Beiträge von Cosima

    Höre gerade Rach 3 mit Moog und Milton aus 2011. Es mangelt ja nicht an Einspielungen dieses Klavierkonzertes, aber der damals 24-jährige hatte mich gleich begeistert mit seinem funkelnden, forschen und einnehmenden Klavierspiel. Gefällt mir immer noch sehr die Aufnahme.

    die anderen Sachen von Moog kenne bzw. besitze ich bereits

    Die Brahms-Konzerte und das Reger-Kontert mit ihm und Milton (jetzt in Göttingen, oder?) sind großes Kino, finde ich.

    Stimmt, Nicholas Milton ist seit 2018 beim GSO. 👍

    Ich mag eigentlich alle Sachen mit Moog sehr gern, besonders auch seine frühe Scarlatti-CD. Die ist so mitreißend und erfrischend gespielt, mit ganz viel Spielfreude und jugendlichem Drive.

    Ihn live zu erleben, war echt ein Ereignis. Diese Energie und Kraft, gepaart mit Präzision und seinem charismatischen Auftreten… Wahnsinn, so cool. 😎

    Joseph Moog habe ich gestern mit dem GSO live erlebt, er spielte das zweite Klavierkonzert op. 44 von Tschaikowski. Umrahmt wurde das Klavierkonzert von zwei Kompositionen Mozarts, der Ouvertüre zu „Così fan tutte“ und der Symphonie KV 201. Am Schluss waren die Haydn-Variationen op. 56a von Brahms zu hören. Ein beglückender Abend!

    Moog war gigantisch, wie eine Naturgewalt! :verbeugung1: Sein Klavierspiel war voller Energie und Kraft, dennoch fein in der Artikulation und Dynamik. Das Klavierkonzert ist ein ziemlicher Koloss, jedoch sehr melodienreich. Moog sprach im Anschluss von einem Tripelkonzert innerhalb des Klavierkonzertes, denn im zweiten Satz begleitet das Klavier die Solo-Geige und das Solo-Cello.

    Auch das GSO war wieder fantastisch. Dirigent war der erst 25-jährige Luka Hauser, der sehr souverän das Orchester leitete und das Miteinander toll unter Kontrolle hatte und gestaltete.

    Ich habe mir im Anschluss eine CD gekauft und mir ein Autogramm geholt :saint: (zum ersten Mal).

    Die läuft gerade (die anderen Sachen von Moog kenne bzw. besitze ich bereits):

    Franz Liszt: Sonate h-Moll

    Maurizio Pollini, Klavier

    Ein klarer Kandidat für den imaginären Titel "Reinschrift des Werkes". Ich ziehe trotzdem Zimerman und Barere vor.

    Ich bin ja ein ganz großer Pollini-Fan, aber bei dieser Klaviersonate ist mein Favorit (vielleicht neben Richter und Arrau) auch Simon Barere. Ich habe den Live-Mitschnitt aus der Carnegie Hall (1947) als hochvirtuos und dramatisch in Erinnerung. Blöd auf der CD ist aber die Unterteilung in Einzeltracks.

    Ich höre eher selten Kammermusik, aber diese Appónyi-Aufnahme gehört zu meinen liebsten Aufnahmen überhaupt. Ich hatte die linke CD in 2005 angeschafft und liebe sie heute noch genauso wie am Anfang. Da wird nicht nur expressiv und unglaublich vital musiziert, ich hatte mir seinerzeit dazu notiert: „Da fliegt einem das Ohr weg!“ :verbeugung1:

    Sehr hörenswert, mMn. Bis auf Weiteres Nummer 2 nach Zehetmair/Brüggen. Danke an Cosima für den Tipp!

    Freut mich sehr, dass Du meine Eindrücke teilst. Irgendwie ahnte ich das. :)

    Das ist auch meine Nr. 2 nach Zehetmair. Inzwischen habe ich auch die CD angeschafft, der Klang ist großartig. Mir gefällt außerdem, was der Graphiker mit dem Cover geschaffen hat: Beethoven und Brahms gemütlich beim Picknick, während von der Rückseite eine Ameisenhorde nach vorne krabbelt, um sich über das Essen herzumachen. Ich mag das.

