Beiträge von Agravain

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.

    Ich habe schon geahnt, dass ich „owls to Athens“ trage… ;)

    Auch ich meine, dass die drei Scheiben, auf die Du Dich beziehst, ein ganz wunderbares Triptychon darstellen.

    Entsprechend oft läuft dieser Stoff auch bei mir recht häufig. :thumbup:


    :wink: Agravain

    Nun:


     


    Jean Sibelius:

    Finlandia, op. 26

    Berliner Philharmoniker

    Herbert von Karajan


    Symphonie Nr. 1 e-Moll, op. 39

    London Symphony Orchestra

    Sir Colin Davis


    :wink: Agravain


    Mit großer Freude und ebensolchem Interesse habe ich über die Feiertage den Band „Der Fall von Gondolin“ verschlungen, den mir meine Gattin dankenswerterweise zum Fest verehrt hat.


    Es handelt sich hierbei um eine von Christopher Tolkien zusammengestellte im Jahr 2018 veröffentliche Sammlung von Texten, die um die Geschichte von Tuor (dem Sohn Huors) und dem Fall der im Tal von Tumladen gelegenen, von dem Gebirgszug Echoriat von der Außenwelt abgeschirmten (Elben-) Stadt Gondolin kreisen. Wir befinden uns im ersten Zeitalter und Melkor/Morgoth ist der große Erzfeind aller.


    Zwei der hier enthaltenen Texte wurden schon im „Buch der Verschollenen Geschichten“ („Der Fall von Gondolin“) und in „Nachrichten aus Mittelerde („Von Tuor und seiner Ankunft in Gondolin“) veröffentlicht. Ähnlich wie schon in den gesonderten Ausgaben der Geschichten um „Die Kinder Húrins“ und „Beren und Lúthien“ ist es auch hier Christopher Tolkiens Ansinnen, über die bisherigen Veröffentlichungen hinaus, weitere Vorstufen dieses „Sagenkreises“ vorzustellen, die unterschiedlichen Versionen und Fragmente zu vergleichen und zu kommentieren. Sein Ziel ist es zum einen, bestimmte Geschichten des Ersten Zeitalters besser verständlich zu machen, zum anderen will er den allzeit kräftig sprudelnden kreativen Quell seines Vaters darstellen. Beides gelingt. Eine starke Motivation für Christopher Tolkien war, dass es für ihn „vielleicht der schmerzlichste Fall von vielen [ist], in denen er [= J.R.R. Tolkien] Geschichten nicht zu Ende geführt hat.“ (S. 229)

    Und so nimmt er Leserinnen und Leser mit auf eine Reise, die mit der "Ursprünglichen Geschichte", die im Jahr 1916 (u.a. belegt durch ein Schreiben an W. H. Auden) verfasst wurde, beginnt und über das Typoskript des „Quenta Noldorinwa“ aus dem Jahre 1930 bis hin zu „Von Tuor und seiner Ankunft in Gondolin“ aus dem Jahr 1951 reicht. Flankiert werden diese Texte durch Notizen, Skizzen und Textvarianten (z.B. die 1926 entstandene „Skizze zur Mythologie“).


    Für mich war es höchst spannend, anhand des Bandes die Metsmorphosen der Geschichte um Tuor einmal komprimiert nachvollziehen zu können – und man darf mir glauben, wenn ich sage, es veränderte sich über die Jahrzehnte nicht eben wenig. Orts-, Flur- und Völkernamen (die Noldor, eine Sippe von Elben, firmieren streckenweise als Gnome!), Personennamen, ganze Charaktere und Elemente der Handlung befanden sich offenkundig seit 1916 in einem ständigen Flux und es mag eben das sein, dass dies Tolkien daran hinderte, sich mit sich selbst auf eine endgültige Version der Geschichte zu einigen. Ein anderer Grund hierfür mag mit dem erzählerischen Fokus der "Ursprünglichen Geschichte" zusammenhängen. Tolkien hatte diese 1916 während eines Krankenurlaubs verfasst, nachdem er - in seinen Worten -
    die "Schlacht an der Somme überlebt hatte." (S. 22) Selten hat Tolkien - und hier möge man jetzt einmal die ins kollektive Bewusstsein zunächst eingesickerten und dann eingebrannten Schlachtexzesse der Verfilmung von Peter Jackson ausblenden - so ausführlich, detailliert und schonungslos über ein Schlachtgeschehen geschrieben wie hier. Man mag beispielsweise mutmaßen, dass er sich Erlebtes sublimierend "von der Seele schrieb" und später damit nicht (mehr) zufrieden war, aber Schwierigkeiten damit hatte, die Geschichte des Falls von Gondolin anders aufzusetzen und einzubinden.


    Das Ganze ist jedenfalls – wenn man sich für das Erste Zeitalter interessiert und schon am „Silmarillion“ Freude hatte (von der Freude, die Christopher Tolkiens in 12 Bänden erschienene, historisch-kritische „The History of Middle Earth“ machen kann einmal ganz abgesehen) – im Grunde ein wunderbarer philologischer Spaß. Ich kann’s nur empfehlen.


