Beiträge von Magus

    Wurde hier noch gar nicht erwähnt (?):





    Gerade zu dieser Jahreszeit und für kleinere Kinder hervorragend zum Vorlesen geeignet.


    Faszinierend dabei für mich die geradezu lyrische Übersetzung, deren Rhythmus und gelegentliche Stabreimform offenbar dem Ton altnordischer Sagen entlehnt ist.


    :juhu:


    Magus

    Pieter-Jan Belder konzertiert wieder hier bei uns:


    Am 01. Februar 2015 um 17:00 Uhr.


    Kirche St. Cosmas und St. Damian in Petzen bei Bückeburg (Niedersachsen)


    Im Mittelpunkt stehen Werke von Johann Sebastian Bach für Flöte und Cembalo.


    Den Flötenpart spielt Wilbert Hazelzet.


    Grüße


    Magus

    Es scheint so zu sein, zumindest habe ich das wiederholt gelesen, dass Spohr sehr ungünstig für das Klavier schrieb, sprich technisch sehr anspruchsvoll aber nicht spektakulär. Die Klaviertrios sollen daher für Pianisten eine Qual sein, was ihrer Verbreitung leider im Weg steht.

    Bei IMSLP sind Noten dazu frei zugänglich (u.a. die Klaviertrios 1-5).


    Allein, was dort verfügbar ist, verweist tatsächlich auf einen Schwerpunkt Violine bei Spohr (auch seine Violinschule ist dort einsehbar).


    Grüße


    Magus

    Ergänzend zu oben erwähntem Sextett Op. 140 Spohrs von 1848 sollte man auch das "Pendant" hören:


    sein Streichquintett No. 7, Op.144 g-moll von 1850.


    Von der Grundstimmung ganz entgengesetzt zu Op. 140. Besonders im ersten Satz windet sich das Thema aus den Tiefen drohend hinauf, wird von vermeintlich lieblicheren Seitenthemen durchbrochen, die aber stets wieder in die düstere Anfangsstimmung zurücksinken müssen.


    Das Quintett entstand nach der endgültigen Niederschlagung der 1848er Revolution und bei Einsetzen der Reaktion. Spohr, der seit 1822 am Kasseler Hof die Stelle eines Hofkapellmeisters und -seit 1847- die eines Generalmusikdirektors versah, erlebte nur wenige Wochen nach Fertigstellung des Quintetts den Einmarsch von Bundestruppen in die kurhessische Hauptstadt, wo sie auch die letzten Reste der revolutionären Renitenz erstickten. In jenen Wochen spielte Spohr mit dem Gedanken, wie andere Liberale und Demokraten nach Amerika auszuwandern, was er aber aufgrund seines Alters (65) verwarf. Sein Dienstherr, der reaktionäre hessische Kurfürst, hat ihm seine liberale Gesinnung (Republikaner war Spohr übrigens m.W. nicht) sowie sein politisches Engagement während der Revolution (u.a. als Mitglied des liberal-konstitutionellen Bürgervereins in Kassel) nie verziehen, was dazu führte, daß sich Spohr in seinen letzten Lebensjahren kleinlichen Schikanen und willkürlichen Pensionskürzungen ausgesetzt sah.


    Ich besitze zu beiden Werken diese Aufnahme:



    Generell lohnt sich ein Ausflug in die Spohrschen Kammermusik"raritäten"; besonders möchte ich auch seine Klaviertrios hier empfehlen (Aufnahmen gibts u.a. bei Naxos).


    Grüße


    Magus

    Da gibt es wohl eine reiche Auswahl; einfach mal das Netz bemühen.


    Wir haben seinerzeit einen Lufbefeuchter von Fa. Stadler (?) auf Anraten des Klavierhändlers für unseren Flügel angeschafft, da auch bei diesen Instrumenten bei zu hoher Trockenheit Risse im Resonanzboden auftreten können. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa +/-50% liegen.


    Bei den Hygrometern haben wir eine ähnliche Erfahrung wie Michael Schlechtriem gemacht: während das digitale Gerät 35% anzeigte, lag die mechanische Variante bei 48%.... ?(


    Grüße


    Magus

    Liebe Lotte,


    das klingt ja dramatisch...aber ein Riß in der Decke läßt sich, soweit ich weiß, wohl besser reparieren als ein Stimmriß (ich weiß, das ist jetzt kein echter Trost).


    Etwas zum Thema Streichinstumente / Winterheizungsluft / Befeuchtung findest Du übrigens im (von Dir eröffneten) Thread "Ich spiele Cello, und das ist gut so", so ab Beitrag 26.
    V.a. Michael Schlechtriem hat dazu einiges geschrieben (Dampit, Hygrometer, Luftbefeuchter).


    Deinem Ungarn wünsche ich gute Besserung! Und Du halt die Ohren steif.


    Grüße


    Magus

    Bei mir ist dieses Schnäppchen tatsächlich heute eingetroffen....obwohl man mir sagte, es könne mit der Lieferung durchaus Januar 2015 werden...


    Es sind also Wunder möglich, lieber Tamás ;+)


    Grüße


    Magus


    P.S.: wo(hinter) soll sich denn das Cembalokonzert in B von Muffat verbergen? CD 9 (Rom) und 10 (Paris) enthalten von Muffat "Passagaglia de Monsieur Muffat" (Laute) und "Fasciculus Il 'Laeta Poesis'", eher kleine Minutenstücke... :stern:

    Was meinst Du, was da für Endorphine ausgeschüttet werden, trotz (oder sogar wegen?) Leidens? Oberkante Unterlippe... Alles DOPA-Junkies... :thumbup:

    Aber ist das dann noch "Sport" im eigentlichen Sinne der Bedeutung? Oder eher ein "Zurück zu den Wurzeln" m.a.W.: Jagen, Kämpfen, Fliehen? Irgendwo las ich mal, der menschliche Körper sei eigentlich darauf ausgelegt, immer hungrig, immer in Bewegung zu sein... (es ging da um die Zivilisationskrankheit der Verfettung).


    Natürlich gönne ich jedem von Herzen diesen Kick :thumbup:

    Ansonsten gäb's da ja auch noch die Samba-Mädels an der Strecke zur Aufmunterung...

    Kann man die engagieren - und wenn ja: wo? :hide:


    ;+)


    Magus

    Netter Thread!


    Mir gehts da wie Eusebius: die Musik ist zumeist in meinem Kopf...und Knöpfe o.ä. im Ohr kann ich auch nicht ertragen... :hide: .


    Daher "läuft" bei mir auch beim Sport im Kopf die Musik. Mein absoluter Favorit ist dabei eine kleine passende Arie der Belinda aus Purcells "Dido & Aeneas":


    "Thanks to these lonesome vales,
    These desert hills and dales.
    So fair the game, so rich the sport,
    Diana's self might to these woods resort."


    (Bevor hier möglicherweise gleich ein Sturm der Entrüstung lostobt: Nein - ich jage nicht! ;+) )


    Grüße


    Magus



    Zeit, diesen etwas eingeschlafenen Thread einmal wieder zu beleben.


    Derzeit beschäftige ich mich im Rahmen eines zukünftigen Projekts unseres Laienorchesters zum Thema "Don Juan" mit weniger bekannten Kompositionen zu diesem Themenkreis.


    Neben den "Klassikern" Gluck und Mozart sowie einer Boccherini Sinfonie ("La Casa del Diavolo") stießen wir auch auf die Bühnenmusik zu einer "Don Juan" Pantomime des "Mannheimers" Abbé Vogler. Im Rahmen der Recherche zu diesem Werk stieß ich auf folgendes Schatzkästchen (oder sollte man besser von einer Schatztruhe sprechen?):


    Forschungsstelle südwestdeutsche Hofmusik Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

    Die Forschungsstelle unterhält eine vorzügliche Webseite (o.a. Bezeichnung einfach dem Such-Moloch in den Rachen werfen) mit etlichen Biographien, musikhistorischen Beiträgen, eigenen Noteneditionen, Veranstaltungshinweisen etc. zur Mannheimer bzw. südwestdeutschen Hof-Musikkultur im 18. Jahrhundert.


    Für jeden, der sich mit der Mannheimer Schule befassen möchte (oder muß?), eine sehr empfehlenswerte Adresse.


    :juhu: :juhu: :juhu:


    Grüße


    Magus

    Heute (19.11.2014) in der FAZ, Beilage "Natur und Wissenschaft", S. N 2:


    Der Neurologe Eckart Altenmüller über:


    "Musik ist das Brot unseres Geistes - nicht nur die schönste Nebendsache der Welt"

    Was Musik in unseren Gehirnen bewegt.


    U.a. mit dem Schaubild eines "zelebralen Sinfonieorchesters", das der Heidelberger Neurologe Peter Schneider aus der Forschungsgruppe "Musik und Gehirn" entwickelt hat.


    Grüße


    Magus

    Naja, ich war heute in einem Sinfoniekonzert (Daniel Müller-Schott "Dvorak Cellokonzert" und die 8. Sinfonie von Schostakowitsch in Darmstadt) und es zeigte sich:


    ca. 50% über 80 Jahre alt
    ca. 45% 60 - 80 Jahre alt
    ca. 5% (wenn überhaupt!!) unter 60 Jahre


    Das führte unter anderem dazu, dass das Konzert ca. 30 Minuten länger dauerte wie angekündigt, da all die extrem alten Menschen mit Rollatoren und Geh-Stützen und Krücken doppelt so lange wie veranschlagt brauchten, um ihren Platz zu erreichen.

    Das mag ja noch angehen; ein anderes Phänomen des demographischen Wandels finde ich persönlich viel unangenehmer: Hörgeräte, die aus irgendeinem Grund (Rückkopplungen?? Falsche Einstellung???) anfangen, sehr hohe und durchdringende Tonfrequenzen von sich zu geben, und dies offenbar ohne daß der betreffende es selber merkt.


    Gerade vorgestern Abend schmerzlich erlebt (Mozarts Requiem).....


    OK, bei den Jüngeren ist es dann das nicht abgeschaltete iPhone, das pünktlich in der Generalpause losplärrt ;+)


    Grüße


    Magus

    Lieber Felix,


    vielen Dank für die Eröffnung dieses Threads. Auch ich bin ein Pieter-Jan Belder Fan und besitze neben den erwähnten Corelli- und Purcell-Gesamtausgaben auch diese hier:



    Ich hatte das Vergnügen, Belder bereits zweimal live zu erleben, das erste Mal mit den Goldbergvariationen, das andere Mal mit verschiedenen Cembalowerken aus der Bach-Sphäre (Joh.Seb., C.P.E. etc.).
    Er konzertiert hier in der Gegend des öfteren dank der persönlichen Beziehung eines unserer örtlichen musikliebenden und hollandophilen Pastoren. Die Konzerte finden daher auch in dem recht intimen Rahmen einer kleinen Kirche statt. Bei diesen Anlässen habe ich auch die CDs erworben.
    Ich habe ihn als einen sehr freundlichen, dabei aber ernsthaften und versierten Interpreten kennengelernt. Beeindruckend ist dabei seine Erscheinung, denn Belder ist sehr großgewachsen. Umso beeindruckender die Leichtigkeit seines Musizierens.


    :juhu: :juhu: :juhu:


    Magus

    Genauer: Allein in der laufenden Spielzeit gibt es 148 Aufführungen von 32 Produktionen Gluck'scher Opern in 30 Städten. Auf D, A, und CH fallen dabei insgesamt 15 Produktionen, davon 9 in Deutschland und allein in Wien gar drei (dort allerdings zwei nur konzertant. Das sind aber die einzigen konzertanten Produktionen in dieser Spielzeit); zwei in Frankreich, zwei in Polen, drei in Italien...

    Hinzu kommen noch die Laienorchester.....wir bereiten gerade mit unserem Laien-Kammerorchster ein Programm zum Thema "Don Juan" vor. Mit dabei: Glucks Ballettmusik zu Don Juan.


    ;+)


    Magus