Beiträge von Lionel

    Viel kann ich zwar nicht zu dem Komponisten Karol Rathaus beitragen aber immerhin habe ich diese interessante CD:




    Neben Kompositionen von Casella, von Schillings, Schreker, Goossens, Vogel und Wellesz sind von Rathaus die Suite für Violine und Orchester, op. 27 sowie die Ouvertüre für großes Orchester, op. 22 darauf enthalten.

    Insgesamt sind das alles sehr interessante, verschiedenartige und packende Orchesterwerke. Auf jeden Fall sind das auch lohnenswerte Aufnahmen.


    Lionel

    Hallo,

    von Arleen Auger habe ich leider nicht so viele Aufnahmen aber dafür finde ich, dass sie eine der schönsten Aufnahmen der vier letzten Lieder von Richard Strauss gemacht hat, die ich kenne:



    Sie hatte wirklich einen wunderbaren Sopran.


    Lionel



    Am 28. Juni und am 29. September 1944 entstanden im Sendesaal 1 der Reichsrundfunkgesellschaft (RRG) Berlin die Aufnahmen von Bruckners 8. Sinfonie mit der Preussischen Staatskapelle unter der Leitung von Herbert von Karajan. Die Aufnahme des 1. Satzes ist verschollen und die Sätze 1 - 3 wurden in mono aufgenommen. Allerdings wurde der Finalsatz im echten Stereo aufgenommen, vermutlich mit dem Magnetophon AEG K7. Es handelt sich also nicht um eine Mono-Aufnahme, die nachträglich zur Stereo-Aufnahme überarbeitet wurde.

    Von 1942 bis 1944 produzierte die RRG insgesamt ca. 250 Stereo-Aufnahmen, darunter sogar komplette Opernaufnahmen (Tosca, Margarete und aus Bayreuth sogar Tannhäuser und Die Meistersinger von Nürnberg). Nach Kriegsende sind die meisten dieser Aufnahmen verschollen oder wurden noch im Krieg zerstört.

    Jedenfalls klingt der Finalsatz von Bruckners 8. Sinfonie erstaunlich gut und braucht von der Klangqualität meiner Meinung nach keinen Vergleich zu späteren Stereoaufnahmen aus den 1950er/60er Jahren zu scheuen. Übrigens gefällt mir die Interpretation von HvK auch ziemlich gut, sehr wuchtig gestaltet er das Finale.

    Lionel

    Heute Abend gehört:

    Leevi Madetoja (1887 - 1947):

    Daraus die 1. Sinfonie (1914 - 1916), Comedy-Ouvertüre (1923) und die Okon Fuoko-Suite (1927):



    danach

    Erich Wolfgang Korngold (1897 - 1957):

    Sinfonietta B-Dur, op. 5 (1912)



    Lionel

    Zum Thema "Meilensteine in der Musikgeschichte" fällt mir nur folgendes ein:

    Als im Jahr 1977 die Voyager-Raumsonde in den Weltraum geschossen wurde, hatte man eine sog. "Golden Record" angebracht, die verschiedenste Daten enthält, in der Hoffnung, dass intelligente Aliens diese verstehen und entschlüsseln können.

    Auf dieser "Golden Record" befinden sich u. a. ca. 90 Minuten Musik. Die NASA-Wissenschaftler und andere Experten haben sich höchstwahrscheinlich überlegt, welche "Meilensteine der Musikgeschichte" man darauf aufnehmen soll, damit sich die grünen Männchen ein hoffentlich positives Bild über uns Erdlinge machen.

    Neben verschiedenster ethnischer Musiken aus allen Erdteilen befinden sich folgende Werke mit klassischer Musik darauf:

    - A. Holborne: Galliarden und kurze Airs (Early Music Consort of London, David Munrow)

    - J. S. Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 2, 1. Satz (Münchener Bach-Orchester, Karl Richter), Partita Nr. 3 für Violine solo (Arthur Grumieaux), WTK II, Prelude und Fuge C-Dur (Glenn Gould)

    - W. A. Mozart: "Rachearie" aus der "Zauberflöte" (Edda Moser, Bayerisches Staatsorchester, Wolfgang Sawallisch)

    - L. v. Beethoven: 1. Satz aus der 1. Sinfonie (Philharmonia Orchestra, Otto Klemperer), Streichquartett Nr. 13, Cavatina (Budapest String Quartet)

    - I. Strawinsky: Ausschnitte aus "Sacre du Printemps" (Columbia Symphony Orchestra, Igor Strawinsky)


    Des weiteren befinden sich noch folgende Stück auf der "Golden Record":

    - "Johnny B. Goode" (Chuck Berry)
    - "Dark was the night" (Blind Willie Johnson)

    Vielleicht fanden die Aliens diese Musikauswahl aber so schrecklich, dass sie diesen aus ihrer Sicht "a-musischen" Planeten bis jetzt gemieden haben...

    Lionel

    Hi Lionel,


    Das ist ja hoch interessant, vor allem deshalb, weil Holst - meines Wissens nach - in einer ersten Fassung des Werkes den letzten Satz 'Neptune, the Mystic' in der Besetzung für Orgel solo konzipiert hatte, diese dann aber - glücklicherweise - wieder verworfen hat und sich für die großes-Orchester-samt-Vokalisenchor-Variante entschieden hat.
    Gibt es in dem Booklet irgendeinen Hinweis, ob die Idee für dieses Orgel-Arrangement auf Holsts ursprüngliche Orgel-Fassung des Neptun-Satzes zurückgeht?

    :wink:
    Johannes

    Hallo Johannes,

    die Grundlage für Sykes Orgel-Bearbeitung bildete Holst`s ursprüngliche Fassung für 2 Klaviere sowie Holst`s Orgelfassung des Neptun-Satzes und natürlich auch die Orchesterfassung. Allerdings schuf Sykes eine vollkommen eigene Version des Neptun-Satzes. Um die ganze Vielfalt des groß besetzten Orchestersatzes auf die Orgel zu übertragen, unterstützte Sykes`Ehefrau Victoria Wagner ihn bei der Aufnahme, d. h. einige Passagen in den Sätzen Venus, Jupiter und Saturn sind dreihändig und der Neptun ist sogar vierhändig und vierfüßig gesetzt.

    Gruß
    Lionel

    Seit langer Zeit höre ich mal wieder Die Planeten von Gustav Holst, allerdings nicht in der Orchesterfassung sondern in einer Bearbeitung für Orgel, welche der Organist dieser Aufnahme Peter Sykes selbst erstellt hat:

    Sehr faszinierend wie ich finde. Am eindrucksvollsten gelingen die langsamen Sätze (Venus, Saturn und Neptun) aber auch die übrigen Sätze gefallen mir in dieser Bearbeitung ganz gut, wobei der martialische Marschrhythmus des Mars-Satzes sicherlich am schwierigsten auf der Orgel umzusetzen ist.

    Auf jeden Fall ist das ganz großes Kino was Peter Sykes auf der prächtig klingenden Great Skinner Organ im Girard-College, Philadelphia bietet.

    Lionel

    Musik des englischen Komponisten Robert Simpson (1921 - 1997):

    Robert Simpson widmete seine 3. Sinfonie (1962) dem Komponisten Havergal Brian, der seine 13. Sinfonie drei Jahre zuvor Simpson zueignete. Simpson`s 5. Sinfonie aus dem Jahr 1972 wurde dem London Symphony Orchestra gewidmet, welches unter der Leitung von Andrew Davis die Uraufführung spielte.


    Lionel