Beiträge von ChKöhn

    Da sind durchaus auch sehr verschiedene Temperamente am gemeinsamen Wirken zu Ehren von Wolfgang Amadeus.

    Sehr reizvoll!

    Zu den Schwierigkeiten bei diesem Konzert gehört die Frage, wie man mit den nacheinander gespielten, meist nur leicht variierten Themen umgeht: Wenn der jeweils zweite Pianist dieselbe Geschichte einfach bis in alle Details noch einmal erzählt, kann es schnell langweilig werden, wenn er eine völlig andere Version dagegensetzt, wirkt es beliebig und ohne inneren Zusammenhang. Die Lösung muss meines Erachtens deshalb in die Richtung gehen, dass die zweite "Version" eine Art bestätigende Antwort auf die erste ist, sich dabei durchaus von ihr unterscheidet, aber gleichzeitig auf sie bezieht und von ihr abhängt. Im Ergebnis hat man dann ein weitgehend einvernehmliches gemeinsames Ganzes im Dialog zweier unterschiedlicher Partner. Konkret hilft es auch schon, wenn man "als Zweiter" dem Thema in aller Aufmerksamkeit zuhört, und dann versucht, es ähnlich, aber einfach noch schöner zu spielen ;). Zwar wäre es theoretisch auch denkbar, stärker auf Widerspruch und Kontrast zu setzen, aber das müsste dann im Laufe des Satzes ausgefochten werden, was die Partitur einfach nicht hergibt.

    Mein Höreindruck: Hat man bei diesem Werk etwa Corea/Gulda/Harnoncourt im Ohr, diesen funkensprühenden Aufeinanderprall unterschiedlichster Persönlichkeiten und Temperamente, eine (für mich) atemberaubend spannende, singuläre Aufnahme, wird man hier auf gehobene Routine zurückgeworfen. Mit dem das Orchester konsequent fließend steuernden Marriner und im Zusammenspiel stimmt jedenfalls der Drive. Das Dialogische (bei Gulda und Corea extrem spannend) wird aber nicht betont, die beiden jungen Pianisten spielen symbiotisch, perfekt aufeinander eingespielt, aber in der Persönlichkeit kaum unterscheidbar. Im Wesen, im Ausdruck, in der Gestaltung läuft Mozarts Musik da für mich etwas glatt dahin.

    Ich habe nichts anderes erwartet als Reaktion auf die Aufnahme mit den beiden perfekten, stets super gestylten "Pianowerkern" aus den Niederlanden.


    Die "Jungs" sind sicherlich technisch eine Wucht, aber sonst ...?

    Ich finde Euch da etwas zu streng. Zugegeben: Die Jussens könnten bei KV 365 prägnanter artikulieren, der ein oder andere Übergang könnte etwas freier gestaltet und das Spiel insgesamt persönlicher, plastischer sein. Aber innerhalb des vielleicht etwas kleinen Rahmens spielen sie meines Erachtens durchaus fein differenziert. Sie waren damals erst 22 bzw. 18 Jahre alt und wurden meines Wissens noch regelmäßig von Maria João Pires unterrichtet, deren Mozart-Stil man hier durchaus durchschimmern hört. Und zur vielgerühmten Aufnahme mit Gulda und Corea muss man auch ehrlicherweise sagen, dass das "Dialogische", die "Unterscheidbarkeit der Persönlichkeiten" bei ihr nicht zuletzt daran liegt, dass die beiden - bei denselben Themen - von Anfang an extrem unterschiedlich artikulieren und phrasieren, und dass Gulda deutlich hörbar einfach der bessere Pianist ist. Ich nehme das nicht als gestalterisches Konzept wahr sondern eher als teilweise ärgerliche Schwäche einer Aufnahme, die dennoch ihre Stärken hat.

    Es gab wohl - wie so oft - ein Nebeneinander von altem und neuen Stil. Monns erste Sinfonie entstand so um 1740, Pergolesis "Serva padrona" schon um 1733. Ob und in weit diese Werke als Abkehr von Bach entstanden sind oder ob sie nicht vielmehr das kondensieren, was ohnehin in der Luft lag, sei dahingestellt.

    Dann wäre immer noch die Frage, warum es in der Luft lag bzw. ob es ohne Bach als Vollender des alten Stils auch dort gelegen hätte ;), Kontrafaktische Geschichtsschreibung kann zwar Spaß machen, bringt aber letzten Endes wohl nicht weiter. Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass man möglicherweise zu kurz greift, wenn man den musikhistorischen Einfluss von Komponisten an der Zahl oder Bedeutung ihrer "Nachfolger" misst.


    Und auch Domenico Scarlattis Sonaten scheinen von Bachs Klavierwerken denkbar weit weg, ob nur um des Andersmachens willen oder aus intrinsischen Gründen?

    Da liegen die Alpen dazwischen ;). Es gibt die schöne Antwort des alten Verdi auf einen etwas anbiedernden Brief Hans von Bülows, in dem dieser wegen seines Verrisses des Requiems viele Jahre zuvor um Verzeihung gebeten hatte: Verdi wies die Anbiederung höflich aber bestimmt zurück und schrieb "Wenn die Künstler im Norden und im Süden verschiedene Neigungen haben, mögen sie eben verschieden sein! Alle sollten den eigenen Charakter ihrer Nation bewahren, wie Wagner so sehr gut gesagt hat. Glücklich Ihr, die Ihr noch immer die Söhne Bachs seid! Und wir? Auch wir, die Söhne Palestrinas, hatten einmal eine große Schule.“

    Im Sinne von Innovation und Nachfolge halte ich Mozart in der Tat von geringerer Wichtigkeit. Wer hätte, ausgehend von der Jupiter-Sinfonie, das Konzept derselben weiterentwickelt?

    So gesehen stimme ich Dir weitgehend zu (wobei ich durchaus derselben Meinung wie Alfred Brendel bin, der Mozart neben Wagner für den größten Chromatiker der Musikgeschichte hält). Allerdings gibt es musikgeschichtlich immer wieder auch Situationen, in denen Komponisten einen historischen Entwicklungsprozess zu einem qualitativen Höhepunkt und Abschluss bringen und damit ihre "Nachfolger" dazu zwingen, ihnen eben nicht nachzufolgen sondern neue Wege zu gehen. Sie tragen dann also gerade dadurch zum Fort-Schritt bei, dass ihre "Konzepte" keine Fort-Setzung mehr finden, weil sie nicht mehr weiterentwickelbar sind. So gesehen hätte es z.B. wahrscheinlich den empfindsamen Stil und die Frühklassik nicht ohne Bach, die zweite Wiener Schule nicht ohne Wagner usw. gegeben, obwohl und gerade weil es sich dabei jeweils nicht um "Nachfolgen" oder "Weiterentwicklungen" von "Konzepten" handelt. Die Bedeutung von Wagners Tristan-Harmonik liegt beispielsweise wahrscheinlich weniger darin, dass Schönberg sie in "Verklärte Nacht" noch zu übertreffen suchte, als dass er das als Irrweg erkannte. Bei Mozart ist die Sache zugegebenermaßen weniger eindeutig, weil Beethoven sich - z.B. bei den ersten Klavierkonzerten - durchaus an ihm orientiert und ihn anscheinend zu "übertreffen" versucht hat. Aber auch da könnte man argumentieren, dass er keine Weiterentwicklung der Jupiter-Symphonie geschrieben hat, weil diese eben existierte und nicht mehr entwickelbar war.

    Das Booklet zu der Hyperion-CD ist offensichtlich von 1995, die Partitur der NGA bei Henle (herausgegeben von dem im Werkverzeichnis zitierten Herttrich) stammt von 2002, das neue Werkverzeichnis ist von 2014.


