Beiträge von Fliu

    Gestern auf 3sat: Tosca, Bregenzer Festspiele 2007.
    Anfangsszene, Angelotti ist auf der Flucht und versteckt sich in der Kirche. Ich, schon etwas müde, lese in den Untertiteln:


    "In meiner Angst sah ich überall Häschen."


    :mlol:


    Gemeint waren "Häscher" :hide:

    Zitat von FairyQueen

    Aber die Pianistin und die anderen Mitsänger stellten fest , dass die Stimmen nicht unausgeglichen klängen und dass wir das Duett in jedem Fall machen sollten.


    Und das ist die Hauptsache :) Toi toi toi!


    Nicht selten handelt es sich wohl auch um genuine Bässe oder Baritonstimmen, mit der entsprechenden Physis dahinter, weil diese meist das stärkere und auch klangschönere "Falsettregister" besitzen.


    Genau, diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Ich kenne zwar auch Tenöre mit sehr kräftigem Falsett, aber Ausnahmen bestätigen eben die Regel. Meist ist der Betreffende in der "anderen" Stimme tatsächlich Bariton oder Bass.

    Zitat


    Ein Counter, der sich allerdings wirklich in der Tessitura einer Sopranhöhe behaupten kann, ist wohl eher selten.


    Darüber habe ich auch gestaunt! Meist wird von Countertenören ja doch ein bisschen transponiert, wie man z.B. es bei den King's Singers immer wieder sehen bzw. hören kann. Wobei das natürlich wieder eine ganz andere Sparte ist.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass vor mir viele Generationen meiner Familie gänzlich ohne klassische Musik auskamen..... :hide:


    Bei mir war das ähnlich. Meine Eltern besaßen lediglich ein paar dieser CDs namens "Die größten Klassikhits" oder so ähnlich, die sie wohl nie hörten :D Da gab es dann eben eine CD mit den "Hits" von Händel, eine mit Vivaldi, eine mit Mozart usw. Und das wars auch schon ;) Ich kam dann erst über das Singen zur klassischen Musik.
    Meine Eltern hören sich heute sehr gerne die Auftritte meines Vokalensembles an, aber ein bunt gemischtes Programm liegt ihnen da wesentlich mehr als ein rein klassisches.

    Jaja, hurz ist genial :D


    Ich dachte ein Kanon... ;)


    Jaja, wäre richtiger, aber mir wurde der halt so erzählt :D



    Was ist der Unterschied zwischen einer Zwiebel und einer Bratsche?
    Bei der Bratsche weint man nicht, wenn man sie zerschneidet.



    Orchesterprobe. Der Dirigent fragt verärgert zwei lautstarke zankende Streithähne, was los sei.
    Der Bratschist sagt wutentbrannt: "Der da hat mir einen Wirbel verdreht!"
    Der Dirigent: "Meine Güte, dann drehst du ihn halt wieder zurück."
    Bratschist: "Er sagt mir aber nicht, welchen!"


    ich finde, französisch singen ist eine gewisse Herausforderung an den Stimmsitz. Zum Teil muss man "Sprachwidriges" einsetzen wie das gerollte "R". das Rachen - R geht einfach nicht im klassischen Gesang.


    Den Einsatz des gerollten "R"s bei französischen Stücken fand ich zuerst auch ziemlich gewöhnungsbedürftig. Es kommt einem einfach falsch vor ;) Noch viel schlimmer ist es bei mir aber im Deutschen, denn ich spreche eigentlich nur mit Rachen-R und musste mir das Rollen erst mühsam beibringen. Erst für den Spanischunterricht, dann für den Gesangsunterricht ;) Beim Singen fällt es mir aber wesentlich leichter als beim Sprechen.



    Ich glaube auch, dass es besonders schwierig ist, wenn man nicht zumindest mal in der Schule mit dieser Sprache befasst war und z. B. den m. E. kompliziertesten Aspekt, die Ausspracheregeln nicht kennt.


    Das stimmt auf jeden Fall. Es kommt aber auch sehr auf das indivuelle Sprachtalent an, wie ich finde. Ich hatte zwar Französischunterricht in der Schule, einige Kollegen aus meinem Vokalensemble aber nicht. Und da merkt man sehr deutlich, dass die einen den vorgesprochenen Text französischer Stücke gut und richtig nachsprechen können, während es bei den anderen partout nicht französisch klingen will.


    Ich mag es gar nicht so ungern [...]


