Beiträge von Vitellia

    Hier die Ankündigung für zwei Konzerte, auf die ich mich schon sehr freue:

    Im Rahmen der 8. Enkenbach-Alsenborner Kulturtage freue ich mich sehr, bei dem folgenden Liederabend mitwirken zu dürfen:

    "Nachtgedanken"

    Mit Werken von Hahn, Fauré, Massenet, Debussy, Strauss, Wagner, Brahms, Verdi, Bellini, Barber, Quilter, Edwards u. a.

    Sabine Heinlein, Sopran
    Frauke Link, Sopran
    Harry Muly, Klavier

    Freitag, 6.11.2015 um 20:00 Uhr

    Aula der IGS Enkenbach-Alsenborn

    ++++++++++++++++++++++++++++

    Benefizkonzert der Evangelischen Kirchengemeinde Hardtberg und des Deutschen Evangelischen Frauenbunds (DEF)

    Die Kantorei der Hardtberggemeinde unter Leitung von Lea Marie Lenart sowie Sängerinnen der Bel Voce Gesangssolisten singen geistliche Werke von Bach, Caccini, Haydn, Mozart, Mendelssohn u. a.
    Als "Special Guest" wird darüberhinaus die afrikanische Musikgruppe „Bonn – Afrika“ um den Musiker Saico Bälde auftreten.
    Klavier: Anja Abler
    Orgel: Adam Lenart

    Der Erlös aus Basar (ab 16:30 Uhr) und Konzert kommt der Evangelischen Flüchtlings- und Migrationsarbeit Bonn zugute.

    Samstag, 7.11.2015 um 18:30 Uhr

    Matthäikirche Bonn-Duisdorf, Gutenbergstraße 10

    Entwicklung von Frauengestalten in der Oper

    Guten Tag, liebe Forengemeinschaft,

    ich hätte eine Frage an die hiesige Schwarmintelligenz. Eine Bekannte sucht für eine Geschichte eine Frauengestalt aus einer möglichst einigermaßen bekannten Oper, die sich von einer naiven Frau zu einer selbstbewussten/ selbständigen Frau entwickelt und sich dabei auch mit ihren Gefühlen auseinander setzt.

    Vielen Dank und beste Grüße


    Vitellia

    Mir ist gerade danach, auch wenn dieser Thread ja wohl nicht wirklich mehr viel Resonanz erhält. Sei's drum.


    Interessant, was man sich vor eineinhalb Jahren so erarbeiten wollte. Immerhin habe ich die Vitellia (Non più di fiori) zwischendurch mal wieder öffentlich gesungen und ordentlich an der Ariadne gearbeitet.

    Für kommende Konzerte steht u. a. die Frau Fluth ("Nun eilt herbei") auf dem Programm, die mir sehr viel Spaß macht und eine schöne Abwechslung zu den ganzen "Tragödinnen" ist ( :wink: @gioacchino *g*)

    Mittlerweile sind wir dabei, das Repertoire etwas in Richtung Belcanto und Verdi zu erweitern, auf der Agenda stehen in diesem Zusammenhang "Regnava nel silenzio… Quando rapito in estasi" (Lucia di Lammermoor), "Tacea la notte placida …. Di tale amor" (Il trovatore) sowie "Mercè dilette amiche" (I vespri siciliani). Ferner wurden mir von meiner GL u. a. "Chi il bel sogno di Doretta" (La Rondine/Puccini) und "Ozean du Ungeheuer" (Oberon/Weber) ans Herz gelegt - endlich darf ich mit "offizieller" Erlaubnis "Hüon! Hüon! Hüüüüüüüüüüüon! schmettern :thumbup:

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    Ich bin auch einmal so frei:


    Sopranodrama präsentiert: Die Qual der Wahl

    Opern-Comedy von und mit Stella Rothuysen, Frauke Link, Alexandra Wilde und Claudia Nachtsheim
    Am Klavier: Klaus Desch

    Berühmte Opernarien und Ensembles - heiter präsentiert von klassisch geschulten Stimmen und mit "behutsam modernisierten" Texten versehen, sozusagen aus weiblicher Sicht.
    Für Menschen, die Klassik nicht zu ernst nehmen - denn wir fordern: Oper für alle!
    Freuen Sie sich auf ein Wiederhören von frisch aufgebürsteten Lieblingsstücken aus Oper und Operette (wenn auch in leicht veränderter Form): Habanera, Brindisi, Barkarole, Champagnerensemble, Eifersuchtsduett....
    .....

