Beiträge von Lionel

    Welches ist denn die "badste" Antheil-Symphonie?

    Hallo,


    so genau kann ich das gar nicht sagen, weil das bis jetzt meine einzigste Antheil-CD ist aber mir gefällt die Musik insgesamt so gut, dass es sicherlich nicht bei dieser einen Aufnahme bleiben wird.


    Musikalisch bleibe ich in den USA:



    - Klavierkonzert "Century Rolls" mit Emanuel Ax und dem Cleveland Orchestra, Christoph von Dohnanyi
    - Lollapalooza und Slonimskys Ear Box mit dem Hallè Orchestra, Kent Nagano


    Lionel

    Naja, das klingt mir zu pauschal wie Schwarz`Aufnahmen da abqualifizert werden aber es stimmt schon, dass Hanson`s eigene Aufnahmen wirklich hervorragend sind und er zeigt, dass ein Komponist auch ein sehr guter Interpret seiner eigenen Werke sein kann.


    Als vollwertige Alternative und um eine umfassende Hanson-Discographie zu haben, sollte man auf jeden Fall Hanson`s eigene Aufnahmen haben, z. B. diese:





    Die Abravanel-Aufnahme müsste diese hier sein:


    [Blockierte Grafik: http://g-ecx.images-amazon.com…24128a0254b5094e010.L.jpg]


    Die kenne ich aber nicht. Weitere Infos kann man hier ersehen:
    http://www.amazon.com/American…sic&qid=1305292567&sr=8-2


    Lionel

    Bei mir gibts einige sinfonische Dichtungen von Jean Sibelius, die nicht so häufig gespielt werden (Der Barde, Der Dryade und Frühlingslied) aus dieser Box:



    Diese Aufnahmen gefallen mir insgesamt ganz gut, denn das sind für meinen Geschmack sehr engagierte und klangsschöne Interpretationen und die rauhen, spröden Seiten der Werke kommen auch nicht zu kurz.


    Lionel

    Hallo,


    von Byron Janis kenne ich bis jetzt zwar nicht so viele Aufnahmen aber die ich kenne, gefallen mir alle sehr gut:




    Ich kenne mich mit Klaviermusik und Pianisten nicht so gut aus aber bei den Aufnahmen von Byron Janis habe ich immer den Eindruck, dass es genau so gespielt werden muss.


    Lionel


    P.S.:
    Michael, danke für den interessanten Link über die Geschichte der legendären Mercury-Aufnahmen.

    Bei Sibelius`Blechbläsersatz finden sich in seinen frühen Orchesterwerken (En Saga, Kullervo-Sinfonie, Karelia-Suite) noch am ehesten Gemeinsamkeiten mit Bruckner. Vielleicht auch noch in seiner 1. Sinfonie. Immerhin hörte Sibelius bei seinen Studien in Wien 1889 (?) die revidierte Fassung von Bruckners 3. Sinfonie im Musikverein und Sibelius bezeichnete damals Bruckner als den "größten aller lebenden Komponisten" oder so ähnlich.


    Spätestens ab der 3. Sinfonie ging Sibelius dann aber einen ganz anderen Weg, d. h. er löste sich von dem spätromantisch geprägten Orchesterklang und er lichtete den Klang auf. Aber ich schweife ab, denn hier gehts ja um Bruckner, mit dessen Blechbläser-Behandlung ich übrigens keinerlei Probleme habe was daran liegen kann, dass ich ehemaliger Blechbläser bin und ich beim Klang beispielsweise der Hörner und Tuben immer glänzende Augen bekomme.


    Lionel

    Ich persönlich habe auch eine sehr hohe Meinung von skandinavischen Orchestern und würde nicht nur bei Sibelius-Aufnahmen, sondern auch bei Aufnahmen mit anderen skandinavischen aber auch nicht-skandinavischen Komponisten im Prinzip "blind" zugreifen.


    Am prominentesten sind vielleicht wirklich die Göteborger Sinfoniker aufgrund ihres langjährigen Chefdirigenten Neeme Järvi, der inzwischen sogar Ehrendirigent dieses Orchesters ist, soweit ich weiss. Ich finde, dass es bei den skandinavischen Orchestern eine ähnlich hohe Leistungsdichte gibt, wie es z. B. in Großbritannien oder auch in Nordamerika der Fall ist. Das könnte daran liegen, dass diese Orchester neben dem klassisch-romantischen Standardrepertoire (Haydn bis Mahler/Strauss) eben auch ihre skandinavischen Komponisten (Berwald, Grieg, Sibelius, Nielsen, Rautavaara etc.) ganz selbstverständlich regelmäßig aufführen, während z. B. eine von einem deutschen Orchester gespielte Stenhammar-Sinfonie etwas besonderes sein dürfte.


    Ob jetzt generell skandinavische Orchester ein eigenes Klangbild haben, mag ich nicht zu beurteilen. Da heutzutage in nahezu allen Orchestern weltweit viele Musiker/innen aus den verschiedensten Ländern mitspielen, ist da so eine Art "Internationalisierung" eingetreten und es gibt vielleicht nur noch wenige Orchester, die man "blind", wenn man z. B. das Radio einschaltet, am Klang erkennt. Am ehesten kann man vielleicht erahnen, ob es sich um ein nordamerikanisches oder ein europäisches Orchester handelt. Vielleicht ist das auch kompletter Blödsinn was ich da schreibe.


    Die meisten Aufnahmen mit Werken skandinavischer Komponisten habe ich übrigens mit skandinavischen Orchestern. Daneben gibt es noch einige Aufnahmen mit britischen und nordamerikanischen Orchestern.


    Als einzigstes skandinavisches Orchester hörte ich live vor knapp 2 Jahren das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Sakari Oramo in einem sehr guten Konzert mit Werken von Stenhammar (Excelsior-Overtüre), Brahms (Violinkonzert; mit Baiba Skride) und Nielsen (4. Sinfonie) beim Rheingau-Musikfestival. Besonders beeindruckend empfand ich die Präzision des Orchesters vor allem in der nicht einfach zu spielenden 4. Sinfonie von Nielsen.


    Lionel