Beiträge von Agravain

    Darf ich fragen, wie dir diese gefallen hat?

    Du darfst. ;)


    Also: Solistisch ist das schon sehr schön. Mir gefallen fast alle. Insbesondere Gilchrist und Iestyn Davies sind hervorragend.

    Nicht ganz glücklich besetzt scheint mir Ed Lyon, der mir streckenweise zu sehr den Heldentenor gibt. Aber: Im Detail gestaltet er nicht selten schon sehr gut („Erwäge“). Dass er so stark klingt, mag aber auch an der Live-Situation liegen. Roderick Williams‘ balsamischer Bariton klingt mir in diesem Repertoire eher fremd. Im tiefen Register „Eilt, ihr angefocht’nen Seelen“) finde ich ihn nicht (mehr) ganz so klangschön und auch eher unlocker.


    Übrigens; Das Deutsch ist phonetisch ausgezeichnet. Wenn man das neben der neuen Gardiner-Aufnahme hört, fragt man sich noch intensiver, wie letzterer das, was seine Solistinnen und Solisten da veranstaltet haben, durchgehen lassen konnte.


    Der Chor ist tontechnisch insgesamt nicht so glücklich eingefangen. Für mein Empfinden ist der Hörer zu nah dran an den einzelnen Stimmgruppen, ja an den individuellen Stimmen. Das ist - finde ich - nicht immer glücklich, kommt doch so kein runder Klang zustande.


    Cleobury präsentiert die Passion im positiven Sinne traditionell, ohne interpretatorische Ausreißer in welche Richtung auch immer. Allerdings gibt es schon ab und an Passagen, die für mein Empfinden etwas durchhängen, Momente von Blässe. Insgesamt finde ich seine 1996er Aufnahme atmosphärischer und dramaturgisch gelungener.


    :wink: Agravain

    Lauscherchen bereits gespannt auf Elgar-2-RBB-Kultur-Live-Event unter Fuchtel Ticciatis aus Hertha-Stadt am kommenden Samstag

    Da hätte ich, hätte mich nicht die Seuche ereilt, im Saal gesessen und hätte Dir in tiefster Verbundenheit zugehustet...


    Hier lief heute:



    Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion BWV 245


    James Gilchrist - Evangelist

    Neal Davies - Jesus


    Sophie Bevan - Sopran

    Iestyn Davies - Countertenor

    Ed Lyon - Tenor

    Roderick Williams - Bass


    The Choir of King‘s College, Cambridge

    Academy of Ancient Music

    Sir Stephen Cleobury


    :wink: Agravain

    Hier:



    Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion BWV 245


    Maximilian Schmitt - Evangelist

    Krešimir Strazanak - Jesus


    Dorothee Mields - Sopran

    Damien Guillon - Countertenor

    Robin Tritschler - Tenor

    Peter Kooij - Bass


    Collegium Vocale Gent

    Philippe Herreweghe


    Herreweghe weiß schlicht, wie es geht. Das Drama entfaltet sich hier ganz wie von selbst, da muss nichts „auf Teufel komm raus“ musiziert werden, in keinem Moment habe ich das Gefühl, hier müsse dringlich noch ein zusätzliches Pfund in der Vehemenz- und Rasanz-Abteilung draufgelegt werden, nie habe ich den Eindruck, es müsse mal etwas unbedingt „ganz anders“ gemacht werden. Herreweghe - so wirkt das auf mich - mag hier wohl auf einer neuerlichen Entdeckungsreise durch die reichhaltigen Schichten dieses Werkes sein, sicher aber nicht auf der (oberflächlichen) Suche nach dem unbedingten Alleinstellungsmerkmal. Beweisen muss er auch nichts mehr.

    Dabei klingt das Ganze übrigens in keiner Weise „altmeisterlich“ oder „altersweise“. Tatsächlich erlebe ich eine stets lebendige, nicht selten packende, aber auch introspektive, bisweilen meditative Lesart mit vorbildlicher Ausdeutung der textlichen wie musikalischen Ebene. Dass mich nicht alle Solisten ansprechen (Guillon, Tritschler), schmälert meinen ausgesprochen positiven Eindruck nicht.


    :wink: Agravain

    Weiter geht es mit:


     


    Max Reger: Requiem, op. 144b („Seele, vergiss sie nicht“)


    Marga Höffgen - Alt


    NDR-Chor

    NDR Sinfonieorchester

    Roland Bader


    Sir Edward Elgar: The Spirit of England, op. 80


    Andrew Staples - Tenor


    BBC Symphony Chorus

    BBC Symphony Orchestra

    Sir Andrew Davis


    :wink: Agravain

    Hier lief:



    Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion BWV 245


    Lothar Odinius - Evangelist

    Christian Immler - Jesus


    Ditte Andersen - Sopran

    Lenneke Ruiten - Sopran

    Delphine Galou - Alt

    David Hansen - Alt

    Colin Balzer - Tenor

    Valerio Contaldo - Tenor

    Yorck Felix Speer - Bass


    Les Musiciens du Louvre

    Mark Minkowski


    Druckvoll, rasant, virtuos. An (zu) vielen Stellen zumindest. Allerdings scheint mir Minkowski (wie auch andere, bspw. Egarr) dem Missverständnis zu erliegen, dass die „dramatische“ Passion eben (fast) dauerhaft unter Hochdruck gespielt werden muss, damit sie überhaupt „dramatisch“ ist. Diese „Unterstützung“ ist meines Erachtens allerdings überflüssig. Tatsächlich wirkt die gebetsmühlenartige Umsetzung dieses im Grunde einzigen herausstechenden interpretatorischen Einfalls Minkowskis auf die Dauer eher ermüdend. Insbesondere die Turbae wirken auf mich streckenweise oft wie eine Karikatur ihrer selbst.

    Davon ab gefallen mir die Frauenstimmen nicht (insbesonders im Eingangschor, wo das individuell herausstechende Vibrato mich schon ziemlich stört).

    Keine Aufnahme, zu der ich zurückkehren werde.


    :wink: Agravain

    Brahms auch hier:



    Johannes Brahms:

    Drei Gesänge, op. 42 (Abendständchen, Vineta, Darthulas Grabgesang)

    Schicksalslied, op. 54

    Nänie, op. 82


    Rundfunkchor Berlin

    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

    Gijs Leenaars


    Schöne Scheibe.


    :wink: Agravain

    Hier:



    Johann Sebastian Bach: „Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!“ BWV 214


    Edith Mathis, Carolyn Watkinson, Peter Schreier, Theo Adam


    Berliner Solisten

    Kammerorchester Berlin

    Peter Schreier


    :wink: Agravain

    Löffel daran festgefressen; leider ohne CD-Bildchen

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    Eine sehr gute, wenn nicht sogar: sehr fetzige Wahl. Grins1


    Hier das Bildchen:



    :wink: Agravain

    Hier der dritte Teil dieser ebenso spannenden wie verdienstvollen Reihe:



    Edward Elgar in America Vol. III


    Für den Aficionado bringt diese Doppel-CD allerdings nur wenig grundsätzlich Neues, denn sowohl Barbirollis 1959er „Gerontius“ aus New York als auch seine Darbietung des „Introduction & Allegro“ aus derselben Saison liegen hier bereits vor:



    In beiden Fällen wurden die Aufnahmen von Lani Spahr restauriert. Eventuell ist es auch ein und dasselbe Remastering. Deutlich gemacht wird das im Booklet zumindest nicht.

    Für mich interessant sind die beiden erstmals zu hörenden, allerdings nur sehr kurzen Ausschnitte aus den „Scenes from the Saga of King Olaf“ mit dem Mormon Tabernacle Choir, die unter der Leitung von J Spencer Cornwall entstanden.


    :wink: Agravain

    Immerhin kann man dem Bier entgehen, in dem man im Pub Wein aus dem Zapfhahn ordert.

    Was mich an meinen ersten Besuch als Pennäler in GB erinnert, wo ich dereinst - es war Ende der 80er - Weißwein aus Dosen getrunken habe. <X

    Eingedenk dieser schmerzlichen Erinnerung bleibe ich beim Pint of Guinness. Oder so.


    :wink: Agravain

    Schließlich schlürfe ich in Winchester gerne ein Pint in unmittelbarer Nähe seiner Statue.

    Nur etwa 1 Stunde Fahrt von uns - beim nächsten Mal bestehe ich auf gemeinsames Schlürfen. Jeder aus eigenem Glas natürlich. Überhaupt wäre ein Capriccio Inseltreffen auch eine Idee. Falls man so einen kultivierten Haufen überhaupt reinlässt 8).

    Ein großartiger Gedanke!

    Winchester ist - neben Christchurch und Bournemouth - gewissermaßen mein home away from home. Und es gäbe für den „kultivierten Haufen“ eine Menge zu entdecken…


    :wink: Agravain

    Hier gab es Frühroyales aus Britannia im italienischen Gewand. Schmeichelt dem Ohr.

    Überhaupt bin ich der angelsächsischen Titelfigur zugeneigt. Schließlich schlürfe ich in Winchester gerne ein Pint in unmittelbarer Nähe seiner Statue. :schnaps1:



    Johann Simon Mayr: Alfredo il Grande


    Alfredo/Elfrido - Marie-Luise Dressen

    Gutrumo - Markus Schäfer

    Etelberto - Daniel Ochora

    Alinda - Anne Feith

    Alsvita - Sophia Körber

    Amundo - Philipp Polhardt


    Simon Mayr Chor

    Mitglieder des Bayerischen Staatsopernchors

    Concerto de Bassus

    Franz Hauk


    Unterhaltsame Sache, durchaus knackig musiziert.


    :wink: Agravain