Beiträge von Guercoeur

    Ottorino Respighi (1879-1936):
    Belkis, Regina di Saba (Belkis, Königin von Saba) - Ballett in 7 Bildern für Sprecher, Mezzosopran, Tenor, gemischten Chor und Orchester, P 171 1931


    Peinliche 80 Jahre hat es gedauert, dass das große Ballett Ottorino Respighis “Belkis, Regina di Saba” nach der triumphalen Uraufführung an der Mailänder Scala 1932 (mit 600 Mitwirkenden, in üppigster Ausstattung und prachtvollen Kostümen) nun dankenswerterweise durch die Initiative des findigen Dirigenten Gabriel Feltz – zwar nur konzertant, aber in vortrefflicher Umsetzung und hoch prominent besetzt – im Jahr 2012 in Stuttgart seine grandiose zweite Aufführung überhaupt erlebt hat und auf DVD veröffentlicht wurde.


    Wer bislang nur die (mit 22 Minuten extrem kurze) viersätzige Orchestersuite aus der Ballett-Gesamtfassung kannte, wird positiv überrascht werden durch die weitläufige phantastische Sinnlichkeit und Schönheit, die differenzierte, exotische Orchestrierung sowie die arabischen, jüdischen, afrikanischen melodischen Einflüsse der tief berührenden und (im Finale) mitreißenden Partitur (die insgesamt ca. 105 Minuten zählt).


    Dass dieses zu Unrecht vergessene Meisterwerk eine Herzensangelegenheit des hochengagierten Leiters Gabriel Feltz ist, ist in dieser – außerdem filmtechnisch herausragenden konzertanten – Produktion in jeder Szene nachzuvollziehen.


    Vor mir also eine riesige Empfehlung einer lange überfälligen Einspielung dieses betörenden märchenhaften Stückes aus 1001 Nacht:


    Ottorino Respighi (1879-1936):
    Belkis, Regina di Saba (Belkis, Königin von Saba) - Ballett in 7 Bildern für Sprecher, Mezzosopran, Tenor, gemischten Chor und Orchester, P 171 1931
    Julia Jentsch, Sprecherin; Stella Doufexis, Mezzosopran; Metodi Morartzaliev, Tenor;
    Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn, Stuttgarter Philharmoniker, Gabriel Feltz
    DreyerGaido, 2012, 1 DVD



    :wink:
    Johannes

    Oper Frankfurt. Mieczysław Weinberg, Die Passagierin (14.3.2015)

    Wie maticus und Lionel bereits von der von uns gemeinsam besuchten Vorstellung (am Sa., 14.03.2015) sehr anschaulich berichtet haben, kann auch ich nur meiner größten Bewunderung und Begeisterung - sowohl über Mieczyslaw Weinbergs bedeutendes Opernwerk "Die Passagierin" als auch über die tolle Frankfurter Produktion / Realisierung des in den Feuilletons reichlich (und zurecht hymnisch) besprochenen Stückes - Ausdruck verleihen.


    Kompositorisch bietet Weinberg bereits im ersten Teil (vor der Pause) etliche aufregende Passagen mit groß besetztem, hochvirtuosem Schlagzeug-Einsatz.
    Oder Stellen (in der ersten KZ-Lager-Szene) mit dem aus dem Off singenden Chor, mit sehr feinem, ätherischem - aber tiefschwarzen - Klang, der als Stimmen der Toten anmutet, die aus dem Jenseits herüberklingen. Dies sind z. B. Passagen, die - wenn man die oft zitierten stilistischen Vergleiche mit dem engen Komponistenfreund Schostakowitsch heranzieht - die völlige Eigenständigkeit von Weinbergs Stil in besonderer Weise herausstellen!


