Beiträge von music lover

    Richter und Oleg Kagan mit K 372/380/403/404/454 sind auch gern gehörte Interpretationen .

    Major B hat in Beitr. 9 auch die Kombi Richter/Kagan erwähnt... da sind derzeit bei den Werbepartnern scheints nur KV.376, 378u.79 vorrätig


    Von den Mozart-Sonaten für Klavier und Violine gibt es von den Interpreten Swjatoslaw Richter und Oleg Kagan folgende Aufnahmen:


    Sonata in e, K.304


    16/5/75 - Moscow - Live - LIVE CLASSICS LCL 122 (CD)**


    6/11/75 - Moscow - Live - (PT)*


    9/11/82 - Nantes - Live - (PT)*


    12/11/82 - Paris - Live - (PT)*



    Sonata in A, K.305


    16/5/75 - Moscow - Live - LIVE CLASSICS LCL 122 (CD)**


    27/10/75 - Moscow - Live - (PT)*


    6/11/75 - Moscow - Live - (PT)*


    9/11/82 - Nantes - Live - (PT)*


    12/11/82 - Paris - Live - (PT)*



    Sonata in D, K.306


    6/7/74 - Tours - Live - (PT)*


    6&7/7/74 - Tours - Live - EMI 5 74293 2 (2CD)**


    16/7/74 - Wiltz - Live - (PT)*


    16/5/75 - Moscow - Live - LIVE CLASSICS LCL 122 (CD)**


    9/11/82 - Nantes - Live - (PT)*


    12/11/82 - Paris - Live - 3rd mvt encored - (PT)*



    Sonata [Allegro] in B-flat, K.372


    6/7/74 - Tours - Live - (PT)*


    6&7/7/74 - Tours - Live - EMI 5 74293 2 (2CD)**


    16/7/74 - Wiltz - Live - (PT)*


    20/5/75 - Moscow - Live - LIVE CLASSICS LCL 123 (CD)**


    23/11/75 - Prague - Live - (PT)*


    7/3/76 - Munich - Live - (PT)*



    Sonata in F, K.376


    17/12/82 - Moscow - Live - LIVE CLASSICS LCL 102 (CD)**



    Sonata in B-flat, K.378


    6/7/74 - Tours - Live - (PT)*


    6&7/7/74 - Tours - Live - EMI 5 74293 2 (2CD)**


    16/7/74 - Wiltz - Live - (PT)*


    17/12/82 - Moscow - Live - LIVE CLASSICS LCL 102 (CD)**



    Sonata in G, K.379


    6/7/74 - Tours - Live - (PT)*


    6&7/7/74 - Tours - Live - EMI 5 74293 2 (2CD)**


    16/7/74 - Wiltz - Live - (PT)*


    17/12/82 - Moscow - Live - LIVE CLASSICS LCL 102 (CD)**



    Sonata in E-flat, K.380


    20/5/75 - Moscow - Live - LIVE CLASSICS LCL 123 (CD)**


    23/11/75 - Prague - Live - (PT)*


    7/3/76 - Munich - Live - (PT)*



    Sonata (Andante and Fugue), K.402


    4/3/76 - Munich - Live - (PT)*



    Sonata in C, K.403


    20/5/75 - Moscow - Live - LIVE CLASSICS LCL 123 (CD)**


    23/11/75 - Prague - Live - (PT)*


    7/3/76 - Munich - Live - (PT)*



    Sonata in C, K.404


    6&7/7/74 - Tours - Live - EMI 5 74293 2 (2CD)**


    16/7/74 - Wiltz - Live - (PT)*


    20/5/75 - Moscow - Live - LIVE CLASSICS LCL 123 (CD)**


    4/3/76 - Munich - Live - (PT)*


    9/11/82 - Nantes - Live - (PT)*



    Sonata in B-flat, K.454


    20/5/75 - Moscow - Live - LIVE CLASSICS LCL 123 (CD)**


    23/11/75 - Prague - Live - (PT)*


    7/3/76 - Munich - Live - 3rd mvt encored - (PT)*


    (Quelle: http://www.doremi.com/sr.html)

