Beiträge von Kermit

    Erschreckend, wie "belebt" dieser Nekrolog-Thread ist.


    Eine traurige Meldung aus der Rock/Pop-Welt muss ich noch nachreichen:


    https://www.musikexpress.de/ki…s-pixies-ist-tot-1351177/


    Kim Shattuck hat nicht nur einen einmaligen, sogfort erkennbaren Gesangsstil gehabt, sondern hatte ein besonderes Händchen für das Songwriting.
    Somit waren The Muffs immer eine meiner vielen Lieblingsbands, obwohl sie eher für einen melodiösen Pop-Punk standen. Aber was für welchen!


    R. I. P.
    Kermit

    Heute auch mal Streichquartett bei mir:


    ; JPC:


    Conlon Nancarrow (1912–1997)
    Quartets and Studies
    – Streichquartett Nr. 1 (ca. 1942) [11′04″]
    · 1. Allegro molto [2′33″]
    · 2. Andante moderato [3′34″]
    · 3. Prestissimo [4′57″]
    – Streichquartett Nr. 3 (Canon 3/4/5/6) (1987) [14′06″]
    · A measure = 72 [2′13″]
    · B measure = 50 [5′52″]
    · C measure = 92 [6′01″]
    – Study for Player Piano Nr. 15 (ca. 1955) (arr. für Streichquartett von Ivar Mikhashoff 1987) [1′32″]
    – Study for Player Piano Nr. 31 (ca. 1968) (arr. für Streichquartett von Paul Usher 2003) [2′40″]
    – Study for Player Piano Nr. 33 (Canon √2/2) (ca. 1968) (arr. für Streichquartett von Paul Usher 2003) [7′43″]
    – Study for Player Piano Nr. 34 (ca. 1969, arr. für Streichtrio von Conlon Nancarrow 1988) [4′49″]
    – Toccata, für Violine und Player Piano (1935/1980) [1′37″]
    – Trilogy, für Player Piano (1987) [8′05″]
    · A measure = 72 [2′02″]
    · B measure = 50 [4′00″]
    · C measure = 92 [1′53″]
    Arditti Quartet: Irvine Arditti, Graeme Jennings, Violinen; Ralf Ehlers, Viola; Rohan de Saram, Violoncello
    Aufgenommen am 23.–25. Nov. 2004 im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses Bonn (Streichquartette, Studies for Player Piano 15, 31, 33, 34) bzw. am 21. und 22. Okt. 2005 in der Musikakademieder Stadt Basel (Toccata, Trilogy)
    © + ℗ 2007 WERGO, a diviosion of Scott Music & Media GmbH, Mainz, Germany; WERGO – WER 6696 2
    https://www.discogs.com/de/Con…d-Studies/release/2187612


    Da werde ich noch eine Weil brauchen, weil die "normalen" Hörgewohnheiten hier nicht unverändert angewendet werden können.


    LG, Kermit :wink:

    Lieber Frank,
    vielleicht hast Du an den Streichquartetten mehr Freude.
    Ich habe inzwischen nochmalig die 4. Sinfonie gehört, aber irgendwie mit halber Konzentration.
    Spätestens beim langsamen dritten Satz konnte ich nur noch an die kurze, allzu bekannte Erzählung Heinrich Bölls zu diesem Thema denken – einigen im Publikum ist eine so eine perfekte Umsetzung dieses Stoffes gelungen, dass das Ergebnis sogar auf CD gepresst und für teuer Geld verkauft wurde. :ironie1:
    Hauptproblem der Sinfonie ist ihre ausufernde Länge, die ich grundsätzlich schlecht ertragen kann (außer bei Anton Bruckner). Und irgendwie habe ich den Eindruck, dass sich Tischtschenko von dem übermächtigen Vorbild lösen möchte, es ihn aber immer wieder einholt. Allerdings kenne ich die dritte Sinfonie noch nicht, so dass ich den Zusammenhang vorerst nicht begriefen kann.
    Die Aufnahmequalität schreckt mich weniger, aber ich kenne viele frühe Punkrock-Aufnahmen. Frau Werwolf* würde sagen: Das gehört so ... :humor1:
    Es ist schon schauerlich, dass es bei dieser wichtigen Literatur praktisch keine Neuaufnahmen gibt!


    Beste Grüße, Kermit (Uwe) :wink:



    * Frau Werwolf war eine der Figuren in der von Andreas Müller getexteten Radio-Comedy-Serie Feinkost Zipp, die in den 1990er-Jahren bei SWR3 SWF3 lief.