    Ich auch nicht :) Habe heute im GU nach "Que fais-tu..." wieder ein französisches Stück mit nach Hause bekommen, nämlich die Habanera :D Natürlich nur zu Übungszwecken, denn ich bin kein Mezzo. Zwar weiß ich, dass das ab und an auch Soprane aufführen, aber so ganz passend finde ich das dann doch nicht. Aber für Zuhause gehts natürlich und ich bin schon gespannt, wie es mir liegt ;)

    Was ist der Unterschied zwischen einer Bratsche und einer Waschmaschine?
    Die Waschmaschine vibriert regelmäßig, und was rauskommt, ist sauber.



    Auf einem Tisch liegen € 100, drum herum stehen ein Sopran, ein Alt, ein Tenor und ein Bass. Wer bekommt das Geld?
    Natürlich der Sopran. Der Alt ist wieder mal viel zu langsam, der Bass kriegt sowieso nichts mit und der Tenor rührt für einen Hunderter keinen Finger.



    Was entsteht, wenn Bratschisten unisono spielen wollen?
    Eine Fuge.



    Was liegt zwischen 1. und 2. Bratsche?
    Ein Takt.

    Ja, schade! Für einen Steinzeitmenschen ohne Auto und Führerschein ist Eisenstadt tatsächlich außer Reichweite.


    :mlol: Tut mir leid, ich vergesse im Moment noch ständig, dass hier außer mir noch viele andere Österreicher schreiben. In den Gesangsforen, in denen ich schreibe, bin ich immer die einzige oder zumindest eine von sehr wenigen unter all den deutschen Staatsbürgern :D Daher bin ich daran gewöhnt, dass Eisenstadt zu weit weg ist.

    Zitat

    Aber ich wünsche Euch auf jeden Fal viel Erfolg mit Eurer CD!

    Dankeschön :)


    Hallo Fliu,
    mit Mühe habe ich herausbekommen, dass du eine DVD von "Lo speziale" meinst.


    Oh, da hab ich doch tatsächlich vergessen, den Titel zu erwähnen :hide: Aber da es ja ohnehin nur zwei Treffer gab.... :D

    Wenn du dir eine Haydn-Oper zulegen willst, hast du eigentlich nur 2 Möglichkeiten:
    (1) Orlando Paladino
    Grund: Ist die beste.


    Das habe ich auch schon von mehreren Seiten gehört. Ich habe heute schon mit Interesse deinen Thread zu dieser Oper gelesen und auf Amazon nach den Aufnahmen von Dorati und Harnoncourt gesucht. Aus deinen Ausführungen schloss ich, dass mir Dorati wahrscheinlich mehr zusagt, die Aufnahme kostet jedoch leider das Dreifache der Harnoncourt-Version (€ 41 vs. € 13,95). Da muss ich wohl bis Weihnachten warten :D

    (2) L'anima del filosofo ossia Orfeo ed Euridice
    Grund: Eine Minderheit meint, das wäre die beste. Sie irrt, aber: Sehr viel Chor, könnte für dich also interessant sein.


    Das klingt tatsächlich interessant - wäre eine Überlegung wert.

    Morgen werde ich etwas ausführlicher dazu schreiben.


    Dankeschön, das wäre toll :)


    War ja eine Zeit lang ganz witzig, aber vielleicht sollten wir ja irgendwann mal zu Potte kommen, was meint Ihr?


    Ich denke, alle Nachfolgenden sollten das gleiche Recht auf unvorhergesehene Wendungen haben wie die "Erstschreiber" ;) Das heißt ja nicht, dass jeder dieses Recht auch in Anspruch nehmen wird.
    M.E. genügen die von Fairy im Vorhinein aufgestellten Regeln und wir sollten keine weiteren aufstellen :)

    Mais il est absolument évident que toute être humain civilisé digne de ce nom parle couramment français, et ce sans accent aucun. Nos chants ne sont pas prévus pour les pauvres infortuné(e)s qui ont eu la malchance de naître dans une famille de barbares. :hide:


    :mlol: :mlol: :mlol:

    Bei Sängern stört mich mehr als ein Akzent, wenn sie offensichtlich den gesungenen Text nicht verstehen. Das gibt's bei Liedern nicht so oft, in der Oper können einem aber gelegentlich die Haare zu Berge stehen.


    Das finde ich auch unmöglich - gerade in der Oper, wo es doch nicht zuletzt um Schauspiel geht, muss man doch wissen, was man da von sich gibt!
    Allerdings habe ich mich selbst auch schon dabei ertappt, gar nicht zu wissen, welchen Text ich da singe :hide: Das war aber nur ab und zu beim Einstudieren neuer Chorstücke der Fall, wo ich so aufs Vom-Blatt-Singen konzentriert war, dass ich oft erst bei der nächsten Probe registrierte, welche Wörter ich da sang. Trotz deutschem Text ;) Gespräche mit anderen Chorsängern zeigten aber, dass ich dabei nicht alleine bin :D Im A-Cappella-Gesang, wo man sich nicht an der Begleitung orientieren kann, sind richtige Töne eben erstmal wichtiger als der Sinn des Textes. Irgendwann sollte der dann aber natürlich schon eine Rolle spielen, egal ob französisch oder sonstwas :D

    Das Problem für ausländer, die in Frankreich frz. singen(müssen), ist nicht nur die sprache sondern auch die penetrante Attitüde der Franzosen zu ihrer sprache.
    Selbst wenn die Aussprache schon ziemlich gut ist und das behaupte ich mal so einfach von mir, die lassen Dir NICHTS durchgehen, singen aber dabei selbst ein so katastrophales Deutsch , dass dir das Blut in den Adern gefriert.

    Oh ja, das habe ich auch schon oft gehört - aber zum Glück lebe ich nicht in Frankreich :D Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass es ziemlich mühsam ist, mit dieser seltsamen Einstellung zurechtzukommen.

    Zitat

    Was mir persönlich wirklich Probleme macht, ist der nasale Sitz und die engen Vokale.

    Es kann natürlich gut sein, dass ich diese Probleme nicht so merke, weil mein Französisch einfach mit Sicherheit wesentlich schlechter ist als deines (wenn auch nicht wirklich schlecht) :D Soll heißen, wenn ich den Text einfach unwissentlich zu wenig nasal und eng ausspreche, ist es logisch, dass mir das Singen in dieser Sprache dann nicht so schwer fällt, wie es das bei annähernd perfekter Aussprache vielleicht würde.

    Zitat

    Ich habe aber einen guten frz. Korrepetitor, der mich mit den Mélodies trainiert [...]

    Das ist sicher sehr viel wert!

    Zitat

    und habe mir ausserdem strategisch vorgenommen, bei der nächsten Jahresprüfung vielleicht einen ganz kurzen Debussy zu singen.
    1 1/2 Minuten. "Pierrot" aus den Jugendliedern Rasant, sehr hoch und so überraschend, dass keiner mehr merkt, ob das nun ein é, è oder e war. :thumbup:

    Na dann... man braucht eben nur die richtige Taktik :D

    Toi toi toi für euer Konzert, lieber Gioachino! Sag Bescheid, wie es gelaufen ist :)


    Und in eigener Sache:
    Das Vokalensemble Stimmbande präsentiert am 23.6. um 19:30 Uhr in Eisenstadt in der Landesgalerie seine CD "endlich!"
    Ist wahrscheinlich wie immer für alle mehr oder weniger aus der Welt, aber ich sags halt trotzdem mal :D

    Liebe Fliu!
    "Viel" ist relativ. Zum eben mal durchhören sind 43 CD's viel. Aber Wagner-Opern hört man ja nicht zwischendurch ... man hört sie ein Leben lang. Daran gemessen sind 43 CD's gar nicht mal sooo viel ... ^^


    Das stimmt - aber ich fürchte, ich habe andere Pläne für mein Leben :D



    Dazu muss ich im Sängerforum noch einen Thread aufmachen, denn das ist furchtbar. Französisch zu singen, ist eine Strafe Gottes für alle, die nicht nur im Vordersitz, in der Maske singen wollen/sollen/dürfen. X(


    Ja, das wäre sicher interessant! Ich singe im GU gerade zum ersten Mal ein französisches Stück ("Que fais-tu...", Stephano, Gounods Roméo et Juliette, wie bereits anderswo erwähnt) und finde die Sprache eigentlich ziemlich hilfreich, denn ich neige eher zu zuwenig Vordersitz. Französisch zu singen, hilft mir dabei jedenfalls um Welten mehr als beispielsweise Deutsch. Da rutscht mir die Stimme viel eher zu sehr nach hinten. Italienisch ist aber natürlich auch nicht schlecht :)


    Zitat

    Nun muss ich am 19.6. in der Kammermusikklasse nochmal antreten, mit Schubert, Dowland ,Fauré und Villa-Lobos. Aber das ist Nebenfach und es kann mir ncihts mehr passieren, wenn ich nciht grottenschlecht bin.


    Dann auch noch dafür: Toi toi toi! Aber das wird ja sicher kein Problem für dich sein :)

    Auch von mir herzlichen Glückwunsch, liebe Fairy :klatsch: :klatsch: :jub: :klatsch: :klatsch:


    Zu Amfortas' Beitrag zum Gemeinschaftsroman: Ich habe das Lesen auch nicht gerade genossen ;) Aber ich finde, jeder sollte schreiben dürfen, worauf er Lust hat. Geschmäcker sind nun mal verschieden, und das sollte akzeptiert werden, genauso wie die Tatsache, dass nicht jeder ein großer Schriftsteller ist. Wenn die Latte so hoch liegt - es muss allen gefallen und der Stil muss grandios sein -, wird sich bald keiner mehr trauen, mitzumachen ;)


    Ich setze Gesang in meiner kunsttherapeutischen Arbeit geziet als Therapiemittel und U.A; auch als "Antidepressivum" ein. Es gibt immer mehr Studien, die beweisen, dass Singen die Ausschüttung von antidepriven körpereigenen Stoffen fördert. Die Wechselwirkung ist also eine reziproke.


    Ich finde es auch erstaunlich, was Singen dahingehend alles bewirken kann - ich habe erst gestern einen Artikel gelesen, in dem stand, Singen stärke das Immunsystem und beim gemeinsamen Singen, etwa in einem Chor oder Ensemble, werde vermehrt Oxytocin ausgeschüttet, das ja gewissermaßen das Bindungshormon ist. Unglaublich, was da im Körper alles passiert. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass Singen als Therapie viel bewirken kann, wie du es schilderst.



    Auch ich bin überzeugt, dass die Stimme und die Psyche sehr eng miteinander verwoben sind und rückblickend kann ich sehen, dass gewisse Unsicherheiten in der stimmlichen Entwicklung (ausgelöst u. a. durch meinem "Fachwechsel", dessen psychologische Auswirkungen mir damals überhaupt nicht bewusst waren) ganz klar auch in eine Phase der persönlichen Unsicherheit fielen. Wenn ich meiner selbst schon als Person nicht ganz sicher bin, wie kann ich dann meine stimmliche Heimat finden?
    Nun aber, da ich mich als Person gefestigter fühle (auch dank meines wunderbaren Partners :love: ), wird auch der Gesang wieder stabiler und hier erzielte Erfolge wirken sich ganz klar auch positiv auf die Psyche aus.


    Ich habe vor kurzem eine ähnliche Erfahrung gemacht. Seit letztem Herbst habe ich einen neuen Partner, nachdem meine vorige Beziehung einvernehmlich beendet wurde. Sie war einfach zur Routine geworden und mehr ein Leben nebeneinander als miteinander. Und in dieser neue Beziehung geht es mir in jeder Hinsicht blendend, auch stimmlich haben sich einige Probleme in Luft aufgelöst, obwohl man auf den ersten Blick denken würde, das eine hat ja mit dem anderen gar nichts zu tun.
    Aus zeitlichen Gründen konnte ich einige Monate keinen Gesangsunterricht nehmen und habe erst vor kurzem wieder angefangen. Da war die Angst groß, ich könnte viel verlernt haben, denn ohne Kontrolle wird man eben leicht schlampig, und diese Erfahrung habe ich nach einer längeren Pause schon einmal gemacht, als ich mit Entsetzen feststellen musste, deutliche Rückschritte gemacht zu haben. Aber: Diesmal war alles sofort wieder da. Ich konnte es kaum glauben. Es läuft wie geschmiert! Vielleicht ist das auch Blödsinn und es gibt keinen Zusammenhang, aber ich bin mir doch ziemlich sicher, dass da sehr wohl einer ist. Gesang kommt eben aus der Seele.




    Areios


    Ja, die Baritone im Chor...mein Mann ist auch (hoher)Bariton, singt allerdings Tenor.


    In unserem A-Cappella-Ensemble machen wirs uns einfach - unser Bariton singt bei drei Männerstimmen immer die mittlere, und wenn es nur zwei gibt, sucht er sich die angenehmere Tessitur aus ;)