Beiträge von Carola

    Zusammen Musik machen

    Wie und wo kann man jemanden zum gemeinsamen Musizieren finden? Es gibt zum Beispiel schöne Stücke und Bearbeitungen für zwei Querflöten, die ich gerne mal spielen würde. Über die Musikschule ist es mir leider nicht gelungen, aber vielleicht liest ja hier im Forum jemand aus Köln mit.


    Was könnte man sonst noch versuchen?

    Stimmt, beim Klavier geht´s recht komfortabel zu. Das kann man hier gut sehen:


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    Unten macht es sich das Klavier mit Dreiklängen gemütlich, oben in der Flöte jagt ein schneller Lauf den anderen.

    Ich bin inzwischen bei CPE Bach angekommen. Meine Lehrerin schlug mir heute vor, den ersten Satz seiner Hamburger Sonate (WQ 133) zu erarbeiten. Sehr schöne, sehr "empfindsame" Musik. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, die endlosen 32tel-Läufe (das erste Mal ab Takt 9) wirklich irgendwann spielen zu können. Jedenfalls nicht im richtigen Tempo. Aber wer weiß, dass ich mal den ersten Satz von BWV 1030 halbwegs hinkriege, hätte ich vor einigen Monaten auch nicht geglaubt.


    Die Noten gibt es bei IMSLP, aber der Link funktioniert irgendwie nicht.


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    Dann übe ich noch ein eigentlich sehr einfaches Duett mit vielen Trillern. Die Triller machen mich wahnsinnig, aber das nur am Rande.

    Man kann die Celllo-Suiten auch als Video hören und sehen, ganz umsonst.


    Erste Möglichkeit: Niederländischen Bachgesellschaft:

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    Zweite Möglichkeit: ARD-Mediathek:

    https://www.ardmediathek.de/video/br-klassik-im-tv/suite-i-g-dur-bwv-1007/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzMxNjQ3YzI0LTVmMzItNGRmOC05Zjg1LTQ5Y2IwMDFlZmQyMQ/?playtime=742

    https://www.ardmediathek.de/video/br-klassik-im-tv/suite-ii-d-moll-bwv-1008/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2MwMWUyYzIzLWQwZjItNDg5Mi1iYWNlLTZjZDY0ZDE4ZDBmYw/?playtime=1499

    https://www.ardmediathek.de/video/br-klassik-im-tv/suite-iii-c-dur-bwv-1009/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzhhMjUyNzBmLTFjMDktNDE2ZS1iNWU5LWJiODNlNGI5MTM3ZA/?playtime=1122

    https://www.ardmediathek.de/video/br-klassik-im-tv/suite-iv-es-dur-bwv-1010/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2ZhNWQwN2VmLTFiMDYtNDdhOS05ZjIxLTgwZGE1YzgwN2EyYQ/?playtime=58

    https://www.ardmediathek.de/video/br-klassik-im-tv/suite-v-c-moll-bwv-1011/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2YzMTc2OGI4LTNkNzEtNDQ0OS04ZTQzLTNhMzYzMWNkZWI5Yw/?playtime=1925

    Suite VI D-Dur BWV 1012
    Johann Sebastian Bachs sechs Suiten für Violoncello Solo gelten - ebenso wie das "Wohltemperierte Klavier" oder die Sonaten und Partiten für Violine - als Opus…
    www.ardmediathek.de

    (Technik ist ja die eine Seite, um die es in solchen Diskussionen oft geht, Interpretation die andere, die sich nicht nur auf technische Fertigkeiten reduzieren lässt. Und auf dem Gebiet ist, wie ich behaupten möchte, Verbesserung fast immer möglich, man kann jederzeit tiefer in ein Musikstück eintauchen, zumindest gibt es da keine Altersgrenze. Und Interpretation sollte man nicht zu gering schätzen; wenn ich die Wahl hätte, technisch noch tausendmal besser zu werden oder die Stücke, die ich bereits kann, sehr viel stärker interpretieren zu können, würde ich mir von der Fee die Fähigkeit zur Interpretation wünschen, eher als flinke Finger.)

    Das ist ein wichtiger Gedanke, den ich aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen kann. Deshalb spiele ich zwischendurch auch immer wieder technisch leichte Stücke, bei denen ich mich ganz auf die musikalische Gestaltung konzentrieren kann, angefangen bei einem schön klingenden Ton. Das sind übrigens oft Stücke, mit denen ich vor einem Jahr technisch noch einige Mühe hatte. Diesen Fortschritt zu bemerken, finde ich ebenfalls sehr motivierend.

    Bei den technisch anspruchsvolleren Stücken (wie BWV 1030, Satz 1) scheitert eine auch nur ansatzweise angemessene Interpretation bisher leider an den technischen Schwierigkeiten. Ich kann eben fis3 auf der Flöte nicht leise spielen (zum Beispiel). Mal sehen, was ich in einem Jahr dazu sage.

    Aber mit 30 war mir klar, dass ich (!) die "Unabhängigkeit" von linker und rechter Hand nicht mehr hinbekommen werde.

    Ja, gerade diese feinmotorische Unabhängigkeit der Hände muss früh trainiert werden, so wird es auch in dem Beitrag gesagt.

    Ich habe jetzt noch mal reingehört: Ab Minute 13 geht es um "sensible Phasen", in denen die Neuroplastizität des Gehirns besonders gut ausgeprägt ist. Und bei der Musik ist es für die feinmotorischen Fähigkeiten (sehr schnelle Finger oder sehr gute Zungenfertigkeit für die Artikulation bei den Blasinstrumenten) so, dass man bis zum Alter von sieben Jahren angefangen haben muss, um auf ein
    professionelles Niveau zu kommen. So sieht es jedenfalls der befragte Neurologe.

    Gerade bei Klavier oder Geige, die eine hohe Fingerfertigkeit und Schnelligkeit erfordern, gilt das noch mehr als bei den Blasinstrumenten (ab Minute 14).

    Aber dennoch kann man es (prinzipiell) mit Ehrgeiz und Fleiß noch zu einem respektablen Hobbymusiker bringen.


    Das denke ich auch.

    Es hat wohl mehr damit zu tun, wie man die Instrumente spielt. In dem oben verlinkten Beitrag geht es etwa ab der sechsten Minute um diese Frage. Die für das Klavier- und Geigespiel erforderlichen motorischen Fähigkeiten der Hände müssen bereits im frühen Kindesalter angelegt werden, damit sich das entsprechend im Gehirn verankert - oder so ähnlich. Einfach mal selbst reinhören.

    Ich bin auf jeden Fall deutlich motivierter und disziplinierter als in jungen Jahren. Meinen ersten Querflötenunterricht als Jugendliche (von 14 bis 16) habe ich nicht besonders ernst genommen. Auf dem musischen Gymnasium war ein zweites Instrument eben Pflicht. Heute habe ich mich bewusst für die Querflöte (und gegen das Klavier) entschieden. Außerdem muss ich den Unterricht jetzt selbst bezahlen.

    Trotzdem, wenn ich bedenke, wie lange ich gebraucht habe, mir die Griffe von f3 bis a3 zu merken - das wäre früher sicher schneller gegangen. Meine Lehrerin unterrichtet aber noch andere Erwachsene, eine gehörige Portion Geduld gehört in solchen Fällen vermutlich zum Anforderungsprofil. Und da ich nur alle vier Wochen Unterricht habe, ist immer genug Zeit, die nächste Tonleiter zu üben.


    Interessant fand ich in dem oben verlinkten Beitrag die Aussage, dass man auf dem Klavier oder der Geige deutlich früher anfangen muss, um ein professionelles Niveau zu erreichen, als auf den Blasinstrumenten. Warum auch immer.


    Und es gefällt mir, dass eine Astronautin und Astrophysikerin sich als begeisterte Klavierspielerin und Chorsängerin entpuppt.

    Anmutig klang es bei mir zwar noch nicht

    Von "anmutig" kann bei mir bisher leider auch keine Rede sein. Eher schwerfällig. Aber das liegt auch daran, dass ich sehr langsam gespielt habe. So klingt sie ziemlich düster und erinnert mich an die Sarabande der fünften Cellosuite (BWV 1011).

    in meiner Ausgabe steht gar keine Tempo- oder Vortragsangabe / -empfehlung, stattdessen ist sie weitgehend mit - m.M. nach - vollkommen unsinnigen Bindebögen versehen

    In der Bärenreiter-Ausgabe gibt es weder Bindebögen noch eine Angabe zum Tempo. 80 scheint mir aber recht schnell, ich werde es erst mal mit 60 probieren.

    Nachdem mich das Metronom bei der h-moll-Sonate (BWV 1030) total kirre macht und ich nahe daran war, das Ding mit seinem tok-tok an die Wand zu pfeffern, möchte ich es jetzt noch einmal mit einem leichteren Stück versuchen.


    Dafür habe ich mir die Sarabande aus der Solo-Partita, BWV 1013, ausgesucht.


    file:///C:/Users/Carola/AppData/Local/Temp/Partita%20in%20A%20minor,%20BWV%201013%20-%20Complete%20score.pdf


    Anderer Link: https://musopen.org/de/music/3…tita-in-a-minor-bwv-1013/


    Die Sarabande ist auf Seite 6.


    In welchem Tempo würdet ihr das spielen?

    Zu diesem Thema gibt es einen interessanten Beitrag beim BR:


    Macht Mozart intelligent? Mit dem Neurologen und Direktor des Instituts für Musikermedizin Eckart Altenmüller (2)
    Musik macht schlau - das hört man immer wieder. Aber stimmt das eigentlich? Kann Musik den IQ steigern? Woher kommt das Glücksgefühl beim Chorsingen? Und was…
    www.ardaudiothek.de


    Die Frage, die mich am meisten interessiert, wird dort allerdings nicht beantwortet: Kann man im Alter noch besser werden? Nach einem Jahr des Spielens sehe ich mich inzwischen ungefähr auf dem Niveau, auf dem ich vor dreißig Jahren aufgehört hatte. Womöglich komme ich über diesen Punkt mit meinen 64 Jahren nicht mehr hinaus. Aber selbst wenn, ich würde trotzdem weiter spielen, weil es einfach so viel Freude macht. Aber ein wenig ehrgeizig bin ich trotzdem.

    Am Donnerstag, den 27. Januar 2022 ist Alt-Thomaskantor Christop Biller gestorben.


    Alt-Thomaskantor Georg Christoph Biller gestorben | MUSIK HEUTE
    Leipzig/Berlin (MH) – Der frühere Thomaskantor Georg Christoph Biller ist tot. Er starb am Donnerstag nach langer, schwerer Krankheit. Das teilte der…
    www.musik-heute.de


    Ich fühle mich ihm verbunden, da er zwei meiner Gedichte vertont hat. Als er eine der Vertonungen in der Thomaskirche uraufgeführt hat, bin ich ihm auch persönlich begegnet. Eine Begegnung, die ich sicher nicht vergessen werde.

    Natürlich war bei uns das Tempo nicht nur von musikalischen Aspekten bestimmt, sondern auch von technischen Begrenztheiten ;)

    So geht´s mir auch. Den Beginn würde ich gerne schwungvoll und zügig spielen. Aber spätestens ab Takt 21 komme ich dann ins Schleudern.