    Jetzt fällt mir auf, dass ich dieses Werk bisher sehr selten gehört habe. Mit den Dante-Sinfonien bin ich aber auch noch nicht durch.
    Mein Liebling ist sicherlich die letzte, achte, die in recht komprimierter Form mit einer neoklassizistischer Haltung daherkommt.


    Recht dürftige Aufnahmequalitäten mit einem Publikum, das in einer benachbarten Lungenfachklinik rekrutiert scheint, findet man auch bei Melodiya.


    Aber dass diese Doppelscheibe aktuell nur 7,99 EURO kostet, das trifft mich hart.


    Herzliche Grüße vom Frosch :wink:

    Was die Buxtehude-Sonaten betrifft, kannte ich die Einspielung bei Alpha noch gar nicht. Scheint recht neu zu sein. Ich she einmal nach.


    Hier hat es sich für mich gelohnt, gleich mehrere Einspielungen zu beschaffen.
    Das Purcell Quartet bietet eine hervorragende Spielkultur, die gar nicht auffallen lässt, das andere durchaus zupackender agieren. Very britisch, eher kultiviert als exzentrisch.


    Ein Klassiker unter Aufnahmen, von den neuen wohl die älteste. Der Kern des Ensebles machte als "Rare Fruits Council" ziemlich Furore mit der Einspielung einer Suiten-Sammlung von Heinrich Ignaz Franz Biber:



    Dietrich Buxtehude
    « VII Suonate a due », op. 1 (gedruckt: Hamburg [1694])
    Suonata I F-dur BuxWV 252 [1′51″/2′51″/2′15″/1′03″/1′39″]
    Suonata II G-dur BuxWV 253 [3′11″/1′13″/0′50″/2′54″]
    Suonata III a-moll BuxWV 254 [2′33″/1′49″/1′44/1′52″/1′00″/2′01″]
    Suonata IV B-dur BuxWV 255 [4′26″/1′42″/2′08″]
    Suonata V C-dur BuxWV 256 [1′44″/1′35″/0′42″/1′38″/2′56″]
    Suonata VI d-moll BuxWV 257 [2′24″/1′26″/1′26″/1′21″/2′31″]
    Suonata VII e-moll BuxWV 258 [2′04″/0′43″/0′47″/1′19″/1′24″/0′56″]
    Manfredo Kraemer, Violine; Juan Manuel Quintana, Viola da gamba; Dane Roberts, Violone; Dirk Börner, Cembalo
    Aufgenommen im April 2001 im Reitstadel in Neumarkt in der Oberpfalz
    ℗ 2002. Harmonia Mundi France – HMC 901746


    Die mir persönlich liebste, aber durch den italienischen Standpunkt vergleichsweise "unakademisch":



    Dieterich Buxtehude
    Sonatas Op. 1 für Violine, Viola da Gamba und Cembalo
    (gedruckt: Hamburg 1694)
    Sonata I F-dur BuxWV 252 [9′27″]
    Sonata II G-dur BuxWV 253 [7′43″]
    Sonata III a-moll BuxWV 254 [10′13″]
    Sonata IV B-dur BuxWV 255 [7′45″]
    Sonata V C-dur BuxWV 256 [8′55″]
    Sonata VI d-moll BuxWV 257 [9′15″]
    Sonata VII e-moll BuxWV 258 [7′08″]
    L’Estravagante: Stefano Montanari, Violine; Rodney Prada, Viola da gamba; Maurizio Salerno, Cembalo
    Aufgenommen am 8.–10. November 2007 und am 8.–11. Januar in der « Baroque Hall » S.M.C., Ivrea (Italien)
    ℗ 2007. ARTS MUSIC – ARTS 47731-8 SACD


    Mit wechselnden Continuo-Konzepten und mit ausgeprägt wissenschaftlichem Zugang, wenngleich nicht so sehr "verkopft" wie die zunehmend spröden Aufnahmen der (späten) Musica Antiqua Köln:



    Dieterich Buxtehude
    Opera Omnia XII – Chamber Music I. Trio sonatas opus 1
    Sonata F-dur op. 1 Nr. 1 BuxWV 252 [9′21″]
    Sonata G-dur op. 1 Nr. 2 BuxWV 253 [7′15″]
    Sonata a-moll op. 1 Nr. 3 BuxWV 254 [10′14″]
    Sonata B-dur op. 1 Nr. 4 BuxWV 255 [8′04″]
    Sonata C-dur op. 1 Nr. 5 BuxWV 256 [8′23″]
    Sonata d-moll op. 1 Nr. 6 BuxWV 257 [9′33″]
    Sonata e-moll op. 1 Nr. 7 BuxWV 258 [7′00″]
    Catherine Manson, Violine; Paolo Pandolfo, Viola da gamba; Ton Koopman, Cembalo und Orgel; Mike Fentross, Laute
    Aufgenommen im Mai 2010 in der Geertekerk, Utrecht (Niederlande)
    ℗ 2011. Challenge Classics – CC72352


    Und dann gibt es noch das Opus zwei sowie etliche andere Sonaten, die zusammen eine dritte CD ergeben können, hier ist wieder auf Koopman zu verweisen.