    ("PT" bedeutet in dieser Auflistung, dass es noch keine Schallplattenveröffentlichung gibt; die Aufnahmen liegen aber dem Verfasser dieser Diskografie Ates Tanin privat vor. Erfahrungsgemäß kommen nach und nach solche "PT"-Aufnahmen an die Öffentlichkeit)


    Für den Einstieg empfiehlt sich vielleicht dieses - second hand im Marketplace sehr günstig zu erwerbende - Doppelalbum:

    Und jetzt bei mir dieselbe Bach/Busoni-Transkription (Chaconne aus der Partita BWV 1004) mit dem unvergleichlichen Shura Cherkassky (80th Birthday Recital, Carnegie Hall, N.Y.C., 2. Dezember 1991):


    Hier ein Videomitschnitt aus diesem Klavierabend:

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    From Afar ist mMn aber ein sogenanntes „Konzeptalbum“, das man am Stück hören sollte, weil der Künstler sich ganz bestimmte Gedanken bei der Zusammenstellung gemacht hat.

    Absolut. Mich persönlich stört ein wenig die "Träumerei" von Schumann, die zwischen zwei Kurtág-Stücken eingereiht ist. Solch ein "Klavierstundenstück" muss ich nicht haben, deshalb überspringe ich diesen Titel der CD gern. Aber sonst höre ich das Album en suite. Und bin bei den beiden Brahms-Intermezzi aus op. 116 (Nr. 4 und 5) immer wieder erstaunt, wie visionär diese Musik in das 20. Jahrhundert reicht. Das wird vielleicht auf einem Konzeptalbum wie diesem mit Schwerpunkt auf der Musik des 20. Jahrhunderts deutlicher, als wenn man diese beiden Intermezzi auf einem reinen Brahms-Album hört. Ólafsson vertritt im Booklet die Meinung, dass das Intermezzo op. 116/5 weit vorausweist bis zu Webern und von dort zu Kurtág.

    Und dafür ist mir es mir eben zu einseitig, um nicht zu sagen einschläfernd, auch wenn es betörend schön gespielt ist.

    Im Gegensatz zu Dir mag ich dieses neue Album, obwohl ich Deine Position natürlich schon nachvollziehen kann.

    Vergleichsweise finde ich das Album “Mozart & Contemporaries” spannender.

    Unübertroffen in der Ólafsson-Diskografie bleibt für mich das Philip Glass-Album. Aber "Mozart & Contemporaries" ist natürlich auch klasse.


    Bei mir läuft gerade eine Aufnahme von Bing Bing Li, einer in Großbritannien lebenden chinesischen Pianistin, die zu den etwa 2.000 "Steinway Artists" gehört. Bereits im Alter von 10 Jahren gewann sie den Wettbewerb "China's National Piano Competition". Sie wirkte als Professorin für Klavier zunächst an der Royal Academy of Music, danach am Royal Conservatoire of Scotland und aktuell an der Chetham’s School of Music sowie am Royal Northern College of Music.


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    Ein paar kleine manuelle Unsicherheiten registriere ich bei dieser Aufnahme, aber interpretatorisch mag ich sie gern.

    Lieber Music Lover!

    Auch wenn ich mich jetzt als Banause oute, weil ich weder Vikingur Ólafsson noch Jenny Lin kenne, muss ich zugeben, dass ich Dein letztes Posting nicht verstehe: Du schreibst, dass Ólafsson seinen Status "hart erarbeitet" habe und er "nicht etwa vom Himmel gefallen" sei, gleichzeitig bezeichnest Du Lin als "faszinierende Pianistin", aber da steckt ja ebenfalls viel harte Arbeit dahinter. Ich verstehe daher irgendwie nicht, was Du mit dem Eintrag sagen willst, außer dass es tolle Musiker gibt, die bekannt sind, und tolle Musiker, die nicht so bekannt sind: Aber das ist ja nichts Neues.