    21. September 2014 um 17:00 Uhr

    Rat- und Bürgerhaus Kriftel

    Eintritt: 10 Euro, ermäßigt: 5 Euro

    Wenn es nach den Begeisterungsausbrüchen des Publikums geht würde ich mal die These aufstellen, dass der mangelnde Enthusiasmus an der Art der aufgeführten Musik liegt .

    Oder daran, wo man auftritt (das schöne Rheinland ist hier durchaus dankbar, wie kürzlich erst wieder erlebt ;+) )und wie viel Wein/Champagner o. ä. das Publikum schon intus hat. :stumm:

    Nach der sehr schönen und erfolgreichen Konzertreise auf Mallorca (bei der mich leider ein Infekt zwang, die meisten der Konzerte "nur" aus dem Publikum zu genießen -hätte der nicht eine Woche warten können? :boese: Immerhin konnte ich noch in der Kulturfinca Son Baolo singen, ein Erlebnis, das ich nicht hätte missen mögen und das mich quasi im Voraus für alles entschädigt hat :juhu: ) heißt es nun - sobald ich wieder ganz genesen bin - die nächsten Projekte anzugehen: Unter anderem stehen die Monologe der Marschallin aus dem Rosenkavalier und Ariadnes "Es gibt ein Reich" auf dem Programm, dann wollte ich mir schon längst einmal Giordanos "La mamma morta" erarbeiten und einige ältere Arien (wie etwa die Vitellia oder die Tannhäuser-Elisabeth) könnten auch mal wieder eine Auffrischung gebrauchen.

    a) Solange es nicht nur um "große Namen" geht, wir auch nach Aussehen besetzt. Das ist Fakt und hängt auch damit zusammen, dass viele Menschen besser sehen als hören ;+)

    b) Ich persönlich mache mir keine Gedanken über die Herkunft oder Hautfarbe einer Sängerin oder eines Sängers. Ich nehme es noch nicht mal bewusst wahr, vermutlich, weil es nichts Außergewöhnliches mehr auf den Bühnen ist.

    c) Eine Besetzung, die sich streng zB. ans gemutmaßte Alter einer Bühnenfigur hält, ist nicht sinnvoll. Was nützt mir eine Kinderstimme bei Hänsel und Gretel, was will ich mit einem Anfang 20jährigen als Don Carlo, wenn er die Rolle stimmlich nicht bewältigt?

    d) Die Figur eines Menschen sagt nicht unbedingt etwas darüber aus, ob er sich auf der Bühne bewegen und einer Figur Leben einhauchen kann.

    LG Rosenkavalier

    Zustimmung! Es ist auch leider ein sehr verbreitetes Vorurteil, dass beleibtere Menschen behäbig sind und sich nicht bewegen können. Das mag ja auf einige zutreffen, aber gewiss nicht auf alle und ich habe schon 150kg-Männer auf der Bühne gesehen, von denen sich schlankere Artgenossen in Puncto Bühnenpräsenz und Beweglichkeit eine Scheibe abschneiden können. Und es war eine kleine und pummelige Amneris, die mich mit ihrer erotischen Ausstrahlung (und ihrer Stimme) in ihren Bann gezogen hat.

    Meine Güte, dass das solche Kreise zieht, hätte ich echt nicht erwartet. Die Entscheidung ist wahrscheinlich ohnehin schon gefallen (zugunsten einer Neuinszenierung), denn letztlich hat doch mE der Intendant das letzte Wort. Und es geht um 2 Inszenierungen von ich weiß nicht wie vielen, da jetzt draus zu schließen, dass sich eine Lobby bildet, die alles "Neue" boykottieren will, finde ich doch etwas gewagt. Von dem was ich höre, hat der Intendant einiges vor und das trifft durchaus nicht nur auf Ablehnung, ganz im Gegenteil. Und allen wird er es eh nicht recht machen können.

    Nun, immerhin gab und gibt es immer wieder gute Sänger mit der virilen Ausstrahlung eines Brad Pitt. Ich erinnere an Peter Hofmann ( damals ) und Jonas Kaufmann oder Klaus Florian Voigt ( heute ), die sich im Heldentenorfach tummelten bzw. tummeln. Da bleibt Johan Botha die verstörende Ausnahme - Gott sei Dank.

    Allerdings gehen die Meinungen darüber, ob Herr Kaufmann und Herr Vogt im Heldentenorfach wirklich so gut aufgehoben sind, durchaus auseinander. Aber dieses Thema wird ja bereits woanders diskutiert.


    Wenn aber die Optik nicht stimmt, die Stimme aber schon - ist das dann in einer Opernaufführung nicht ebenfalls ein Ungleichgewicht? Wiegt das nicht genauso schwer wie umgekehrt?

    Natürlich ist das auch ein Ungleichgewicht, für mich persönlich aber kein so gravierendes, denn wie andere schon schrieben - eine nicht ganz perfekte Optik kann man durch gute Personenführung, Anpassung der Inszenierung, Kostüme, Perücken, etc. zu einem gewissen Teil ausgleichen, bei der Stimme wird das schon schwieriger. Und nein, Spielfreude macht für mich auch nicht alles wett. Und dann sollte man auch bedenken, dass Theater auch nicht immer das Geld haben, um sich jedes Mal Gäste einzukaufen (und vorher die "perfekte" Besetzung) zu suchen und dann natürlich auf Ensemblemitglieder zurück greifen. Dann kann es zwar passieren, dass nachher beides nicht passt, aber das ist mir, soweit ich mich erinnern kann, noch nicht untergekommen. Aber wie ein Intendant zu Schulzeiten einmal meinte, als wir ihn mit unserer Opern-AG mit Fragen löcherten und jemand meinte, der Tamino sähe doch gar nicht aus wie ein Prinz, sondern eher wie ein Verwaltungsangestellter "Einen guten Tenor erschießt man nicht …" :stumm:

    Andererseits: wenn Sänger auch als Schauspieler auf der Bühne auftreten und damit auch optisch (im Gegensatz zu Plattenaufnahmen) eine Rolle verkörpern sollen, ist es dann nicht ein wenig so wie beim Film? Da gibt es auch ein Casting, wo man bestimmte Schauspieler für bestimmte Rollen engagiert. Da nimmt man auch keine 50 jährige, um eine Jugendliche zu spielen, und umgekehrt keine Jugendliche, um eine 50 jährige darzustellen.

    Auch andere Schauspieler werden gerne wegen ihrer Augen, ihrem Gesicht etc. als Bösewichte oder als Gute eingesetzt. Ich glaube, ich habe z.B. Terence Hill noch nie in eine wirklich bösen Rolle gesehen, und wahrscheinlich würde den auch niemand für so eine Rolle besetzen, weil das Gesicht viel zu "gutmütig" wirkt.