    Johann Adam Reincken kommt mit diesen großartigen Kammermusikwerken des "stylus phantasticus" nicht ganz mit, und auch kein Johann Pachelbel. Der nächste ist in (Mittel-)Deutschland Johann Paul (von) Westhoff – womit wir schon fast bei Johann Sebastian Bach wären.


    Jedenfalls für mich eine gute Gelgenheit zum "Wiederhören"


    LG, Kermit :wink:

    Entschuldigt, dass ich mich hier endgültig disqualifiziere. Aber einen großen Teil der Diskussion verstehe ich nach wenigen Minuten des Hörens nicht mehr.
    Ich hatte begonnen, mir Alma Deutschers Klavierkonzert anzuhören. Bis zur fünften Minute bin ich – unter Qualen – gekommen. Ist Britannien doch die Insel ohne Musik?
    So etwas Langweiliges und Blutleeres habe ich bisher selten gehört. Dass es für mich zudem "ultrareaktionär" vorkommt, macht mich aber besonders empfindlich, so dass ich den gebotenen Abstand verliere: Aber das hier ist doch ... Nichts. Warum muss man das an die Öffentlichkeit zerren?


    Ich höre im Anschluss etwas betont Schlichtes, das aber gut in die Entstehungszeit passt, Stichwort "Neoklassizismus":
    Rudolf Wagner Régeny, Orchestermusik mit Klavier (1935)
    Mir kommt diese kleine Werk (man beachte den Titel) beileibe nicht banal vor, bei aller bewusster Einfachheit.
    Für mich macht das einen riesigen Unterschied zu Alma Deutschers Opus aus dem Jahre 2017 (was immerhin auch schon mehr als zwei Jahre her ist und sich inzwischen ein Zeitraum für enorme Weiterentwicklungen aufgetan hat).


    Ich bin tagsüber nicht da, also werde ich nicht vorschnell antworten ...


    Beste Grüße vom Frosch :wink:

    Mir gefällt Moritz Eggert's durchaus polemischer Text.
    Historisierende Musik von vorgestern zu komponieren mag sehr gut sein für das Verständnis und wichtig, um die nächste Stufe von Erkenntnis zu erreichen, aber diese Zwischenschritte so sehr in die Öffentlichkeit zu bringen, das halte ich für Fragwürdig.
    Allerdings bin ich bei jedem »Hype« mehr als nur skeptisch. Von bleibendem Wert ist gewöhnlich nur kontinuierliche Arbeit über einen langen Zeitraum.


    Mit Deinem Zusatzpost warst Du schneller, lieber Putto.

    Das ist jetzt wirklich eine Entdeckung. Ich hatte eher etwas erwartet in der Tradition von Aram Chatschaturjan oder Eduard Mirsojan, sicher etwas moderner – und dann das!
    Danach habe ich mich der zweiten Sinfonie gewidmet und bin jetzt bei der dritten. Kein Wunder dass es einen Skandal gab. Das ist schon extrem avantgardistisch für die Sowjetunion!
    Beste Grüße, Kermit :wink:

    Noch eine Todesnachricht, die vor allem im Raum Mannheim Erinnerungen wecken dürfte:


    Am 3. November ist Friedemann Layer verstorben, von 1987–1990 und nochmalig 2007–2009 Opern- und Generalmusikdirektor des Nationaltheaters Mannheim.
    International bekannt wurde er durch seine prägende Amszeit als Leiter des Orchestre National und der Opéra National von Montpellier (1994–2007).


    https://de.wikipedia.org/wiki/Friedemann_Layer


    R.I.P.

    Lieber Garcia, wat mutt dat mutt.
    Erinnert mich an meine Regel "Wenn Dich etwas dreimal ärgert, ändere es".


    Nach langer Pause habe ich eine recht umfangreiche Verarmung zu vermelden, wie üblich ein recht heterogenes Konvolut zumeist abseits der ausgetretenen Pfade und dennoch gut gangbar. Ausgelassen sind dieses Mal die britischen Inseln und Skandinavien:


     



    Friedrich Goldmann (1941–2009)Four Trios One Quartet (unterschiedliche Kammerbesetzungen)


    (»Klavierkonzert« einmal ganz anders)




    ; < >



    (Streichquartette jetzt komplett!)


