Beiträge von music lover

    Sonst bei dieser Symphonie bei mir die üblichen Verdächtigen: Neumann, Kertesz, Rowicki

    Václav Neumann mit der Tschechischen Philharmonie Prag (rec. 1982)

    und István Kertész mit dem London Symphony Orchestra (rec. 12/1965)

    sind auch bei mir in der Sammlung. Wobei ich deutliche Vorteile bei der Kertész-Einspielung sehe. Die 1982er Aufnahme von Neumann ist mir einfach zu lahm. Ich höre mir gerade - angeregt durch Dein Dvorák 6-Posting über Gerard Schwarz (den ich übrigens für einen ganz hervorragenden Dirigenten halte, ich habe einiges von ihm im Regal) - den 1. Satz mit Neumann und Kertész im Hörvergleich an. Und das Ergebnis ist schon krass. Kertész dirigiert mit enormen Schwung und Leidenschaft, produziert mit "seinen" Londonern einen herrlichen, blühenden Orchesterklang. Demgegenüber ist die Neumann-Aufnahme so saft- und kraftlos, dass sie eigentlich in die second hand-Verwertung wandern kann. Oder irre ich mich, lieber Braccio?

    Am 24. September verstarb Sue Mingus, die Ehefrau von Charles Mingus. Sie war als Schallplattenproduzentin und Bandmanagerin tätig, wobei insbesondere die von ihr gegründeten Formationen Mingus Dynasty und Mingus Big Band zu nennen sind. 2002 veröffentlichte sie ihre Memoiren unter dem Titel "Tonight at Noon: A Love Story".

    Meine beiden nächsten Veranstaltungen im Klassikbereich:


    1.)

    Sa, 24.09.2022, 19.00 Uhr

    Staatsoper Hamburg


    Jules Massenet:

    Manon


    Manon Lescaut: Elbenita Kajtazi

    Le Chevalier Des Grieux: Benjamin Bernheim

    Lescaut: Björn Bürger

    Graf Des Grieux: Wilhelm Schwinghammer

    Guillot-Morfontaine: Daniel Kluge

    Javotte: Ulrike Helzel

    Chor der Hamburgischen Staatsoper

    Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

    Musikalische Leitung: Nicolas André


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    2.)

    Mi, 5.10.2022, 20.00 Uhr

    Hamburg, Laeiszhalle Großer Saal


    Utopia

    Teodor Currentzis


    Igor Strawinsky

    L’oiseau de feu / Suite (Fassung von 1945)

    Maurice Ravel

    Daphnis et Chloé / Suite Nr. 2

    La Valse

    Marius Neset: Birds (2013)

    Von dem norwegischen Saxofonisten Marius Neset habe ich bisher erst ein einziges Album in der Sammlung: "Birds" aus dem Jahr 2013. Auch bei diesem Musiker, der übrigens am 24. September live in Braunschweig zu hören ist, könnte man CD-mäßig deutlich nachlegen, wenn man denn nur Platz in den Regalen hätte. Ein weiteres Album ist jetzt allerdings auf dem Weg zu mir, denn ich habe mir heute seine CD "Tributes" bestellt, die er mit der Danish Radio Big Band unter der Leitung von Miho Hazama aufgenommen hat. Von ihr muss ich einfach alles haben.


    Zur Einstimmung läuft bei mir dieses Album:

    "A world tour of BLACKSTAR SYMPHONY is planned in 2023–2024."

    Sofern bei dieser Welttournee Donny McCaslin mit von der Partie ist (aber das kann ich mir nicht anders vorstellen, schließlich ist er der künstlerische Leiter dieses Projekts), bin ich auf jeden Fall bei einem der Konzerte dabei.

    Gail Ann Dorsey

    Der andere Vokalist ist David Poe.

    ansonsten ist eine gute Coverversion allemal besser als ein Tantiemenbringendes mittelprächtiges Selbsterzeugnis .

    Bei meinem neuen Schwarm Miho Hazama ist ein von ihr verfasstes Arrangement einer Fremdkomposition natürlich auch gut zu hören, wenngleich ich ihre Eigenkompositionen deutlich vorziehe.


    Bei mir läuft ein Projekt, zu dem sie 2017 von Vince Mendoza und seinem Metropole Orkest eingeladen wurde: Monk-Arrangements zur Feier von dessen 100. Geburtstag (10. Oktober 2017) zu verfassen und dann als Dirigentin live am 13. Oktober 2017 mit der Metropole Orkest Big Band im "Bimhuis" in Amsterdam aufzuführen. Ihr Kontakt zum Metropole Orkest reicht in das Jahr 2011 zurück, als sie als eine von acht Arrangeuren zu einem von Vince Mendoza geleiteten Talentwettbewerb dieses Orchesters eingeladen wurde.