    Ansonsten ist Weinbergs Stil - wie in einer Art Vorwegnahme von Alfred Schnittke - polystilistisch geprägt:
    Spätromantische Passagen stehen neben Zwölftonmusik, folkloristische Weisen aus unterschiedlichen Ländern, Tanzmusik, Jazz, Zitate aus Werken anderer Komponisten (Beethoven, Bach) - die Weinberg verfremdet - entfalten eine vielseitige Palette musikalischer und emotionaler Ausdrucksformen, die selbst ein Schostakowitsch in dieser geballten und ausgeprägten Weise nicht ausgeschöpft hat.
    Wie ich meinen Begleitern dieser Vorstellung vom letzten Samstag gegenüber ebenfalls mitgeteilt habe, fände ich es hochinteressant - innerhalb einer evtl. musikwissenschalftlichen "Abhandlung" - einmal sämtliche Stile, Gattungen und Zitate, die in der Oper eine Rolle spielen, präsentiert zu bekommen.


    Aber auch inszenatorisch hat(te) die Frankfurter Aufführung einiges zu bieten:
    Vor allem die verschiedenen - eingeschobenen - Szenen der Erinnerung an die Vergangenheit im KZ-Lager erhielten eine enorm eindrückliche Dimension.
    Aber selbst im ersten Bild, in dem noch die glatte äußere Fassade des Schiffes und seiner Insassen gezeigt wird, stellten sich bei mir Assoziationen zu Hitchcock (Psycho) ein, wenn die Passagierin (Marta) zum ersten Mal (wortlos - und dennoch besonders ausdrucksstark) mit breiter schwarzer Sonnenbrille - fast wie ein Phantom - erscheint, und durch die Brille fast wie gesichtslos wirkt, und die ehemalige KZ-Aufseherin Lisa dadurch ihre Erinnerung an die Vergangenheit (noch) beiseite drängen kann, weil sie sich nicht sicher ist, ob es Marta tatsächlich ist, die sie zu erkennen glaubt ...


    All diese inszenatorischen, kompositorischen wie interpretatorischen Eindrücke verdichteten sich im Laufe der Vorstellung zu einem Opern-Ereignis der unvergesslichsten Art!


    Wie sich die Kartenlage der noch verbliebenen (jeweils fast ausverkauften) Vorstellungen darstellt, denke ich, wird es sicher in einer der künftigen Spielzeiten zu einer Wiederaufnahme kommen.


    :wink:
    Johannes

    Ganz herzlichen Dank, lieber Zwielicht, für die ausführliche und informative Besprechung der Aufführung!


    Die ungewöhnliche Platzierung des Orchesters auf dem hinteren Teil der Bühne hätte mich auch gestört. Einmal habe ich das auch in einer Aufführung von Bartóks 'Herzog Blaubarts Burg' in Darmstadt vor etlichen Jahren erlebt und fand die dadurch entstandene Akustik des zu weit entfernten Orchesters etwas unglücklich.
    Aber dennoch werde ich - wie Gurnemanz - evtl. eine der letzten Vorstellungen besuchen.


    :wink:
    Johannes

    Bei mir gerade - in Einstimmung auf die Frankfurter Aufführung der "Passagierin" am kommenden Samstag - eine der beeindruckendsten Symphonien des Komponisten:


    Mieczyslaw Weinberg (1919-1996):
    Symphonie Nr. 8 "Kwiaty Polskie" ("Blumen Polens") für Tenor, gemischten Chor und Orchester, opus 83 1964
    Rafal Bartminski, Tenor; Magdalena Dobrowolska, Sopran; Ewa Marciniec, Alt
    Warsaw Philharmonic Choir and Orchestra, Antoni Wit
    Naxos, 2011, 1 CD


     


    :wink:
    Johannes

    So., 01.03.2015 - 18.00 Uhr - Premiere
    Weitere Vorstellungen:
    Fr., 06.03.2015, So., 08.03.2015, Sa., 14.03.2015, Fr., 20.03.2015, So., 22.03.2015, Sa., 28.03.2015 - 19.00 Uhr
    Oper Frankfurt a. M., Großes Haus



    Mieczyslaw Weinberg (1919-1996):
    Passazhirka (Die Passagierin) - Oper in 2 Akten, 8 Bildern und 1 Epilog, opus 97 1967/68


