Beiträge von Fliu

    Die Frage, die evtl. aber implizit dahintersteckt, nämlich, wieviele "Spezialisten" es hier gibt, und wieviele "nur-Hörer" (oder Laien (da stellt sich dann die Frage. "Wann ist man ein musikalischer Laie und wann ist man ein musikalisch ausgebildeter Spezialist?" )), wirst Du damit (sollte es mit eine Ursache Deiner Frage gewesen sein) wohl auch nicht beantwortet bekommen. Die ist evtl. besser zu beantworten, imdem man den Vorstellungsthread liest,und feststellt, daß hier KAUM echte Profis sind, sondern sehr viele Enthusiasten, und Interessierte.


    Genauso ist es, und das habe ich Andi bereits in eben jenem Vorstellungsthread gesagt. Trotzdem scheinen mir die meisten seiner Beiträge noch immer von der Befürchtung geprägt zu sein, hier fehl am Platz zu sein. Ich weiß nicht, sind wir alle so unglaubwürdig? ;(

    Ich wollte mit der Abstimmung eigentlich nur herausfinden, ob meine Einschätzung richtig ist, dass die meisten hier mit diesem Begriff nichts anfangen können. Grund war, dass ich das in einem Posting mal eben so behauptet hatte, mir dann nachher aber unsicher war. Um mehr ging es nicht. Ich finde es reichlich daneben, wenn mir jetzt hier irgendetwas anderes unterstellt wird.


    Da du im anderen Thread (der ja von vielen gelesen wird) Christian dafür kritisiert hast, Fachbegriffe wie diesen zu verwenden, ist es nur logisch, dass man diese Abstimmung im Zusammenhang damit sieht. Ich glaube nicht, dass dir irgendjemand damit böswillig etwas unterstellen wollte. Es kam ganz einfach so an.

    Zitat

    Vielleicht ist das ein Experten-Forum, und jeder weiss sofort, um was es geht. Dann bin ich hier sowieso fehl am Platz. Wenn ich hier nicht mehr posten soll und Ihr lieber unter Euch bleiben wollt, könnt Ihr mir das ruhig sagen, dann verschwinde ich wieder.


    Es wurde doch nun schon von sehr vielen Seiten versucht, dir deine Bedenken zu nehmen, die du schon seit deiner Vorstellung hier hast. Es haben schon viele Leute geschrieben, dass sie eben nicht alles verstehen, was hier geschrieben wird. Warum denkst du immer, du wärst nicht willkommen? Und warum scheinst du zu denken, hier wären alle außer dir promovierte Musikwissenschaftler, die ausschließlich mit Fremdwörtern um sich werfen und nur Beiträge in Form von verbalen, musikwissenschaftlich fundierten Kunstwerken dulden? Man sieht doch in beinahe jedem Thread, dass es eben nicht so ist. Es gibt nicht DEN Klassikforum-Schreiber, sondern es gibt viele verschiedene Typen, die hier alle willkommen sind. Aber wann wirst du uns das endlich glauben? ;+)

    Auf mich trifft keine Antwortmöglichkeit zu. Ich kenne den Begriff der Kadenz aus dem Sängerbereich, was aber nicht heißen muss, dass er hier dasselbe bedeutet, denn ich meine mich zu erinnern, dass das Wort Kadenz auf mehrere verschiedene Dinge angewandt werden kann. Was plagal heißt, weiß ich auch nicht, aber ich habe den zugrunde liegenden Beitrag von Christian jedenfalls im Großen und Ganzen verstanden und finde auch nicht, dass man jedes Wort genau verstehen muss, um den Sinn zu erfassen.
    Irgendwo hatten wir schon einmal eine ähnliche Diskussion und wenn ich mich nicht irre, kam heraus, dass die meisten nichts gegen komplizierte Fachbeiträge haben, weil sie durch das Lesen dazulernen, bzw. müssen sie sie ja nicht lesen, wenn sie keinen Wert darauf legen.

