Beiträge von Hudebux

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    Dass er nun aber ausgerechnet gegenüber einer dunkelhäutigen Chorsängerin von einem Löwen "in Afrika" sprach, macht es verwerflich.

    Hätte er es gegenüber einer weissen Person gesagt, wäre es ok gewesen?


    Ist es denn sicher, dass Konwitschny das so, also mit Afrika, formuliert hat, weil die Choristin dunkelhäutig ist? Vielleicht hätte er es auch gegenüber einer weissen Person so formuliert? Einfach weil ihm gerade ein afrikanischer Löwe und kein europäisches Raubtier einfiel?
    Dann würde ich nicht einsehen, dass die gleiche Formulierung gegenüber einer weissen Person ok wäre, aber gegenüber einer dunkelhäutigen Person zur Kündigung führt. Das fände ich absurd.

    Rassismusvorwürfe gegen Peter Konwitschny

    Ich habe gerade in der 3sat Kuturzeit erfahren, dass vor ein paar Tagen die Oper Nürnberg Regisseur Peter Konwitschny wegen "einer unangemessener Äusserung" rausgeschmissen hat.
    In dem Kulturzeit-Beitrag beschreibt Konwitschny den Vorfall aus seiner Sicht.Kurz: Es geht in Verdis "Troubadour" um eine Szene in denen Nonnen (Chor) von einer Pistole bedroht werden. Eine der Nonnen schaut aus Angst weg. Konwitschny unterbricht, sie solle der Gefahr ins Auge schauen, so als ob man in Afrika von einem Löwen angegriffen wird. Da dürfe man auch nicht wegschauen.


    Dumm nur, dass die angesprochene Choristin schwarzer Hautfarbe ist...



    Der Beitrag ist ist hier ab Minute 8 zu sehen.



    Im BR kann man das hier auch lesen.


    Ich muss zugeben, dass ich mit der heutigen Hyperempfindlichkeit in unserer Gesellschaft nicht klar komme. Mit tut Konwitschny leid. (Natürlich gesetzt den Fall, dass seine Schilderrung der Vorgänge der Wahrheit entspricht. Grosse Zweifel habe ich daran nicht.)

    Miles Davis in Dietikon 1971

    Streng genommen gehört das hier nicht hin, aber am 22.Oktober 1971 gab es ein Konzert mir Miles Davis in Dietikon, einem kleinen Ort in der Nähe von Zürich, das wohl unter Kennern recht legendär ist. Heute wurde es im Schweizer Radio SRF2 wiedergeben.Miles Davis in Dietikon 1971


    Aber es ist auch in dieser Bootleg-Sammlung auf CD Nr. 4 enthalten:


    Ausführlichere Information zum Konzert gibt es hier. Es wurden Stücke von Bitches Brew gespielt. Keith Jarrett spielte Fender Rhodes.
    Sehenswert auch die Filmsequenzen vom Empfang am Zürcher Flughafen. Miles war wohl recht überrascht, dass das Konzert in einem kleinen Kaff stattfand.

    Nein, 7. Symphonie, 2. Satz, Nachtmusik.
    Den Band gibt es natürlich zu kaufen
    :

    Daran, also an dem Anfang der Nachtmusik ab Takt neun, habe ich mir heute die Zähne ausgebissen.


    Neben allen anderen Schwierigkeiten, wie kann man bloss, wie hier am Ende der Passage gefordert, im Allegrotempo in nur zwei Zeiteinheiten zwei Oktaven chromatisch sauber runtersausen? ?(
    Davor spielt man einen crecendierenden Alarmstufe-Rot-Triller über eine halbe Ton und dann saust es zusammen mit dem Orchester in zwei Duodezimolen in den Tiefkeller. Ein toller aber halsbrecherischer Effekt. In Aufnahmen klingt es natürlich fantastisch und vollkommen.

    Klassiker der Moderne: Alban Bergs Klarinettenstücke op. 5

    Liebe Leute,


    diesen Podcast möchte ich Euch sehr ans Herz legen.


    SRF: Musik in unserer Zeit:
    Klassiker der Moderne: Alban Bergs Klarinettenstücke op. 5


    In dieser etwa einstündigen Radiosendung besucht der Musikjournalist FlorianHauser den Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann in München, um über Bergs op 5. zu reden. Dieses hat Widmann zuletzt im Herbst 2020 mit Barenboim eingespielt.
    Widmann spricht hier mit solcher Leidenschaft, Ausführlichkeit und Kenntnis über dieses Werk, dass es mich sehr beeindruckt.


    Ich hoffe man kann den Podcast auch ausserhalb der Schweiz abrufen. Bitte gebt Bescheid.


    Hudebux

    Ich schau gerade John Williams live (auf digital concert hall) mit den Berliner Philharmonikern.
    Seine Fangemeinde hat sich versammelt. Standing ovations nach jedem Stück!
    So ganz meins ist das nicht, dennoch schön anzuschauen, wie die Musik, die ich nur aus dem Kino kenne, hier live gespielt wird und wie das Publikum mitgeht. Ob wohl alle Musiker da gerne mitspielen? Wahrscheinlich schon. John Williams kommentiert zwischendurch sehr sympathisch die Stücke . Jetzt drei Musiken aus den Harry Potter Filmen. :pop:

    Sehe ich auch so. :trost:
    Oder Du fragst sie, ob sie nicht gleich alternativ Metallica oder Iron Maiden spielen. Dann wäre es doch wieder ok für Dich, lieber music lover, oder? :wink:

    Ich habe das gleiche Programm auch gehört, allerdings am Freitag in Luzern.
    Zunächst möchte ich sagen, dass es bei aller Kritik ein sehr eindrucksvolles Liveerlebnis war, dass ich in Erinnerung halten werde.
    Das Stück von Retinsky hat mir ausnehmend gut gefallen. Eine fantastisches Klangerlebnis. Gut als Filmmusik vorstellbar. Hier sass das Orchester noch, während nach der Pause weitestgehend stehend spielte. Stehend ist das falsche Wort. Besonders die erste Geige war extrem bewegungsfreudig, so dass man beständig Angst haben musste er würde bei seinen expressiven Vor- und Zurückbewegungen das Pult des Hintermanns umschmeissen. Mahlers 5. wurde also hochdynamisch in jeder Hinsicht gespielt. Es gab sehr schöne Momente, aber letztlich fehlte es doch an Tiefe. Ein wenig zu viel Jahrmarkt. Der Walzer im dritten Satz kommt nicht richtig rüber. Irgendwas stimmt da mit dem Timing nicht. Dennoch eine eindrucksvolle Performance. Aber als Aufnahme zum Nachhören bräuchte ich es nicht. Da bleibe ich bei Bernstein mit den Wiener Philharmonikern.