    Natürlich hat sich auch Jenny Lin ihre Fähigkeiten am Klavier hart erarbeitet. Ebenso ihren Status, den sie in der Spezialistenszene für Neue Musik insbesondere in New York, aber auch anderswo hat (mehrere Dutzend Komponisten haben speziell Werke für sie geschrieben). Sie veröffentlicht bereits seit 1996 CD-Alben, also weitaus länger als Ólafsson. Er war aber sogleich "da", als er - nach einigen Veröffentlichungen auf seinem eigenen Label, die nur für den isländischen Markt gedacht waren - seine ersten Alben für den internationalen Markt machte. Und hat sich sehr bald eine große Fangemeinde aufbauen können, nicht nur unter eingeweihten Kennern. Jenny Lin hat demgegenüber "nur" einen Status unter Kennern, die überdies aufgeschlossen für selten gespieltes Repertoire sein müssen. Es ging mir mit meinem Posting eigentlich nur darum, dass ich den Erfolg von Ólafsson nachvollziehen kann und dass es keineswegs "anrüchig" ist, eine große Fangemeinde zu haben. Er macht eben einfach großartige Aufnahmen und ist auch live im Konzert ganz ausgezeichnet. Dass andere Künstler (Beispiel Jenny Lin), die diesen Erfolg nicht haben, es sich ebenfalls verdient hätten, tut dem keinen Abbruch.


    Off topic in diesem Faden, ich weiß. Ich wollte nur etwas zu dem hier aufgekommenen allgemeinen Thema "Starkult" beitragen.

    Rachmaninovs Version kenne ich nicht

    Dem kann man abhelfen:


    Präludium, Gavotte und Gigue aus der Partita E-Dur für Violine solo BWV 1006, gespielt von Nikolai Lugansky (rec. 2010)

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    Ich habe mich ungeschickt ausgedrückt. Ich meine damit, dass bei Ólafssons Bearbeitungen das Klavier als Ersatz für ein Streichquintett bzw. ein Orchester mit Singstimmen fad klingt. Diese Bearbeitungen bringen für mich einfach nichts und ich halte sie für überflüssig.

    Ah, verstehe. Und was hältst Du von Ólafssons Transkription des Adagios aus Bachs Sonate für Violine solo C-Dur BWV 1005? Dort wird das eine Soloinstrument durch das andere ersetzt. Die Werke Bachs für Violine solo haben sich vor ihm ja schon viele Transkribisten für Klavier vorgenommen: Brahms, Rachmaninow, Busoni...

    der Klavierklang ist einfach fad

    Hast Du Dir die Konzertflügel-Version angehört oder die auf dem "normalen" Klavier mit der Filzdecke auf den Saiten? Letzteres geht übrigens auf die Aufnahmen der vierhändigen Bach-Transkriptionen von György Kurtág zurück, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Márta Kurtág ebenfalls mit Filzdämpfung gemacht hat. Auch Ólafsson hat bei zwei Titeln der CD - einer Kurtág-Originalkomposition und der Kurtág-Transkription von BWV 525 für Klavier dreihändig - seine Ehefrau Halla Oddny Magnúsdóttir mit dabei.


    Das neue Album hat Ólafsson als einen Brief an einen Freund konzipiert. Dieser Freund ist Kurtág. Lies Dir mal das höchst informative Booklet des Albums durch (oder ist ein Booklet bei Spotify nicht abrufbar? Ich habe keine Ahnung von solchen Streamingmedien, bin aus tiefer Überzeugung CD-Käufer). Es ist von Ólafsson verfasst und hilft enorm beim Verständnis dieses tollen Albums, das für mich alles andere als "Kuschel-Klassik" ist. Dass es eher leise Töne anschlägt, bedeutet ja nun beileibe nicht, dass es seichte Musik ist.