    Entschuldigung, aber wieso hast Du sie dann erwähnt, wenn sie unwesentlich war? Mich hat dieser Begriff verwirrt, weil ich damit überhaupt nichts anfangen konnte. (Wahrscheinlich war ich auch nicht der einzige hier, dem das so ging.)
    [...] Allerdings finde ich es auch nicht gut, wenn jemand ohne Grund mit Fachbegriffen um sich wirft, mit denen die meisten hier nichts anfangen können.

    Nun ja, es darf ja noch immer jeder selbst entscheiden, wie er seine Beiträge formuliert (solange er damit nicht gegen die Forenregeln verstößt). M.E. kann man niemandem vorwerfen, ein Wort verwendet zu haben, das nicht jeder kennt. Es gibt wohl bei jedem Fachbegriff immer auch Menschen, die nichts damit anfangen können. Das finde ich auch nicht verwerflich, allerdings sollte das niemandem das Recht nehmen, Fachbegriffe zu benutzen.
    Wenn ich erzähle, dass mir der Arzt wegen einer Bronchitis ein Antibiotikum verschrieben hat, muss ich doch auch nicht schreiben, ich habe eine Krankheit der Atemwege und das mir verschriebene Mittel tötet die kleinen Lebewesen ab, die die Krankheit verursachen. Natürlich ist das nicht 1:1 vergleichbar, aber es kommt nun mal häufig vor, dass einem gewisse Fachbegriffe so geläufig sind, dass sie einem in den normalen Wortschatz übergegangen sind und man sie daher auch verwendet. Wenn jemand nun so ein für ihn ganz gewöhnliches Wort verwendet, das ich nicht verstehe, werfe ich ihm das sicher nicht vor. Ich schlage entweder nach (Wikipedia ist da eine recht praktische Lösung) oder frage nach (was du ja nun auch getan hast), aber ohne es dem Verfasser übelzunehmen.
    Ich kann den Begriff "plagale Kadenz" auch nicht übersetzen. Kadenzen kenne ich zwar aus dem sängerischen Bereich, glaube aber nicht, dass sie hier exakt dasselbe bedeuten. Die Frage ist nun: Ist es schlimm, wenn Christian diesen Begriff benutzt, obwohl ihn viele nicht verstehen? Oder ist es schlimm, dass wir ihn nicht verstehen? Meiner Meinung nach ist die Antwort: Weder noch.

    Was singt ihr gerade?

    Ich hoffe, so einen Thread gibt es noch nicht! Ich habe jedenfalls keinen gefunden, fand das entsprechende Thema in anderen Foren aber immer recht interessant.
    Hier kann also jeder unserer Sänger berichten, was er gerade übt, aufführt oder überlegt einzustudieren.


    Nachdem wir in den letzten Monaten im Unterricht an "Que fais-tu, blanche tourterelle?" aus Gounods Roméo et Juliette und an der "Habanera" aus Bizets Carmen gearbeitet haben, hat mir meine Lehrerin nun ihr Brahms-Album mitgegeben. Ich soll mir etwas daraus aussuchen und kann mich nicht entscheiden :D In der engeren Auswahl sind "Meine Liebe ist grün", "Wir wandelten", "Ständchen" und "Wie Melodien zieht es mir". Zum Ständchen findet man ja beispielsweise auf Youtube Hörbeispiele en masse, bei den "Melodien" ist das Suchergebnis jedoch alles andere als umfangreich, dabei finde ich das Lied wirklich wunderschön. Naja, ich werde mich schon noch entscheiden ;)
    Jedenfalls bin ich momentan im Freudentaumel, weil meine GL diesen Sommer in Wien bleibt und nicht wie sonst bei den Salzburger Festspielen im Chor singt. Keine Sommerpause, juhu! :klatsch:


    Wie siehts bei euch aus? Was singt ihr gerade?

