Beiträge von Lionel

    Mauerblümchen:

    Nein. Das Problem ist doch, dass man sich bei den "Indianerverkleidungen" mit der Geschichte und dem Schicksal der American Natives gar nicht auseinandersetzt. Da geht es nur darum, hübsch und nett auszusehen, um das nachzuspielen, was in Karl Mays Winnetou-Romanen vorkommt.


    Wer sind denn überhaupt die "Indianer"? Auf der verlinkten Homepage steht, dass es allein in den USA inklusive Alaska 574 staatlich anerkannte indigene Nationen, Stämme und Stammesgruppen gibt. In Kanada gibt es 630 indianische Gemeinden und die mehr als 50 Nationen mit über 50 indigenen Sprachen repräsentieren.


    Wie stark die Benachteiligungen und Verletzungen der American Natives sind zeigt doch die aktuelle Papst-Reise nach Kanada und welches unvorstellbare Leid noch bis in die 1990er Jahre da begangen wurden.

    Im Verlauf dieser Diskussion wurde mal gefragt, ob es von den von der kulturellen Aneignung benachteiligten Gruppen so etwas wie Gremien o. ä. gibt, die aus ihrer Sicht eine verbindliche Einschätzung bzw. Meinung abgeben, ob sie sich selbst von der kulturellen Aneignung verletzt und benachteiligt fühlen oder ob das Für-und-Wider nur aus den Reihen der aneignenden Gruppe diskutiert wird.


    Dazu möchte ich auf das Thema der "Indianerverkleidungen" an Fasching/Karneval oder sog. "Indianerfreizeiten" und ob das kulturelle Aneignung bzw. rassistisch ist hinweisen. Es gibt die "Native American Association of Germany e. V." und die lehnt klar irgendwelche "Indianerverkleidungen" oder sonstige Veranstaltungen ab, in denen "Winnetou-typische" geprägte Klischees immer noch eine Rolle spielen, die hier fast schon als eine Tradition an der es festzuhalten gilt betrachtet zu werden scheinen.

    Wenn man die Streaming- bzw. mp3-Version auswählt kann man das Frontcover einfügen:


    Die ASIN steht in der Webadresse im Browser und kann von dort kopiert und hier eingefügt werden auf die übliche Weise mit Hilfe des Werbepartner-Button.

    Möglicherweise ist es schlicht und einfach so, dass Karajan Sibelius Sinfonie Nr. 3 einfach nicht mochte, weil sie einen Übergang von der noch eher spätromantisch opulenteren Musik der Sinfonie Nr. 2 zur Mittleren- bis Spätphase ab der Sinfonie Nr. 4 darstellt und Karajan mit dem Werk vielleicht deshalb nichts anzufangen wusste. So etwas findet sich auch bei anderen Dirigenten/Komponisten-Kombinationen, z. B. scheint Celibidache um Bruckners Sinfonien Nr. 1 und 2 auch immer einen Bogen gemacht zu haben; von den Studiensinfonien ganz zu schweigen. Mir persönlich ist es aber so lieber, wenn ein Klassik-Künstler*in ein Werk, zu dem wenig bis gar kein Bezug besteht, erst gar nicht aufnimmt anstatt eine eher lieblose Interpretation abliefert und ich mich dann frage warum das sein musste. Wie auch immer....


    Hier gab es seit langer Zeit mal wieder Elgars Falstaff, op. 68:

     

    (AD: Januar 2017 & Januar 2018 [Falstaff], MediaCity, Manchester)


    BBC Philharmonic Orchestra

    Sir Andrew Davis


    P. S.:

    Zum Thema Karajan-Sibelius habe ich hier einen interessanten Artikel gefunden.

    Ist das ein Schreibfehler mit Sibelius Sinfonie Nr. 3 und Karajan mit den Berliner Philharmonikern? Lt. Booklet zur Gesamtaufnahme der Sibelius-Sinfonien mit Rattle und den Berliner Philharmonikern spielten die Berliner Philharmoniker das Werk zum 1. Mal erst am 09. Februar 2010 unter der Leitung von Rattle. Karajan hat Sibelius Sinfonie Nr. 3 meines Wissens nach nie dirigiert oder zumindest nie aufgenommen.


    Abgesehen davon sehe ich auf der Rückseite der verlinkten Aufnahme nicht, dass sich die Sinfonie Nr. 3 darauf befindet.