    Mein Anspieltipp: Béla Bartóks Drei Ungarische Volkslieder aus Csik (Sz. 35a) (Tracks 5-7 des Albums). Einfach wundervoll gespielt, mit einem herrlichen Klavierklang. Ólafsson berichtet im Booklet von der unvergesslichen Unterrichtsstunde, die er 2003 an der Juilliard School bei György Sándor hatte. Nach dessen Meinung ist Bartóks Klaviermusik "voller Leichtigkeit, voller Gesang". Und genau so spielt Ólafsson dieses Werk.


    Thomas Adès hat übrigens die Komposition "The Branch" speziell für dieses Album geschrieben.

    Schön, daß Du einen so gelungenen Konzertabend hattest, lieber music lover!

    Danke Dir, lieber garcia!!


    Zum Thema "Starkult": Ich würde lieber von einer "Fangemeinde" sprechen, die ein Künstler sich aufgebaut hat. Und das ist bei Currentzis ohne Zweifel der Fall. Aber ist das etwas Schlechtes?


    Ich höre mir heute gerade das vor wenigen Tagen erschienene Album "From Afar" des isländischen Pianisten Vikingur Ólafsson an, welches György Kurtág gewidmet ist und neben dessen eigenen Werken und Bach-Bearbeitungen auch Werke u.a. von Thomas Adès, Snorri Sigfús Birgisson und Sigvaldi Kaldalóns enthält. Dieses neue Album hat es aus dem Stand jeweils auf die Nr. 1 der Bestsellerliste bei Amazon im Bereich "Klassik - Soloinstrumente" sowie bei jpc im Bereich "Klassische Musik" geschafft! Und das bei einem Repertoire, das nun wirklich nicht gerade massenkompatibel ist. Würde eine Jenny Lin diese Werke einspielen, verkaufte sich ihr Album vielleicht weltweit in 3.000 CD-Exemplaren plus Downloads in derselben Größenordnung. Spielt aber Vikingur Ólafsson diese Werke ein, wird das Album von der Fangemeinde, die sich dieser faszinierende Pianist aufgebaut hat, in ganz anderen Größenordnungen gekauft und heruntergeladen. Warum? Weil die Fangemeinde jedes Album von ihm kauft, egal was er spielt. Diese Menschen wissen nämlich, dass er sie nicht enttäuscht. Vikingur Ólafsson-Alben sind immer gut.


    Die entscheidende Frage: Was macht Jenny Lin falsch? Sie ist ebenfalls eine faszinierende Pianistin, nur ist sie über einen kleinen Kreis von Bewunderern (zu dem auch ich gehöre) hinaus nicht populär geworden. Vikingur Ólafsson hingegen kam, sah und siegte. Er wurde zum "Star" in der Klavierwelt, aber dieser Status ist hart erarbeitet und nicht etwa vom Himmel gefallen. Ebenso wie bei Currentzis.


    Ich gönne Vikingur Ólafsson seinen Erfolg, und wenn er ihn dafür nutzt, einer großen Zahl von Menschen György Kurtág näher zu bringen, statt auf die Idee zu kommen, alle 5 Beethoven-Klavierkonzerte neu einzuspielen, finde ich es umso besser. Dass eine so dermaßen gut Klavier spielende Jenny Lin diesen Erfolg nicht hat, verstehe ich persönlich nicht (zumal sie sogar sehr schön ist; an einer fehlenden "Vermarktbarkeit" kann es also auch nicht liegen). Aber man muss auch nicht alles verstehen.

    Mit Spannung erwartet, gestern in meinem Briefkasten und heute in meinem CD-Player:



    Die Überraschung: Vikingur Ólafsson hat die hier vorgestellten 22 Klavierwerke zweimal eingespielt. Einmal auf einem großen Steinway-Konzertflügel ("CD 1: Grand Piano") und ein weiteres Mal auf einem "normalen" Klavier, dessen Klang durch eine Filzdecke auf den Saiten gedämpft wurde, wobei die Mikrofone so dicht am Klavier standen, dass man die Geräusche beim Drücken und Loslassen der Tasten hören kann ("CD 2: Upright Piano").