    Libretto: Alexander Medwedew, nach der gleichnamigen Novelle von Zofia Posmysz
    Szenische Uraufführung: Bregenzer Festspiele, 19.07.2010



    Interpreten:


    Lisa - Tanja Ariane Baumgartner
    Walter - Peter Marsh
    Marta - Sara Jakubiak
    Tadeusz - Brian Mulligan
    Katja - Anna Ryberg
    Krystina - Maria Pantiukhova
    Vlasta - Jenny Carlstedt
    Hannah - Judita Nagyová
    Yvette - Nora Friedrichs
    Bronka - Joanna Krasuska-Motulewicz
    Alte - Barbara Zechmeister


    Chor der Oper Frankfurt
    Frankfurter Opern- und Museumsorchester
    Musikalische Leitung: Leo Hussain



    Regie: Anselm Weber
    Bühnenbild: Katja Haß
    Kostüme: Bettina Walter
    Licht: Olaf Winter
    Dramaturgie: Norbert Abels
    Video: Bibi Abel
    Chor:´Tilman Michael


    Frankfurter Erstaufführung
    Mehrsprachig mit deutschen Übertiteln


    Dauer: 3 Stunden (inkl. Pause)


    Weitere Infos zu Werk und Vorverkauf:
    "http://www.oper-frankfurt.de/de/page378.cfm?stueck=614&stueckdatum=2751


    Wie im Thread 'Frankfurter Stammtisch' gepostet, gibt es durchaus Interesse auch von Capricciosi außerhalb des Rhein-Main-Gebiets, die für eine der Aufführungen gerne nach Frankfurt anreisen würden, was man praktischerweise mit einem vorherigen oder nachfolgenden Plausch bei gutem Essen kombinieren könnte.
    Insofern wäre es schön, wenn sich die an einer solchen Zusammenkunft Interessierten in dem Thread 'Frankfurter Stammtisch' zu ihren Wunschterminen äußern würden (außer der Premiere, die schon fast ausgebucht ist).


    :wink:
    Johannes

    Der Dirigent Israel Yinon ist am 29.1.2015 während einer Aufführung der Alpensinfonie in Luzern verstorben.
    Die Todesursache ist noch nicht bekannt.
    Er wurde 59 Jahre alt.


    Die Nachricht vom Tod des dem Mainstream-Publikum kaum bekannten Dirigenten Israel Yinon hat mich ganz besonders erschüttert.


    Zunächst war mir Yinon durch das von ihm stark gepflegte Repertoire verfemter Komponisten - die bis zum heutigen Tag von Opernhäusern und Konzertveranstaltern zu Unrecht sträflich ignoriert werden - bestens bekannt und höchst sympathisch!
    Yinon ist es zu verdanken, fesselnde Werke des 20. Jahrhunderts in ebenso hochspannenden Interpretationen eingespielt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu haben, so z. B. bedeutende Opera von Karol Rathaus, Erwin Schulhoff, Viktor Ullmann, Emil Bohnke, Pavel Haas.


    Umso faszinierter und dankbarer war ich, als ich - aufgrund meiner Erstellung von Werkverzeichnissen für die 'Klassika'-Website - vor etwa zehn Jahren von Yinon persönlich kontaktiert wurde, und infolgedessen einen erfreulichen telefonischen und Mail-Kontakt mit ihm führen und an den Texten zu seiner Vita und seinen Projekten mitwirken konnte.


    Insofern macht mich diese Nachricht von seinem Tode in besonderer Weise betroffen.
    Denn Menschen wie Yinon oder - dem leider ebenfalls bereits verstorbenen - Gerd Albrecht, die sich für die kostbaren Entdeckungen zu Unrecht vergessener Komponisten einsetzen, sind nach wie vor äußerst rar in dem zur Hitparade verkommenden / verkommenen Klassikgeschäft.