    Ohne jetzt den Rest des Threads detailliert gelesen zu haben - ich kann es ja irgendwo nachvollziehen, wenn die Menschen, die für ein Casting verantwortlich sind, sich möglichst wenig Mühe machen wollen und froh sind, wenn jemand hereinspaziert kommt, der genau so aussieht wie sie das gern hätten. Aber in der Oper kommt eben noch der Faktor Stimme hinzu und es mag ja fürchterlich altmodisch sein, aber für mich ist die Stimme (und damit die Fähigkeit eines Sängers ,seine Partie zu bewältigen, ohne aus dem letzten Loch zu pfeifen) in der Oper immer noch der entscheidende Faktor. Da kann eine Salomé noch so schön und rank und schlank und anmutig sein, wenn ich das Gefühl habe "Hätte sie mal lieber Soubrette gesungen" (übrigens ist die Soubrette ein großartiges und nicht zu unterschätzendes Stimmfach, nicht dass hier Missverständnisse aufkommen) fühle ich mich "underwhelmed" wie der Amerikaner sagt. Wenn also bei 2 Sängerinnen eine dabei ist, die optisch passt, aber stimmlich nicht und eine, die stimmlich passt, bei der man aber ein paar maskenbildnerische Modifikationen vornehmen muss, würde ich eher die 2. Dame bevorzugen. Aber mich fragt ja keiner :D

    Euch ist schon klar, daß bei einer konsequenten Forderung nach Abgleich von Optik und Rolle ganz viele Sänger jenseits der - sagen wir: 35 keine reale Berufschance mehr haben, weil es halt im Vergleich zu "jungen" nicht allzuviele "alte" Rollen gibt, und daß ihr dann vermutlich ncht in den Genuß von Pavarotti/Caballé in La Bohème gekommen wärt? Und daß es etwas schwierig wird, wirklich "alte" Rollen zu besetzen, in deren Alter normalerweise keiner mehr professionell auf der Bühne steht?

    Vielen Dank für diesen Einwand. Ein zu starres Festhalten an bestimmten optischen Vorstellungen führt nämlich mitunter auch zu solchen "Stilblüten", von denen mir jüngst eine Sängerin erzählte. Die wurde nämlich für eine bestimmte Rolle nicht genommen, weil sie zwar stimmlich passte, aber figürlich aus dem Rahmen fiel. Sie hatte zu viel Taille. Da fragt man sich doch manchmal, wozu Kostüm- bzw. Maskenbildner eigentlich da sind … :K:

    Ok, und was machen dann Leute, die gastieren? Die bekommen ja auch keine wochenlangen Proben, um sich an irgendwelche komischen Körperhaltungen zu gewöhnen. Als ich vorletztes Jahr als Chor-Blumenmädchen im Parsifal in Kassel einsprang, bekam ich eine 10-minütige Unterweisung von der Regieassistentin und dann konnte ich sehen, wo ich bleibe. Gut, das ist vielleicht nicht repräsentativ und ich musste mich auch nicht fürchterlich verrenken, aber es soll ja Leute geben, die sehr viel gastieren und damit sogar hauptsächlich ihren Lebensunterhalt verdienen. Ich möchte deine Argumente sicher nicht von der Hand weisen, aber ich glaube, viele Sänge machen auch Dinge mit, die evtl. ihrer Stimme oder Gesundheit schaden, weil sie einfach auf das Geld angewiesen sind und es genug andere gibt, die nachrücken, wenn man sich weigert. Es wäre sicher schön, da stimme ich dir vollkommen zu, wenn immer so inszeniert würde, dass Sänger so positioniert werden, dass es für den Gesang und ihre Stimmen optimal ist, aber die Realität sieht leider oft anders aus. Sonst kämen Regisseure nämlich auch nicht auf die schräge Idee, Leute in Pappkartons singen zu lassen und sich dann zu wundern, warum man nicht genug hört …

    Na, es stimmt schon, nur, weil etwas neues geplant ist, muss es nicht gleich per se besser oder schlechter sein und so ganz kann ich mir auch nicht vorstellen, dass jetzt eine komplett abstrakte Inszenierung folgen wird. Aber man weiß es nicht. Ich versuche mir nur gerade vorzustellen, wie ich als 6 oder 8jährige wohl reagiert hätte, hätten mich meine Eltern in eine Regietheater-Inszenierung von HuG geschleppt. Je nach Inszenierung wahrscheinlich verstört …. :D ;+)