Beiträge von oper337

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    Meine Lieben!


    Vielleicht habe ich mich ausgedrückt, ich spreche hier nicht nur als MMag der Theologie sondern auch als Mag. der Geschichte. Für diese sind Kirchen eine ganz besondere Form um die Kultur eines Volkes zu zeigen - und als ehemaliger Sänger habe ich lieber in den alten Kirchen gesungen, die Akustik ist in den alten Kirchen besser. Für mich haben die Messen in den Gotischen Kirchen, in den Barockkirchen oder in den Kirchen der Romanik oder Romantik besser geklungen und wirkten und wirken für mich glaubhafter. Ich bin praktizierender Christ der sowohl in Katholische als auch in Evangelische Kirchen geht, hier denke ich Ökumenisch. Das kommt wahrscheinlich durchs abgeschlossene Studium in beiden Fachrichtungen her. Aber auch von der Geschichte aus.


    Kirchen waren und sind ein Sammelpunkt von Menschen die an etwas glauben und sollten es bleiben und keine Museen.


    Liebe Grüße sendet Euch am Gründonnerstag Euer Peter. :wink:

    Meine Lieben!


    Kirchen haben als Bauten heute nichts mehr mit dem Glauben zu tun jedoch zu ihrer Entstehung wie Notre Dame, der Kölner Dom oder St. Stepan in Wien sehr wohl. Auch St. Peter in Rom wurde für den Glauben gebaut aber wie es gebaut wurde hat die Christlichen Kirchen entzweit. Jede Kirche hat vielen Menschen eine Zuflucht gegeben und gibt sie ihm es heute noch.


    Heute ist eine Kirche eher ein Kunstdenkmal, doch es ist auch eine Andachtsstätte für Jung und Alt, hier sind beide Komponenten zu berücksichtigen. Bei vielen der Glas - und Betonkirchen die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind sehe ich den Vergleich eher zu Einkaufszentren mehr gegeben aber in Zeiten der Romanik, Gotik und des Barock oder Empire und der Romantik wurden Kirchen dazu gebaut um den Glauben zu dienen, ob es bei den r.k. Kirchen waren oder den umgewidmeten Evang. Kirchen, der Sinn war der selbe.


    Jede dieser Kirchen hatte ihre Funktion und ob es heute weniger praktizierende Christen gibt ist nicht die Frage sondern ob die Kirchen nicht auch heute eine Bedeutung haben.


    Liebe Grüße von Eurem Streiferl / Peter aus Wien. :wink:

    Meine Lieben!


    Na ich weiß nicht ob das der richtige Weg ist, den Holländer kann ich mir grad noch vorstellen aber Tannhäuser und Ring?


    Kinder sind nicht so unbedarft das ihnen alles was so "Kindgerecht" gemacht wird auch zusagt. Da wäre es auch bei Kindern z. B. beim Ring doch mit der Loriot Fassung besser für sie.


    Ist halt meine Meinung. Katharina Wagner bringt so kein Kind in die Opernhäuser, nach Bayreuth eher probeweise, deshalb ist es auf wahrscheinlich auf der Probebühne außerhalb des Festspielhauses.


    Liebe Grüße von Eurem Streiferl. :wink:


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    Lieber Cesar73. :verbeugung2:


    Ja Monteverdi hatte die Partie einem Kastraten zugedacht und sie ist unheimlich schwer zu singen.


    Das Unter Wasser finde ich etwas eigentümlich, na ja. In Wien sang ihn Gerhard Stolze der einen sehr hohen Tenor hatte, damals.


    Liebe Grüße vom Streiferl und Guten Morgen. :wink: :wink:

    Hilde Zadek - Eine der ganz großen Sopranistinnen


    Hilde Zadek wurde am 15.12.1917 in Bromberg im damaligen Posen, geboren, und heute von uns gegangen, dies im 101. Lebensjahr,


    und wuchs in Stettin auf, hatte jedoch 1935 ihre Heimat, in Richtung Palästina, als Jüdin zu verlassen. Dabei hatte sie das Glück, dass sie ihre Familie auch, dorthin, holen konnte. Sie studierte in Jerusalem Gesang am dortigen Konservatorium.


    Sie arbeitete in Jerzusalem als Säuglingsschwester, diesen Beruf übte sie auch 1945 in Zürich aus, wo sie der damalige Direktor der Wiener Staatsoper im Theater an der Wien, hörte, und zwar in Mahlers "Kindertoten-Liedern" und sie nach Wien engagierte,was gar nicht so einfach war.


    Wenn ich mich an meine eigenen Opernerinnerungen, damals noch passiv, denke, ist mir aufgefallen, dass meine erste Feldmarschallin, meine erste Donna Anna und meine erste "Fidelio" - Leonore ein und dieselbe Sängerin war: Hilde Zadek.



    Sie galt seit ihrem Engagement 1947 alseine der vielseitigsten Künstlerinnen unseres Hauses. Seit ihrem Debüt als Aida, die sie extra für Salmhofer in kürzester Zeit, zuerst in Deutsch, dann innerhalb von zehn Tagen in Italienisch gelernt hatte, mit immerhin so großen Partnern wie Elisabeth Höngen, ihre lebenslange beste Freundin, und GiuseppeTaddei, zählte Hilde Zadek zu den ersten dramatischen Sopranen der damaligen Zeit. In ihrer 25jährigen Verbundenheit mit der Wiener Staatsoper hat sie nur immer große Rollen ihres Faches gesungen und beeindruckte vor allem durch durch die durchschlagskräftige Wucht ihrer Stimme, die im italienischen, aber besonders im deutschen Fach bestens zur Geltung kam.


    Hier möchte ich im italienischen Fach zwei deutschsprachige Aufnahmen hervorheben:



    und



    1950 erfolgte ihre Berufung an das Covend Garden Opera House in London, 1951 an die MET, und auch späterhin hielt sie es so, dass sie ihre Abende zwischen der Wiener Staatsoper und einem anderen Haus teilte. Ihre letzte Partie war die Katharina Ismailowa in der gleichnamigen Oper von Schostakowitsch - ihre "kleinste" Partie in dieses Vierteljahrhundert die Erste Dame in der "Zauberflöte" [gar keine so leichte Partei, hat nur den Anschein es zu sein, ich weiß es aus Erfahrung] - das ist, meine ich, wohl ein einmaliges Zeugnis einer großen Künstlerschaft.


     


    Da die Sänger der Wiener Staatsoper, durch einen Vertrag gebunden waren, an der der Staatsoper angegliederten Volksoper, auch Operette zu singen, konnte man Hilde Zadek, die schon längst österreichische Kammersängerin war, auch da zu bewundern. Ihre Stimmsicherheit brachte eine herrliche Saffi im "Zigeunerbaron"und eine Rosalinde in der "Fledermaus" zustande.



    Da ich mit Kammersängerin Hilde Zadek befreundet bin, und diese zum letzten Mal, an ihrem, unglaublichen, neunzigsten Geburtstag, persönlich sprechen konnte, kamen wir natürlich auch auf ihre Lieblingsgestalten zu sprechen, das sind zum einen die "Fidelio" - Leonore, und die Feldmarschallin im "Rosenkavalier". Aufs erste mag dies eine Divergenz bedeuten, doch bedenkt man die große Humanität in diesen beiden Partien, so wird der verbindende Bogen ersichtlich. "Ich glaube, dass in den letzten 30 Jahren die Feldmarschallin viel zu weich und zu sentimental dargestellt wurde" eröffnet Hilde Zadek eine längere, sehr angeregte Diskussion über die wohl diffizilste Strauss - Frauengestalt. Für sie [und das unterscheidet sie von einer Schwarzkopf, Reining etc.] ist die Marie Theres eine durch und durch positive Bühnenperson, die wohl manchmal mit sich selbst und dem Akter kokettiert, jedoch immer eine lebensbejahende Frau bleibt. Sie treibt zwar Octavian ganz bewusst in die Arme Sophies, doch deswegen unberührt, denkt sie ab der Begegnung mit dem Polizeikommisar schon an ihr nächstes amouröses Abenteuer.


    In den letzten acht Jahren ihrer Sängerkarriere begann für Hilde Zadekauch eine neue künstlerische Aufgabe, die bis zu ihrem Abschied, als Professorin an der Wiener Akademie.


    Auf die Frage nach dem Opernnachwuchs, meinte sie abschließend: "Ich glaube fest daran, dass es auch heute noch Talente gibt - ja immer einen guten Nachwuchs, nur die Lehrer sind schlechter geworden...."


    Hilde Zadek - das war vorallem in der Nachkriegszeit eine derjenigen Opernprimadonnen, die sich nie in den Mittelpunkt gedrängt hat, sondern immer auf die Qualität ihrer Stimme und ihrer hohen Musikalität bauten - auch ein erstrebenswertes Beispiel für Gegenwart und Zukunft.


    Doch leider ist Unsere Kms. Hilde Zadek heute im 101. Lebensjahr von uns gegangen ich und so viele werden sie nie vergessen, sie strahlte eine ewige Jugend aus. Lebe wohl liebe Hilde, ich habe mit Dir gesungen und wir werden es im Himmel auch tun, wenn die Zeit daran ist, R. I. P meine Gute.


     

    Ich bin wieder einmal da, JUHU !



    Theo Mackeben – Tanz auf dem Vulkan.


    Abend für Abend und Nacht für Nacht und halt überhaupt ist das Théâtre des Funambules ausverkauft [das ist ja heute net einmal mehr a Kino]. Publikumsliebling ist der enorm guate und charismatischeristische Schauspieler Jean-Gaspard Debureau. Debureau trägt Couplets und Liadeln aus der untersten Lade vor, in denen er beißenden Rottweiler und auch Spott [mit Kompott] über den beim ganzen Publikum net grad beliebten König Karl X. herunterjodelt. Aber nicht nur dieses, nein, erhat den Gutenberg eine Maschine abgekauft und lasst das Zeug noch drucken und in ganz Paris aus teilen. So kommt wie es kommen muss und erhatmit dem Geheimdienst zu tun. Aber auch privat macht er was er will und verliebt sich in eine Gräfin [na net die aus dem Figaro] sondern die heißt Gräfin Héloise de Cambouilly, die sich Karl X. als Favoritin ausg’suacht hat.
    Ein gewisser Debureau, den kennen wir doch schon, lädt die Gräfin zu einer Vorstellung ins Théâtre des Funambules ein grad an jenem Abend, an dem sie auch ein Treffen mit Karl X. haben soll [ das ist aber unguat, sie kann sich ja net zerteilen] aber Héloise entscheidet sich für Debureau [ja da kann am auch nix machen und gegen den König [Kreuz 7 oder 8] und da hat sich ihr Ehemann aber schon gewurmt und der will seine Frau und Ehegesponsin zum Fehltritt aus dem vornehmen dem Theater holen will. In derkurzen Pause von 2 ½ Stunden ist die Debureau dahoam und kriegt ihre andauernden Migräne und kann nirgendwo hingehen [soll sie sich was im Fernsehen ansehen, dann wird ihr noch mieser] und die Termine sind futsch.
    Debureau umdrängt den beim Volk beliebten Vetter Karls, Louis Philippe, den die Franzosen liebevoll „Birne oder Zwetschge„ benennen, zum etwaigen Umsturz oder Umfall [nur net Durchfall – so schnell ist das Theater net leer]. Doch dieser spätere Bürgerkönig ist net so weit und will andauernd zögern. Bei einem Maskenball am Königshof [samma im „Maskenball – der war schon dran] lässt der Karli eine Balletteinlage uraufführen, bei der ist aberwieder Louis Philipp auch da aber dem g’fallt das Gehupfe und er spendet stundenlangen Applaus, obwohl er persönlich angegriffen