    R.I.P.
    Johannes

    Fr., 13.02.2015 - 19.30 Uhr - So., 15.02.2015 - 11.00 Uhr - Mo., 16.02.2015 - 20.00 Uhr
    Staatstheater Darmstadt, Großes Haus
    - 5. Symphoniekonzert 2014/15 -


    Programm:


    Lorenzo Perosi (1872-1956):
    Transitus Animae - Oratorium für Mezzosopran, gemischten Chor und Orchester 1907


    - Pause -


    Sergej Rachmaninow (1873-1943):
    Francesca da Rimini - Oper in 1 Prolog, 2 Szenen und 1 Epilog, opus 25 1904/05
    (Konzertante Aufführung)


    Interpreten:
    Perosi:
    Tuija Knihtilä, Alt


    Rachmaninow:
    Vergils Geist - Vadim Kravets, Bariton
    Dante Alighieri - Minseok Kim, Tenor
    Lanceotto Malatesta, Regent von Rimini - Sergej Leiferkus, Bariton
    Francesca Malatesta, seine Frau - Irina Oknina, Sopran
    Paolo Malatesta, sein jüngerer Bruder - Zurab Zurabichvili, Tenor


    Opernchor des Staatstheaters Darmstadt
    Staatsorchester Darmstadt
    Leitung: Will Humburg



    Wegen der komfortableren Rück-Zugverbindungen habe ich mit meiner Begleitung den Freitagstermin (13.02.) ausgesucht, (evtl.) mit der Option, nach dem Konzert eine frohgemute Capriccio-Zusammenkunft veranstalten zu können.


    :wink:
    Johannes

    Bei mir heute Abend drei überaus reizvolle, impressionistisch / spätromantisch geprägte Frühwerke Martinus (für mich das beeindruckendste Lied ist der melancholische zweite Gesang "Das Alter" aus den 'Nipponari'):


    Bohuslav Martinu (1890-1959):
    Nipponari (Japanische Stimmungen) - Sieben Gesänge auf japanische Lyrik für Frauenstimme und kleines Orchester, H. 68 1912
    Dagmar Pecková, Sopran
    Kouzelné Noci (Zaubernächte) - Drei Lieder auf chinesische Texte für Sopran und Orchester, H. 119 1918
    Lubica Rybarská, Sopran
    Ceská Rapsódie (Tschechische Rhapsodie) - Kantate für Bariton, gemischten Chor, Orgel und Orchester, H. 118 1918
    Ivan Kusnjer, Bariton
    Kühn Mixed Chorus, Prague Symphony Orchestra, Jirí Belohlávek
    Supraphon, 1988 / 1985, 1 CD


     


    :wink:
    Johannes

    Durch den Neuerwerb der praktischen Holst-CD-Edition:


    Gustav Holst (1874-1934):
    The Collector's Edition
    Beni Mora - Orientalische Suite für Orchester, opus 29 Nr. 1; H 107 1909/10
    BBC Symphony Orchestra, Sir Malcolm Sargent
    EMI, 1956, CD 2
    Ode to Death für gemischten Chor und Orchester, opus 38; H 144 1919
    London Symphony Chorus, London Philharmonic Orchestra, Sir Charles Groves
    EMI, 1977, CD 2
    EMI / Warner, 1956-1993, 6 CD


     


    Heute, seit langer Zeit wieder, große Faszination in Form der hypnotischen Rhythmik der 'Oriental Suite, Beni Mora' und der magischen, ätherischen Atmosphäre der 'Ode to Death' auf Walt Whitmans Verse aus 'Leaves of Grass':


    Come lovely and soothing death,


    Undulate round the world, serenely arriving, arriving,


    In the day, in the night, to all, to each,


    Sooner or later delicate death.


    Die Interpretationen sind über jeden Zweifel erhaben, im Falle von 'Beni Mora' (Sargent) absolut packend und mitreißend, bezüglich 'Ode to Death' (Groves) den faszinierend geheimnisvollen und anrührenden Charakter des Stückes hervorhebend.


    Insgesamt vereint diese 6 CD-Box wichtige Opera und gute bis hervorragende Einspielungen des bei uns leider nur als One-Hit-Composer bekannten Holst.


