Beiträge von Hildebrandt

    Tendenziell langweilige Interpretationen (gerade was die "Schlachtrösser" betrifft)...


    Legatissimo und in Zeitlupe. :D




    Zitat

    ...auf klanglich langweiligen Orgeln.


    Die Orgeln sind nicht ganz so langweilig, wie Stockmeier regsitriert.


    Für meinen Geschmack die Einspielung, die Bachscher Orgelmusik am ehesten neue Feinde beschert.

    Das ist jetzt zwar definitiv keine Kompatknipse mehr


    Stimmt. Vereinigt zwanglos die Nachteile beider Bauweisen. :D
    Kein Objektivwechsel und auch nicht mehr klein.
    Außerdem dürfte die Lumix LX3 immer noch die bessere Kamera sein. Ok, auch die teurere.


    Aber wenn, nimm für 11 € mehr wenigstens die Nachfolgerin mit dem Bildstabilisator.

    Hier gibt es eine große Auswahl an sehr interessanten Modellen:


    Oha! Meine Villa, meine Yacht, meine Kamera... 8o


    Der treffendste Beitrag ist kurz und lautet:

    Zitat

    echt süß, wenn Männer ihr bestes Stück zeigen. Erinnert mich so an kleine Jungs... :P ...binschonweg....


    :D


    Im Ernst: Bisschen unübersichtlich, die Parade da. Und nicht unbedingt sehr hilfreich. Es ging doch um digitale Apparate.

    Als Reporterkamera, die man schnell aus der Tasche zaubert und mit der man trotzdem richtig gut fotografieren kann, kommen solche Sachen wie Panasonic Lumix LX3 oder Canon Powershot G 11 in Frage. Den Vorgänger G 10 gibts für deutlich weniger Geld.


    Spiegelreflex lohnt sich nur, wenn man auch bereit ist, eine Fototasche mitzuschleppen, um da drin die Objektive, Blitz etc. dabeizuhaben. Da würde ich nach einer Canon D20 oder D40 (bzw. nach vergleichbaren Sachen von Nikon usw.) gucken. Die sind schon eine Kleinigkeit älter und deshalb günstiger als die aktuellen Modelle. Die wirklich brauchbaren Objektive fangen dann so bei 500 Talern an.


    PS: Ohne Nachbearbeitung ist das alles nur die halbe Sache, denn es geht nicht ums Verbessern oder Korrigieren, sondern darum herauszuholen, was alles in den Daten drinsteckt. Um Photoshop kommt man dann irgendwie nicht herum.

    Mir geht es wie Fugato... :sleeping:



    Nur barocke Cembalo-Suiten gefallen mir besser auf dem modernen Flügel, da mache ich geltend, dass es bei diesen nicht primär auf die Klangfarbe ankommt, sondern auf die Nuanciertheit des Ausdrucks.


    Was ja heißt, dass auf dem Cembalo keine "Nuanciertheit des Ausdrucks" stattfindet.
    Was für mich bedeutet, dass man sich mit dem Cembalo - und allem, was damit zusammenhängt - nie näher beschäftigt haben kann.
    Ende der diesbezüglichen Ausführungen.

    Die lebendigste Aufnahme, die ich bisher von den Sonaten gehört habe, ist die von Savall & Koopman.
    Dazu gibt es eine hübsche, von Savall erzählte Geschichte: Bei den Proben zur Aufnahme haben die beiden irgendwann festgestellt, dass sie einfach immer weiter gespielt haben, obwohl die Noten längst 'zu Ende waren'. Sie haben, ohne es zu merken, sich fast à la Kreisler fortreißen lassen und erst nach einiger Zeit überhaupt realisiert, dass sie schon lange beim Improvisieren angekommen waren.
    Das hört man der Aufnahme auch ganz gut an, finde ich.

    Kommen wir lieber zur Musik zurück, das ist erfreulicher:


    Was mir immer sehr gefällt an Alpenmusik, sind die Stücke für Bläser... da spürt man, dass da irgendeiner Diener in der Vergangenheit an höfischen Tanzabenden fleißig zugehört hat als die "Hits" von Schmelzer oder Biber erklangen...


    oder lieg ich da falsch? und haben eben jene sich bei Bauernfesten hineingeschlichen um nach Ideen zu lauschen??


    Genau andersrum. :D
    Denk an Telemanns Worte über die polnische Volksmusik:
    "Man sollte kaum glauben, was dergleichen Bockpfeiffer oder Geiger für wunderbare Einfälle haben, wenn sie, so offt die Tantzenden ruhen, fantaisiren. Ein Aufmerckender könnte von ihnen, in 8. Tagen, Gedancken für ein gantzes Leben erschnappen."


    Und die höfischen Tänze haben allesamt Volkstänze als Eltern. Bei Arbeau und Prätorius merkt man das noch ganz deutlich. Erst später, als die Suite zur Kunstform erhoben worden ist, wird die Stilisierung so groß, dass die Ursprünge in den Hintergrund treten.
    Trotzdem wird die Verwandtschaft im Barock noch nicht geleugnet, sondern oft eher sinnenfroh hervorgehoben.

