorstellen und leider auch manche Passagen der Leonora ein bißchen quäkig, aber man kann das schon aushalten.


    Grüße!


    Honoria


    Es dauert ziemlich lange, bis diese Live-Aufnahme aus der Wiener Staatsoper vom 10. Mai 1955 in Gang kommt: genaugenommen gewinnt sie erst beim Auftritt von Amonasro, den George London fulminant, gewaltig und höchst textverständlich singt, an Fahrt und Stimmung. Bis dahin hat sich Hans Hopf als Radames ziemlich gequält ("Celeste Aida" ging gerade so eben gut; der Beifall des Publikums war arg endenwollend), Leonie Rysanek als Aida wirkt lustlos, Jean Madeira als Amneris beliebig. Einzig Gottlob Frick als Ramphis orgelt heftig und sonor, wie man es von ihm gewohnt ist, aber er reißt's halt auch nicht - bis zum Auftritt von George London eben. Der bringt so etwas wie Stimmung und Leben in diese Aufführung, und danach reißen auch alle anderen sich am Riemen. Nil-Akt und 4. Akt sind eindrücklich musiziert, wenngleich ich mir von Rafael Kubelik am Pult manchmal etwas weniger plakatives Scheppern an Forte-Stellen gewünscht hätte, aber er war wahrscheinlich auch froh, daß die Lethargie ein Ende hatte. Oskar Czerwenka gibt den König, Erich Majkut den Boten und Annie Felbermayer die Priesterin. Die Aufführung geschah auf Deutsch in einer etwas uneleganten Fassung; das hatte dann ja auch bald ein Ende, als Karajan der Staatsoper die Internationalisierung verordnete. Bemerkenswert aber, daß Größen wie George London und Jean Madeira auch das Deutsche selbstverständlich sehr gut drauf hatten..


    Fazit: ich habe jetzt eine Aida mehr. Eher ein Zählposten als ein großer Gewinn.


    Grüße!


    Honoria