    Nimrod Borenstein (*1969)

     

    (AD: 11. & 12. Dezember 2016, Henry Wood Hall, London)


    Violinkonzert, op. 60 (2013)*

    The Big Bang and Creation of the Universe, op. 52 (2008 - 2009)

    If you will it, it is no dream, op. 58 (2012)


    Irmina Trynkos, Violine*

    Oxford Philharmonic Orchestra

    Vladimir Ashkenazy


    Diese Aufnahme stellt für mich Neuland dar, d. h. ich habe vom Komponisten, von der Solistin und auch vom Orchester vorher noch nie etwas gehört. Die Musik basiert klar auf der Tonalität und da ich es eh nicht so mit der zeitgenössischen Avantgarde habe kann ich mir diese Werke ganz gut anhören. Nimrod Borenstein versteht jedenfalls etwas von Orchestrierung, denn das Orchester leuchtet in verschiedensten Schattierungen und die einzelnen Orchestergruppen können bestens brillieren. Auf der Homepage des Orchester ist zu lesen, dass es erst 1998 gegründet wurde und es hat einen eigenen YT-Kanal.

    Am kommenden Sonntag, 27.03.22 um 11 Uhr spielen die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko auf Einladung des Bundespräsidenten ein Konzert in Schloss Bellevue für Frieden und Freiheit. Auf dem Programm stehen Werke von Komponisten aus der Ukraine, Polen und Russland.


    Das Konzert wird kostenlos auf der DCH übertragen. Weitere Infos gibt es hier. Des weiteren wird das Konzert auch live im RBB Fernsehen bzw. Radio übertragen, siehe hier.

    Frank Bridge: The Sea

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    (AD: 10. Februar 2022, hr-Sendesaal, Frankfurt/Main)


    hr-Sinfonieorchester

    Alain Altinoglu


    Tolles Werk in einer wie ich finde packenden Interpretation.

    Auf dem Label Oehms-Classics entsteht z. Zt. eine Gesamtaufnahme aller Bruckner-Sinfonien in Orgelbearbeitungen, eingespielt von Hansjörg Albrecht. Zum Bruckner-Jahr 2024, Bruckners 200. Geburtstag, soll das Projekt abgeschlossen sein. Die Orgelbearbeitungen stammen von dem Organisten Erwin Horn, der 1990 für das Label Novalis bereits eine CD mit Orgelwerken von Bruckner aufnahm, darunter befinden sich auch eigene Bearbeitungen des Scherzos aus der Studiensinfonie und des Adagios aus der Sinfonie Nr. 6.


    Bearbeitungen von Bruckners Sinfonien für die Orgel halte ich für naheliegend, weil Bruckner selbst ein hervorragender Orgelvirtuose war und für seine Improvisationen berühmt war. Leider hatte er sich von diesen Improvisationen keine Aufzeichnungen gemacht. Von Bruckner sind nur sehr wenige Orgelwerke erhalten geblieben, die nur vage Aufschluss darüber geben, was Bruckner auf der Orgel zu Leisten imstande war.


    Zwischen Bruckners Sinfonien und der Orgel gibt es durchaus Querverbindungen, z. B. die bei Bruckner oft blockhafte Behandlung von Streichern, Holz- und Blechbläsern, die wie manchmal wie die Nutzung von Orgelregistern erinnert.


    Von Hansjörg Albrechts Aufnahmen der Bruckner-Sinfonien in Orgelbearbeitungen liegen bis jetzt 4 Aufnahmen vor - aktuell erscheint am 18.03.22 Volume 4. Ich finde die Orgelbearbeitungen insgesamt sehr hörenswert und zumindest können diese Aufnahmen dazu anregen, neue Blickwinkel auf die Originale zu bekommen.


    Ein Überblick über die bis jetzt vorliegenden Aufnahmen gibt es hier und hier, die auch per Stream verfügbar sind, z. B. hier.

    Diese Aufnahme scheint mit der oben verlinkten Aufnahme identisch zu sein:


    Und in der Tube habe ich diese Playlist gefunden.

      bzw. hier

    (AD: August/September 2015, Studio 2, Sveriges Radio, Stockholm)


    Kammermusik von verschiedenen ukrainischen Komponisten. Im Booklet ist ein Gedicht des ukrainischen Nationaldichters Taras Schewschtenko (1814 - 1861) vorangestellt, das er 1847 im Exil schrieb und ich hier zitieren möchte:

    Zitat

    Die Sonne versinkt, die Berge verdunkeln, / Das Vöglein huscht, die Ähren besänftigen sich, / Menschen freuen sich auf die baldige Ruhe, / Und ich schaue...Und mein Herz eilt / einem dunklen Obsthain in der Ukraine entgegen.


    Natalya Pasichnyk, Klavier

    Olga Pasichnyk, Sopran

    Luthando Qave, Bariton

    Christian Svarfvar, Violine

    Jakob Koranyi, Violoncello

    Emil Jonason, Klarinette