wird [er wird eh nicht erstochen, es ist nämlich Waffenverbot im Haus]. Bei diesem Maskenball hat sich Graf Cambouilly als Debureau verkleidet [nur net entkleidet – das kommt nur in modernen Inszenierungen vor]. Debureau erfährt grad recht- oder linkszeitig hierüber und kommt auch zum Ball – ohne Maske und ohne Kleidungsstücke Der König wird nun krawutisch und befiehlt mit energischen Worten [ohne Gesang] dass ihm Debureau hervorgeführt werde – und es kommt der falsche der falsche Debureau, nämlich Cambouilly, der vor den König gebracht wird [um als Hauptspeise gegessen werden soll, aber an dem ist nix dran also lassen sie eam leben, während der richtige Debureau dem König eine Freikarte für’s Théâtre des Funambules schenkt. Der König kommt wirklich und besucht außer die WCs auch tatsächlich Debureaus Garderobe und als alter Pfadfinder entdeckt er die hinter einem Vorhang versteckte Héloise, die er jetzt, fast kniefällig, ihn in seine Loge zu begleiten. Aber auch Louis Philippe besucht Debureau vor der Vorstellung in dessen Garderobe, wo er seinen Hut und Mantel liegen lässt[das ist ein Schlampian]. Während der ganzen Vorstellung ruft Debureau auf offener Bühne zum Umsturz auf [weil er seine Rolle kaum gelernt hat]. Seiner Verhaftung entgeht jetzt er nur ganz knapp in Louis Philippes Hut und Mantel [das ist eine Oper von Puccini aber die gibt’s noch nicht und die war schon dran]. In der Maske Louis Philippes ruft er die Bürger von Paris zum Umsturz auf [das Theater hat ja gnua Masken] und Louis Philippe ist ihm gefolgt und macht ihm deswegen furchtbare Vo- und Nachwürfe. Debureau erkennt jetzt dass die Zeit für das Stück schon aus ist und dass er verloren hat, und will am nächstenTag er nach England [mit dem Langenscheidt in der Hand – kostenlose Werbung] fliehen.
    Alle seine Versuche, Héloise dazu hin und her zu bewegen, ihn ins Exil zu begleiten, scheitern [da sie so dickist, wie eine Wagner Heroine], lasst er Flucht, Flucht bleiben und geht zum Grafen Cambouilly, der ihn erwartungsgemäß und sittsam wie er ist, verhaften lässt. Nach einem sechs Jahre langen dauernden Prozess wird Debureau zum Tode auf dem ElektrischenStuhlverurteilt [den es noch gar nicht gibt]. Auf dem Weg zum Schafott singt Debureau sehr wohl berechnend noch einmal seine Couplets, die ganz Paris kennt und jetzt fast alle im Kino und die singen lauthals mit, und ruft die Bürger zur Staatsstreichwurst auf. Der Plan gelingt die Masse singt [JÖH ein Reim!], die mitreißenden Melodien bringen das Volk dahin, Debureau zu befreien, und als sich sogar die Soldaten Karls X. mit den Aufständischen verbünden, ist der König gestürzt und flieht ins Ausland [na wir nehmen ihn nicht, er kann ja zwischendurch nach Elba gehen, zu Fuaß natürlich]. Louis Philippe wird zu seinem Nachfolger herausgerufen.