    Im Werkverzeichnis wird auf Skizzen hingewiesen, die im Staatlichen Zentralen Museum für Musikkultur ("Glinka"-Museum) in Moskau (RUS-Mcm) liegen. Sie sind auf November 1802 datiert. Für die in D-B liegende Partitur wird wie schon erwähnt "vor Frühjahr 1803" angegeben.

    Für die "Studienzeit" B.s habe ich bei meiner Beethoven-Literatur nur eine Erwähnung gefunden, und zwar in dem Buch von Lewis Lockwood. Er gibt dort die Jahre 1799-1801 an.

    Mit diesem Hintergrund würde ich wohl eben annehmen, dass die im Werkverzeichnis angegebene "Vermutung" "nahe liegt", nämlich, dass das Stück unabhängig vom Einfluss Salieris entstand. Aber natürlich kann man das nicht mit Sicherheit nachweisen.

    Sehe ich auch so. Solche Fragen kann man oft nicht mit letzter Sicherheit beweisen, was aber die Bewertung von Indizien umso wichtiger macht. Und die kann sich nun mal ändern, wenn neue Quellen auftauchen (wie z.B. die Skizzen in Moskau, die vermutlich 1995 noch nicht zugänglich waren). Ich habe so etwas z.B. bei meinen Brahms-Ausgaben gelegentlich erlebt, oder auch bei unseren Aufnahmen, bei denen wir eine Gruppe Schubert-Ländler in einem vierhändigen Arrangement von Brahms veröffentlicht haben, welches nach neuerer Erkenntnis vermutlich gar nicht von ihm stammt. Die Korrektur wissenschaftlicher Thesen ist ja auch keine Kritik an Personen sondern elementarer Bestandteil jeglicher Wissenschaft, auch der in der Musik.

    Und ich halte mich an das, was ich im Booklet der von mir verlinkten Hyperion-CD lese. Der instruktive Text stammt von dem Professor für Musiktheorie und -analyse Nicholas Marston

    Welches sind denn seine Argumente für die Behauptung, das Stück sei während Beethovens Zeit bei Salieri entstanden, und inwiefern sind die überzeugender als die der Herausgeber des Werkverzeichnisses?

    Im Juni wird bei Naxos (Nr. 8.501803) eine Box mit 18 CDs "Brahms, Four-Hand Piano Music" erscheinen, gespielt vom Klavierduo Silke-Thora Matthies / Christian Köhn. Es handelt sich um die bislang einzige Gesamtaufnahme aller Originalwerke und eigenhändigen Bearbeitungen von Brahms.

    Die Box wird am 24. Juni erscheinen und beim Werbepartner voraussichtlich 68,99 € kosten, was einem Kilogramm-Preis von 35,20 € entspricht:

    Wer über den großen Bach ablästert, wird mit Pärt nicht unter drei Stücken bestraft!

    Ich würde niemals über den großen Bach ablästern! Allein seine Oper Temistocle ist doch eine absolute Perle des Repertoires! Übrigens war sein Vater auch schon Komponist.

    "Alles mit Gott und nichts ohn Ihn" BWV 1127,


    eine "Aria Soprano Solo è Ritornello", eine 12-strophige Strophen-Arie, die bei Carolyn Sampson und Suzuki über 48 Minuten dauert, wäre ein Kandidat ...

    :). Bei mir persönlich ganz oben: die Fugen für Violine solo, vor allem die in C-Dur, wenn nach acht qualvoll langen Minuten die Umkehrung ansetzt und man bestürzt realisiert, dass jetzt noch weitere fünf Minuten Lebenszeit dahin gehen...

    Echt? Hättest Du das am 1. April 2022 geschrieben, wäre bei mir ein leiser Verdacht entstanden...

    Es ist leider kein Witz. Und mir ist bisher keine andere Möglichkeit eingefallen als eben die Beläge vor dem Verkauf zu ersetzen. Dass man ab 1990 Elfenbeinbeläge verboten hat, fand und finde ich übrigens richtig, und inzwischen gibt es längst Kunststoffe (Taran), die in Bezug auf Haltbarkeit, Haptik und Schwitzeigenschaften mindestens gleich gut sind. Aber ein rückwirkendes Verbot, und das auch noch mit der willkürlichen Grenze ab 1975, finde ich - auch juristisch - sehr zweifelhaft. Und ganz sicher wird dadurch kein einziger Elefant gerettet.

