Beiträge von Giovanni di Tolon

    So, folgende weitere Projekte sind gebucht, etwas J.S.Bach-lastig vielleicht ...

    12.12.22 20 Uhr J.S. Bach WO Kantaten 1-3 & 6

    11.02.23 19 Uhr J.S. Bach BWV 22 'Jesus nahm zu sich die Zwölfe' und BWV 23 'Du wahrer Gott und Davids Sohn' (anlässlich der 300. Wiederkehr des Bewerbungsgottesdienstes in Leipzig am 7.2.1723 mit diesen Werken)

    12.02.23 18 Uhr dito

    18.02.23 19:30 Uhr Carl Orff, Carmina Burana

    18.03.23 19:30 Uhr Opernchöre

    07.04.23 15 Uhr J.S. Bach Matthäuspassion

    die nächsten bereits gebuchten Konzerte sind:


    Donnerstag, 19.01.2023, 20 Uhr

    Isarphilharmonie


    Gustav Mahler: 4. Symphonie

    Dmitrij Schostakowitsch: 6. Symphonie

    Münchner Philharmoniker

    KRZYSZTOF URBAŃSKI Dirigent

    CHRISTIANE KARG Sopran



    Freitag, 20. Januar 2023, 20 Uhr

    München, Herkulessaal


    John Adams: Short Ride in a Fast Machine

    Samuel Barber: Violinkonzert, op. 14

    Sergej Rachmaninow: »Symphonische Tänze«, op. 45


    Lahav Shani, Dirigent

    Gil Shaham, Violine

    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks



    Donnerstag, 16.02.2023, 20 Uhr

    Isarphilharmonie

    Markus Lehmann-Horn: »Empörung« (Uraufführung und Auftragswerk)

    Maurice Ravel: Konzert für die linke Hand für Klavier und Orchester D-Dur

    Igor Strawinsky: »Le sacre du printemps«

    Münchner Philharmoniker

    SANTTU-MATIAS ROUVALI Dirigent

    ALICE SARA OTT Klavier


    jeweils in charmanter Runde

    Hallo zusammen,


    seit wenigen Tagen gibt es auf YouTube einen Film 'Der Maestro und die Cellistin von Auschwitz', der die Leben von Wilhelm Furtwängler und Anita Lasker-Wallfisch im Dritten Reich gegenüberstellt. Ich wollte v.a. darauf hinweisen, nicht so sehr eine Diskussion über etwaige Auslassungen anstoßen.


    Gruß Benno

    Das mache ich - an anderer Stelle - nach:


    Fr.2.12.2022 Herkulessaal München

    selbes Programm, selbe Aufführenden.


    Vielleicht willst, Leverkuehn, Deine Berliner Eindrücke schildern und ich folge dann mit den Münchner Eindrücken?

    Zitat

    Von den Damen hat mir die Stimme von Avery Amereau, der Dorabella, am besten gefallen, ein volltönender Mezzo, eine kluge Gestalterin ist sie außerdem, auch sie soll ab der kommenden Spielzeit dem Ensemble angehören. Mit ihr möchte ich so manche Händelpartie gerne hören.

    Wie ich feststellen musste, hat Avery Amereau meinem Wunsch schon vor knapp drei Jahren entsprochen, und gleich richtig gut:


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    Und JS Bach singt sie auf YouTube auch noch ....


    Wow!

    Hallo zusammen,


    ich war gestern in der neuen Così fan tutte-Inszenierung im Nationaltheater München. Ich war außerordentlich zufrieden mit dem Erlebten. Szenisch (Inszenierung Benedict Andrews) gab es eine klare Aktualisierung auf die Heute-Zeit, während des Endes der Ouverture und in der ersten Szene mit den drei Männer-Terzetten wurde etwas mit Sex-Spielzeug herumgespielt, aber eigentlich war das an den meisten Stellen sogar recht plausibel untergebracht. Ansonsten fand ich die Personenregie - gerade in der Komödie ist das nicht immer ganz einfach - sehr gelungen, v.a. im Ersten Akt. Kleinere Durchhänger - leider auch bei den sängerischen Leistungen - gab es in der zweiten und dritten Szene des Zweiten Akts.