    :wink: Agravain


    P.S. Weil ich es oben angesprchen habe: Zum Thema Tolkien und der Erste Weltkrieg gibt es seit einiger ein herausragendes Buch von John Garth. Vielleicht verliere ich bei Gelegenheit auch dazu einmal ein paar dilettierende Worte.


     

    Nun:


     


    Jean Sibelius:

    En saga, op. 9

    Berliner Philharmoniker

    Wilhelm Furtwängler


    Karelia

    (vervollständigt und rekonstruiert von Kalevi Aho, 1997)

    Heikki Laitinen, Taito Hoffren, Raimo Laukka

    Lahti Symphony Orchestra

    Osmo Vänskä


    :wink: Agravain


    Kleine Änderungen, im Kern aber „business as usual“.


    1. Mozart: Don Giovanni
    2. Boito: Mefistofele
    3. Mussorgsky: Boris Godunow
    4. Wagner: Die Walküre
    5. Strauss: Salome
    6. Puccini: Tosca
    7. Verdi: Don Carlos
    8. Verdi: Macbeth
    9. Wagner: Das Rheingold
    10. Wagner: Tristan und Isolde
    11. Purcell: Dido and Aeneas
    12. Rossini: Semiramide
    13. Vaughan Williams: Riders to the Sea
    14. Britten: Peter Grimes
    15. Rachmaninow: Francesca da Rimini


    :wink: Agravain

    Hier:



    Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248, Kantate V: „Ehre sei Dir, Gott, gesungen“

    Christiane Oelze - Sopran

    Anette Markert - Alt

    Hans-Peter Blochwitz - Tenor

    Oliver Widmer - Bass


    Concentus Vocalis Wien

    Virtuosi Saxoniae

    Ludwig Güttler


    :wink: Agravain


    2022 jährt sich der Geburtstag von Ralph Vaughan Williams zum 150. Mal. Entsprechend konzentriert möchte ich mich im Verlauf des Jahres durch sein Œuvre hören (und lesen).

    Ich hoffe natürlich auf interessante CD-Veröffentlichungen. Vielleicht schaffe ich es ja auch, hier den ein oder anderen Faden zu Werken RVWs zu platzieren.

    Zunächst möchte ich das Festjahr aber mit einer meiner liebsten seiner Kompositionen begrüßen:



    Ralph Vaughan Williams: A Sea Symphony


    Joan Rogers - Sopran

    William Shimell - Bariton


    Royal Liverpool Philharmonic Orchestra & Choir

    Vernon Handley


    Großartig.


    :wink: Agravain

    Hier:



    Aaron Copland:

    Appalachian Spring

    The Tender Land: Suite


    Morton Gould:

    Fall River Legend*

    Boston Symphony Orchestra

    Aaron Copland

    Morton Gould*


    :wink: Agravain






    Hier lief:



    Jean Sibelius: Kullervo, op. 7


    Lili Paasikivi - Sopran

    Tommi Hakela - Bariton


    YL Male Voice Choir

    Minnesota Orchestra

    Osmo Vänskä


    :wink: Agravain

    Hier nun Musik aus der Feder des „charming brute“ in unterschiedlichen Annäherungen.


       


    Georg Friedrich Händel:

    Concerto a due cori F-Dur HWV 333

    English Chamber Orchestra

    Karl Richter


    Musick for the Royal Fireworks (Version 1749) HWV 351

    The English Concert

    Trevor Pinnock


    Messiah HWV 56 - Part I

    Jennifer Vyvyan - Sopran

    Monica Sinclair - Alt

    Jon Vickers - Tenor

    Giorgio Tozzi - Bass

    Royal Philharmonic Orchestra and Chorus

    Sir Thomas Beecham


    :wink: Agravain








    Ich wünsche allseits ein gutes neues Jahr!



    Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248, Kantate IV: „Fallt mit Danken, fallt mit loben“


    Gundula Janowitz - Sopran

    Fritz Wunderlich - Tenor

    Franz Crass - Bass


    Münchener Bach-Chor

    Münchener Bach-Orchester

    Karl Richter


    :wink: Agravain

    Hier:



    Edward Elgar: The Dream of Geronitus, op. 38


    Robert Tear - Gerontius

    Alfreda Hodgson - Mezzosopran

    Benjamin Luxon - The Priest, The Angel of Agony


    Scottish National Orchestra and Chorus

    Sir Alexander Gibson


    :wink: Agravain

    Händel lief auch hier.



    Georg Friedrich Händel: Acis and Galatea HWV 49a


    Suzie LeBlanc - Galatea

    Mark Bleeke - Acis

    Mark Molomot - Damon

    Nathaniel Watson - Polyphemus


    Les Boréades

    Eric Milnes


    Eine ausgesprochen schöne Einspielung.


    :wink: Agravain

    Zum Beschluss dieses Tages:



    Ralph Vaughan Williams: Dona nobis pacem


    Sarah Fox - Sopran

    Christopher Maltman - Bariton


    Colorado Symphony Chorus

    Colorado Symphony

    Andrew Litton


    :wink: Agravain