    Leider fehlen darin drei der bedeutendsten Werke des Komponisten, die von der EMI bislang nicht eingespielt wurden, aber mittlerweile in brillanten Aufnahmen anderer Labels vorliegen:
    1. The Mystic Trumpeter - Szene für Sopran und Orchester, opus 18; H 71 1904 (rev. 1912) (Lyrita)
    2. Savitri - Eine Episode aus dem Mahabharata / Kammeroper in 1 Akt für Mezzosopran, Tenor, Baß, Frauenchor und 12 Instrumentalisten, opus 25; H 96 1908 (Hyperion)
    3. The Cloud Messenger - Ode für Alt, gemischten Chor, Orgel und Orchester, opus 30; H 111 1909/10 (Chandos)


    :wink:
    Johannes

    Danach nun das 1925 entstandene Stabat Mater von Karol Szymanowski, dirigiert von Witold Rowicki. Vertont wurde die polnische Übersetzung des lateinischen Textes.


    Bei mir gab es, kurz bevor ich Deinen Beitrag gelesen habe, auch mal wieder was von Szymanowski: ;+)


    Karol Szymanowski (1882-1937):
    Król Roger (König Roger) - Oper in 3 Akten, opus 46 1918-25
    Thomas Hampson, Ryszard Minkiewicz, Elzbieta Szmytka, Philip Langridge, Robert Gierlach, Jadwiga Rappé
    City of Birmingham Symphony Chorus & Orchestra, Sir Simon Rattle
    EMI, 1998, 2 CD



    Grandios! :sev: :sev: :sev: :sev: :sev:


    :wink:
    Johannes

    Da leider nach wie vor keine CD-Veröffentlichung dieser besten Aufführung von Pfitzners Meister-Kantate existiert,


    Hans Pfitzner (1869-1949):
    Von deutscher Seele - Eine romantische Kantate in 3 Teilen (Eichendorff-Kantate) für S, A, T, B, gemischten Chor, Orgel und Orchester, opus 28 1920/21
    Ellen Shade, Sopran; Reinhild Runkel, Alt, Thomas Moser, Tenor; Alfred Muff, Baß;
    Chor des MDR Leipzig, RSO Frankfurt, Horst Stein
    Aufnahme: Alte Oper Ffm., 09/1995 (Hessischer Rundfunk)


    höre ich die bei mir auf CD gerade verfügbare, zwar gediegene, aber in vielen Teilen gehetzt erscheinende, (und wie so oft) extrem unterkühlte Interpretation Metzmachers (höchst unbefriedigend!):


    Hans Pfitzner (1869-1949):
    Von deutscher Seele - Eine romantische Kantate in 3 Teilen (Eichendorff-Kantate) für S, A, T, B, gemischten Chor, Orgel und Orchester, opus 28 1920/21
    Solveig Kringelborn, Nathalie Stutzmann, Christopher Ventris, Robert Holl,
    Rundfunkchor Berlin, Deutsches Symphonie-Orchester, Ingo Metzmacher
    Capriccio / Phoenix Edition, 2007, 2 CD



    :wink:
    Johannes

    Endlich mal wieder eine der schönsten, schillerndsten und emotional tiefgehendsten Opern - nicht nur - des 20. Jahrhunderts in vollen Zügen genossen:


    Walter Braunfels (1882-1954):
    Die Vögel - Lyrisch-phantastisches Spiel in 1 Prolog und 2 Akten, opus 30 1913-19
    Hellen Kwon, Endrik Wottrich, Michael Kraus, Marita Posselt, Wolfgang Holzmair, Iris Vermillion, Brigitte Wohlfarth, Matthias Goerne, Johann-Werner Prein, Martin Petzold, Dirk Schmidt u. a.;
    Rundfunkchor Berlin, Deutsches Symphonie-Orchester, Lothar Zagrosek
    Decca, 1994, 2 CD


     


    :wink:
    Johannes

    Gerade eben in dieser niegelnagelneuen Casella-Einspielung ein wenig quergehört.