    Das Album ist erhältlich in zwei Editionen:


    Allein schon aus Vollständigkeitsgründen gehört dieses Miho Hazama-Album natürlich in meine Sammlung, aber ihre übrigen Alben mit ausschließlich Eigenkompositionen sind dann doch eine völlig andere Welt. Bei den Monk-Arrangements beweist sie ihre Beherrschung des Handwerks, aber bei ihren eigenen Kompositionen betritt sie dann doch eine ganz andere kreative Ebene.


    Überragend für mich: Ihr Arrangement von "Friday the 13th". Allein schon deshalb gehört diese CD ins Regal.

    Fotos von den Proben und zahlreiche (begeisterte) Kommentare über die gestrige Uraufführung findest Du auf der Facebook-Seite von Donny, liebe Newbie.


    Da Maria Schneider und Vince Mendoza zu den Arrangeuren dieses Werks zählen, würde mich ein Videomitschnitt oder eine CD-Veröffentlichung sehr interessieren. Mal sehen, ob irgendwann etwas in dieser Richtung erscheint.

    Bowie-Fans mag vielleicht interessieren, dass gestern im Belk Theater at Blumenthal Performing Arts Center in Charlotte, North Carolina, die "Blackstar Symphony" uraufgeführt wurde. Unter der künstlerischen Leitung von Donny McCaslin und unter dem Dirigat von Tim Davies wurde von einem 65-köpfigen Sinfonieorchester das gesamte "Blackstar"-Album in Arrangements von

    Jules Buckley, Tim Davies, Vince Mendoza, Maria Schneider, Jamshied Sharifi, Tony Visconti, Michael Dudley jr. und Vellu Halkosalmi zu Gehör gebracht. Mit dem Orchester spielte das Donny McCaslin Quartet, zudem traten zwei Gesangssolisten auf.


    Welche persönlichen Neuentdeckungen im Jazz haben mich in den letzten acht Jahren am meisten geflasht? Die Pianistin Hiromi, die im Jahre 2014 wie ein Orkan über mich hereinbrach, danach die Schlagzeugerin Senri Kawaguchi und nun, seit gerade mal einer Woche, die Komponistin, Arrangeurin und Big Band-Dirigentin Miho Hazama. In allen drei Fällen handelt es sich bemerkenswerterweise um Japanerinnen.


    Bei mir läuft gerade dieses Video der Danish Radio Big Band, geleitet von ihrer Chefdirigentin Miho Hazama mit einer von ihren eigenen Kompositionen: "Tydeus" (rec. live 22. März 2019).

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    Wenn jemand mal bei Miho Hazama testhören möchte, empfehle ich als Einstieg die Komposition "Green" von ihrem jüngsten Album "Imaginary Visions", das sie ebenfalls mit der Danish Radio Big Band eingespielt hat (rec. 8.-11. März 2021):

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    Miho Hazamas Lehrer waren Jim McNeely, der sie gleich zu Beginn ihres Jazzkompositionsstudiums an der Manhattan School of Music unter seine Fittiche genommen hat, Maria Schneider und Vince Mendoza. Bei der Komposition "Green" ist der Einfluss von Maria Schneider unüberhörbar. Sonst kreuzte ihr Weg aber eher mit demjenigen Vince Mendozas, bei dessen Metropole Orkest in den Niederlanden sie inzwischen ständige Gastdirigentin ist.


    Miho Hazama saß übrigens auch gemeinsam mit Maria Schneider und Sherrie Maricle auf dem Podium beim "Women Big Band Leaders Roundtable" im Jahre 2019:

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    Ein sehr interessantes Gespräch.

    Ein bisher unveröffentlichter Mitschnitt aus Lodi vom 7. Februar 1989 erscheint demnächst:


    Das Repertoire des Recitals ist allerdings identisch mit Richters Auftritt im Yamaha Center Wien vom 19. Februar 1989, erhältlich auf Decca:


    Die neu erscheinende Doppel-CD bietet als Bonus-Material Szymanowskis 2. Sonate aus Bergamo vom 28. Mai 1984. Auch dieser Mitschnitt scheint eine Erstveröffentlichung zu sein.