Beiträge von Gerhard

    Mahlers Symphonien sind für mich nach wie vor das Non-Plus-Ultra der Orchestermusik. Um dem oben beschriebenen Überdruss entgegenzuwirken, lege ich regelmäßig längere Hörpausen ein, in denen ich diese Werke nicht höre. Wenn sich eine Live-Möglichkeit anbietet (was bei mir nicht so oft vorkommt), sage ich natürlich nicht nein.

    Die Symphonien Beethovens und Brahms kann ich inzwischen nicht mehr hören. Meine umfängliche LP-Sammlung dieser Werke wird demnächst verscherbelt bzw verschenkt. Bei Bruckner sieht es kaum besser aus.

    Interessant: Mir geht es genauso, nicht nur bei den Beethoven und Brahms Symphonien, sondern bei fast aller Orchestermusik. Mahler Sinfonien höre ich jedoch noch immer sehr gerne (auch Mozarts Jupiter Sinfonie höre ich mit Begeisterung). Beruhigend zu lesen, dass es anderen auch so ergeht. Und bei den Beethoven Streichquartetten muss ich mittlerweile lange Hörpausen einlegen, bei Schuberts d-moll (Tod und das Mädchen) Streichquartett sind es noch längere Hörpausen. Es ist irgendwie traurig, aber man kann es nicht steuern: Wenn die Begeisterung nicht mehr da ist, ist sie nicht mehr da. Klaviersolomusik von Beethoven und Schubert höre ich noch immer regelmäßig.

    LG
    Gerhard

    Die Kleinhapl Aufnahme der Mendelssohn Cellosonaten ist wirklich großartig. Ich habe mir diese damals auf Empfehlung von Fexlis Meritis gekauft. Ich hatte bis dahin nur die Lynn Harrell Aufnahme auf Decca. Ich war wirklich erstaunt, was da für ein Unterschied war,. Ich kann die Kleinhapl Aufnahme uneingeschränkt empfehlen.

    Herzliche Grüße

    Gerhard

    Hallo Friese,

    Ich kenne Deine Situation all zu gut. Ich denke, es kommt auf die persönlichen Ausprägungen an: Manche fühlen sich in einer Riesensammlung wohl, andere wollen es überschaubar halten und die Aufnahmen, die sie besitzen, wirklich gut kennen und die verbliebenen Aufnahmen sind vielleicht auch das Eregebnis eines (längeren) Selektionsprozeßes. Manche wollen auch, dass ihre Sammlung eine Art Archivcharakter hat (zB alle/viele berühmte Einspielungen eines Werkes, alle Werke eines oder mehrerer Komponisten). Andere wollen eine Sammlung in einem Umfang, dass sie die Aufnahmen auch regelmäßig hören können. Das muss sich entwickeln. Ich schätze jedenfalls mittlerweile eine überschaubare Sammlung mit Werken, die ich auch wirklich regelmäßig hören kann (Motto 3M: Meisterwerke in Meisterinterpretationen (wenn möglich) in Meisteraufnahmen). Dem gemäß habe ich auch vor einiger Zeit begonnen großzügig auszumisten und über momox und rebuy zu verkaufen. Bis jetzt hat mich noch kein einziger Verkauf geräut, im Gegenteil, ich habe mir Folgendes gedacht: hätte ich doch bloß früher angefangen damit.

    Beste Grüße

    Gerhard

    Hallo Mauerblümchen,

    Das ist wohl eine der wenigen CD Neuerwerbungen seit Deinem streaming Umstieg, Haben Dich die Aufnahmen, die Du über streaming hören kannst, nicht zufrieden gestellt ? Lass uns wissen wie Dir die Florestan Aufnahme gefällt.

    Beste Grüße

    Gerhard

    Das weiß ich leider nicht, gedacht habe ich mir aber auch als ich es gelesen habe, zumal ja Moosdorf in Wikipedia als Cellist und Politiker geführt wird.

    Was mich bei der letzten Aufnahme von MDG mit dreien der op. 17 Steichquartette gewundert hatte: Der Tonmeister war nicht wie die vielen, vielen Aufnahmen zuvor Friedrich Wilhelm Rödding (der für mich einer der besten, wenn nicht der beste Tonmeister für Streichquartette ist) und dieser hat zumindest auf Facebook einen link zur FDP (Fraktion Bundestag). Es kam in mir die Vermutung auf, dass vielleicht unterschiedliche politsche Auffassungen eine Rolle gespielt haben, möglicher Weise sind es aber auch andere Gründe gewesen.

    Ich merke an, dass mir in den letzten Jahren die Aufnahmen des LSQ sehr ans Herz gewachsen sind und diese bei vielen Werken meine Lieblingsaufnahmen geworden sind.

    Beste Grüße

    Gerhard

    Lieber Peter,

    Jedenfalls haben wir erstaunlich oft musikgeschmackliche Übereinstimmung, von daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Aufnahme mir gefällt.

    Aus aktuellem Anlaß:

    1. Der erste Geiger des Takacs Quartet hat über das 6. Streichquartett von Bela Bartok einen Artikel geschrieben (mit Deep L translator kann man sich schnell eine deutsche Übersetzung machen lassen, wenn man will):

    http://massreview.org/node/7573

    2. Das Takacs Quartet bekommt ab Mitte nächsten Jahres einen neuen Bratschisten:

    https://myemail.constantcontact.com/WORLD-RENOWNED…aid=3qY9Vihcfl8

    Herzliche Grüße!

    Gerhard

    Lieber Braccio,

    Ich kenne die neue Aufnahme mit dem Hagen Quartett leider noch nicht, werde mir diese aber demnächst auf CD kaufen. Deine Höreindrücke lassen ja Großartiges erwarten. Die Vorfreude ist bei mir bereits vorhanden. Da bin ich einmal gespannt. Meine bisherigen Favoriten sind das Takacs Quartet auf Hyperion und das Auryn Quartett auf Tacet.

    Die von die gehörte Aufnahme des Reger Streichquartetts op. 109 habe ich auch auf CD und werde ich mir ebenfalls anhören.

    Herzliche Grüße

    Gerhard