    Lies doch einfach mal genau, was ich am Anfang geschrieben habe: Es ist ziemlich gewagt für einen Neuling in diesem Forum. Und das würde ich jetzt sogar auf "jede Frage" erweitern, nachdem ich ein paar Tage im Forum bin. Es scheint hier jede Menge Fettnäpfchen zu geben, in die man als Neuling treten kann :D


    Andi


    Und es ist gerade eben wieder passiert! Wie kannst du mir nur böswillig unterstellen, ich würde nicht lesen, was du geschrieben hast? :cursing: :D
    Hihi, Spaß beiseite. Ich weiß, was du geschrieben hast. Gewagt fand ich es trotzdem nicht, schon allein aus dem Grund, weil ich dir ja bereits im Vorstellungssthread prophezeit habe, dass es im Forum nicht nur 2 Leute gibt, die mit dem Bauch hören, sondern man getrost noch zumindest eine Null anhängen kann. Und: Tadaaa! Genauso wars :D

    Ich schon :D
    Gleich die ersten beiden Antworten haben das bestätigt. Die erste zieht die Frage ins Lächerliche, und die zweite sagt: Alles schon mal dagewesen. Und dann kommt da noch ein Klavierprofessor, der nicht glauben mag, dass sich ein Normalsterblicher unter einer plagalen Kadenz nichts vorstellen kann. Aber der Rest verlief dann schon deutlich erfreulicher.


    Andi


    Naja, dass einem nicht immer alle Antworten zusagen, liegt in der Natur eines Diskussionsforums. Es treffen eben verschiedene Meinungen aufeinander. Aber da das wohl bei so gut wie jedem Thema der Fall ist, müsste man als Konsequenz beinahe jede Frage als gewagt bezeichnen ;)

    Um die Bedeutung von Tonarten zu hören, braucht man überhaupt kein absolutes Gehör, ja man muss nicht einmal in der Lage sein, Intervalle eindeutig zu bestimmen: Es geht ja vor allem um das Hören von näherer oder entfernterer Verwandtschaft. Zwei Tonarten sind umso näher miteinander verwandt, je mehr gemeinsame Töne sie haben, und das ist etwas, was wirklich "intuitiv" wahrgenommen werden kann. Wenn Schubert z.B. in seiner B-Dur-Sonate plötzlich von F-Dur nach cis-moll rückt, kann m.E. die Sensation jeder hören, der mit Dur-Moll-tonaler Musik schon einmal zu tun hatte. Er kann es nur nicht unbedingt benennen.


    Das ist mir klar. Aber ich habe ja auch nur vom tatsächlichen Benennen-Können einer gehörten Tonart gesprochen und nicht vom intuitiven Erfassen ihrer Bedeutung. Auch Leute, die nicht wissen, was die Begriffe Dur und Moll bedeuten, können schließlich oft dennoch das eine als eher heiter und das andere als eher unheimlich, bedrohlich oder schwermütig beschreiben und sie somit bis zu einem gewissen Grad unterscheiden. Das steht für mich außer Frage. Meine Ausführungen bezogen sich lediglich darauf, dass Maik sagte, er könne keine Tonarten erhören und es für mich so klang, als würde er annehmen, dass das doch sehr viele Leute können.

    Zitat

    Es gibt aber auf der anderen Seite eben auch Dinge, die man erst hört, nachdem man sie gesehen bzw. bewusst reflektiert hat. Wer Bachs Englische Suiten nacheinander hört, wird auch beim hundertsten Male nicht "intuitiv" hören, dass die Tonartenfolge (A-a-g-F-e-d) versteckt den Choral "Jesu meine Freude" zitiert.


    Hier stimme ich dir absolut zu! Aber für das bloße Hören und Auf-Sich-Wirken-Lassen von Musik muss man dieses versteckte Zitat auch nicht kennen. Es handelt sich hier sicher um sehr interessantes Hintergrundwissen, aber verändert es auch den Höreindruck? Ich denke nicht. Das wäre wohl eher der Fall, wenn der Choral nicht als Tonartenfolge, sondern als Tonfolge eingearbeitet wäre und er einem somit entweder nur bekannt vorkommt oder man ihn genau einordnen kann. Da die Tonartenfolge jedoch nicht so ohne weiteres hörbar und auf eine Melodie umzulegen ist, hat das, denke ich, mit dem praktischen Hören weniger zu tun. Es hat aber natürlich eine Bedeutung, wenn man sich theoretisch mit der Musik auseinandersetzt und z.B. die Partitur studiert. Und genau genommen kann man auch beides gleichzeitig machen.... also doch wieder die Vereinigung von Kopf und Bauch :D

    Es ist ziemlich gewagt für einen Neuling in diesem Forum, ein solches Thema anzupacken. Ich möchte es trotzdem versuchen.