    Ende dieser dramatischen, französischen Ereignisse.



    :wink:

    Meine Lieben! :!: :!:


    Im Momentan kommt nichts mehr dazu - aber ab Mai 2019 zum 10-jährigen Mausoleum oder so Ähnlich wird fortgesetzt, ich habe zur Zeit an der UNI meinen 4. Akademischen Titel zu machen - Archäologie -


    die Hieroglyphen der alten Ägypter zum Übersetzen :spock1: und Aida war ja 2x dran und es ist doch anstrengend, dann geht's weiter.


    Ich bin noch nicht altersschwach, Gottseidank. :verbeugung1: :verbeugung1:


    Liebe Grüße von Eurem Streiferl. :wink:

    Lieber Quasimodo / Bernd!


    Wenn ich will kann ich ja fleißig sein, nur habe ich heute den Friedensvertrag in Hieroglyphen zwischen Ramses dem Großen und den Philistern übersetzt und bin etwas geschlaucht, wenn mir noch 4 einfallen gebe ich sie extra bekannt - wenn man darf.


    Zur Zeit kann ich bei der Übersetzung nur sagen "Ich bin einverstanden mit dem Friedensvertrag!" Meine prüfende Professorin hat sich zerkugelt.



    Liebe Grüße vom Streiferl aus Wien. :wink: :wink:

    1. G. Verdi - Macbeth - 1. Akt - Duett Macbeth / Lady
    2. R. Strauss - Der Rosenkavalier - Mir ist die Ehre widerfahren
    3. R. Wagner - Holländer - Duett Senta / Holländer
    4. W. A. Mozart - Die Zauberflöte - Feuer & Wasserprobe
    5. Joh. Strauss - Uhrenduett ( Tik Tak - Polka)
    6. R. Strauss - Ariadne auf Naxos - - Duett Bacchus / Ariadne
    7. G. Puccini - Tosca - Duett Cavaradossi / Floria Tosca / 1. Akt
    8. G. Puccini - Turandot - Rätselszene
    9. E. Humperdinck - Hänsel und Gretel - Abends will ich schlafen gehen
    10. G. Verdi - Il Ballo in Maschera - Duett Amelia / Riccardo
    11. G. Verdi - Rigoletto - Duett Gilda / Herzog
    12. L. v. Beethoven - Fidelio - O namenlose Freude
    13. G. Verdi - La Forza del destino - Duett Alvaro / Leonora
    14. L. v. Beethoven - Fidelio - Nun hurtig fort und frisch gegraben
    15. Vinzenco Bellini - Norma - Deh! Con te, il orendi .....Mira a Norma - Adalgisa / Norma
    16. G. Puccini - Tosca - Duett Cavaradossi / Floria Tosca 3. Akt.
    17. G. Verdi - Aida - O terra addio - Duett Radames / Aida.
    18. R. Wagner - Tannhäuser - Duett Elisabeth / Tannhäuser - 2. Akt.
    19. G. Verdi - La traviata - O lass uns fliehen aus diesen Mauern - Violetta / Alfredo
    20. R. Strauss - Ariadne auf Naxos - Musik ist eine heilige Kunst - Komponist / Musiklehrer.



    mehr fällt mir im Augenblick nicht ein, es sind zu viele die ich liebe, aber es sind 20. geworden.


    :wink:

    Wilma Lipp – Die Königin der Nacht des Wiener Mozart-Ensembles


    Am Anfang der 2. Republik in Österreich (Mai - Juni 1945) gastierte an der Hofburg in Wien in einer Freilicht - Aufführung eine etwa 16jährige Sopranistin, in Ermöglichung ihres Lehrers Jerger, "die Rosina, im Barbier von Sevilla" - Wilma Lipp.


    So, und das weiß ich von ihr, persönlich:


    Sie wurde im 13. Bezirk geboren und machte da die Schule, übersiedelte aber dann in den 19. Bezirk, Gymnasium, also ein echtes Wiener Bürgermädel, das bei einer Geburtstagsfeier etwas sang, und ein Frau die Gast war, sagte das Kind hat Talent, die muss Gesang studieren.


    Sie machte die Handelakademie, war aber auch bei Wenko Wenkoff und in der Klasse Bahr-Mildenburg, da musste sie aber sagen, sie sei schon 16, denn sonst hätte sie sich einen anderen Lehrer nehmen müssen.


    Am Ende des Krieges hatte sie zwar schon vorgesungen, auch die Königin, aber ihre Eltern schickten sie aufs Land damit sie nicht abnimmt, und so musste man sie erst suchen - das war damals 1945 eigentlich öfter der Fall.


    So kam sie zu ihrem Lehrer Alfred Jerger, wo sie dann nochmals an der WSTO vorsang, damals im Theater an der Wien, dem Ersatzquartier. Auch hier die Königin wieder.


    Im Jänner 1948 debütierte dann, mit einem sensationellem Erfolg, diese blutjunge Sängerin als Königin der Nacht.


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    Bis zu ihrem 60.Geburtstag gastierte sie, die noch unglaublich jungendfrisch aussehende, sympathische Sängerin, als Jungfer Leitzmetzerin, in der Karajan Wiederaufnahme, sie die einstige wohl wienerischte Sophie an der gleichen Oper, mit einer großartigen Kritik, wo ein Kritker meinte: Wenn man die Augen schließt und dem Timbre der Stimme lauscht, so tönt es wie aus verklungenen Tagen des damaligen "süßen Wiener Mädels" unseres Opernhauses...(1986).


    Damals war sie vielbeschäftigte und hochgeschätzte Professorin am Salzburger Mozarteum.


    War das also das Geheimnis dieser langen Weltkarriere? Wilma Lipp hat diese zweimal durchlebt:
    zuerst im Koloraturfach mit dem grandiosen Erfolg als Königin der Nacht (136mal allein im Theater an der Wien und Staatsoper), als Constanze, Zerbinetta, Gilda, Esmeralda , Musette etc.,
    dann später im lyrischen Fach, vor allem als Pamina, Margarethe und Nedda.
    Sie wurde zur ersten Wiener Sängerin, der es gelang in italienischen Rollen in Mailand und Rom Trumphe zu feriern -
    ja ihre Nedda führte sie über London sogar an die MET New York.


