Beiträge von brunello

    Die Amina in La Sonnambula aus der Konserve sind für mich

    Maria Callas (im Mitschnitt aus der Scala 1955 unter Bernstein)

    Joan Sutherland

    Renata Scotto

    Live habe ich diese Oper einige Male in Wien (vor langer Zeit), Graz (vor sehr langer Zeit) und München (kürzlich im Gärtnerplatztheater) gesehen. Da ich diese Aufführungen vor allem auch (aber nicht nur) wegen der Sängerinnen der Titelpartie besucht habe, fällt mir die Wahl der Lieblingsinterpretin der Amina leicht. Und um der Qual einer wertenden Reihenfolge zu entgehen, nenne ich sie wieder einmal alphabetisch (und das entspricht in diesem Fall sogar der zeitlichen Reihung)

    Sona Ghazarian (Oper Graz)

    Natalie Dessay (Wiener Staatsoper)

    Jennifer O´Loughlin (Gärtnerplatztheater München)

    Ich hätte nicht gedacht, dass Talvela schon so lange nicht mehr unter uns weilt.

    Er war für mich der mit Abstand beste Daland, den ich live erlebt habe. Und für immer unvergessen wird mir in der Premiere von "Don Carlo" in der Wiener Staatsoper im Herbst 1970 die Szene König-Großinquisitor bleiben, in der Talvela mit seiner Statur und seiner Stimme die Macht der Kirche demonstriert hat und den König klein werden ließ (und Nicolai Ghiaurov war ja - nicht nur als Filippo II. - ein absoluter Weltklasse Sänger). Von dieser Premiere gibt es übrigens einen Mitschnitt auf CD.

    Mozarts "Titus" habe ich mehrmals gesehen und zwar nicht nur in Wien, wo es vor leider schon vielen Jahen sehr gute Produktionen in der Staatsoper (Übernahme aus dem Theater an der Wien) und der Volksoper gegeben hat. Meine bevorzugten Sestos sind also

    Teresa Berganza (Theater an der Wien, Wiener Staatsoper)

    Tara Errought (München)

    Franco Fagioli (Nancy)

    In der Statistik sehe ich gerade, dass ich zur Gilda meinen Senf nicht dazugegeben habe. Ich besvhränke mich jetzt auf drei Namen, die ich live erlebt habe - und wieder alphabetisch und nicht wertend

    Ileana Cotrubas (Wiener Staatsoper)

    Reri Grist (Wiener Staatsoper)

    Jennifer O´Loughlin (Volksoper Wien, Gärtnerplatztheater)

    Und drei Rigolettos himself nenne ich jetzt auch noch mit entsprechender Verspätung) - alle drei in der Wiener Staatsoper

    Cornell MacNeil

    Kostas Paskalis

    Aldo Protti

    Ich muss meine bevorzugten live erlebten Ducas noch nominieren.

    Für mich unbestritten an erster Stelle steht

    Giacomo Aragall

    Und dann kommt schon

    Vittorio Terranova

    Ihn würde ich ja nicht gerade zu meineen Lieblingsinterpreten zählen, sein Duca im Gärtnerplatztheater (in einer in weiten Bereichen unerfreulichen Inszenierung) war aber mehr als "nur" hörenswert

    Lucian Krasznec

    Ich nenne beim Duca zunächst nur jene Interpreten, die ich in der Konserve ganz hoch oben reihe (und bedauere einmal mehr, dass es bloß drei sein dürfen). Ich reihe jetzt alphabetisch und nicht wertend:

    Alfredo Kraus

    Richard Tucker

    Alain Vanzo (in einer französisch gesungenen Aufnahme)

    Ich habe das Glücke, Carlo Bergonzi noch einige Male auf der Bühne (Wiener Staatsoper) erlebt zu haben. Vermutlich war er nicht nur für mich vor allem bei Verdi der beste Stilist der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts.

    Jetzt hänge ich mich einmal ganz kurz hinein - und bin dann gleich wieder bloß (gelegentliche)r Mitleser

    Ich habe Herrn Currentzis nur in seinen Übertragungen aus Salzburg mehr oder weiger live gehört - was mich für ihn nicht einnimmt - und kenne ein Video der CD-Produktion von Don Giovanni, in der der Sänger des Komtur mit der Interpretation des Dirigenten an Hand der Partitur/des Klavierauszuges durchaus unterschiedlicher Meinung ist.

    Was ein befreundeter langjähriger Studienleiter der Wiener Staatsoper vom Operndirigenten Currentzis hält, ist ein privater Meinungsaustausch zwischen ihm und mir und wird daher hier nicht veröffentlicht.