    Das Album ist György Kurtág gewidmet, dessen eigene Kompositionen und Bach-Bearbeitungen (von BWV 525 und 619) sich mit Werken anderer Komponisten - teils in Bearbeitungen von Vikingur Ólafsson - abwechseln: Adès, Bartók, Birgisson, Brahms, Kaldalóns, Mozart und Schumann.


    Aus dem Stand ist dieses soeben erschienene Album die Nr. 1 der Bestsellerliste bei Amazon im Bereich "Klassik - Soloinstrumente" sowie bei jpc im Bereich "Klassische Musik" geworden. Wohlgemerkt: Ein Album, das knapp zur Hälfte aus Werken von György Kurtág besteht und außerdem Werke u.a. von Thomas Adès, Snorri Sigfús Birgisson und Sigvaldi Kaldalóns enthält. Ich finde das bemerkenswert.

    Das im Vorposting erwähnte Album mit dem Gesamtwerk für Gesang und Klavier von Arthur Schnabel ist inzwischen auf dem Markt:


    Und das nächste Album von Jenny Lin ist auch bereits eingespielt. Am 11. November erscheint ihr Album mit Klavierwerken von Paul Maroon. Hier ein Videotrailer:


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    Ich weiß nicht. Begeisterung nach einem Konzert ist nach meinem Verständnis kaum mit "Starkult" gleichzusetzen.

    :cincinbier:

    Danke, lieber Hueb'! Das sehe ich auch so. :cincinbier:


    Wenn jemand restlos begeistert nach einem Konzert ist, dann ist das nichts, was man kritisieren muss. So sollte es ja eigentlich sein. Und ich habe gestern nicht einen einzigen Menschen gesehen bzw. gehört, der nicht restlos begeistert war. Die vom NDR befragten Menschen sprachen in ihrem Grundtenor allesamt von einem überragenden musikalischen Ereignis, das Enthusiasmus auslöste. Ebenso die Menschen, mit denen ich gestern im Saal, in der Pause und auf dem Weg aus dem Konzertsaal heraus gesprochen habe. Und das waren schon einige. All diese zutiefst glücklichen Menschen. Was kann Musik alles bewirken. Ich bin auch einen Abend später immer noch ganz "high" von diesem Erlebnis.

    Morgen (7.) und am Sonntag (9.) tritt das Orchester in Wien auf. Meine "Spione" aus der Currentzis-Fanszene sind schon in Stellung, werden mir brühwarm berichten, wie die Konzerte dort aufgenommen werden. Auch in Berlin am 11. wird sich eine sehr gute Freundin von mir dem Utopia-Klangrausch hingeben. Es ist vielleicht möglich, dass sich ein solcher Triumphzug wie in Hamburg dort nicht wiederholen wird. Das war schon wirklich einmalig, was gestern in der Laeiszhalle abging. Aber vielleicht passiert in Wien und Berlin auch dasselbe wie bei uns. Schau'n mer mal...

    Noch weitaus euphorischer als meine eigene Schilderung des gestrigen Triumphzugs von Utopia in der Hamburger Laeiszhalle ist der "Klassik begeistert"-Beitrag von Iris Röckrath:


    UTOPIA, Dirigent TEODOR CURRENTZIS Laeiszhalle, Hamburg, 5. Oktober 2022
    Foto: Teodor Currentzis © Astrid Ackermann Laeiszhalle, Hamburg, 5. Oktober 2022 UTOPIA TEODOR CURRENTZIS, Dirigent Igor Strawinsky (1882–1971) L’oiseau…
    klassik-begeistert.de