       


     


      (ich muss zu meiner Schande gestehen, dass dies mein erster Tonträger mit Werken dieses zum Mexikaner gewordenen Amerikaners ist)


    Beste Grüße, :wink: Kermit

    Nein, es funktioniert nicht, auch wenn es mir etwas anders erging als garcia.


    Ich habe vor wenigen Tagen neben zwei Scheibchen vom Marketplace vier von Amazon direkt bestellt und inzwischen erhalten. Jede dieser vier war ausgewiesen mit „für kostenlosen Versand qualifiziert“; dennoch wurden mir Versandkosten berechnet bei einem Betrag von ca. 35 EUR. Ich erhielt die vier CDs in drei Sendungen, was nicht von mir zu verantworten war, Wegen „Verspätung“ (eigentlich waren die Tonträger schnell da) wurden mir aber wieder 2,50 EUR gutgeschrieben.


    [Siehe auch Ergänzung unten]


    (Amazon Prime lohnt sich für mich nicht, die nötige Masse erreiche ich bei weitem nicht.)

    Udo Zimmermann, nur einmal ein Werk von ihm live – im Konzert – gehört. Vor 30 Jahren im Pfalzbau Ludwigshafen a. Rh. Der Name blieb mir immer im Gedächtnis Aber ich habe nichts daraus gemacht.



    Momentan bin ich auf YouTube-Entdeckerreise außerhalb der ausgetretenen Pfade.


    Luboš Fišer (1935–1999)
    Fünfzehn Blätter nach Albrecht Dürers Apocalypse (1965).
    Tschechische Philhramonie; Leitung:Jiří Bělohlávek




    Beste Grüße, Kermit :wink:

    Gerade etwas Posthumes gehört. Der Tod des Sängers Mieszko Talarczyk auf der Insel Ko Phi Phi (Thailand) durch den Tsunami am 2 Weihnachtsfeiertag 2004 beendete die aktive Zeit dieser wichtigen schwedischen Grindcore-Band. Im Frühjahr 2008 erschien mit "Doombringer" noch ein letztes Album, das eine Aufnahme von der Japantour Anfang 2004 enthält (Club Quattro in Osaka, 9. Jan. 2004).
    https://www.discogs.com/de/sell/release/1930090?ev=rb
    Der Amazon-Link enthält leider nicht die sammelwürdigen LPs, sondern nur CDs:


    < >



    Beste Grüße, Kermit :wink:

    Bir mir heute [auch] Polnisches:



    Krzysztof Meyer (*1943)
    Concertos


    – Koncert nr 2 op. 85 na wiolonczelę i orkiestrę /
    Konzert Nr. 2 op. 85 für Violoncello und Orchester (1994/95) [4′55″/7′44″/7′53″/7′22″]
    Boris Pergamenschikow, Violoncello


    – Koncert nr 2 op. 87 na skrzypce i orkiestrę /
    Konzert Nr. 2 op. 87 für Violine und Orchester(1996) [7′58″/6′37″/9′18″/6′56″]
    Magdalena Rezler, Violine


    – Koncert op. 96 na klarnet i orkiestrę /
    Konzert op. 96 für Klarinette und Orchester (2001/02) [6′16″/1′49″/7′06″/5′46″]
    Eduard Brunner, Klarinette


    Narodowa Orkiestra Polskiego Radia w Katowicach / Nationales Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks Katowice;
    Leitung: Antoni Wit (Violoncellokonzert),Gabriel Chmura (Violinkonzert, Klarinettenkonzert)


    Aufgenommen im Studio Polskego Radia w Katovicach / Studio des Polnischen Radios Katovice, am 19. Febr. 1998 (Violoncellokonzert), am 15. Mai 2002 (Violinkonzert) und am 3. Juni 2003 (Klarinettenkonzert)
    © Polskie Radio SA 2008, [℗] 2008 DUX Recordings Producers – DUX 0594


    kein Discogs-Eintrag (2017)

    Metalcore!

    Heute Ultramelodiöses:
    Eine Perle des straight edge Metalcore, live gehört 2003 oder 2004 in Karlsruhe im GOTEC, bereits mit der neuen Sängerin (!) Logan White nach dem krankheitsbedingten Aussteigen von Ted. Diese Band hatte einen unverwechselbaren Klang!
    So viele wirklich gute Bands auf einmal. Der zweiter Headliner war etwas härter: Walls of Jericho.


    < >
    "At History's End" (2001)
    Leider zeigte es sich, dass dieses Album der letzte der Band wurde.


    < >
    Und weil es es schön war, gleich das Vorgängeralbum:
    "The Whispered Lies Of Angels" (2000)


    Discographie hier: https://www.discogs.com/de/artist/546150-Undying


    LG, Kermit :alter1: