Beiträge von Amfortas09

    BR-Klassik; Dienstag, 21.11.23; 20:00 - 22:00

    Lisa Streich: Concerto grosso - "Jubelhemd";
    Johannes Kalitzke: "Zeitkapsel", Totentanz (Kompositionsauftrag der musica viva des Bayerischen Rundfunks, UA);
    Luc Ferrari: "Histoire du plaisir et de la désolation"

    Marco Blaauw, Trompete;
    Alex Porath, Viola;
    Maria Stange, Harfe;
    Dirk Rothbrust, Schlagzeug

    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

    ML: Johannes Kalitzke

    Aufnahme vom 10. November 2023 im Herkulessaal der Münchner Residenz

    ----------------------

    HR2, Donnerstag, 23.11.23; 20:00 - 21:30

    Georges Aperghis (*1945): Hopse (2022)
    Vladimir Tarnopolski (*1955): Over Drive für Violine und Ensemble (2023)
    Rebecca Saunders (*1967): Skull für Ensemble (2023), Auftragswerk von Ensemble Modern

    Oslo Sinfonietta,
    Ensemble Contrechamps,

    Aufnahme vom 12. Mai 2023 aus dem Mozartsaal, Alten Oper Frankfurt

    Zitat

    "Skull" heißt wiederum ein neues Werk der Wahl-Berlinerin Rebecca Saunders, mit dem sie an ihre etwas älteren Stücke "Skin" (2015/16) und "Scar" (2018/19) anknüpft: Auf "Haut" und "Narbe" folgt also "Schädel". Dazu Saunders selbst: "Mir schwebt eine transparentere Textur und eine polyphone Klanglichkeit vor, weshalb ich mich auch für eine etwas andere Besetzung entschieden habe. Anstelle der beiden Klaviere, die in 'Scar' für die harten Attacken verantwortlich sind, werde ich in 'Skull' eine Korg BX3 Orgel verwenden. Deren spezielle Klangeffekte möchte ich hier nutzen."

    hr 2

    1. Skin, 2. Scar, 3. Skull. Neues Triptychon von Rebecca Saunders [1/2]


    Rebecca Saunders:
    Scar für 15 Solisten und Dirigenten

    Skin für Sopran und 13 Instrumente
    Juliet Fraser, Sopran; Ensemble Modern, Leitung: Bas Wiegers

    Teil 2:
    WDR 3; Sonntag 18.06.23; 23:00 – 00:00

    Rebecca Saunders: Skull (2023) für Ensemble

    Oe1; Montag 04.12.23; 23:00 - 00:00

    Thomas Wally analysiert das "String Quartet No. 3" von Elliott Carter (1971)

    Zitat

    … Elliott Carter wählt in seinem "String Quartet No. 3" einen ganz speziellen Weg: Auf radikale Art und Weise wird das Streichquartett in zwei Duos eingeteilt, welche von Anfang bis Ende quasi voneinander getrennt agieren ….. .. Thomas Wally …betrachtet das "String Quartet No. 3" von Elliott Carter aus (hör)analytischer Perspektive: Was hören wir, wenn wir dieses Werk hören? Worauf können wir achten? Was sind Besonderheiten, denen wir Aufmerksamkeit schenken sollten? Den Hörer/innen werden analytische Tools bereitgestellt, mit deren Hilfe diese Musik mit einem geschärften Fokus wahrgenommen werden kann.

    Oe1

    --------------------------

    Oe1; Freitag; 08.12.23; 19:30 - 22:00

    Mathilde Wantenaar: Akkordeon Concerto (ÖEA)
    Anton Bruckner: Symphonie Nr. 7 E-Dur

    Vincent van Amsterdam, Akkordeon.

    ORF Radio-Symphonieorchester Wien

    Dirigent: Markus Poschner

    Übertragung aus dem Großen Konzerthaussaal in Wien

    In Minima Moralia (Nr. 44, Für Nachsokratiker) kann frau/man eine rätselhafte Formulierung Teddieleins sich einschmeißen:

    … Dialektisch denken heißt, unter diesem Aspekt, daß das Argument die Drastik der These gewinnen soll und die These die Fülle ihres Grundes in sich enthalten ….

    In einem philosophischen Text sollten alle Sätze gleich nahe zum Mittelpunkt stehen….

    Zunächst lagerte beim Reinziehn MM 44 bloß als krumm geschissenes Fragezeichen im Brägen sich ab. => musste er in sich gehen und der Chose nachgrübeln.

    Erstemal drängte dabei Teddieleins Kritik und Abgrenzung gegen Denke als System sich auf. Als Germanys Next Top-Modell kommt ihm vor allem Fichtes Wissenschaftslehre mit seinen drei Grundsätzen von Ich- bzw. Subjektsetzungen rüber.

    [Zwecks Verdeutlichungsversuch des Systembegriffs mal dazu Fichte-Kurzfassung für Mega-Gestresste:
    Grundsatz 1.0 Ich-Setzung (allgemeines): Ich = Ich (allgemeine Subjektivität)
    Grundsatz 2.0 das gesetzte Ich setzt sich Nicht-Ich (diese Nicht-Ich Chose entspricht m.E. dem was in Kants Denke als unbestimmte „Mannigfaltigkeit“ rüberkommt)
    Grundsatz 3.0 der Teilbarkeit zwischen Ich und Nicht-Ich; beide begrenzen sich, damit Ich und Nicht.-Ich nicht gegeneinander sich totalst ankacken.