    Neue EU-Verordnung für Elfenbeintastaturen

    Die EU hat zum Jahresanfang eine neue Verordnung erlassen, die den Handel mit Produkten verbietet, die bearbeitetes Elfenbein enthalten. Zwar kann man eine Ausnahmegenehmigung für Musikinstrumente bekommen, aber nur wenn diese vor 1975 gebaut wurden und der Nachweis möglich ist, dass das Elfenbein vom Hersteller legal erworben wurde. Das Problem ist, dass Tastenbeläge aus Elfenbein bis 1990 erlaubt waren, so dass jetzt z.B. alle Steinway-Flügel aus der Zeit zwischen 1975 und 1990 grundsätzlich nicht mehr weiterverkauft werden dürfen. Auch wenn bei diesen Flügeln z.B. ein einzelner Belag kaputt geht, darf er nicht mehr erneuert werden, auch nicht aus einem rechtmäßig erworbenen alten Lagerbestand. So wie es aussieht, müssen deshalb z.B. Musikhochschulen, die solche Flügel (bei uns üblicherweise nach dreißig bis vierzig Jahren Nutzungsdauer) verkaufen wollen, zuvor die Elfenbeinbeläge runterreißen und durch Kunststoffbeläge ersetzen lassen. Immerhin eine Art wird durch die Verordnung zweifellos geschützt: die der realitätsfernen Bürokraten ;).

    Wie lässt sich die kitschige Wirkung paralleler Sexten erklären? (...) Gehen wir nun davon aus, dass eine Anhebung der Tonhöhe, wie vielfach beschrieben, als Intensivierung des emotionalen Ausdrucks empfunden wird (...)

    Transponieren wir nun die oberen Töne dieser Terzbewegung (e,f,g,a,g,f,e) um eine Oktave nach unten, so ergeben sich parallele Sexten (Abbildung 4). Dies erweckt nun den Eindruck, dass eine Melodie (c,d,e,f,e,d,c) von ihrer eigenen, nach unten transponierten Steigerung (E,F,G,A,G,F,E) begleitet wird.

    Die Theorie ist in sich widersprüchlich: Wenn die Tonhöhe die Intensität des emotionalen Ausdrucks bestimmt, dann ist eine Oktavierung nach unten keine Steigerung sondern eine Reduzierung dieses Ausdrucks.

    Man kann auf jeden Fall noch 'besser' werden! Braucht mehr Übung als in jungen Jahren, ist aber möglich. Und vor allem sollte man es vielleicht einfach für möglich halten ...