    Italia (Italien) - Rhapsodie für Orchester, opus 11 1909
    Introduzione, Corale e Marcia (Introduktion, Choral und Marsch) für Blasorchester, Schlagzeug, Klavier und Kontrabässe, opus 57 1931-35
    Sinfonia / Symphonie Nr. 3 für Orchester, opus 63 1939/40
    BBC Philharmonic Orchestra, Gianandrea Noseda
    Chandos, 2012, 1 CD


     


    Wie zu erwarten, ist die Interpretation von Noseda und BBC PO wieder sehr mitreißend, die Klangqualität wie üblich ganz hervorragend! :sev:


    :wink:
    Johannes

    Di., 11.06.2013 - DLR Kultur - 20.03-21.50 Uhr


    Walter Braunfels (1882-1954):
    Große Messe g-moll für Sopran, Alt, Tenor, Baß, Knabenchor, gemischten Chor, Orgel und großes Orchester, opus 37 1923-26


    1. Kyrie - Adagio
    2. Gloria - Lebhaft und leidenschaftlich
    3. Credo - Breit
    4. Offertorium in festum sanctissimi nominis Jesu - Sehr ruhig
    5. Sanctus - Breit
    6. Interludium sub conservatione - Ruhig
    7. Benedictus - Mit größter Ruhe
    8. Agnus Dei - Sehr langsam


    Interpreten
    Simone Schneider, Sopran; Gerhild Romberger, Alt; Christian Elsner, Tenor; Robert Holl, Bass;
    Philharmonischer Chor Berlin, Berliner Singakademie, Knaben des Staats- und Domchors Berlin,
    Konzerthausorchester Berlin
    Leitung: Jörg-Peter Weigle


    Moderation: Haino Rindler und Jörg-Peter Weigle


    Aufzeichnung:
    Philharmonie Berlin; Mi., 01.05.2013


    Weitere Infos:
    "http://www.dradio.de/dkultur/programmtipp/konzert/2093508/


    :wink:
    Johannes

    Zwei der für mich an- und aufregendsten Stücke Hindemiths mit impressionistisch-sinnlichen Klängen (in 'Sancta Susanna') und höchst eindrucksvollen (2.), auch bezüglich der Dramatik hoch expressiv aufgeladenen Orchestergesängen (1. u. 3.) in seinem - 22-jährig - bereits perfekt publikumswirksam gestalteten opus 9!!!


    Paul Hindemith (1895-1963):
    Sancta Susanna - Oper in 1 Akt 1921
    Helen Donath, Gabriele Schnaut, Gabriele Schreckenbach, Damen des RIAS Kammerchors
    Drei Gesänge für Sopran und großes Orchester, opus 9 1917
    1. Meine Nächte sind heiser zerschrien (Ernst Wilhelm Lotz)
    2. Weltende (Else Lasker-Schüler)
    3. Aufbruch der Jugend (Ernst Wilhelm Lotz)
    Janis Martin, Sopran
    Radio-Symphonie-Orchester Berlin, Gerd Albrecht
    Wergo, 1984, 1 CD


     


    :wink:
    Johannes

    In großer Dankbarkeit an denjenigen, der mir u. v. a. phantastischen entdeckenswerten Raritäten dieses mitreißende Meisterwerk vor mittlerweile ca. 20 Jahren liebenswürdigerweise vorgestellt hat!


    Rued Langgaard (1893-1952):
    Symphonie Nr. 1 h-moll "Klippenpastorale" für großes Orchester, BVN 32 1908/09 (rev. 1909-11)
    Fra Dybet (Aus der Tiefe) für gemischten Chor, Orgel und Orchester, BVN 414 1950 (rev. 1952)
    Danish National Radio Choir, Danish National Radio Symphony Orchestra, Leif Segerstam
    Chandos, 1993, 1 CD



    :sev: :sev: :sev: :sev: :sev:


    :wink:
    Johannes