    Doch trotz all dieser Erfolge bleib sie Österreich, blieb sie Wien unerschütterlich treu und lebte dort, geliebt und verehrt von ihren Fans, ihre ganz intensive Karriere.


    Am Anfang wie am Schluss derselben stand neben dem Opernfach aber auch die leichte Muse der Operette.


    In den Zeiten des Theaters an der Wien nach 1945 war sie zusammen mit Erich Kunz eine resche Pepi in "Wiener Blut", mit Hilde Güden oder Gerda Scheyrer, wie Sena Jurinac ein kokettes Kammermädchen Adele in der "Fledermaus" und mit Hilde Zadek eine flotte Briefchristl im "Vogelhändler" war - am Ende ihrer Laufbahn eine liebenswerte noble Lisa, zusammen mit Rudolf Christ, hatte die ganz eigene Atmosphäre eines wehmütigen Abschieds von einer Kunstgattung:


    ich kann mich gut erinnern, als bei ihrem 3.-Akt-Lied "Ich möcht' wieder einmal die Heimat sehn" bei der Stelle "Ich möcht wieder atmen Wiener Luft" eine wahre Applaussalve aus dem Publikum ihr entgegenkam, und man ihr so demonstrieren wollte, dass sie zu den ganz großen Sängerlieblingen unserer Stadt zählt.


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    Auf ihr spezifisches Wienertum angesprochen, meinte die Kammersängerin:
    "Ich habe in allen Partien immer versucht, ich selbst zu bleiben und auch nie meine Stimme für Experimente zu missbrauchen - vielleicht war das mein Erfolgsrezept!"


    Durch ihre langjährige Professur hat sie auch hier eine Karriere gehabt.


    Als ich sie auf die einzige Partie ansprach, die meiner Meinung gefehlt hätte, und die die letzte Krönung gewesen wäre - die Feldmarschallin, da meinte sie nur:
    "Das ist sich nicht ausgegangen, wahrscheinlich war ich für die Direktoren und mein Publikum zu lange die Sophie!"


    Meine traditonell letzte Frage nach ihrer liebstgewordenen Opernrolle wurde mit liebevoll glänzenden Augen beantwortet:
    "Das ist doch wohl klar "Die Zauberflöte", mit Dermota, Kunz, Seefried und Schöffler - mit diesen auf der Bühne gestanden zu haben, wird für mich immer die höchste Erfüllung in meinem Sängerleben bedeutet haben!".


    Zum Abschuss passen wohl die Anfangsverse von Josef Weinheber in seinem Gedicht "Auf eine Wienerin":
    "Heiter ohne Schwere, wo auf Erden wäre jene stille Größe, die dich ehrt!"


    Übrigens wer den Film "Das Dreimäderlhaus" mit Hannerl Matz und Gustav Knuth sowie Rudolf Schock sieht, sieht auch Wilma Lipp in der Karlskirche, in Wien, bei der Hochzeit, Hannerl und Baron Schober, das "Ave Maria, von Schubert" singen.
    Auch singt Wilma Lipp die Gesangstücke von Hannerl Matz.


    Auf ihr blendend jugendliches Aussehen angesprochen, meinte sie: "Als Sängerin lebt man ein Leben auf Sparflamme, man darf nicht lange aufbleiben, nicht rauchen, deshalb sehen Sängerinnen im Alter so gut aus!"


    Zum Anlass des Tages als Wilma von uns ging hab ich es nochmals, aus dem Jahr 2010, ausgegraben. Wilma Lipp starb gestern im 93. Lebensjahr.

    Joseph Lanner, Johann Strauss Vater, Lehár, Fucik, Suppé, Josef Strauss mehr die weniger bekannten Stücke, Heuberger, Joseph Bayer, ja Èmile Waldteufel, Offenbach, Lincke, Nedbal, Fall, C.M. Ziehrer, Rosas, Künekke, Frimel, Gilbert & Sullivan, Sidney Jones - denn es muss ja nicht immer Wien im Vordergrund stehen und die Walzer, die Polkas gingen auch vor- und nachher um und in die ganze Welt.


    Zu was dann noch Beethoven oder Schubert?


    Liebe Grüße von Peter.