    Die Frage ist, was man für möglich hält: Ich erinnere mich an eine Diskussion, bei der vor etlichen Jahren (im Usenet) jemand fragte, ob es möglich wäre, im mittleren Erwachsenenalter ohne jede Vorbildung mit dem Klavierspielen zu beginnen und es soweit zu bringen, dass man die g-Moll-Ballade von Chopin auf angemessenem Niveau spielen könne. Ich war (und bin) davon überzeugt, dass das praktisch unmöglich ist, und wurde daraufhin übel beschimpft. Allerdings nur von Leuten, die selbst weder professionell Klavier spielten noch ein einziges Beispiel nennen konnten, wo so etwas schon einmal gelungen wäre. Wenn man eine solche Frage wahrheitsgemäß beantwortet, heißt das natürlich nicht (wie mir damals unterstellt wurde) "Vergiss es, wird eh nichts", sondern es beugt falschen Erwartungen und in der Folge höchstwahrscheinlichen Enttäuschungen vor. Das ist ja auf anderen Gebieten genauso: Wer z.B. mit 50 zum ersten Mal auf die Idee kommt, Sport zu treiben und anfängt zu Joggen, dann ein kluges Trainingsprogramm konsequent absolviert, kann vielleicht ein paar Jahre später beim Berlin-Marathon mitlaufen. Er wird aber keine Olympia-Norm mehr schaffen, nicht wahrscheinlich, nicht höchstwahrscheinlich sondern mit absoluter Sicherheit nicht. Beim Sport sieht das jeder ein, beim Musizieren glauben viele immer noch an den Satz "Man kann alles schaffen, was man nur will." Nein, das kann man nicht. Dieser Satz ist nicht nur falsch sondern auch menschenverachtend, denn er schiebt bei unrealistisch hohen Zielen die Schuld für das dann unvermeidlich folgende Scheitern dem Einzelnen zu und erklärt ihn indirekt zum Versager. Dabei kann man (wie Schopenhauer so schön gesagt hat) nicht einmal wollen, was man will. Ich habe schon vielen erwachsenen Laien Klavierunterricht gegeben, die mit großer Begeisterung und immensem Einsatz zur Sache gingen und dabei natürlich schöne Fortschritte erzielten, aber vor allem sich selbst bereichert fühlten. Das ist wunderbar, aber sie sollten nicht auf die Idee kommen, die Wanderer-Fantasie spielen zu wollen....


    sicherlich wird man auch mit viel Üben und Talent im Alter kein Horowitz oder Oistrach. Aber dennoch kann man es (prinzipiell) mit Ehrgeiz und Fleiß noch zu einem respektablen Hobbymusiker bringen.

    Genauso ist es, und wenn man sich damit begnügt, ist das auch sehr schön. Ich habe sogar ein paarmal bei einem Kammermusikkurs für Laienmusiker mitgemacht, die dann mit uns Profis gemeinsam Klaviertrios oder Cello-Sonaten gespielt haben. Das war sehr beeindruckend, sogar bewegend - und sehr unsauber ;).

    Ich habe neulich eine Packung Weißer Riese gekauft. Glaubst Du, das T-Shirt wäre wieder "strahlend sauber" (so steht's auf der Packung) geworden?


    Wo lebt Ihr denn?

    Ulrich Wickert hat mal einen Vertreter der Waschmittelindustrie ziemlich aus der Fassung gebracht, als er ihm den Beweis vorhielt, dass "Omo, die Kraft, die durch den Knoten geht" verknotete Wäsche keineswegs sauber kriegte ^^. War sehr unterhaltsam.

    An Felix Mendelssohn-Bartholdys Geburtstag: Das Middleson Rondo Capriccioso in einer unvergleichlichen Interpretation durch "Miss Harris County"

    Mich erinnert das eher an manche "Jugend-Musiziert"-Beiträge, die ich am letzten Wochenende hören musste. Besonders lustig finde ich ehrlich gesagt beides nicht. Wie man gut "schlecht spielt", hat Jascha Heifetz unvergleichlich gezeigt:


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    Ist das eine reine Wiederveröffentlichung oder wurden da auch neue Aufnahmen gemacht? Weißt du ob, Einzelnaufnahmen ev. nochmals aufgelegt werden, da ich die eine oder andere Scheibe noch gerne hätte.

    Es ist eine reine Wiederveröffentlichung, die Aufnahmen entstanden zwischen 1994 und 2011. Von Neuauflagen der Einzeleditionen weiß ich bisher nichts.

    Sind alle Arrangements von Brahms selber?

    Die vierhändige Fassung der dritten Symphonie ist wie gesagt eine Art Gemeinschaftsarbeit von Robert Keller und Brahms, dessen Anteil aber größer sein dürfte. Außerdem hat sich inzwischen herausgestellt, dass das vierhändige Arrangement von Schuberts Ländlern D 366 wohl nicht von Brahms sondern von J. P. Gotthard stammt. Insofern hätten diese Ländler also eigentlich nicht in die Serie gehört. Alle anderen Arrangements stammen zweifellos von Brahms selbst.