    Ich bin immer wieder verblüfft, welche Schaden die Nazis indirekt verursachten


    Den Schaden haben sie schon sehr direkt verursacht. Den NS-Ideologen behagte der Regionalcharakter der Volksmusik überhaupt nicht, Mundartlieder wurden folglich verboten. Stattdessen wurden "NS-Heimatlieder" in Auftrag gegeben, in denen Blut & Boden natürlich eine andere Rolle spielten als in der manchmal doch subversiven Volkslyrik. Damit und mit dem allgemeinen Gleichschaltungswahn verschwanden sehr viele regional, manchmal sogar nur lokal geprägte Musizierpraktiken, selbst auf der Bauernhochzeit musste es das Horst-Wessel-Lied sein.
    Die wrkliche Volksmusik erhielt sich nur in kleinen Refugien, manchmal nur im Familienkreis, und wurde eher konspirativ wenigstens in Teilen über die 1000 Jahre gerettet. Südbayern war da wohl am erfogreichsten, jedenfalls sind dort noch die meisten ursprünglichen Traditionen zu finden.
    Weiter im Norden hatten die Gleichschalter größeren Erfolg, und so haben wir in Deutschland heute kaum noch irgendeine nennenswerte originäre Volksmusik nördlich der Alpen.


    Vom Schicksal der deutschsprachigen jüdischen Musiktradition brauchen wir gar nicht erst zu reden.


    Blasmusik in der Form großer, marschierender Kapellen wurde als repräsentatives Beiwerk gefördert. Damit entstand dann wohl zum ersten Mal das, was wir heute noch in ARD und ZDF als Mutantenstadel u. Ä. bewundern dürfen.


    Eine besonders gruselige Kuriosität 'verdanken' wir dem Musikwissenschaftler Alfred Quellmalz. Als der Plan reifte, die norditalienischen Gebiete von Südtirol bis Verona durch Umsiedlungsprojekte zu germanisieren (von der Etsch bis an den Belt), bekam er den Auftrag, vor dem Verschwinden der dort lebenden Bevölkerung deren Volksmusik aufzunehmen und zu katalogisieren. Als ordentlicher NS-Beamter führte er den Auftrag gewissenhaft aus. Daher sind diese Regionen außerordentlich gut dokumentiert.

    Ich bin immer wieder verblüfft, welche Schaden die Nazis indirekt verursachten


    Den Schaden haben sie schon sehr direkt verursacht. Den NS-Ideologen behagte der Regionalcharakter der Volksmusik überhaupt nicht, Mundartlieder wurden folglich verboten. Stattdessen wurden "NS-Heimatlieder" in Auftrag gegeben, in denen Blut & Boden natürlich eine andere Rolle spielten als in der manchmal doch subversiven Volkslyrik. Damit und mit dem allgemeinen Gleichschaltungswahn verschwanden sehr viele regional, manchmal sogar nur lokal geprägte Musizierpraktiken, selbst auf der Bauernhochzeit musste es das Horst-Wessel-Lied sein.
    Die wrkliche Volksmusik erhielt sich nur in kleinen Refugien, manchmal nur im Familienkreis, und wurde eher konspirativ wenigstens in Teilen über die 1000 Jahre gerettet. Südbayern war da wohl am erfogreichsten, jedenfalls sind dort noch die meisten ursprünglichen Traditionen zu finden.
    Weiter im Norden hatten die Gleichschalter größeren Erfolg, und so haben wir in Deutschland heute kaum noch irgendeine nennenswerte originäre Volksmusik nördlich der Alpen.


    Vom Schicksal der deutschsprachigen jüdischen Musiktradition brauchen wir gar nicht erst zu reden.


    Blasmusik in der Form großer, marschierender Kapellen wurde als repräsentatives Beiwerk gefördert. Damit entstand dann wohl zum ersten Mal das, was wir heute noch in ARD und ZDF als Mutantenstadel u. Ä. bewundern dürfen.


    Eine besonders gruselige Kuriosität 'verdanken' wir dem Musikwissenschaftler Alfred Quellmalz. Als der Plan reifte, die norditalienischen Gebiete von Südtirol bis Verona durch Umsiedlungsprojekte zu germanisieren (von der Etsch bis an den Belt), bekam er den Auftrag, vor dem Verschwinden der dort lebenden Bevölkerung deren Volksmusik aufzunehmen und zu katalogisieren. Als ordentlicher NS-Beamter führte er den Auftrag gewissenhaft aus. Daher sind diese Regionen außerordentlich gut dokumentiert.

    die h-moll Messe ist keine katholische Messe


    Doch, selbstverständlich ist sie das. :D
    Man darf nur nicht katholisch mit römisch-katholisch verwechseln.


    Das Symbolum Nicaenum, wie es ja ausdrücklich genannt wird, wird von allen christlichen Kirchen akzeptiert, und bei allen heißt es "Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam", wobei das "katholisch" eben keine Konfession, sondern die Gesamtheit der Christen bezeichnet.


    Allerdings war die h-moll-Messe wohl kaum für irgendeine konkrete Aufführung gedacht. Hinweise oder Belege existieren nicht – auch wenn Koopman einmal der Idee verfallen war, sie wäre im Wiener Dom uraufgeführt worden.