    Hurwitz hat die Scheibe in einem Video besprochen und mit 10-10 bewertet. Er hatte nur die Verpackung zu bemängeln, weil man das Booklet mit einer Pinzette herausfriemeln musste. Canary Classics, Shahams Label, hat das inzwischen geändert: Jetzt steckt das Booklet ganz einfach in einem Schlitz zum Herausnehmen. Hurwitz wirkt dann wohl doch irgendwie. Grins1

    Ich höre mir die Scheibe jetzt auch nochmal an. Der Brahms ist auch klasse. :verbeugung1:

    Ich habe die letzten Tage Filme des frankokanadischen Filmemachers und Schauspielers, Xavier Dolan, gesehen (alle in der ARD-Mediathek). Seinen ersten Film I killed My Mother (kenne ich aber noch nicht) hatte er in 2009 als Autodidakt mit gerade mal 19 Jahren gedreht, wurde daraufhin so ein bisschen als Kino-Wunderkind gefeiert und mit Preisen überhäuft. Er spielt in seinen Filmen auch häufig eine Hauptrolle. Jedenfalls war ich begeistert von:

    Mommy (echt harte Kost für Eltern, die ein schwer erziehbares Kind haben; sehr berührend)

    Herzensbrecher (detailverliebter, frischer Blick auf das Begehren und das Verliebtsein)

    Matthias & Maxime (über tiefe Freundschaft zwischen zwei jungen Männern, die in Sehnsucht und Liebe umschlägt)

    Ich finde Dolans sehr eigene Filmsprache toll. :love: Seine Filme wirken alle sehr authentisch, emotional und düster; jedoch voller Menschlichkeit und mit einem Lächeln hier und da.

    Ich habe sehr früh heute Morgen erst - neben Zehetmair/Brüggen* - eine weitere Lieblingsaufnahme des Beethoven-Violinkonzertes entdeckt: Gil Shaham/ Eric Jacobsen/ The Knights (erschienen in 2021)

    Und eine neue Lieblingsaufnahme des Brahms-Violinkonzertes gleich dazu.

    Shaham hatte das Brahms-Konzert schon 2002 unter Abbado eingespielt (auch eine tolle Aufnahme, mir gefällt die mit den Rittern aber noch viel besser), der Beethoven ist neu in Shahams Repertoire.

    Auf dieser Aufnahme ist alles ganz genau nach meinem Geschmack: Ein bewegliches, transparentes, brillantes Kammerorchester, das sensibel in den Dialog mit dem Solisten tritt. Und natürlich Gil Shahams herrlich klarer, nuancierter, trotzdem warmer und einfach betörend schöner Geigenklang. :verbeugung1::verbeugung1::verbeugung1:

    Das klingt alles unglaublich erfrischend und elektrisierend, voller Spielfreude. Die Tempi sind zügig, das Miteinander hinreißend. Ich höre die Aufnahme gerade zum dritten Mal im Stream. Das sind Interpretationen, die ich garantiert noch sehr oft hören werde, weshalb ich mir auch die CD zulege. :)

    (Ich wollte eigentlich keine CD mehr kaufen, aber bei Aufnahmen, die mich total begeistern, werde ich nach wie vor Ausnahmen machen. Zuletzt war das der Fall bei dem Pianisten Bruce Liu und seinem Album „Waves“. Das lief erst tagelang im Stream über HomePod, danach tagelang auf CD auf der großen Anlage. Die Aufnahme ist auch toll.)

    *) Mauerblümchen: Du magst Zehetmair/Brüggen doch auch. Ich könnte mir vorstellen, dass Dir Shaham und die Ritter auch zusagen. :)

    Oh nein! — Das war mein erster Gedanke, als ich die Nachricht las. So traurig und erschütternd.

    Da ist ein großer Künstler von uns gegangen. Einer, dessen Klavierspiel ich vom ersten Hören an geliebt habe und das mir extrem viel bedeutet. Eine große Persönlichkeit zudem - engagiert (auch politisch), wach und sehr vielschichtig.

    Er hat der Welt so viele wundervolle Aufnahmen geschenkt, er wird mit seiner Musik in meinem Herzen bleiben.

    R.I.P.

    Bei Jethro Tull mache ich mit. Ich habe von denen nie ein Album besessen, aber Locomotive Breath ist natürlich so ein All-time-favorite.

    Und jetzt stelle ich fest, dass das ganze Album genial ist. Ich LIEBE Musik-Streaming :love:. Vor ein paar Tagen habe ich das noch gehasst... wie konnte ich das nur so völlig falsch einschätzen? Das ist so total krass, welche Welten sich da auf einmal auftun!

    Nach Pendereckis Klavierkonzert mit Barry Douglas, das mir ziemlich gut gefiel, wollte ich auch unbedingt noch eine Aufnahme seiner 1. Symphonie haben. Diese Gebraucht-CD ist nun bis auf weiteres die vorletzte CD, die heute bei mir eingetroffen ist (jetzt ist nur noch ein Poulenc unterwegs zu mir). Habe ich gleich gerippt und höre jetzt gerade die 5. (die 1. hatte ich schon gehört, die finde ich absolut genial! Ich liebe solche "Maschinenmusik" :verbeugung1:).