    Ich habe bei sehr vielen Beiträgen zum Thema Currentzis allerdings das Gefühl, dass bei der Bewertung seiner Dirigate - positiv wie negativ - eine erforderliche kritische Distanz fehlt (politische Einstellung oder Kleidung ist wesentlich; gegen den Strich gebürstete Interptretation ist wichtig; nicht in der Partitur stehende Einschübe in Opern werden akzeptiert, ...). Und insbesondere bei seinem Rameau-Album frage ich mich, wer von den Diskussionsteilnehmern (positiv wie negativ) eigentlich ein tieferes Verständnis zu diesem Komponisten hat.

    Da sie ja immer noch reltiv fit und als Regisseurin aktiv ist, wurde ihr halbrunder Geburtstag in den Meiden durchaus beachtet.

    Im nächsten Jahr inszeniert sie Wagners Parsifal an der Oper Frankfurt, was ich mir vielleicht ansehen und anhören möchte. Allerdings ist mir nicht klar, was mich da erwartet: eher traditionelles oder eher modernes Musiktheater. Über die Regisseurin Brigitte Fassbaender ist mir bislang noch nichts bekannt. Wer weiß mehr?

    https://oper-frankfurt.de/de/spielplan/p…/?id_datum=4118

    :wink:

    Ich habe einige ihrer Regiearbeiten im Gärtnerplatztheater in München gesehen, zuletzt die Premiere von "Die lustigen Weiber von Windsor" am 26. April.

    Das waren alle im besten Sinn werktreue Inszenierungen, ohne dabei altmodisch zu sein, voll Witz und Ironie. Aus meinen Erfahrungen kann ich Produktionen mit ihr als Regisseurin (wenn auch die SängerInnen passen und das Werk interessiert) absolut empfehlen.

    Historisch fällt mir zu Medea nur

    Maria Callas (im Mitschnitt aus der Scala unteer Bernstein)

    ein.

    Live habe ich dieses Werk zu Beginn der 1970er Jahre mehrmals in Wien gesehen, in der wunderbaren Ausstattung von Arik Brauer. Und

    Leonie Rysanek

    war damals schlicht und ergreifen sensationell (von der Premiere gibt es einen Mitschnitt auf CD)

    Aus dem heutigen Spiegel (Online), Rubrik "Die Lage am Morgen".

    Das Rhön Gymnasium verfügt also nicht nur überr eine sehr gute Theatergruppe, die wir als Verein immer wieder gefördert haben (an dieser Stelle ein Danke an den Vorstand, der die Förderung beschlossen hat), sondern die Schüler:innen zeigen auch in anderen Bereichen hohe Qualität.

    Gewinner des Tages…

    …sind die jungen Kolleginnen und Kollegen der Schülerzeitung »Konturen« des Rhön-Gymnasiums in Bad Neustadt an der Saale in Bayern. Sie erhalten heute den Sonderpreis »Europa« der Vertretung der Europäischen Kommission für ihr Interview mit zwei ukrainischen Mitschülerinnen, die vor dem russischen Angriffskrieg in ihrer Heimat geflohen sind. Dafür gibt es 1000 Euro und obendrein ein gemeinsames Foto mit dem Bundeskanzler. Herzlichen Glückwunsch!

    Beim Papageno beginne ich mit selbst gehört

    Erich Kunz (Wiener Staatsoper)

    Walter Berry (Wiener Staatsoper)

    Bei historisch hat sich in meinem Hinterkopf eingeprägt, dass ich einmal eine Aufnahme mit

    Giuseppe Taddei

    gehört habe; ich kann das aber nicht beschwören.

    Bei Siegmunds Schwester gibt es bei mir nur zwei Namen, weil die alle anderen Sieglinden in den Schatten stellen.

    Auf CD ist es in der legendären Bruno-Walter-Aufnahme

    Lotte Lehmann.

    Und in der Wiener Staatsoper immer wieder auf der Bühne erlebt die ebenso unvergessene wie (nicht nur in dieser Rolle) unerreichte

    Leonie Rysanek.

    Siegmund historisch oder auf CD ist für mich einfach

    Lauritz Melichior (in der Aufnahme unter Bruno Walter)

    Ludwig Suthaus (unter Furtwängler an der Seite von Leonie Rysanek)

    Jon Vickers (in diversen Mitschnitten)

    Siegmund live erlebt gibt es für mich nur zwei erwähnenswerte Sänger

    Peter Hofmann (in der Wiener Staatsoper)

    James King (ebenfalls Wiener Staatsoper)

    Sowohl der Dirigent Berislav Klobucar wie der Tenor Kurt Equiluz waren nicht nur in Wien absolut unterschätzte Künstler.

    Klobucar war einer jener Repertoiredirigenten der Wiener Staatsope, der ohne Proben (nahezu) jedes Stück übernehmen und ohne Pannen zu Ende dirigieren konnte. Equiluz konnte nicht nur aber vor allem in Aufnahmen und Produktionen mit Harnoncourt seine stimmlichen Qualitäten zeigen und war auch im hohen Alter noch ein sehr guter Liedsänger.

    Danke, dass an diese beiden Künstler gedacht wurde.