    Musikalisch war aber das Meiste sehr gelungen, das war meine erste Così, wo alle Striche geöffnet waren. Damit wird das Ergebnis der letzten Zusammenarbeit Mozarts mit Da Ponte ziemlich lang, ich fand, dass man gegen Ende leichte Ermüdungserscheinungen der Stimmen feststellen konnte. Das ist kein Wunder, Sebastian Kohlhepp als Ferrando musste neben den ganzen Ensembles drei Arien singen, auch 'Ah, lo veggio', die ich noch nie live erlebt habe. Er hat das alles sehr fein gemacht, insbesondere 'Un' aur' amorosa' hatte viel Schmelz und Leichtigkeit, das war sehr fein gestaltet. Konstantin Krimmel, seit letztem Jahr Ensemblemitglied der Staatsoper, als Guglielmo hat seine beiden Arien mit viel Charme und Selbstironie dargeboten, das hatte was. Von den Damen hat mir die Stimme von Avery Amereau, der Dorabella, am besten gefallen, ein volltönender Mezzo, eine kluge Gestalterin ist sie außerdem, auch sie soll ab der kommenden Spielzeit dem Ensemble angehören. Mit ihr möchte ich so manche Händelpartie gerne hören. Louise Alder als Fiordiligi hat ihre beiden großen Arien ganz famos gestaltet, 'Per pietà, ben mio' war in meinen Ohren der musikalische Höhepunkt der Oper. Sandrine Piau als Despina und Christian Gerhaher als Don Alfonso waren eine absolute Traumbesetzung für diese 'Nebenrollen' - sängerisch und darstellerisch kann man es kaum besser machen.


    Sehr erfreut war ich - wieder einmal - von der orchestralen Leistung des Bayerischen Staatsorchesters unter Leitung von Vladimir Jurowski, das war historisch informiert, aber auf allen Positionen im Gesamtklang überaus stimmig dargeboten. Durch die Öffnung aller Striche und reichlich verteilten Szenenapplaus erklangen die Schlussakkorde erst kurz vor 23 Uhr, aber das Münchner Publikum hat auch danach noch sehr begeistert applaudiert.


    Die nächsten Aufführungen dann erst im Juli 2023 im Rahmen der Opernfestspiele.


    Gruß Benno

    Hallo zusammen,

    noch nachgebucht: in charmanter Runde hierher:


    Sa. 26.11. 10 Uhr Prinzregententheater München


    Heinrich Schütz zum 350. Todestag


    Capella de la Torre

    Chor des Bayerischen Rundfunks

    Florian Helgath Leitung


    Heinrich Schütz

    Selig sind die Toten

    aus der »Geistlichen Chormusik« (1648)


    Heinrich Schütz

    Musikalische Exequien

    für Singstimmen, Instrumente und Basso continuo, SWV 279–281


    Giovanni Gabrieli

    Buccinate in neomenia tuba

    für 19 Stimmen aus den »Symphoniae sacrae II« (1615)


    Heinrich Schütz

    Die Himmel erzählen die Ehre Gottes

    aus der »Geistlichen Chormusik« (1648)


    Moritz Landgraf von Hessen

    Pavane de la tromba hollandica

    für fünf Instrumente


    Michael Praetorius

    Meine Seel erhebt den Herren

    aus der »Polyhymnia puericinium« (1621)


    Johann Schelle

    Komm, Jesu, komm

    für fünf Stimmen und Basso continuo


    Claudio Monteverdi

    Zefiro torna

    für zwei Stimmen und Instrumente


    Heinrich Schütz

    Nun danket alle Gott

    aus den »Symphoniae sacrae III« (1650)

    Hallo zusammen,


    wer sich einen Eindruck von der aktuellen Premiere der Così der Bayerischen Staatsoper machen will, hat bis zum 28.11. hier dazu Gelegenheit. Ich finde das musikalisch sehr überzeugend, freue mich auf meine Live-Begegnung am 10.11.


    Die Besprechungen sind sehr widersprüchlich, die FAZ lässt kaum ein gutes Haar an der Veranstaltung, die SZ lobt über den grünen Klee.


    Gruß Benno

    Hallo zusammen,


    eher zufällig bin ich in den vergangenen Tagen auf eine Vertonung eines Gedichts von Richard Dehmel für Streichsextett und Sopran auf YouTube gestoßen, die mir ziemlich gut gefällt:

    'Ein Stelldichein' (1904) vom Text ähnlich todestrunken wie die Verklärte Nacht des gleichen Dichters.

    Wer wissen will, wie spannend Karl Weigl in seiner Jugend komponiert hat, bitte sehr.


    Gruß Benno

    Wer Lust auf einen professionellen Elias aus jüngster Zeit hat, bis zum 13.11. kann man sich BR Chor, BR SO und den Bassisten (!) Georg Zeppenfeld in der Hauptrolle hier anhören. Geplant war Kirill Petrenko als Dirigent, der leider krankheitsbedingt absagen musste. Die Aufführungen hat dann Duncan Ward geleitet.


    Ich habe mir das eine Konzert am vergangenen Donnerstag angehört und fand das eine ziemlich überzeugende Darstellung.


    Gruß Benno

    Die vor wenigen Tagen erschienene CD mit Jakub Hrusa und den Bamberger Symphonikern ist bereits auf youtube verfügbar, das Beiprogramm aus Blumine-Satz und dem Symphonischen Präludium c-moll von Bruckner ist schlau gewählt.


    Der in meinen Ohren stärkste Satz der Rott'schen Symphonie, das Finale, leidet für mein Empfinden etwas unter dem gewählten langsamen Tempo .. Aber es wird lange mit den Kräften gehaushaltet, das ist schlau disponiert.


    Gruß Benno

    Auf staatsoper.tv werden folgende Aufführungen aus dem Münchner Nationaltheater gestreamt:


    COSI FAN TUTTE 

    Wolfgang Amadeus Mozart

    Musikalische Leitung: Vladimir Jurowski

    Livestream: Mittwoch, 26.10.2022; 19:00 Uhr (Premiere)


    CINDERELLA

    Choreographie: Christopher Wheeldon

    Musik: Sergej S. Prokofjew

    Livestream: Sonntag, 13.11.2022; 16.00 Uhr


    LOHENGRIN

    Richard Wagner

    Musikalische Leitung: François-Xavier Roth

    Livestream: Samstag, 03.12.2022; 17:00 Uhr (Premiere)

    In den Ausgaben, die für den kirchlichen Gebrauch gemacht wurden, wurde die Integralität des Credos wiederhergestellt.

    Wie wurde das denn gemacht, ohne Hand an die Musik zu legen?

    :wink:

    wie in den Haydn-Messen auch:


    eine Text-Wiederholung wird durch einen neuen Text solange ersetzt, bis man den Satzteil mit der 'et unam sanctam catholicam et apostolicam ecclesiam' reinkriegt. In der G-dur-Messe sind das die Takte 157-165. Das fällt überhaupt nicht auf, wenn man nicht Noten in der Hand hat.


    Schwieriger ist die Gesamtsituation bei der Haydn Nicolai-Messe Hob. XXII:6, wo Haydn der Menge des Credo-Textes dadurch Herr geworden ist, dass er jede Stimme unterschiedlichen Text hat singen lassen. Da gab es Notenfassungen, in denen einige Musik wiederholt wurde. Das machen aber moderne Noten-Ausgaben aber alles nicht mehr (z.B. Carus bei der genannten Haydn-Messe) - da wird die musikalisch korrekte Fassung gedruckt.


    Gruß Benno

    Hallo zusammen,


    gestern Abend habe ich mir Peter Grimes in der Inszenierung von Stefan Herheim im Nationaltheater München angeschaut. Ich habe im Publikum viele bekannte Gesichter gesehen, alle gestanden, sich v.a. wegen Jonas Kaufmann die Britten-Oper anzuschauen. Seine Zugkraft ist also noch vorhanden in München, aber es gab dennoch sehr viele nicht verkaufte Plätze. Ich hatte die Inszenierung bereits im März gesehen, damals noch mit Edward Gardner als Dirigent und Stuart Skelton in der Titelrolle.


    Gegenüber dieser Besetzung waren nun Erik Nielsen als Dirigent, JK in der Titelrolle und Wolfgang Bankl als Swallow ersetzt worden. Grundsätzlich war ich mit der gestrigen Aufführung deutlich zufriedener als im März. Dafür ist v.a. der musikalische Gesamteindruck verantwortlicht. Gardner hatte in seiner Leitung die zahlreichen leisen Partien spannungsarm, die lauten Passagen ungeheuer druckvoll laut spielen und singen lassen. Das war mir im März deutlich zu undifferenziert. Unter Erik Nielsens Leitung war nun ein viel klangschöneres Piano und nur wenige laute Stellen zu hören, leider war sowohl die Koordination im Graben als auch die zwischen Graben und Bühne von vielen Wacklern gekennzeichnet. Der groß besetzte Opernchor hat im März nicht unter so dauerhaften Intonationsproblemen gelitten wie gestern.


    Die zahlreichen kleinen Rollen haben, wie eigentlich schon im März ihre Rollen sehr gut erfüllt, als einzige Ausnahme habe ich lediglich mit großer Unsicherheit Susan Bickley als Auntie gehört. Großartig Christopher Purves als Balstrode, der die unterschiedlichen Passagen zwischen sehr anteilnehmend und bestimmt (gegenüber dem Chor und in der Schlussszene) gestaltet. Der Höhepunkt der gestrigen Aufführung war Rachel Willis-Sørensen als Ellen Orford - sie hatte mich schon im März überzeugt, hat aber von der Vielzahl der Aufführungen in diesem Jahr (Aufführungen im Februar/März, während der Opernfestspiele im Juli und jetzt erneut vier Aufführungen) noch einmal eine enorme Sicherheit in der Rolle gewonnen, das war in der Interaktion mit Kaufmann hoffnungsvoll-intim, in der Auseinandersetzung mit dem Chor kraftvoll-selbstbewusst, viel besser kann ich mir eine Ellen Orford nicht vorstellen.


    Jonas Kaufmann hatte in der gestrigen Aufführung an einigen Stellen tatsächlich stimmlich ziemlich zu kämpfen, das kurze a-capella Duett mit Rachel Willis-Sørensen am Ende des Prologs und leider auch meine Lieblingsstelle 'Now the great Bear and Pleiades' in der Barszene am Ende des Ersten Akts waren stimmlich nicht befriedigend. Gerade diese Meditation war von der Gesamtanlage - das Orchester hat wirklich pianissimo gespielt, sodass Kaufmann die Stelle ganz im Falsett singen konnte - eigentlich großartig, aber etliche Töne waren nicht gut gestützt und eierten etwas, hier muss ich Sadlo für die gestrige Aufführung zustimmen. Anderes hingegen klappte großartig, gerade die auffahrenden Stellen waren sehr beeindruckend und überzeugend, etwa die Zweite Szene des Dritten Akts. Hier habe ich keinerlei schlecht gesungene Töne gehört - grundsätzlich - auch schauspielerisch - fand ich Kaufmann in der Titelrolle erheblich überzeugender als Stuart Skelton, der diese als Riesenbaby anlegte.


    Gruß Benno

    Hallo zusammen,


    auf Youtube gibt es seit gut zweieinhalb Jahren einen Mitschnitt des Londoner Auftritts von Bernstein mit den Wiener Philharmonikern mit Mahler V:

    es wird fleißig gehustet am 10. September 1987 Im Rahmen der BBC Proms, aber auch sehr leidenschaftlich musiziert. Unterscheidet sich nicht wesentlich von der Aufzeichnung aus Frankfurt, die den Weg auf CD gefunden hat, aber ein Beispiel für eine unglaublich intensive 'single-cask-Mahler-V':


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    Gruß Benno