    Ich wüsste nicht, was daran gewagt sein sollte :)

    Zitat

    Was ist die angemessene Vorgehensweise beim Musikhören: ein eher verstandesbetonter Zugang, der die Musik möglichst genau analysiert, bewertet und ihre Teile mit Fachbegriffen benennt ("Kopf")? Ein eher gefühlsbetonter Zugang, der die Musik möglichst uneingeschränkt subjektiv wirken lässt? Gibt es überhaupt die angemessene Vorgehensweise?


    Nein :D Ich sehe die Sache so wie die meisten, die sich schon geäußert haben: Kopf und Bauch sind unweigerlich beide aktiv, und so wie ich es verstanden habe, steht bei den meisten beim bloßen Hören das Bauchgefühl im Vordergrund (oder Hören mit dem Herzen, mit der Seele, oder wie man es auch immer nennen mag) bzw. geschieht das "Mitdenken" eher unbewusst.

    Zitat

    Man könnte eigentlich beide Zugänge als verschiedene, aber dennoch gleichwertige Wahrnehmungen eines Musikstückes gelten lassen, aber genau dies passiert nach meinem Eindruck nicht (wobei dieser Eindruck eher allgemeiner Natur ist und sich nicht speziell auf dieses Forum bezieht). Ist der emotionale Zugang gegenüber dem intellektuellen minderwertig? Wenn ja, wodurch kommt dieses Urteil zustande?


    Ich hatte noch nie den Eindruck, dass ein emotionaler Zugang als minderwertig betrachtet wird (schon alleine aus dem Grund, weil dieser Zugang offensichtlich vorherrscht), kann dazu also auch nichts sagen.



    Warum sollte dahinter eine Wertung stehen?

    Das frage ich mich auch.


    Ich würde mal von mir behaupten, ich bin ein Bauchhörer, der aber zumindest ansatzweise versteht, was in manchen Teilen der Musik "geschieht".
    Warum aber spricht mich ein Werk in einer Interpretation an, in einer anderen aber nicht. Rein notentechnisch geschieht in beiden das selbe, oder?!?!?
    Ist es also nicht wichtiger, was der Interpret aus den Noten macht und sind wir dann nicht wieder beim "Bauch"...?
    Und überhaupt: Wenn der Komponist mit bestimmten Phrasen bestimmte Eindrücke hervorrufen wollte, dann hat er sich doch bestimmt nicht darauf verlassen, dass die Zuhörer alle ausreichend musikalische Vorbildung hatten, um dies auch "kopfmäßig" nachvollziehen zu können....
    Und natürlich beeindruckt mich die Darbietung eines Stücks, von dem ich (möglicherweise aus eigener Erfahrung ) weiß, wie schwer es schon rein technisch zu bewältigen ist, immer etwas mehr, als solche, bei denen ich es nicht weiß bzw. von denen ich weiß, dass sie weniger schwer sind.


    Dem schließe ich mich vollinhaltlich an!