    Diese Denke-Chose kommt als System rüber, indem diese Setzungen 2.0 aus 1.0 und 3.0 aus 2.0 unmittelbar, lückenlos sich ableiten; während bei Kant das Verhältnis zwischen theoretischer und praktischer Vernunft dagegen locker, mega-gechillter gesponnen ist.

    (nebenbei: man/frau könnte darüber grübeln, ob Fichtes Systemgeschlossenheit nicht doch irgendwie in sich knirscht, indem er Setzung 1.0 und 2.0 der Form nach beide als unbedingt bestimmt. Dann würde Setzung 2.0 nicht so richtig aus 1.0 sich ableiten können; müsste man/frau mal genauer nach-checken)]

    Teddielein kippt System bzw. Systembegriff aber nicht abstrakt in Latrine. Seine Denke-Chose soll ja keinesfalls zum unverbundenen Aggregat aus mehr oder weniger zufälligen Einzeleinsichten abkacken :thumbdown: . Außerdem führt das doch letztlich zum Harakiri seiner Gesellschaftstheorie. Und das sei ferne. Gelle?

    Deshalb legte er einer Vorlesung seinen geneigten, emsigen Hörern nahe, den Systembegriff gleichsam „säkularisieren“. Einzeleinsichten, empirische Erfahrungen, begriffliche Entwicklungen sollen - statt als geschlossener Systemknast - aneinander verbunden, aufeinander bezogen rüberkommen. Bloß wie er diese Chose konkret auseinander zu klamüsern sich gedachte, verriet er damals leider :heul1: nicht seinen armen Hörern. :heul1: :heul1:

    Nee, nee, nicht verzagen, Brägen will Nr. 44 nochmal fragen.

    MM Nr. 44 (Für Nach-Sokratiker)
    … Dialektisch denken heißt, unter diesem Aspekt, daß das Argument die Drastik der These gewinnen soll und die These die Fülle ihres Grundes in sich enthalten.

    Mein Brägen vermutet bisher:
    Argument bezieht sich auf vermitteltes Wissen; also was vermittelt durch Begründungen, log. Operationen rüberwächst. Platons Dialoge – vor allem in Gestalt von Sokrates – kommen argumentierend rüber. Im Verhältnis dazu vorsokratische Fragmente eher wie dogmatische, autoritäre Sprüche :( . Teddieleins Denke möchte vom Letzteren sich abgrenzen (=> Für Nachsokratiker :thumbup: und eben nicht für Vorsokratiker). Is ja auch okay. Aber Teddielein kann andererseits nicht auf These verzichten: auf unmittelbares Wissen in Gestalt von Setzungen.

    In seiner Schreibe (nicht bloß in Teddieleins) können Next-Top-Models unmittelbaren Wissens sich reingezogen werden:

    Etwa, in Negativen Dialektik (im Kant-Kapitel) schreibt Teddielein „Es soll nicht gefoltert werden; es sollen keine Konzentrationslager sein“ sind als Impuls wahr. Sie dürfen nicht rationalisiert, also nicht weiter begründet werden, um nicht in schlechter Unendlichkeit versemmelt zu werden. Ihre unbedingte Geltung (strangerweise bei ihm in Gestalt von Impuls) wäre m.E. ja sonst verkackt.

    Zwei Kapitel weiter in ND entwirft Teddielein den Kategorischer Imperativ 2.0 (KI 2.0) als Denken/Handeln so einzurichten, dass Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliche geschähe).KI 2.0 kommt dabei widerspenstig gegen seine Begründungen rüber. Da folgt Teddielein Kants Denke, der den KI 1.0 als bloßes Faktum der Vernunft, somit als unbedingt setzt. => Kants KI 1.0-Chose funzt ebenso ohne Begründung (-> Kritik der praktischen Vernunft § 7 Anmerkung) .

    (Nebenbei: die Frage ob Teddieleins KI 2.0 (also den von Hitler aufgezwungenen) totalst im Sinne von Kants wie KI 1.0 kategorisch rüberkommt, ist mein Brägen bisher nicht ganz sich im Klaren, weil KI 2.0 historisch durch Nazi-Barbarei entfleucht. Teddielein würde vermutlich gechillt entgegnen: Menno Alta! Bloß weil KI 2.0 aus Greul entsprang und damit kein unhistorisches reines Faktum der Vernunft, ist das doch kein Einwand gegen unbedingte KI 2.0-Geltung. Gelle?)

    Mein Brägen vermutet ferner, dass sein berühmter Satz in der MM Nr. 29 „Das Ganze ist das Unwahre“ (der auch auf Hegels Vorrede in PdG sich bezieht, nämlich Wahrheit nicht bloß als Resultat, sondern spekulativ gleichermaßen prozessual entwickelnd zu denken) auch als Gestalt unmittelbaren Wissens, als These funzt.

    Man/frau könnte diesen Satz auch als normative Voraussetzung seiner Gesellschaftstheorie sich auslegen: Die gesellschaftlichen Verhältnisse als nicht-sein sollende, als negative Totalität, also unwahre.

    (Nebenbei gibt’s dazu noch mehr Auslegungs-Variationen => dazu mal Short-Brainstorming:
    … gegen Skepsis als Prinzip: => 0-Bock auf Preisgabe von Wahrheit
    … Einzelnes, dass versucht dieser Totalität irgendwie zu entfleuchen, bleibt dabei vom schlechten, unwahren Ganzen des gesellschaftlichen Funktionszusammenhangs angepisst, drauf bezogen. Dafür als Next Top-Modell mal Kunst: ideologische Schlagseiten im Kunstschönen.
    … das schlechte Ganze wiederum nicht verabsolutieren. Klappt nicht, solange es noch als Unwahres, als Nicht-Sein-Sollendes einen rüberwächst …
    .. und, und, und …
    [Mir wird von alle dem so dumm, Als ging‘ mir ein Mühlrad im Kopf herum :huh: ])

    Teddieleins Denke macht es aber nicht sich gemütlich im unmittelbaren Wissen. Sie würde sonst in autoritäre Bestimmungen bzw. in unverbindlichen, zufälligen Behauptungen abschmieren :thumbdown: .
    Die normative Voraussetzung, nämlich herrschende Verhältnisse als Nicht-Sein-Sollende zu bestimmen muss deshalb mit Argument zugefüttert (wie Fläschchen fürs Babylein) werden: der Gesellschaftsbegriff argumentativ in Form theoretischer Analyse :thumbup: . Sowas kann frau/man in seinen Soziologischen Schriften sich reinziehn ...

    Argumentation, Analyse erläutert zwar, aber begründet nicht normative Voraussetzung, hat jedoch zum Ziel normative Voraussetzung erhellt und aufgefächert rüberwachsen zu lassen.

    Analyse/Gesellschaftstheorie bildet damit „Fülle des Grundes der These“, also Fülle der normativen Voraussetzung. Damit versackt normative Voraussetzung nicht in Zufälligkeit a la bloßer Floskel wie z.B. „mag ich, mag ich nicht“ :thumbdown: oder YT-Follower-Klicks :thumbdown: .

    Durch zugefütterte Gesellschaftstheorie gewinnt seine normative Voraussetzung die Fülle ihres Grundes, ohne dass die unbedingte Geltung dieser Voraussetzung (also herrschende Verhältnisse = nicht-sein-sollende) in die Tonne getreten wäre (damit kann Babylein Bäuerchen machen).

    Wenn Tedddielein in Nr. 44 schreibt: In einem philosophischen Text sollten alle Sätze gleich nahe zum Mittelpunkt stehen, dann können zu unterscheidende Bereiche seiner Denke gleich nah zum „Mittelpunkt“ sich verorten. Übersetzt käme das rüber:

    Sätze seiner Erkenntnistheorie bezögen sich auch auf Gesellschaftstheorie.
    Sätze, Bestimmungen, Argumente seiner Gesellschaftstheorie setzten Erkenntnistheorie voraus.
    Ästhetische Theorie setzt Gesellschaftstheorie voraus, das ist meinen Brägen besonders mega-wichtig. Denn andernfalls käme ÄT wie Schrumpfkopf rüber (zwecks Ausschmückung zum wohlfeilen Feuilleton :thumbdown:).
    Und vermutlich sind dabei Erkenntnistheorie und Ästhetische Theorie nicht komplett in Gesellschaftstheorie auflösbar. Ästhetische Theorie bleibt auf Begriff angewiesen. Kunst selbst ginge allerdings dabei nicht totalst in Begriff auf ...

    … soweit zunächst Brägen-Herumstochern in MM Nr. 40 ….

    2-teilige Hörspielversion vom Highsmith-Krimi bereits komplett reinziehbar:

    Die gläserne Zelle (1/2)
    Philip Carter, Hauptfigur in Patricia Highsmiths Roman, sitzt unschuldig im Gefängnis. Die Zeit in der Zelle wird ihn für immer zeichnen.
    www.ndr.de

    DLF-Kultur; Sonntag; 12.11.23; 15:00 - 17:00 Uhr

    Die Oper „Otello“ von Giuseppe Verdi - Vom Dämon getrieben
    Gast: Jens Malte Fischer, Publizist
    Moderation: Olaf Wilhelmer

    Zitat

    Eigentlich war Giuseppe Verdi als Opernkomponist schon im Ruhestand, als er es nochmal wissen wollte: Mit der Shakespeare-Oper „Otello“ schuf er eines seiner besten Werke.... erst in der – keineswegs einfachen – Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Schriftsteller Arrigo Boito kam Giuseppe Verdi ein gutes Jahrzehnt nach der „Aida“ als Opernkomponist wieder zum Vorschein. Die Uraufführung des von Boito kongenial umgedichteten und von Verdi mit ebenso genialer Musik versehenen „Otello“ geriet 1887 zu einem Triumph , dem das Autorenduo später noch den „Falstaff“ als heiteren Shakespeare-Kommentar hinzufügen sollte.....

    DLF-Kultur

    ----------------------------


    DLF-Kultur; Sonntag; 12.11.23; 20:00 - 22:00 Uhr

    Ludwig van Beethoven: „Missa solemnis“ für Soli, Chor, Orchester und Orgel D-Dur op. 123

    Miah Persson, Sopran
    Samantha Hankey, Alt
    Sebastian Kohlhepp, Tenor

    Tareq Nazmi, Bass

    Rundfunkchor Berlin
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Vladimir Jurowski

    Live aus der Philharmonie Berlin

    --------------------------------

    Oe1 Freitag, 01.12.23; 19:30 – 22.00

    Bach: Gouldbergvariationen BWV 988

    Víkingur Ólafsson, Klavier

    aufgenommen am 3. November 2023 im Großen Konzerthaussaal in Wien

    DLF-Kultur; Samstag; 04.11.2023; 19:00 – 22:00

    Franz Schreker: „Der singende Teufel“, Oper in vier Aufzügen
    Libretto vom Komponisten

    Amandus Herz: Mirko Roschkowski, Tenor
    Lilian: Anne-Fleur Werner, Sopran
    Pater Kaleidos: Tobias Schabel, Bariton
    Ritter Sindbrand von Fraß: Pavel Kudinov, Bass
    Der maurische Pilger: Carl Rumstadt, Bariton
    Lenzmar: Tae Hwan Yun, Tenor
    Abt: Boris Beletskiy, Bass

    Chor und Extrachor des Theaters Bonn
    Beethovenorchester Bonn

    Leitung: Dirk Kaftan

    ------------------------------

    DLF-Kultur; Sonntag, 05.11.2023: 15:00 – 17:00

    Robert Schumanns Klavierquintett - Musik voller Kraft und Frische
    Moderation: Mascha Drost
    (Wdh. v. 22.07.2018)

    Zitat

    Robert Schumann befand sich in einem wahrhaften Schaffensrausch, als er seinem Klavierquintett 1842 einen besonders schwungvollen Charakter einschrieb. Clara Schumann fand im Opus 44 ihres Mannes denn auch „Kraft und Frische“, nannte es „äußerst brillant und effektvoll“. Ein reines Jubelfest in Es-Dur allerdings ist das Klavierquintett nicht, zu oft neigt sich die Grundtonart ihrer Mollparallele zu, wenngleich das imposante, mit einem Septimsprung anhebende Hauptthema zunächst die Oberhand behält. Doch der zweite Satz – „in der Art eines Marsches“ – kehrt die Schattenseiten hervor und bringt einen imaginären Trauerzug auf die Bühne.

    Als eines der prominentesten Werke seiner Art hat Schumanns Klavierquintett stets große Namen vereint. Oft haben renommierte Streichquartette den Kontakt zu berühmten Pianisten gesucht, um das Werk spielen – und im Studio einspielen – zu können. Oft waren es aber auch Dirigenten, etwa Leonard Bernstein und James Levine, die sich in der Klavierstimme dieser fast orchestral fülligen Kammermusik besonders wohlgefühlt haben.:::

    DLF-Kultur

    --------------------------


    NDR-Kultur; Sonntag; 05.11.23; 19:00 – 20:00

    Hörspielkrimi Die gläserne Zelle (1/2)

    nach dem gleichnamigen Krimi von Patricia Highsmith.
    Maren Eggert (Erzählerin), Patrick Güldenberg (Philip Carter), Rosa Thormeyer (Hazel Carter), Hanno Koffler (David Sullivan), Stephan Schad (Gregory Gawill), Lasse Fell (Timmie Carter), Bernd Grawert (Moony), Tim Grobe (Hanky/Anthony O’Brien), Marek Harloff (Cherniver/Aufseher), Pascal Houdus (Max Sampson), Ole Lagerpusch (Dr. Cassini), Falk Rockstroh (Staatsanwalt/Butterworth), Michael Weber (Lawrence Magran), Tilman Strauß (Alex/Dr. MacKensie), Maximilian Scheidt (Ostreicher)
    Übersetzung aus dem Amerikanischen: Werner Richter
    Komposition: Nikolai von Sallwitz
    Technische Realisation: Christian Alpen und Angelika Körber
    Regieassistenz: Leo Schenkel
    Hörspielbearbeitung und -regie: Felix Lehmann
    Dramaturgie und Redaktion: Michael Becker
    Produktion: NDR/SRF 2023 – URSENDUNG

    Zitat

    Für Philip Carter ist die Strafe vor dem Verbrechen gekommen: Man hat ihn für eine Unterschlagung verurteilt, die er nicht begangen hat. Dieser Justizirrtum hat Carter ins Gefängnis gebracht und ihn sechs Jahre lang büßen lassen. Sechs Jahre, die ihm die Daumen verkrüppelt, die Sinne abgestumpft und seine Nerven an Morphium gewöhnt haben. Aus einem gutmütigen, fröhlichen Vater wird durch die Mechanismen der Haft ein kalter, ein gebrochener Mann. Das Einzige, das ihn die Zeit in der Zelle überstehen lässt, ist die Hoffnung auf die Normalität des "Draußen" und die Liebe seines Lebens: Hazel. Und für sein Recht auf diese Liebe ist Carter zu allem bereit…..

