Beiträge von Gerardus

Die 14. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins ist beendet.

    betreffs Gelber bei Denon
    Ein großer Musiker bei einem kleinen Label hat immer die carte blanche.
    Das betrifft sowohl die großen Abstände zwischen den Aufnahmen (die ein Major Label nie akzeptieren würde), als auch solche Kleinigkeiten wie die Auswahl der Coverfotos.
    Dies sei zu Denons Ehrenrettung gesagt :alter1:

    Überhaupt gefallen mir Inbals Denon-Aufnahmen, soweit ich sie kenne, sehr gut (Bartok, Ravel, Schostakowitsch, R. Strauss).


    Beim Abspielen sollte man bedenken, dass die meisten dieser CDs mit Emphasis (= Höhenanhebung) aufgenommen sind und nur von einem CD-Player mit dem richtigen Frequenzgang (entsprechende Höhenabsenkung nach der DA-Wandlung) wiedergegeben werden. Bei Wiedergabe am PC, nach dem Rippen o.ä., hört man einen deutlich höhenlastigen Klang.
    Nicht die Schuld von Denon. Die früher weit verbreitete Emphasis wurde bei der WAV-Standardisierung schlicht vergessen.

    Hallo maticus,

    dass der Fehler am Verstärker eventuell mit der Steckdosenleiste oder allgemein mit der Stromversorgung zusammenhängt, halte ich zumindest für denkbar.
    Zwei leicht mögliche Tests könnten Klarheit oder sogar Abhilfe schaffen:
    1. den Verstärker direkt ohne die schaltbare Steckdose ans Stromnetz anschließen.
    Falls der Fehler mit der Steckdose zusammenhängt (Korrosion an den Kontakten), sollte das helfen. Auch wenn ich das für unwahrscheinlich halte, möglich ist es nach der geschilderten Vorgeschichte schon.

    2. Mein zweiter Vorschlag gilt generell für alle Audiogeräte: Polarität der Netzverbindung optimieren
    Den Verstärker und alle angeschlossenen Geräte so ans Stromnetz anschließen dass möglichst wenig Leckströme auftreten. Dazu braucht man ein Spannungsmessgerät und folgendes Prozedere:
    - alle Audio-Verbindungskabel entfernen
    - Messgerät auf Wechselspannung stellen
    - Spannung messen zwischen Nullleiter (oder Erdung) und Gehäuse-Masse (z.B. an einer Cinch-Buchse; wenn vorhanden ist auch eine Gehäuseschraube ein praktischer Messpunkt). Die gemessene Spannung hängt üblicherweise stark davon ab, ob das Gerät ein- oder ausgeschaltet ist, und wie herum der Netzstecker eingesteckt ist. Mir sind schon Werte über 100 V begegnet.
    - Ziel ist, dass im eingeschalteten Zustand der Spannungswert möglichst niedrig ist.

    Diese Methode reduziert die nutzlosen und belasteten Ströme zwischen den Geräten und kann auch für den Klang mitunter Wunder wirken. Eventuell könnte ein an den Verstäker angeschlossenes Gerät eine sehr hohe Gehäusespannung aufweisen, die dann den Verstärker zum Abschalten motiviert. Möglich ist immer alles. Hifi-Geräte sind auch nur Menschen :)

    worüber soll eigentlich diskutiert werden?

    genau genommen gibt es ca 4 unterschiedliche Ereignisse, die sich mehr oder weniger deutlich unterscheiden. Das führt immer wieder zum Durcheinander, wenn nicht klar ist welche Vergleiche man anstellen will:

    1. Konzertbesuch
    2. Konzertmitschnitt (klanglich optimiert, aber musikalisch "naturbelassen")
    3. "live-Aufnahme" - die ist nur in Ausnahmefällen wirklich ganz live, in den allermeisten Fällen mit mehr oder weniger Korrekturen, gar nicht selten stammen die Takes sogar hauptsächlich von der Generalprobe und Korrektursessions. Niemand kann und will das kontrollieren.
    4. Produktion - hier gibt es nochmal einen gravierenden Unterschied zwischen
    4a) einer konzertreif geprobten musikalischen Darbietung, die nach der Vorstellung der Interpreten zusammen mit dem Aufnahmeteam "verfeinert" wird,
    und
    4b) Aufnahme = Probe. Weit verbreitet v.a. bei exotischem Repertoire, aber auch bei Zeitdruck. Sinnvolle Zusammenhänge entstehen erst beim Schnitt mehr oder weniger zufällig oder auch nicht.

    Achtung, es wird immer von "Studioproduktion" oder "Studioaufnahme" gesprochen, aber die findet in den seltensten Fällen im Studio statt. Das wäre viel zu teuer und bei Klassik unnötig, u.U. sogar kontraproduktiv (aber das ist wieder ein anderes Thema).

    Also worüber diskutieren wir jetzt?
    1 im Vergleich zu 2, hätte ich im Rahmen der Threadentstehung gedacht.

    mit dem Analogieschluss auf unser Ohr sollte man vorsichtig sein.
    Wenn jemand altersbedingt keine Frequenzen über, sagen wir mal, 10 kHz hört, heißt das nicht unbedingt, dass er nicht auf irgendwelche steilflankigen Signale genau so reagiert, als würde er noch bis mindestens 20 kHz etwas wahrnehmen.
    Es gibt keine wirklich zweifelsfrei aussagekräftige Tests dazu. Eine interessante Theorie besagt, das hochfrequente Geräusche zum Teil auch über die Kopfhaut wahrgenommen werden. Ich habe diese Theorie nicht weiter verfolgt, aber klar ist dass längst nicht alles verstanden ist, was mit unserer Hörfähigkeit zu tun hat.
    Evolutionsbiologisch gesehen war zeitlich präzises Hören mal eine lebensrettende Eigenschaft. Damit unmittelbar verbunden ist nämlich das Richtungshören. In der Horizontalen können wir ein Geräusch auf ca. 3 Grad genau orten. Es wäre mal spannend zu untersuchen, ob auch diese Fähigkeit im Alter nachlässt.

    Ich nehme übrigens regelmäßig Musik mit 96 kHz / 24 bit auf und rechne die Musik am Ende auf die CD-Auflösung herunter. Je nach Besetzung ist der Unterschied mal mehr, mal weniger deutlich zu hören.
    Die CD-Auflösung wurde vor ca 40 Jahren so festgelegt, nicht weil eine höhere Auflösung keinen Sinn hätte, sondern weil es damals das technisch maximal machbare war.

    Da geht es konkret um Mikrophonkabel - steht so auf der Seite.

    ja da geht es um Mikrofonkabel, weil Herr Sengpiel nun mal Tontechnik für angehende Profis unterrichtet hat.
    Die Berechnung eines Hochpass-Filters aus Widerstand und Kapazität gilt aber universell. Bei jedem x-beliebigen Kabel.

    Kurz: 3 m Kabel sind machbar, die Effekte sind viel zu gering, um hörbare Höhenabfälle zu produzieren.

    Ein Beweis dafür steht noch aus.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, wir meinen nicht dasselbe. Ist das nicht eher für Mikrophonkabel von Bedeutung? Da sollten die Kabel immer so kurz wie nötig sein, aber bei Cinchverbindungen sehen die Zahlen ein bißchen anders aus. Auf 3 m ist der Abfall nicht mal mehr erwähnenswert.

    ?( Mein Satz bezog sich deutlich erkennbar auf dein Argument mit den mehreren hundert Kabelmetern in Studios (was übrigens gar nicht der Fall ist. Höchstens bei veralteten Installationen in großen Konzert-/Opernhäusern, wo die Mikrofonkabel von der Decke abgehängt und zur Verteilung erst mal in den Keller geleitet werden o.ä., passiert sowas gelegentlich. Und da beschwert man sich sehr wohl, bzw. setzt sich für eine CD-Aufnahme lieber in die Künstlergarderobe, um die Kabel direkt verlegen zu können).
    In der Studiotechnik ist die Kabellänge nur deshalb weniger kritisch, weil die Impedanzen sehr viel niedriger sind als im Heimtonbereich. Oder anders herum: damit man lange Kabel verwenden kann, wurden in der Studionorm niedrige Impedanzen festgelegt.

    Eine schöne Erklärung des Höhenabfalls mit einem hübschen Rechner habe ich auf der Homepage des leider vor einigen Jahren verstorbenen Eberhard Sengpiel gefunden:
    http://www.sengpielaudio.com/Rechner-kabel.htm
    Ein Rechenbeispiel:
    Quellwiderstand 80 Ohm
    Kabelkapazität 120 pF
    Kabellänge 200 m
    Ergebnis für die Grenzfrequenz (3 dB Abfall): 82893 Hz

    Auf den ersten Blick eine sehr hohe Frequenz, tatsächlich sind aber viele weitere Einflüsse noch nicht berücksichtigt:
    - pro 100 m kommen ca 10 Ohm Kabelwiderstand dazu, die grob gesagt zum Quellwiderstand hinzuzurechnen sind; der Kabelwiderstand ist auch noch frequenzabhängig (Skin-Effekt).
    - der Quellwiderstand ist frequenzabhängig. Die Studionorm legt die Obergrenze nur bis 20 kHz fest. Was darüber passiert, weiß kein Mensch.
    - bereits weit unterhalb der Grenzfrequenz beginnen Phasendrehungen.
    - nicht berücksichtigt sind die Kabelinduktivität und die Kapazität zwischen Tonadern und Schirm. Normalerweise spielen sie keine große Rolle, bei großen Längen aber schon.

    Leider habe ich keine technischen Daten zu den uns hier interessierenden Heimtonkabeln gefunden.
    Aber du hast mit der Studiotechnik angefangen...

    Ciao,
    Gerardus

    Werde wohl demnächst mal wieder ein Kabel bestellen. Kannst Du bitte den Link zu Deiner Empfehlung nochmal komplett angeben, Gerardus?

    nanu, funktioniert der Link bei dir nicht?
    Hier nochmal ausführlich, 3-m-Version:
    http://www.amazon.de/Primewire-Meta…ms?ie=UTF8&th=1

    Nicht länger als 2 m bei Signalleitungen? Man hört das deutlich?

    Boah, Leute, hört endlich mal auf - da stimmen die Verhältnisse nicht, um sowas zu behaupten.

    Es geht hier nicht um irgendwelche Signalleitungen, sondern um die billigen Kabel, und da ist jeder Meter zu hören. Glaubs mir einfach. Ich behaupte nicht, dass sich jeder aus der Verschlechterung etwas macht, aber hören würde es im direkten Vergleich jeder.

    Ein hochwertiges Kabel kaufen bzw. eins selber löten, dann weißt du, was drinn ist. Da du ohnehin die Länge von 3 m benötigst, ist die Frage für Maximallänge ohnehin uninteressant.

    :thumbup: zweifellos. Dann dürfen es auch gern mal 3 m sein.

    Ganz nebenbei: die Profis legen in ihren Studios Kabel von mehreren hundert Metern, weil es notwendig ist. Bisher hat sich da noch keiner beschwert, daß der Klang dadurch Scheiße geworden ist.

    Deshalb arbeitet man im Studiobereich ja im niederohmigen Bereich (Ausgangsimpedanz um die 50 Ohm), dann dürfen die Kabel länger sein, ausreichender Querschnitt vorausgesetzt. Aber auch da gilt: ab ca 30 m hörbarer Höhenabfall. Lässt sich halt manchmal nicht vermeiden. Am besten ist es, Mikrofonverstärker und Wandler auf die Bühne zu stellen. Verbindung zur Workstation per optischem oder Netzwerkkabel.

    Ciao,
    Gerardus

    ja, diese Audiokabel sind tatsächlich höchst anfällig, besonders die heutzutage beliebten superdünnen und superbiegsamen. Die Hersteller lachen sich sicher ins Fäustchen, weil man alle naslang nachkaufen muss, *kostet ja nicht viel*.

    Wackelkontakte gibt es zum einen in der Steckverbindung. Abhilfe im Gerät gibt es dafür leider keine, aber beim Kabel kann man etwas dagegen tun, indem man auf vergoldete Stecker achtet (schützt vor Korrosion).
    Dann gibt es im Kabel selbst Brüche der winzigen Kupferdrähtchen, besonders in der Nähe der Stecker, wo die Knickhäufigkeit am stärksten ist. Solche Brüche führen zu Pegelverlusten und/oder Wackelkontakten.

    Zur Frage Klinke oder Cinch: Cinch sorgt auf jeden Fall für den besseren Kontakt.


    Die wichtigsten klangentscheidenden Kabeleigenschaften sind: Leiterquerschnitt (leider nur selten angegeben) und Länge.
    Bei der Länge hat man die Wahl. Je länger, umso größer der Höhenverlust. Ob 1 oder 2 Meter, hört man deutlich, länger ist nicht zu empfehlen!
    (der Vollständigkeit halber: natürlich ist auch das Material entscheidend, was aber fast ausnahmslos Kupfer ist)

    Das von dir verlinkte Kabel hat anscheinend keine vergoldeten Kontakte und auch einige Rezensionen, die stutzig machen.
    Vertrauenerweckender scheint mir dieses von Primewire, das nicht mal teurer ist:

    Nachteil ist, dass die Cinchstecker keine Schlitze haben, so dass sie schwerer anzuschließen und v.a. zu entfernen sind. Falls das Kabel dauerhaft am Verstärker angeschlossen bleibt, kein Problem.

    Ciao,
    Gerardus

    Frequenzmessung ist technisch möglich, halte ich aber für musikalisch sinnlos bis kontraproduktiv. Kein Profi macht so etwas.
    Das natürliche Vibrato verhindert ohnehin eine eindeutige Frequenzzuordnung, dann gibt es noch das Problem der reinen/gleichschwebenden Intervalle, das technisch gar nicht eindeutig lösbar ist, usw.

    Mein Rat: ein Tasteninstrument als Referenz, meiner Meinung nach braucht man das auch als Hobbysänger unbedingt.

    Viel Erfolg!
    Gerardus

    Da muss ich als Spaßverderber outen, denn für mich sind Gleichungen v.a. dann schön, wenn sie Zusammenhänge auf einen Blick sichtbar machen. Der Klassiker schlechthin ist natürlich E=mc^2

    Die von Dir zitierte Gleichung ist aber mangels Variable eher eine Art Tautologie. Aber ok - über Mathegeschmack lässt sich genauso wenig streiten wie über Weingeschmack... :D


    viel schöner noch ist die zugrundeliegende Formel, die auch die vermisste Variable enthält (für x= π ergibt sich die von MB genannte Lösung):
    e ^ ( i * x) = cos x + i * sin x

    Und diese Formel hat sehr wohl was mit Musik zu tun! Es ist sozusagen die Geheimformel aller Schwingungen. Sie besagt, dass die Natur von sich aus zu schwingen anfängt, sobald in einer exponentiellen Entwicklung eine imaginäre Komponente ins Spiel kommt.
    Für Mathe-Einsteiger kurz erklärt:
    i ist die Einheit der imaginären Zahlen, die in der "reellen Welt" nicht existierende Wurzel aus minus 1. In der Mathematik und z.B. in der Tontechnik eminent wichtig. Wenn sie im Exponent auftaucht, "erzeugt" sie eine Cosinus- und eine Sinusschwingung.
    [Besserwissermodus aus]

    Ciao
    Gerardus

    gegenphasig bedeutet:
    bei einem der beiden Kanäle ist die Phase (zu verstehen als Richtung der positiven und negativen Halbwelle) umgekehrt. Der Klang wandert dadurch scheinbar nach außen. Je nachdem wie die Musik aufgenommen ist, kann es einen unangenehmen Druck auf die Ohren geben, besonders wenn man über Kopfhörer hört.
    Wenn man ein Monosignal gegenphasig abspielt und dann wieder zu Mono addiert, löschen sich die beiden Kanäle komplett aus. Jedes Stereosignal enthält auch Mono-Anteile, besonders bei tiefen Frequenzen. Auch diese würden in dem Fall ausgelöscht werden, übrig bleibt meist ein sehr kläglicher Rest.

    Ciao,
    Gerardus

    Nochmals aufs Thema zurück kommend:
    (...)
    Langsame Brenngeschwindigkeit und richtige Lagerung tun ihr übriges dazu.

    in einem Profi-Forum las ich vor Jahren mal, das nach interner Auskunft von Laufwerksherstellern alle Brenner auf die Hälfte der Maximalgeschwindigkeit optimal justiert werden.

    Ob das noch immer gilt (und ob überhaupt), weiß ich nicht, jedenfalls halte ich mich daran und habe noch keine Ausfälle erlebt.
    Es erscheint mir schon plausibel, dass eine noch niedrigere Geschwindigkeit nicht unbedingt ein besseres Ergebnisse bringen muss.

    CD-Brenner stellen sich im übrigen auf die spezifischen Eigenschaften der Rohlinge ein. Zu dem Zweck gibt es (ob bei allen, weiß ich nicht, jedenfalls bei Plextor) Firmware-Updates, in denen neue Rohlinge berücksichtigt werden.
    Ich gebe zu dass ich in der Beziehung auch etwas schludrig bin, solange keine Probleme auftreten.

    Was Hempel weiter oben über CD-Master zur CD-Herstellung schreibt, ist eine nicht ganz professionelle Version. Üblicherweise bekommen die Presswerke keine gebrannte Audio-CD, sondern ein DDP (auf CD gebrannt oder neuerdings meist online übertragen), mit dem dank zusätzlicher Prüfroutinen absolut sicher die Originaldaten verifiziert werden können. Eine mutmaßliche Audio-Qualität von CD-Rohlingen, sofern überhaupt vorhanden, würde dabei keine Rolle spielen.
    Ciao,
    Gerardus

    Hallo Maggie,
    dass das Problem eigentlich beim Laufwerk liegt, dürfte inzwischen klar sein.
    Aber gerade deshalb kann man mit verschiedenen Einstellungen versuchen noch etwas zu retten.
    Ich habe eine ziemlich alte* EAC-Version, weiß daher nicht ob die Punkte noch so heißen:

    Laufwerkseinstellungen > Auslesemethode > Teste Laufwerkseigenschaften + Prüfe C2-Fähigkeit

    Probiere ruhig auch mal die unsicheren Methoden, wie "Burst Modus" (im gleichen Menu).

    EAC Einstellungen > Auslesen >Fehlerkorrekturpriorität "niedrig" ist auch einen Versuch wert. Zumindest kommst du damit schneller zu einem Ergebnis.

    Schön finde ich auch den Hinweis, dass einige Laufwerke schon beim Hochfahren Daten auslesen, was zu Problemen führen kann. Diese Funktion kann man deaktivieren mit
    Laufwerkseinstellungen > Laufwerk > Beschleunige Laufwerke vor dem Auslesen

    ... um nur mal die Stellen zu nennen, wo ich herumspielen würde.

    lg
    Gerardus

    * genauer gesagt, Version 0.99 - das Vorserienmodell hatte nämlich irgend eine Funktion, die später aus Urheberrechtsgründen entfernt wurde...

    Ich habe EAC installiert und konvertiere gerade eine CD. In den Einstellungen habe ich hohe Qualität ausgewählt. Natürlich benötigt das Programm dadurch eine längere Zeit, aber ca. 60 - 90 min für einen Titel / Track finde ich dann doch zu lang. Die Fehlerkorrektur läuft und im Fenster wird Lesefehler und Syncronisationsfehler angezeigt. Nichtsdestotrotz wurde bereits ein Titel fehlerfrei in mp3 umgewandelt. Jetzt stellt sich für mich die Frage: Welche Einstellung ermöglicht mir eine vernünftige Qualität bei "normaler" Zeit.

    Genau für diese Frage gibt es leider keine allgemeingültige Antwort, weil es von den Fehlern abhängt, die entweder auf der CD drauf sind oder von der Abtasteinheit ausgegeben werden (infolge Verschmutzung, Alterserscheinungen).
    Wenn gleich am Anfang ein dicker Fehler festgestellt wird, dann kalkuliert das Programm u.U. eine längere Zeit als es tatsächlich braucht (weiß allerdings nicht ob es wirklich so flexibel reagiert).
    Mit der Zeit lernt man, harmlose Fehler von solchen mit hörbaren Auswirkungen zu unterscheiden und dadurch eine (vom Einzelfall abhängige!) optimale Auslesegeschwindigkeit zu finden. Dafür sind die roten Kachelfelder und Fehlerberichte sehr hilfreich.

    Also ein wenig Eingewöhnungszeit solltest du dir und dem Programm schon gönnen.

    zu mp3 -
    256 kB/s sind schon in Ordnung, aber Speicherkapazität spielt doch heutzutage keine so große Rolle, so dass man noch mehr auf Nummer sicher gehen und 320 kB/S oder gleich FLAC nehmen könnte.

    lg
    Gerardus

    Hallo Maggie,

    zum Verständnis wollte ich mal auf den grundsätzlichen Unterschied zwischen CD abspielen und CD rippen hinweisen:

    Nehmen wir als Beispiel eine CD mit 70 Minuten Spielzeit. Beim Anhören dreht sie sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit, und zwar egal ob im CD-Player oder im Computer-Laufwerk. Die Auslesegeschwindigkeit wird sozusagen von der Musik bestimmt (übrigens dreht sich die CD im Unterschied zur LP am Anfang schneller als am Ende, eben damit die Auslesegeschwindigkeit, also die Geschwindigkeit der am Laser vorbeirauschenden Bits, konstant bleibt)

    Wenn du diese CD mit egal welchem Programm rippst, dann stellt das Programm das CD-Laufwerk auf die höchste mögliche Auslesegeschwindigkeit um, es soll ja schnell gehen. Daher ist der Auslesevorgang nach wenigen Minuten fertig.
    Obwohl die Anforderungen an das Laufwerk, also die Spurfindung, die Biterkennung, Fehlerkorrektur usw. -zigfach höher sind als bei einem CD-Player, funktioniert das in der Regel zuverlässig.

    Aber es ist auch logisch, bei bei einer höheren Auslesegeschwindigkeit das System viel anfälliger für Fehler ist, als wenn man eine CD nur zum Anhören (= langsamste übliche Geschwindigkeit) abspielt.
    Wie mit den auftretenden Fehlern weiter verfahren wird, das ist dann die Sache des Programms. Es könnte z.B. die Auslesegeschwindigkeit soweit herunterfahren, bis keine Fehler mehr auftreten, aber ob das alle Programme machen? Zumindest in der Zeit als ich mehrere verglichen habe, war das nicht so. Der Fall war wohl einfach nicht vorgesehen...
    EAC tut das aber, wenn man es entsprechend einstellt. Es erklärt auch, dass das nicht immer die ideale Lösung bringt und bietet noch viele andere Wahlmöglichkeiten an. Dabei wird alles sehr einfach (auf deutsch, sogar humorvoll) direkt im Programm erklärt.
    Sicher kann EAC auch nicht alles lösen, aber vermutlich mehr als andere Programme.

    Auf Dauer würde ich dir allerdings auch empfehlen, nach einem Ersatzlaufwerk Ausschau zu halten. Vielleicht sogar ein externes, dann kannst du es auch mit dem Notebook verbinden.

    Viel Erfolg,
    Gerardus

    EAC habe ich noch nicht probiert, wäre also auf jeden Fall einen Versuch wert.

    unbedingt.
    EAC hat umfangreiche Einstellmöglichkeiten für Laufwerk und Auslesemodus, die Leute haben an alle Eventualitäten gedacht. Wenn die CD prinzipiell auf einem Laufwerk abspielbar ist, dann kann EAC die Daten auch korrekt als WAV abspeichern.

    Dass das nicht automatisch mit jedem Programm reibungslos funktioniert, liegt u.a. daran, dass die Hersteller (der Laufwerke, auch der Betriebssysteme, im Einverständnis mit den CD/DVD-Labels) ebendies nach Kräften zu erschweren versuchen (DRM war der Gipfelpunkt dieser Bemühungen, hat zum Glück nicht lange dem Protest der Käufer standgehalten. Aber gab es sehr wohl auch bei CDs).
    CDs abspielen sollte immer gewährleistet sein, CDs kopieren war immer ein Stein des Anstoßes.

    Ciao,
    Gerardus

    Danke Maggie für das Hörbeispiel!

    Folgendes kann ich dazu zweifelsfrei sagen:
    Die CD wurde nicht fehlerfrei ausgelesen. Es hat also nichts mit der mp3-Kodierung zu tun.
    Insofern liegt JD hier richtig:

    Wie klingen denn die eingelesenen WAVs? Sind die in Ordnung?

    eindeutig nein.
    Es gibt am Anfang ein quasi rhythmisches Rauschen, das immer stärker wird und schließlich zu richtigen Aussetzern führt, und das zweimal innerhalb der ersten Minute. Der Rest des Tracks ist völlig in Ordnung.
    Klassischer Fall eines von der Fehlerkorrektur nicht bewältigten Auslesefehlers an einer bestimmten Stelle.

    Gründe können sein:
    Beschädigung oder Verschmutzung der Oberfläche; Herstellungsfehler.
    (rein theoretisch käme auch der Kopierschutz DRM in Frage, aber soweit ich erkennen kann, ist diese CD nicht betroffen, und er würde sich auch in anderer Weise bemerkbar machen).

    Ich nehme an, das Hörbeispiel steht am Anfang der CD (es gibt auch eine Ausgabe, wo der Track in der Mitte steht).
    Das heißt, du musst auf der CD innen (in der Nähe des Lochs) sehen, ob Schmutz oder Kratzer drauf sind:
    Schmutz - Glück gehabt, lasst sich entfernen.
    Kratzer - schon schwieriger. Am besten mit verschiedenen Laufwerken oder Ausleseprogrammen probieren. Ich habe gute Erfahrungen mit EAC gemacht, da gibt es verschiedene Auslesemodi.
    nichts zu sehen? - möglicherweise ein Herstellungsfehler, jedenfalls ein guter Grund zum Umtausch.

    Sind noch andere CDs betroffen? Eventuell auch solche, die früher (unter den gleichen Bedungungen!) problemlos gelaufen sind?
    Dann ist das Laufwerk nicht mehr in Ordnung, z.B. die Linse verschmutzt.

    Hoffe geholfen zu haben,
    und lieben Gruß,
    Gerardus