    Kann ich zwar noch mit gewissen musiktheoretischen Grundlagen etwas anfangen, so fehlt es mir oder mangelt es mir zumindest sehr stark an einem inneren musikalischem Ohr oder Gedächtnis. Tonarten erhören geht gar nicht


    Tonarten erhören setzt ja auch ein absolutes Gehör voraus, und das haben nur wenige Menschen. Mit einem sehr guten relativen Gehör kann es natürlich auch manchmal funktionieren, aber das hat auch nicht gerade jeder Zweite ;) Ich persönlich kann einen Ton mittlerweile relativ genau bestimmen, sofern ich die Möglichkeit habe, ihn nachzusingen. Dadurch, wie sich der Ton anfühlt, weiß ich ungefähr, um welchen es sich handelt. Versuche ich, den Kammerton a' zu singen, liege ich üblicherweise um höchstens einen Halbton daneben. Ich bin jedoch meilenweit davon entfernt, beim bloßen Hören eines Musikstückes die Tonart bestimmen zu können. Ich denke eher, die meisten Leute, die das können, kennen bereits die Partitur und daher auch die Tonart :D Ich kenne auch Leute, die das a' zuverlässig IMMER treffen, z.B. Chorleiter, die einfach schon den Klang der Stimmgabel im Kopf haben - aber das heißt noch lange nicht, dass sie eine gehörte Tonart erkennen.
    Wenn sich unser Ensembleleiter z.B. ab und an aus Nervosität beim Töne Angeben irrt, dann merke ich das spätestens nach ein paar Takten, weil es sich beim Singen einfach ganz anders anfühlt, selbst wenn es nur einen Halbton höher oder tiefer ist als sonst. Das setzt jedoch voraus, dass ich das Stück kenne und schon oft gesungen habe - wenn ich einen Chor höre, wie er das Stück singt, erkenne ich eine leicht veränderte Tonlage mit ziemlicher Sicherheit nicht.
    Tut mir leid, dass ich schon wieder vom passiven Hören ins aktive Ausüben abgedriftet bin :D Aber ich finde diese Vergleiche einfach interessant.



    Das Beispiel Sonatenform, so wie ich sie oben vereinfacht beschrieben habe, läuft bei den Klassikern natürlich oft ins Leere. Die Sonatenform wurde als Prinzip doch erst formuliert, als Haydns schon keine Sinfonien mehr schrieb (Zitat folgt, falls erwünsch). Der "Gegensatz" im Kopfsatz einer Sinfonie besteht oft eher aus zwei tonalen Ebenen (Tonika-Dominante) als aus zwei gegensätzlichen Themen, insbesondere bei Haydn. Um hier über formale Formen reden zu können, muss man aber schon wissen, was eine Tonika und eine Dominante ist. Dies dürfte jedoch für Musikliebhaber schwer möglich sein, die nie selbst musiziert haben (oder???).


    Wir haben das in der Schule gelernt, ebenso wie wir Notendiktate hatten, die Tonleitern, Intervalle und Dreiklänge samt Umkehrungen mit einschlossen - wofür ich im Übrigen sehr dankbar bin! Allerdings ist es dann wohl doch sehr vom individuellen Interesse abhängig, wieviel man sich davon merkt. Die Sonatenform hätte ich z.B. nicht mehr gewusst, obwohl ich das garantiert mal lernen musste.


    Abschließend: Bei mir sind immer Kopf und Bauch im Spiel, mehr jedoch der Bauch. Ich erkenne einen Dominantseptakkord o.ä., wenn ich ihn höre oder in den Noten sehe, aber an sowas denke ich beim Hören überhaupt nicht. Ich höre einfach nur und denke meist nicht bewusst mit - unbewusst wahrscheinlich schon, wie schon von vielen hier erläutert wurde ;) Zum bloßen Hören lese ich auch nicht in den Noten mit, außer natürlich, ich möchte das Stück z.B. selbst singen.


    [*]Knoten / Zysten auf den Stimmbändern - Das habe ich schon öfter gehört. Naiv hätte ich gedacht, dass hierfür wirklich eine massive Überlastung notwendig ist.


    Hier stellt sich natürliche die Frage, wie man "massiv" definiert. Man muss auch bedenken, dass Stimmen und ihre Robustheit individuell verschieden sind. Was den einen stockheiser macht, lässt den anderen noch längst keine Auswirkungen spüren. Ich kenne eine Lehrerin, die durch zu lautes (bzw. nicht gestütztes) Sprechen Knötchen auf den Stimmlippen bekommen hat, die operiert werden mussten - andere machen sowas jahrzehntelang und die Stimme hält es trotzdem aus.


    Eben diese reelle Chance wird ja für Kleinveranstalter zu Nichte gemacht durch eine 600% Erhöhung.




    Nein falsch verstanden- ich bin Musiker, gelegentlich auch mal mein eigener Veranstalter und nach Abzug von werbekosten, Saalmiete etc, möchte ich auch gerne etwas an einem Konzert verdienen, dass kannst Du mit der Gebührenerhöhung ins 6fache weitgehend vergessen in Deutschland.


    Genau daran habe ich auch gedacht. Ich veranstalte mit meinem Vokalensemble auch von Zeit zu Zeit eigene Konzerte, und würden die Kosten derart steigen, könnten wir uns das schlichtweg nicht mehr leisten. Und das geht sicher vielen anderen Musikern genauso. Meiner Meinung nach wäre der Wegfall all dieser selbst organisierten Konzerte ein großer Verlust.


    Hast du dir alle Hörproben durchgehört?


    Ich habe mir zwar jeweils mehrere Hörproben angehört, jedoch nicht alle. Das erklärt, wieso mir der "doppelte" Rameau entgangen ist ;) Danke für den Hinweis.
    Die ursprüngliche Frage bleibt jedoch:

    Zitat

    Gibt es außer den besprochenen Punkten, dass im Kunstlied nicht gerollt wird und bei Opernarien ein Rollen möglich, aber eher altmodisch ist, noch andere "Regeln", etwa epochenabhängige?

    Aus aktuellem Anlass erwecke ich diesen Thread erneut zum Leben ;) Ich habe mir gerade auf Amazon die Hörproben verschiedener CDs von Patricia Petibon angehört und bin auf einen sehr variablen Umgang mit dem "R" gestoßen. So verwendet sie auf ihren beiden Aufnahmen "Les Fantaisies de Patricia Petibon" (Barber, Händel, Caldara, Offenbach, Rameau, Bernstein) und "French Touch" (Offenbach, Gounod, Abel, Massenet, Chabrier, Messager, Hahn) das Rachen-R, während sie es bei "Airs Baroques Francais" (Rameau, Lully, Charpentier, Grandval) und "Amoureuses" (Gluck) dagegen rollt. Woran liegt das? Gibt es außer den besprochenen Punkten, dass im Kunstlied nicht gerollt wird und bei Opernarien ein Rollen möglich, aber eher altmodisch ist, noch andere "Regeln", etwa epochenabhängige?
    Dass sie bei Offenbach prinzipiell das Rachen-R verwendet, erscheint ja noch logisch, aber Rameau einmal gerollt, einmal mit Rachen-R? Ich blicke da noch nicht ganz durch und würde mich über Aufklärung freuen :D


    Tausend Dank, liebe Fairy! Ich freue mich sehr, dass dir die CD gefällt :klatsch:
    Dann stell ich mal für dich das Cover ein :D


    [Blockierte Grafik: http://www.stimmbande.at/cdcoverendlich.jpg]


    Ich bin die im grünen Rock ;)


    Frauen gruppieren sich doch eher um "Typen", die auch von ihrem Äußerlichen, von ihrem Charisma oder ihrer Eloquenz her überzeugen können (oder konnten). Das ist zumindest meine Beobachtung. Ich weiss gar nicht, ob es nur an der Musik liegt.


    Also das wäre mir völlig neu ;) Da ich mich hauptsächlich für die Musik selbst interessiere und weniger für die Komponisten, weiß ich bei den meisten nicht mal, wie sie aussahen oder gar wie ihre Persönlichkeit war.

    Irgendwie assoziieren Frauen mit diesem Bild wohl einen alten Mann, der ein bisschen anachronistisch sein muss. Und so ein avatar überträgt sich unbewußt auch auf die Person, die unter dem avatar schreibt. Nun jedenfalls waren die (wenigen) Damen, die ich dann auch im echten Leben getroffen habe, und die meinen Namen bisher nur mit dem avatar in Verbindung brachten, ein wenig erstaunt über den Menschen, der da nun vor ihnen stand.


    Und die Männer waren nicht erstaunt? Ich denke, die Benutzerbilder assoziiert man unbewusst immer mit der betreffenden Person. Deswegen mag ich "echte Fotos" als Avatar.

    Frauen wollen also immer alles und das sofort;


    Oh nein - all die ungeduldigen Männer, die ich kenne - sind die dann krank? :hide: Oder die geduldigen Frauen?

    Lieber Helge, ich muss mich gleich vorab mal als (noch) ziemlcihe Bruckner Ignorantin outen, denn ich stehe riesigen Symphonischen Werken a priori skeptisch gegenüber und lasse mich eher von kleinen Genres wie dem Kunstlied und der Kammermusik entzücken.


    Mir gehts genauso. Bruckner ist bisher völlig an mir vorbeigegangen. Das alleine lässt jedoch noch keinen Schluss zu, da das auf sehr viele Komponisten zutrifft ;)

    Hallo Falstaff,
    Dein Beitrag gefällt mir :D
    Ich hatte das Thema aber durchaus ernst gemeint, zumal da ja noch eine große Zielgruppe schlummert, die ich missionieren kann; wobei Missionieren jetzt bitte nicht wieder zweideutig ausgelegt werden soll; dann ist es nämlich ziemlich langweilig. :wink:


    Das ist es nur, wenn es sonst nichts gibt :whistling:

    Hallo gilestel,
    dann fang doch mal mit dem Finalsatz der 8ten an[...]


    Ob das dann für gilestel wohl so aussagekräftig ist? :D

    dann fang doch mal mit dem Finalsatz der 8ten an, einfach nur den Anfang hören :) KLICK
    Ich hatte dazu sogar mal einen brainstorming-thread gemacht (in einem anderen Forum), was die Hörer (meist Kiddies) zu diesen Takten meinten, kannst Du hier nachlesen.
    Ich fand das hochinteressant.
    Das gleiche hatten wir seinerzeit auch zur Finalcoda der 4. veranstaltet; hört Euch das einmal an: KLICK (das ist nicht Celi, aber ähnlich).


    Ich hab mir beides angehört und könnte nicht behaupten, dass ich dieser Musik abgeneigt bin. Im Gegenteil, ich finde sie spannend, wobei dieser Eindruck natürlich eventuell in Langeweile umschlagen könnte, wenn ich mir ein komplettes Werk anhöre. Muss ich wohl mal ausprobieren ;)
    Beim zweiten Link hab ich am Ende sogar fast Gänsehaut bekommen - wohl deshalb nur fast, weil es in meiner Wohnung gerade 25°C hat :D


    Übrigens, für die Statistik: Ich kann halbwegs gut einparken, aber keine Reifen wechseln und so Zeug :D Da ich kein eigenes Auto besitze, war das allerdings bisher auch nicht nötig. Dafür weiht mich mein Freund so langsam in die Geheimnisse des Motorrad-Schraubens ein, zählt das? :thumbup:

    Wie wäre es mit dem Kompromiss, zwar eine Reihenfolge aufzustellen und die Verpflichtung, dass jeder erst nach Ende des Beitrags des Vorgängers schreiben darf(wg des von Fliu angesprochenen Chaos), aber ansonsten mehr zeitliche Freiheit zu gewähren. Also z.B. je nach Kreativität der schreiber mal drei Beiträge an ienem Tag oder auch mal zwei Tage gar nichts?


    Diesen Kompromiss finde ich grandios :klatsch:


    Das einzige und wachsende Problem, das sie mir bereiten: wer soll und kann sich noch all die Volten merken, die hier geschlagen werden um die Kontinuität zu wahren?
    Kann/will vielleicht mal jemand eine Synopsis dessen, was bisher geschah, einstellen?


    Die Idee finde ich gut, aber ich habe leider schon längst den Überblick verloren :hide: Ich hoffe, irgendjemand steigt hier noch durch und folgt deiner Einladung :D