    NDR-Kultur

    Die gläserne Zelle (2/2) NDR-Kultur; Sonntag, 12. November 2023, 19:00 - 20:00 Uhr

    -------------------------


    BR-Klassik; Dienstag; 07.11.23; 20:00 – 22:00

    Gioacchino Rossini: "La Cenerentola", Ouvertüre
    Kurt Weill: "Dreigroschenoper", Lied von der Unzulänglichkeit des menschl. Strebens
    Hanns Eisler: "Wohltätigkeit" op. 22 Nr. 2;
    Gioacchino Rossini: Streichersonate Nr. 1 G-Dur;
    Hanns Eisler:
    "Bankenlied" op. 48 Nr. 1;
    "Die Ballade von den Säckeschmeißern" op. 22 Nr. 4;
    Arnold Schönberg: "Ode to Napoleon Buonaparte", op. 41;
    Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll

    Münchener Kammerorchester
    Leitung: Enrico Onofri

    Aufnahme vom 19. Oktober 2023 im Münchner Prinzregententheater

    -------------------------

    DLF-Kultur; Dienstag; 07.11.23. 20:00 – 22:00

    Fanny Hensel: Ouvertüre C-Dur
    Dmitrij Schostakowitsch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 99
    Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

    Vilde Frang, Violine
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

    Leitung: Maxim Emelyanychev

    Philharmonie Berlin

    Aufzeichnung vom 05.11.2023

    Dann kam 1990 (?) die schwarze Box der Emersons mit Marktgeschrei und fantastischen Kritiken. Das Ding musste her. Und ich war noch mehr hingerissen ... wo der ABQ noch suchte, die Kontraste in ein geirdnetes Ganzes einzubetten, spielten die Emersons diese voll aus. Als ob ein HIP-Quartett die wenige Jahre vorher stattgefundene Revolution bei Beethovens Sinfonien wiederholen wollte. Sorry, ABQ, aber die Emersons waren einfach fetziger ...

    Etwa so gings meinen Lauscherchen beim Reinziehn von op.59 1.0 mit Emerson nach Erstrendezvous mit ABQ. Der Eindruck hat allerdings bisher sich nicht geändert ...

    Vor allem im langsamen Satz, der auch nicht ganz die Tiefe erreichte wie beim ABQ. Im ersten Satz ging der nervöse Ton ja noch an, aber im langsamen?

    Die Intensität, die Spannung mit dem das Adagio via Emerson-Saitenquäler rüberkommt flasht totalst .. und Zugang zur Russen-Mucke des Allegros verdanken meine Löffel Emerson ...

    Mein Brägen von einem RT-Anfall belästigt, zog zu diesem Behuf mal wieder MLG-Speech sich rein

    http://www.marie-louise-gilles.de/

    Sie schreibt z.B. über die Ära Laura Bermans in 96-Town:

    Nur zu blöd für MLG, dass die von uns im im Januar 23 reingezogene Tosca volle Hütte hatte und vom Publikum begeistert aufgenommen wurde... :( :(

    Und falls MGL unter Operetten-Entzug leidet, da kann ihr sicherlich Barrie Kosky helfen.

    Inzwischen fand die wackere Veteranin in ihrem unermüdlichen Kampf gegen grassierenden Infektionsherde des kulturzersetzenden RTs einen neuen Mitstreiter. :thumbup: Sie zitiert einen Gregor Tholl aus nmz:

    Zitat

    Das Regietheater in Deutschland mit seinen Befindlichkeiten und Provokationen ist seit den 70ern zum Klischee geworden. Viele Leute empfinden die Theaterszene als arrogant und selbstbezüglich, es sei eine Branche, in der hochsubventionierte Macher die sie bezahlenden Bürger erziehen wollten, so der Eindruck. Die «Süddeutsche Zeitung» meinte neulich, offenbar «haben immer weniger Zuschauer Lust, sich von der Bühne herab mit kapitalismuskritischen Banalitäten und den neuesten Windungen der Identitätspolitik belehren zu lassen». Die Pandemie wirke hier wie ein Brandbeschleuniger. «Sie verstärkt eine Besucher-Krise, die sich schlecht geführte Theater selbst eingebrockt haben.»

    https://www.nmz.de/politik-betrie…auer-ausbleiben

    DLF-Kultur; Samstag; 28.10.23; 19:00 – 23:00

    Mozart: Don Giovanni KV 527

    Don Giovanni – Timothy Murray, Bassbariton
    Il Commendatore – James Platt, Bass
    Donna Anna – Emőke Baráth, Sopran
    Don Ottavio – Eric Ferring, Tenor
    Donna Elvira – Chiara Skerath, Sopran
    Leporello – Vladyslav Buialskyi, Bass
    Masetto – Sergio Villegas Galvain, Bass
    Zerlina – Marie Lys, Sopran

    Chor der Opéra Lille
    Le Concert d'Astrée
    Leitung: Emmanuelle Haïm

    Opéra Lille

    Aufzeichnung vom 07.10.2023

    ---------------------------

    RBB-Kultur; Samstag; 28.10.23; 20:00 – 23:00

    Wolfgang Amadeus Mozart: Arie für Sopran und Orchester, KV 418
    Anna Prohaska
    Die Zauberflöte, KV 620: Arie der Pamina, 2. Akt
    Anna Prohaska, Sopran
    Alban Berg: Fünf Sinfonische Stücke aus der Oper "Lulu": Nr. 2 - 5
    Anna Prohaska, Sopran
    Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur, KV 453
    Maurizio Pollini
    Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 10 Fis-Dur: 1. Satz: Adagio

    Berliner Philharmoniker

    Claudio Abbado

    Konzertaufnahme vom 15.05.2011

    -------------------------

    NDR-Kultur; Freitag; 03.11.23; 20:00 – 22:00

    Peter Tschaikowsky: Violinkonzert D-Dur op. 35
    Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

    Joshua Bell, Violine
    NDR Elbphilharmonie Orchester
    Ltg.: Alan Gilbert

    Live aus der Elbphilharmonie

    -------------------------

    Oe1; Sonntag; 19.11.23; 11:00 -13:00

    Fanny Mendelssohn-Hensel: Ouverture C-Dur;
    Johannes Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77;
    Robert Schumann: Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120

    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks,
    Isabelle Faust, Violine.
    Dirigent: Maxim Emelyanychev.

    (aufgenommen am 20. Oktober 2023 im Herkules-Saal der Münchner Residenz

    -------------------------

    Oe1; Dienstag; 14.11.23 ; 19:30 – 22:00

    Mark Andre: rwh 1-4. Konzert-Zyklus in vier Teilen (2017-2022, ÖEA)

    ORF Radio-Symphonieorchester Wien,
    Wiener Singakademie,
    Die Wiener Chormädchen,

    Dirigent: Roland Kluttig.
    Klangregie: Joachim Haas / SWR Experimentalstudio.

    aufgenommen am 3. November 2023 im Wiener Stephansdom im Rahmen von Wien Modern

    Zitat

    Ein Orkan im Pianissimo .... "Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt": .... Das aramäische Wort, das "ruach" ausgesprochen wird und das der zitierten Bibelstelle so wie auch vielen weiteren zugrunde liegt, besitzt eine faszinierende Palette von Bedeutungen - und es ist im Aramäischen ein Femininum, das heißt, auch der von Martin Luther übersetzte "Heilige Geist" wird im Original weiblich gedacht. Der Komponist Mark Andre hat sich 2017 bis 2022 in seinem vierteiligen Werk namens "rwh" (so die wissenschaftliche Transliteration) von diesem Wortfeld inspirieren lassen: In insgesamt rund 95, spannungsreichen Minuten untersuche er, so Mark Andre, "die Entfaltung und Ausdehnung der instabilsten, fragilsten und vermutlich intensivsten kompositorischen Klangzeitsignaturen der Zwischenraumzeiten. Es geht um Musik im Prozess des Entschwindens, des Verschwindens....

    Oe1

    --------------------------

    Oe1; Samstag 18.11.23; 19:30 – 22:30

    Wagners "Der Ring des Nibelungen" in einer Fassung für Erzähler, Sänger und Orchester - Verbindende Texte von Loriot.

    Maria Happel (Erzählerin),
    Kyle Albertson (Wotan und Wanderer),
    Daniel Kirch (Siegmund und Siegfried),
    Betsy Horne (Sieglinde),
    Alexandra Petersamer (Brünnhilde),
    Mareike Jankowski (Fricka),
    Mario Lerchenberger (Loge),
    Markus Butter (Alberich),
    Martin Fournier (Mime),
    Neven Crnic (Gunther),
    Wilfried Zelinka (Hagen) u.a.

    Grazer Philharmoniker;
    Dirigent: Roland Kluttig.

    aufgenommen am 05. Mai 2022 in der Oper Graz

    Nach dem versenkten Münchner "Rosenkavalier" in der Inszenierung von Barrie Kosky, habe ich starke Zweifel, daß ich mir diese neue "Fledermaus" antun werde.

    Mir kam der Jurowski-Kosky-Roka super-geil rüber. :thumbup:

    Vielleicht wird von der Fledermaus gleichfalls Video-String rüberwachsen. Den würde ich mir in jedem Fall reinziehn. Vermag Koskys Fledermaus-Realisierung Martin Bergers fetzige RT-Verunstaltung :thumbup: toppen ?

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Wir ziehn uns am 03.12.23 in 96-Town Hänsel & Gretel rein:

    Hänsel und Gretel
    Weihnachten ist die Zeit der Bücher. Wenn die Nächte lang und die Tage kalt sind, gibt es nichts Schöneres, als bunte Phantasiewelten zu bereisen und in…
    staatstheater-hannover.de

    Wobei die diskografische Ausbeute bei Mahler 9 m . E. sehr hoch ist, richtige "Ausfälle" sind mir noch nicht begegnet.

    danke fürs Feedback ! .... von Lennies Wiedergaben der Mahler 9.0 ist meinen Lauscherchen die mit Concertgebouw bzw. auch die mit IPO bisher am nächsten .. mit dem Adagio haben sie weiterhin Schwierigkeiten (auch die mit IPO), weil sehr gedehnt; da sind Berliner Ps unter nämlichen Orchesterquäler mir näher ...

    doch ziehe ich bei Nr. 9 etwas weniger Überdruck vor. Z. B. Walter 1961, Haitink 1969 und 2011, Abbado 1999.

    bei einigen Abbado-Wiedergaben vermissen meine Löffel etwas Überdruck.

    Mahler 9.0 mit den Berlinern unter Barbirolli in den Ecksätzen sogar höherer Überdruck als in Lennies Wiedergaben nämlicher Mucke ... Überdruck kommt auch in Mahler 9.0 mit den Nordlichtern unter Gielen (vom 26.09.10) in HSV-Town rüber (ganz entgegen manch herumgeisternden Gielen-Klischees) ...

    Na ... ein Otello, der nicht nur Testosteron-gesteuert ist ... sehr schön.

    Zustimmung. :jaja1: :jaja1:

    Otello-Partie sollte eben nicht rüberkommen als lediglich heldentenorale Schwanzverlängerung, etwa wie ein bleifussgetrimmter SUV auf teutonischer Überholspur .... Grins1

    Ein Podcast mit Edwin Baumgartner zum Thema Regietheater:

    https://www.wienerzeitung.at/p/nackt-und-sc…-auf-der-buehne

    Herzlichen Dank für Link :top: und mit großem Interesse eingepfiffen …

    Etwas enttäuschend meinem Brägen, dass Edwin seine Einwände höchst sachlich rüberbringt; da fehlt :( Unterhaltungswert, Spaßfactor + Gaudi, wie beim RT-Phoben-Gegeifer :heul1: .

    Eigene Abgrenzungen zu Edwins trefflichen Talk:

    Edwins persönliche RT-Definition:
    a. Alles das inszeniert ist, was der Autor nicht geschrieben hat.
    Hm. Das gilt doch auch für sog. traditionelle Regie. Und wie z.B. sollte frau/man z.B. das Ende vom Helena-Akt (Goethe Faust 2.0) ohne eigene Zutat rüberwachsen lassen, wenn Szenenanweisung wie folgt verzapft: „Phorkyas …. zeigt sich als Mephistopheles, um insofern es nötig wäre, im Epilog das Stück zu kommentieren.“

    b. eigene Assoziationen werden übers Stück gestellt.
    Dazu ein Germanys Next Top Modell: Bayreuther Kratzer-RT-Tannhäuser-Version erschöpft nicht sich in Assoziationen + die werden auch nicht darüber gestellt. Sondern Kratzers Regie-Chose bleibt in ihrer Abgrenzung zu Wagners Vorlage vermittelt und kommt höchst geplant und konstruiert rüber ...

    Edwin Einwände gegen RT kommen wenig bestimmt rüber: z.B. es gibt zu viel davon und im dt.-sprachigem Raum flächendeckend. Das ist ja okay, aber Argumentation mäandert lediglich im Modus des bloß subjektiv-einzelnen Angenehmen herum: also, ob ich lieber Rotwein oder Bier zur gebratenen Wildente mir in meinen Schlund reinschütte ...

    Edwin kritisiert naturalistische Umsetzung im RT. Sehr triftig + erhellend dazu, was Osmins Marterarie angeht.
    Allerdings grenzt doch Verunstaltungs-RT in vielen Fällen von sog. naturalistische Umsetzung sich eher ab; oft im Gegensatz zu sog. traditionellen Inszenierungen.
    Dazu noch mal ein Germanys Next Top Modell aus dem Hut gezaubert:

    Wolfgangs Wagners Inszenierungen werden von RT-Phoben als Monstranz, als Contrapunkt zum Verunstaltungstheater goutiert (strangerweise auch Arbeiten seines so früh verstorbenen Bruders). Sein Bayreuth-Parsifal (eine ganz süße Inszenierung :jaja1: :jaja1: , ja echt !!) lässt den von Parsifal gekillten Schwan im Bühnenhintergrund deutlich sichtbar abschmieren; kommt richtig lustig rüber :top::

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    ~ 53:22

    RT-Verunstaltungen Bieitos (Spätzle-Town), Serebennikows (Covid-Parsifal Wien) und Arnarssons (96-Town, sogar richtig live reingezogen) verzichten in dieser Szene auf derlei Naturalismus...

    Edwin lässt im Talk Unbehagen rüberwachsen, dass RT vom Stück sich emanzipiert, in andere Richtung geht. Mein Brägen würde das wie folgt ergänzen:

    Autonomie im/des KS (Kunstschönen) glänzt nicht :neenee1: :neenee1: :neenee1: wie frisch, gebohnerte Treppe, super-hergerichtete Leiche im offenen Sarg oder reine weiße Spitzen-Tischdecke mit geputztem Tafelsilber.

    Nee, nee, im Gegentum. Sie bleibt angefressen von der Welt. Gewinnt kontaminiert vom miesen, schlechten Ganzen mühsam ihre – gleichsam dazu ihre negativ positionierte – fragile Gestalt.

    Höchst begrüßenswert, dass Verunstaltungs-RT versucht derlei ideologischen Reste-Müll im KS deutlich werden zu lassen; ohne Überpinselung. Top-Modells dafür die 3 eingeschmissenen Parsifale:
    Bieito, Serebennikow und Arnarsson.
    Alle drei Arbeiten präsentieren Gralsgemeinschaft bis zum Ende der Chose als kalten, korrumpierten Misthaufen, in Arnarssons Arbeit bildet Klingsor-Welt davon bloßes Revers; also mega-feste drauf bezogen.

    Und Erlösung im 3. Akt kommt in allen 3 Inszenierungen höchstlich brüchig rüber, funzt gar nicht: und m.E. dieses autonome nicht-überpinselte Nichtfunzen wäre in Wagners Parsifal zu retten … darin läge quasi sowas wie Ausdruck seiner Wahrheit (allerdings weiterhin geknuddelt/verknäult in ästhetischer Schein-Blase) …

    => findet mein Brägen es turbo-supi, dass Verunstaltungs-RT (ohne beflissenen Kotau) von ideologischen Erlösungs-Schlagseiten im KS (d.i. vom Unwahren im KS) sich emanzipiert ...