    Ihr könnt daran vielleicht sehen, dass ich nicht übertrieben habe, als ich gestern Abend von der Laeiszhalle nach Hause kam und ein paar Zeilen über den gestrigen Abend niederschrieb. Völlig zu Recht berichtet sie, dass die Laeiszhalle "Kopf stand" und das Publikum "tobte". Vieles, was ich gestern geschrieben habe, z.B. dass in der Pause viele fremdsprachige Menschen anzutreffen waren oder dass das Orchester spielte, als seien sie schon seit vielen Jahren aufeinander eingespielt, finde ich in ihrem lesenswerten Beitrag wieder. "Selten habe ich das Publikum in der Laeiszhalle so jubeln hören" schreibt sie zum Schluss, und das gilt auch für mich. Wenn die Ovationen nach den Bruckner-Andachten von Günter Wand in diesem Saal die Messlatte sind, dann war das gestrige Currentzis-Konzert vermutlich sogar ein paar Prozentpunkte darüber. Und das will wirklich etwas heißen.


    Ich empfehle auch wirklich, sich die Audiospur des Norddeutschen Rundfunks anzuhören, die ich oben verlinkt habe. Die haben mit dem Richtmikrofon in den Saal hineingehalten und so einige Minuten des gestrigen Konzerts festgehalten. Und sie haben eine ganze Reihe von Publikumsstimmen eingefangen, die ausschließlich völlig enthusiasmiert waren. Einige Beispiele: "Das war glücklichmachend!"; "Mitreißend in allen Belangen"; "Mega! Wahnsinnig ergreifend! Differenziertes Musizieren! Wir sind hin und weg!"; "Currentzis enttäuscht nie! Das war ja fantastisch!". Auch der NDR selbst spricht von "Weltklasse", "perfekt", "herausragend", "einer kleinen Sternstunde" und "einem grandiosen Konzert".


    Das Hamburger Abendblatt titelt in seiner morgen erscheinenden Ausgabe "Teodor Currentzis in der Laeiszhalle - Bravorufe schon vor Konzertbeginn". Leider mit Paywall, deshalb vermag ich heute noch nicht zu lesen, was morgen in der Print-Ausgabe geschrieben steht:

    Teodor Currentzis in der Laeiszhalle: Bravorufe schon vor Konzertbeginn
    Der Wahlrusse wird mit seinem Utopia-Ensemble in der Laeiszhalle gefeiert. Der Angriffskrieg gegen die Ukraine ist kein Thema.
    www.abendblatt.de

    Mir ist jetzt erst aufgefallen, dass es in der Audio-Spur, die auf der in #921verlinkten NDR-Seite anzuhören ist, einige Interviews mit Konzertbesucher(inne)n gibt. Hör Dir diese Meinungsäußerungen mal an. Begeisterung pur. "Das ist das, was die Leute mitreißt. Hier strahlt alles! Musiker wie Dirigent wie Publikum", sagt z.B. eine Dame. Genauso war die Atmosphäre gestern Abend. Und das habe beileibe nicht nur ich als "Fan" so empfunden. Diese zwei Stunden haben - das wage ich mal zu behaupten - niemanden, der dabei war, ob "Fan" oder Erstkonsument, kalt gelassen.

    Currentzis ist schlichtweg einer der besten und inspirierendsten Musiker unserer Zeit.

    Das sehe ich auch so.


    Hier ein Artikel und eine Audiospur des Norddeutschen Rundfunks zum gestrigen Hamburger Konzert:


    Currentzis in Hamburg: Rauschhafte Musik und offene Fragen
    Mit seinem neuen Orchester-Projekt "Utopia" hat Teodor Currentzis das Publikum in der Hamburger Laeiszhalle restlos begeistert. Zum Krieg in der Ukraine…
    www.ndr.de

    Ich freue mich, dass Dir das Konzert gefallen hat (ganz ehrlich gemeint, ohne Ironie)

    Danke Dir! :cincinbier:

    Ich bin nicht Teil des Wiener Publikums, dass ihn "liebt".

    Mag sein. Aber es spricht für sich, dass Utopia in Wien sogar zwei Konzerte gibt. Dort hat er eine große Fangemeinde.


    Du hast aber recht, ich war sprachlich unpräzise. Deshalb editiere ich meinen obigen Beitrag in "dass sein Publikum in..." statt "dass das Publikum in...". Einverstanden, lieber sadko?