    Andrea R. -
    Mal eine andere Frage: Hat eigentlich jemand hier aus dem Forum das Wiener Neujahrskonzert schon mal live erlebt?


    Ja ich und das war bei Boskovsky einmal und dann bei Abbado ist also schon länger her du es ging damals durch das Goldene Haus eine grandiose Stimmung durch.


    Als Wiener finde ich es immer wieder schön und mögen sich Walzer und Polkas wiederholen, das macht nichts. Es ist die herrliche Stimmung im Goldenen Saal die sich überträgt.


    Alles Gute Allen für 2019 wünscht Euch Euer Streiferl / Peter aus Wien. :cincinsekt: :wink:

    Auch ich fand Thielemann nicht s schlecht wie hier angegeben, Waldi hat mit seiner Einschätzung recht.


    Ich finde ihn charmant, wenn er will, und auch sympathisch und seine Programmauswahl war gescheit gewählt. Wien ist anders aber ich muss sagen das mir im Vorjahr wieder Muti nicht so gefiel.


    Das meiste wurde schon geschrieben und ich würde mich hier, von anderen, wiederholen.


    Alles Gute für 2019 und Eschwé wäre keine schlechte Wahl für 2021, 2020 ist ja schon vergeben.
    Liebe Grüße von Eurem Streiferl. :wink:

    Da kann ich mich doch nicht ausschließen.


    1. G.Verdi - Il ballo in maschera.
    2. G. Puccini - Tosca.
    3. G. Puccini - Madame Butterfly
    4. W. A. Mozart - Die Zauberflöte
    5. J. Offenbach - Hoffmans Erzählungen
    6. G. Verdi - La forza del destino
    7. W.A. Mozart - Don Giovanni
    8. R. Wagner - Tannhäuser
    9. R. Strauss - Arabella
    9. R. Strauss - Die Ägyptische Helena
    10. G. A. Lortzing - Zar und Zimmermann
    11. P.I. Tschaikowski - Eugene Onegin
    12. W. A. Mozart - Il nozze di Figaro
    13. G. Verdi - Macbeth
    14. G. Puccini - Turandot
    15. B. Smetana - Die Verkaufte Braut


    u.v.m.

    Ich habe wieder was gefunden, zum 9 1/2 - jährigen Mausoleum [oder so was Ähnliches].


    Joseph Beer – Polnische Hochzeit.


    Prolog: An der Österreichisch / Russischen Grenze.


    Nach vielen Jahren [nur net übertreiben, wegen der 20 Minuten der Vorhang will ums Verrecken net aufgehen] kehrt der junge polnische Freiheitskämpfer Graf Boleslav [außer die Straße] in seine ab- und angestammte Heimat hoam. Er passiert [außer ein Erbenpüree] auch als Diener umgekleidet die Grenze [von Wien, über die Reichsbrücke], um die von seinem Onkel Graf Staschek Zagorsky verurwalteten Güter seines Herrn Papa endlich zu übernehmen [und den Hagelschutz einzutreiben] und um seine große Liebe aus seinen länger herumliegenden Kindheitstszeiten zu heiraten [deswegen hätte er sich auch net so zu beeilen gebraucht, aber singt ja eh flott a Liedel].


    1. Akt: Auf dem Schloss des Grafen Zagorsky.


    Graf Staschek Zagorsky ist ein äußerst gerissener, aber nebenbei auch ein feiger Mann [den nemma als Innenminister, vielleicht bringt er a paar Pferderln mehr z’amm]. Er ist bereits fünfmal verheiratet [da hat er was dem Strache voraus, der hat’s noch nicht zu der Zahl gebracht], ließ er sich jedes Mal wegen einer jüngeren Frau [und das grad drei Tag nach demFranziskus sein Geburtstag, ts, ts} scheiden [er hat halt den Slogan "A Jüngere isst genau so viel wie a Ältere"]. Als sein Neffe Boleslav [was der Boli kommt zurück, da kann er als Trauzeuge gehen] zurückkommt, plant er gerade die 6. Hochzeit mit Jadja [die kann noch mir Neinda sagen]. Der als Diener verkleidetete Boli ergibt sich Jadja endlich zu erkennen und erfährt von der geplanten Hochzeit [aus der Bild-Zeitung, denn die hat Niveau – a bisserl viele –er, gell]. Da sagt er zu seinem Onkel treu und edel gib mir mein Geld und hau ab du Schlawiner du. Jadja weist schnurstracks Stascheks zweifelhaften Antrag zurück [eine Frau die weiß as sie will – ward die schon dran?, ich weiß es nimmer]. Der Onkel droht, seinen Neffen an die Polizei zu verraten [wo der Onkel schon seine Freunde sitzen hat, drinnen und draußen] und Jadja sieht sich nun herum wo einer da ist und in was rein springen will, ach in die Bresche [Nebenfluss der Moldau, falls vorbei kommen will] erbötig und gezwungen, seinen Heiratsantrag doch anzunehmen [von fremden Leuten nimmt die alles an].