    Dass Mucke Zemlinskys manchen Lauscherchen "gewaltlos" rüberwächst, ist m.E. durchaus okay ... Top-Modell dafür wären seine hammer-geilen + leider bis heute nahezu unbekannten :( "Kleider machen Leute": ohne dynamischen, quasi selbstzufriedenen Schwung, wie etwa oft bei Richard Strauss fabriziert ..

    ..nee, nee, im Gegentum (auch wenn Prädikation von Zemlinskys fetzigen Zeugs jetzt etwas ins Kitschige abkackt): im Gestus verletzlich, zart, wehmütig bis gleichsam vergeblich rüberkommend ... .. deshalb vermag man/frau am Ende der "Kleider" das glückliche Ende von Nettchen und Wenzel eigentlich kaum bis gar nicht glauben ...

    beides hatten meine Lauscherchen auch geraucht (trotz Expo-2.0-Abklemmung unter King Carlos) ...

    beides kam geil rüber ...

    DLF-Kultur; Sonntag; 15.10.23; 15:00 – 17:00

    Warten, bis der Frühling kommt - Die Préludes von Frédéric Chopin

    Moderation: Volker Hagedorn
    (Wdh. v. 25.11.2018)

    Zitat

    Balearen ohne Ballermann: Im Winter 1838/39 komponierte Frédéric Chopin seine 24 Préludes op. 28 auf Mallorca ... Chopin erlebte auf Mallorca im Winter 1838/39 eine schwierige Zeit, erkrankte an Tuberkulose und litt im Zimmer eines aufgelassenen Klosters in Valldemosa. Im Januar 1839 vollendete er unter diesen widrigen Umständen die 24 Préludes op. 28 und schuf damit eines seiner bedeutendsten Werke...........

    Eine Reihe von Präludien hatte er schon lange geplant, ganz im Sinne Johann Sebastian Bachs, den er – damals keineswegs üblich – bewunderte. Wie Bach im „Wohltemperierten Klavier“ durchmaß Chopin in seinen Präludien alle Tonarten, wenn auch in anderer Abfolge ...

    DLF-Kultur


    ---------------------------

    HR 2, Donnerstag, 19.10,23; 20:00 – 21:30

    John Cage (1912-1992):

    "Amores" (1936; rev. 1943) für präpariertes Klavier und Schlagzeug
    Robert Beichter, Schlagzeug
    Gerhard Klann, Schlagzeug
    Bernhard Kontarsky, Klavier
    Ewald Röhrig, Schlagzeug
    Studioproduktion des Hessischen Rundfunks, Frankfurt am Main 25. März 1966

    "Thirty Pieces" für Streichquartett
    Kronos Quartet
    (Studioproduktion des Hessischen Rundfunks, Frankfurt am Main 23. April 1985)

    "Etudes boreales I-IV" (1978) für Violoncello
    Michael Bach, Violoncello
    Produktion des Hessischen Rundfunks, 1. April 1989 Justus-Liebig-Haus Darmstadt

    "Water Music" (1952) für einen Pianisten, der auch Radios, Wasserbehälter, Pfeifen und Spielkarten verwendet
    Peter Roggenkamp, Klavier

    Drei Fassungen, realisiert im Studio 3 des Hessischen Rundfunks, Frankfurt am Main
    Fassung 1: Frankfurt am Main, Dienstag, 5. Januar 1971, vormittags
    Fassung 2: Frankfurt am Main, Dienstag, 5. Januar 1971, mittags
    Fassung 3: Frankfurt am Main, Dienstag, 5. Januar 1971, nachmittags

    Zitat

    Loslassen, weglassen, produktiv umformulieren - John Cage, der nur einige Monate in Los Angeles bei dem aus Wien nach Kalifornien geflohenen Arnold Schönberg studierte, war ebenso ein Erfinder wie ein Abschaffer: Den Dirigenten und die traditionelle Partitur schuf er ab, das absichtsvolle Tun (eines Komponisten) reduzierte er auf ein Minimum.

    Doch dazu bedurfte es immer auch der Einfälle: Wer tritt an die Stelle des Kapellmeisters, was kann die vertrauten Noten ersetzen und wie lässt sich intentionslos Kunst machen? Fragen über Fragen. Dass all das ging und geht, dass all das sogar ästhetischen Sinn ergeben kann, hat Cage in vielen seiner Stücke und Werkideen gezeigt. An einige erinnern wir aus Anlass seines 111. Geburtstags - mit bisher kaum gehörten (Live-)Aufnahmen aus dem Archiv des Hessischen Rundfunks.

    HR 2


    ------------------------------

    DLF-Kultur; Donnerstag 19.10.23; 20:00 – 22:00

    Camille Pépin: Konzert für Violine und Orchester „Le sommeil a pris ton empreinte“
    Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll (inklusive Fragment des Finalsatzes bearbeitet von Nicola Samale u.a.)

    Renaud Capuçon, Violine
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

    Leitung: Robin Ticciati

    Philharmonie Berlin, Aufzeichnung vom 15.10.2023