    Mein erster Eindruck bei der 5. ist auch sehr positiv. Mir gefällt diese kraftvolle und intensive Musik. Muss ich natürlich noch öfter hören, aber ich werde mir jetzt nach und nach die anderen Penderecki-Sachen anhören.

    P.S.: Dank geht raus Algabal, dessen Beiträge mich überhaupt erst auf diesen Komponisten gebracht haben. :)

    Was ich mir in Sachen Hardware auch gut vorstellen könnte, wäre ein kombiniertes Gerät bestehend aus CD-und Netzwerkplayer, wie den Technics SL-G700M2. Stereo schreibt hier dazu: „Diese „eierlegende Wollmilchsau“ ist im Markt weitgehend konkurrenzlos. Und der Klang besticht ebenfalls – fünf Sterne!“

    Und dazu dann ein paar Aktivlautsprecher, fertig wäre die Sache. Nachteil wäre halt, dass ich Apple Music nicht nutzen könnte und doch auf Qobuz umsteigen müsste. Irgendwie nervt hier die restriktive Apple-Politik doch sehr. Ich glaube, dass die sich damit in Bezug auf ihre Apple Music-Plattform keinen Gefallen tun. Sie haben ja auch keinen eigenen Streamer im Angebot, auf den man ausweichen könnte. Das wird viele Hörer gerade im audiophilen Klassikbereich doch abschrecken. :/

    Heute zum ersten Mal Bruce Liu gehört. Für sein Debüt-Studioalbum bei der DG hat er unter dem Titel „Waves“ ein interessantes und sehr schönes Programm zusammengestellt.

    Ich bin ziemlich begeistert, das ist IMO ganz wundervolles Klavierspiel. :verbeugung1: Bei aller Transparenz, Klarheit und Klangsinnlichkeit ist es sehr farbig und nuanciert. Im Ausdruck wirkt das alles sehr frisch und spontan, auch sehr souverän und mit großer Spielfreude vorgetragen. Da freue ich mich jetzt schon auf weitere Aufnahmen!

    Jetzt überlege ich schon wieder, die CD anzuschaffen, um die Aufnahme in voller Klangschönheit genießen zu können… ;( Aber neee, Streaming-Testphase läuft ja. :)

    Es hängt von so vielem ab, das sicherste scheinen weiterhin Kabel zu den Boxen zu sein.

    Es gäbe auch einige wenige Netzwerkplayer, die Apple Music an Bord hätten, aber das sind hässliche Dinger. Überhaupt fände ich eine solche Lösung genauso unsexy wie Kabel. :/ Einen anderen Streaming-Anbieter würde ich aber auch nicht wollen.

    Perfekt ist das alles nicht, aber irgendeinen Tod muss man da wohl sterben. Im Zweifelsfalle würde ich die - hoffentlich nicht allzu großen - Qualitätseinbußen aufgrund von Bluetooth-Übertragung wohl am ehesten in Kauf nehmen.

    Auf dem iPhone oder iPad wird „aptX“ nicht unterstützt,

    Meines Wissens gibt es dafür Apps, die Streams in HiRes von Tidal oder Qobuz holen und als HiRes zu den Boxen leiten ...

    Okay, aber meine Lösung funzt doch auch, oder nicht? Deine App-Lösung wäre für den Fall, dass ich Tidal oder Qobuz würde direkt vom iPhone zur Nubert streamen wollen? Falls ja: Eine App wäre ja grundsätzlich okay, ich will nur nicht irgendwelche Geräte dazwischen...

    Hier ist mein Plan folgender: Wenn ich in zwei Monaten immer noch überzeugt vom Apple-Streaming bin, tausche ich das alte Equipment komplett aus. Der Verstärker kommt dann ganz weg, ein neuer schicker CD-Player wird angeschafft. Und dann liebäugele ich extrem mit den Nubert-Aktivlautsprechern ( Garcia hat mich da mit seiner „Schönen“ sehr angefixt :love: ).

    Klingt gut! Und die Nuberts können dann direkt vom SmartPhone aus beströmt werden, richtig?

    Nubert schreibt auf seiner Webseite über die nuPro-Serie (also die Schöne und das Biest zum Beispiel): „Die drahtlose Zuspielung der Musik kann via neuem Bluetooth-Empfänger dank AAC- oder AptX-HD-Codecs mit hoher Streaming-Qualität erfolgen.“

    Auf dem iPhone oder iPad wird „aptX“ nicht unterstützt, jedoch auf dem MacBook. Auf den iOS-Geräten wiederum gibt es das AAC-Format. Ich könnte also mit allen meinen Geräten zuspielen. Beide Formate sollen eine hohe Wiedergabequalität bieten.

    Wenn das alles so stimmt :/, würde es für mich optimal passen.