    2. Akt: In der Empfangshalle das Fürsten.



    Die Hochzeitsvorbereitungen sind nun ganz voll im Gange und in allen Räumlichkeiten. Suza, die Gutsherrin ist eine vom Baron, und ist Jadjas beste Freundin. Diese intelligente [was das gibt es auch auf der Bühne da schau ich aber] und dynamische [samt Dynamit] und dazua auch junge Frau bringt dem Grafen Staschek nur Verachtung entgegen [weil sie von eam net g’nomma g’worden ist]. Sie plant die Flucht der Liebenden [etwas schwierig denn die Moldau ist im Weg]. Grad noch vor der Hochzeitszeremonie vor dem Münster kommt a gewisse Ortud [Jekus a falsche Oper, war schon dran – und will sich wieder dazwischen werfen] soll ein Kutscher [mit seinem Fahrrad] das junge Paar in Sicherheit bringen und ein Leuchtrakete soll das Gelingen des Plans der ganzen Welt verkünden. Graf Staschek feiert die bevorstehende Hochzeit mit einem Trinkgelage [so ein B’suff – trinkfreudiges Individuum]. Da sieht Suza das Leuchtfeuer und triumphierend berichtet sie Staschek, dass seine junge Braut mit ihrem Geliebten über die Grenze [nach dem Flughafen Schwechat] in Sicherheit ist [und beim Ausgang auf die Lufthansa wartet]. Staschek zeigt sich aber da sehr wenig berührt, denn er hat seinerseits bereits eine weitere Kutsche ["Ganz in weiß mit eine Blumenstrauß“ – Lied aus dem Schlagergut der 60er Jahre] losgeschickt, um das Paar zurückzubringen.


    Die Hochzeit kann beginnen und der Wehbischof ist net da [nehma was kommt und wenn’s a Fidschi-Indianer ist] und die Braut betritt eiligen Schrittes, ihr Gesicht von einem dichten Schleier verhüllt [braucht sie auch, denn sie ist schiach], die Kapelle. Boli, der so unglückliche Liebhaberich, wurde auf der Flucht gefangen [dabei war gar keine Treibjagd angesagt] und ins Schloss [und hinter Riegel] gebracht. Die Hochzeitsfeier ist zu Ende. Als Graf Staschek seiner frisch angetrauten Frau den Hochzeitskuss geben will [jetzt will er den zum 6. Mal] und ihren Schleier gelüftet hat, ist er sprach- und sanglos. Denn anstelle von Jadja hat er Suza geheiratet [na mei – die andere kann er beim 7. Versuch ja nehmen].


    3. Akt: In den Gemächern von Graf Staschek.


    In der folgenden Hochzeitsnacht im Brautgemach hat die "Wildkatze" Suza ihren Ehemann gehaut – das hätte die Elsa nie getan, die war nur auf Fragen lustig. Auf seinen bloßen Knien und im Nachthemd bittet Graf Staschek um die Auflösung seiner Ehe mit Suza. Er ist mit allen ihren Bedingungen einverstanden und singt nur "Nun sei bedankt mei liebe Suza". Boli kriagt sei Erbe mit einer Mail retour und die Liebenden sind redlich wieder vereint. Suza heiratet aber gleich danach ihren Geliebten Casimir „"Casimir O Casimir….". Der alte Graf Staschek aber beschließt, in Zukunft auf Frauen zu verzichten und sein Leben ausschließlich dem Wein zu widmen und sich dem Suff zu ergeben.


    Ich krieg das Cover nicht rein, na ja wie immer!
    :wink: