Beiträge von brunello

    Am Tag vor der Staatsoper hat das Gärtnerplatztheater seinen Spielplan für die kommende Saison präsentiert. Gespielt wird in Summe an rund 300 Abenden.


    Premieren:

    The Rake´s Progress, 7.10. (D: Ruben Dubrovsky, R: Adam Cooper)

    Giselle (Ballett), 17.11. (Choreografie: Karl Alfred Schreiner)

    Rockin´Rosie (Musical von Wolfgang Böhmer, UA), 9.12. (D: Andreas Partilla, R: Nicole Claudia Weber)

    Die Großherzogin von Gerolstein, 26.1. (D: Michael Brandstätter, R: Josef E. Köpplinger)

    Werther, 16.2. (D: Anthony Bramall, R: Herbert Föttinger)

    Mata Hari (Musical von Marc Schubring, UA), 23.3. (D: Andreas Partilla, R: Isabella Gregor)

    Luisa Miller, 5.5. (D: Anthony Bramall, R: Torsten Fischer)

    Höhenrausch (Ballett zu Bruckner 4.Symphonie), 1.6. (D: Michael Brandstätter, Choreographie: Georg Reischl)

    Friederike (konzertant), 8.6. (D: Michael Brandstätter)

    Le nozze di Figaro, 29.6. (D: Ruben Dubrovsky, R: Josef E. Köpplinger


    23 Stücke aus dem Repertoire, darunter als letzte Übernahme von den "Ersatzspielplätzen" während der Renovierung "Das Lächeln einer Sommernacht" (ab 22.10.), erstmals vor Publikum (die Uraufführung war coronabedingt nur gestreamt) "Schuberts Reise nach Atzenbrugg" von Johanna Doderer mit einem Libretto von Peter Turrini (ab 30.3.) und nochmals "Martha" in der legendären Inszenierung von Loriot (ab 20.7.).


    Darüber hinaus nennt der Spielplan 4 Konzerte (darunter ein reines Barockprogramm), 7 Kammerkonzerte, 8 Liederabende und 2 Sonderveranstaltungen gemeinsam mit der Pinakothek der Moderne. Ergänzt wird das Programm durch eine Reihe von bunten Extras.


    Gärtnerplatztheater – Programm (gaertnerplatztheater.de)

    Luigi Alva ?


    Im Forum eines wiener Online-Kulturmediums steht heute, dass Luigi Alva rund um seinen 95.Geburtstag verstorben ist.

    In Facebook habe ich dagegen heute in der Früh diesen Eintrag von in der Nacht gelesen "Confermo che Luigi Alva sta bene... e ne siamo felici!"


    Ich hoffe, die Meldung in Facebook stimmt.

    "Madame Pompadour" soll die erste Premiere der neuen Direktorin der Volksoper, Lotte de Beer, werden. Da gibt es Gelegenheit die Qualitäten (oder auch Schwächen) des Stückes live zu erleben. Noch nicht bekannt sind Regie, Bühnenbild und Ensemble/Dirigent.

    Ich muss meinen Kommentar zurückziehen und mich verbessern - die erste Premiere wird nicht "Madame Pompadour" sein; die erste Premiere - gleich im September - wird "Die Dubarry" sein. IJetzt streue ich Asche auf mein Haupt.

    Ergänzend, wenngleich nicht ganz zum Thema ("wo wir so hingehen") gehörig: Die Produktion ist absolut sehens- wie hörenswert, Meine Empfehlung lautet hingehen.

    Da bin ich schon morgen in der Premiere. Ich habe diese Oper seinerzeit ( = vor ziemlich genau 10 Jahren) aus ich weiß nicht welchen Gründen in Wien nicht gesehen und werde "Jonny spielt auf" morgen zum ersten Mal erleben.

    Am Donnerstag sitze ich (endlich) wieder im Gärtnerplatztheater. Am Programm steht die Premiere von "Hoffmanns Erzählungen" in deutscher Sprache (schade, sonst spielt man am Gärtnerplatz bei Opern immer die Originalsprache) und in einer "Münchner Fassung nach der quellenkritischen Neuausgabe von Fritz Oeser" (was auch immer darunter zu verstehen sein wird).

    Dirigent: Anthony Bramall, Regie, choreografische Gestaltung, Bühne, Kostüme und Licht: Stefano Poda; Hoffmann: Lucian Krasznec, Die Muse / Niklas: Anna-Katharina Tonauer, Lindorf / Coppelius / Dr. Mirakel / Dapertutto: Mathias Hausmann, Andreas / Cochenille / Franz / Pitichinaccio: Maximilian Mayer, Olympia: Ilia Staple, Antonia: Jennifer O'Loughlin, Giulietta: Camille Schnoor, Antonias Mutter: Anna Agathonos, Nathanael: Caspar Krieger, Spalanzani: Juan Carlos Falcón, Hermann: Alexander Grassauer, Schlemihl: Timos Sirlantzis, Luther: Holger Ohlmann, Crespel: Sava Vemić, Stella: Karin Kreitner.


    Und weil ich schon im Zentrum von Bier, Stelze und Weißwurst bin, befriedige ich die Opernsucht am Samstag im Nationaltheater mit "Die schweigsame Frau".

    Dirigent: Stefan Soltesz, Inszenierung: Barrie Kosky; Sir Morosus: Franz Hawlata, Haushälterin: Christa Mayer, Der Barbier: Björn Bürger, Henry Morosus: Daniel Behle, Aminta: Brenda Rae, Isotta: Lavinia Dames, Carlotta: Tara Erraught, Morbio: Christian Rieger, Vanuzzi: Tijl Faveyts, Farfallo: Tareq Nazmi

    Vielleicht kann ja jemand (Brunello?) mal einen allgemeinen Thread zur dieser grossen Künstlerin eröffnen, wo die Qualitäten und Besonderheiten der Sängerin Elisabeth Kulman gebührend Raum und Respekt erhalten.

    Wahrscheinlich werde ich mit dem gebührendem zeitlichen Abstand dieser Einladung nachkommen; ich verfolge ihr Laufbahn seit den Anfangsjahren in der Wiener Volksoper. Aber noch fehlt die Distanz für eine wertfreie Würdigung.

    Tief empfundene Abschiede: Elisabeth Kulman und Bruckners Neunte in Bamberg | Bachtrack


    Ich hatte das Glück, dass ich für dieses Konzert noch Karten bekommen habe (nur 25% der Plätze durften belegt werden). Und ich verleugne nicht, dass ich sowohl bei Verdis "Requiem" und vor allem bei "Urlicht" aus Mahlers 2.Symphonie mit den Tränen gekämpft habe (und den Kampf immer wieder verloren habe).


    BR hat das Konzert aufgenommen und wird es senden (ich weiß nicht wann). Wenn die Aufnahme jemand auf CD bannt und mir eine Kopie zukommen lässt (ohne Bruckner), bin ich mehr als dankbar.

    Übrigens hat Loriot sich seinerzeit an Wagner versucht. War der Dilettant?

    Hat der Wagner inszeniert? Seine Inszenierungen von »Martha« und »Freischütz«, die ich gesehen habe, waren sehr dilettantisch. Von Wagner weiß ich nichts.

    Den "Freischütz" habe ich nicht gesehen, die "Martha" in der Auffüphrungsserie am Gärtnerplatztheater vor drei oder vier Jahren hat mir ausgesprochen gefallen - aber Geschmäcker sind eben verschieden (und mein Geschmack ist nicht das Maß aller Dinge)

    Ich habe jetzt noch einen Bericht zur "Boheme" in Meiningen gefunden.


    Liebenswert anachronistisch: Markus Lüpertz inszeniert "La Bohème" am Staatstheater Meiningen | MDR.DE


    Ich war nicht dort und kommentiere die Produktion daher nicht. Einzig ein Satz sei mir zum Bericht des mdr gestattet: die Fotos der Produktion begeistern mich nicht und locken mich auch nicht nach Meiningen (aber vielleicht/sicher soll man nicht von Bildern auf das Gesamtwerk schließen)

    Der Tod Norman Baileys hat bei "Tamino" eine Diskussion über seine Qualitäten als Hans Sachs ausgelöst. Während seine Studioaufnahme unter Solti nicht günstig bewertet wird, habe ich ihn in sehr guter Erinnerung als Bayreuther Sachs in 1970 unter Hans Wallat und an der Seite von Janis Martin als Eva und Jean Cox als Stolzing. Damals hatte ich die Radioübertragung mitgeschnitten. Leider ist das Band längst den Weg alles Irdischen gegangen. Es gab, wie ich jetzt herausgefuunden habe, in Amerika eine CD von Opera Depot (angeblich sogar in guter Qualität), die aber ausverkauft ist. Es wäre zu schön, würde sich der Betreiber dieses Unternehmens (ein Dirigent und Sammler), der offenbar über gute Beziehungen zu amazon verfügt, entschließen, diese Einspielung neu aufzulegen und sie auch entsprechend zu vertreiben. In Deutschland hat sich der Aufführung bedauerlicherweise ja niemand angenommen.

    Ich habe bei Opera Depot mehrmals gekauft, die Abwicklung war immer problemlos und die Preise waren immer unschlagbar (zumeist nur wenige Dollar für die Gesamtaufnahme). Mit den kürzlich erlassenen neuen Zoll- und Steuerregelungen könnte sich das mit den Preisen für uns Österreicher aber deutlich verändert (= verschlechtert/verteuert) haben.
    Und jetzt kommt ein großes ABER; Die Tonqualität der Aufnahmen ist häufig schlecht bis unterirdisch selbst bei im Rundfunkmitschnitten. Und da muss es dann schon ganz besondere Gründe geben, warum man trotzdem kauft (ich habe zum Beispiel ein paar Aufnahmen aus der Wiener Staatsoper erstanden, in denen ich selbst auch war - Tonqualität: höchstens naja)