Beiträge von Josquin Dufay

Das Forum ist nun wieder online! Für Fragen und Probleme gibt es hier einen neuen Thread.
Neuregistrierungen sind vorübergehend nicht möglich!


    Antonin Dvorak

    Cellokonzert h-moll op. 104

    Peter Tschaikowski

    Variationen über ein Rokoko-Thema op. 33

    Mstislaw Rostropowitsch (Violoncello)

    Berliner Philharmoniker

    D: Herbert von Karajan

    Vielleicht damit, dass er für Welles selber nicht der Lieblingsfilm war, dass Peter Bogdanovich, der ja ein ausgemachter Welles-Experte ist, ihn nicht für seinen besten hält und, ich reihe mich jetzt mal ganz bescheiden ein, und ich auch nicht sicher bin, ob mir andere nicht doch noch besser gefallen.

    Es wäre schön, wenn es wenigstens ein Werk in der Filmgeschichte gäbe, der von allen geliebt, verehrt und bewundert wird - doch das gibt es nicht. Citizen Kane hat halt eine damals erstaunliche Filmästhetik und eine Dramaturgie, die nichts Geniales an sich hat, aber eben nie in einem Hollywoodfilm angewendet wurde. Als Porträt des Bürgers Charles Foster Kane zeigt er halt das Leben eines Menschen, der ein besondere Lebensposition hatte, weil er viel Geld hatte und damit etwas erreichen wollte; und daß er dennoch scheitern kann, wenn er keine Distanz zu sich findet. Alles an diesem Film ist konzentrierter Ausdruck, wie er bis dato kaum möglich war. Das ist sicherlich der Grund, warum der Film zu den großen Meisterwerken des Films gehört.


    Aber ein Film muß sich immer entscheiden, was er eigentlich erzählen will. Daraus ergibt sich aber auch, wie er wirkt. Es ist verständlich, wenn man Citizen Kane bewundert, aber nicht wirklich liebt. Bei mir ist es ganz ähnlich, aber er verliert dadurch trotzdem nichts.


    Gregg Tolands Einfluß ist schon immens, wenn man sich dessen Kameraarbeit bei z.B. Fords The Long Voyage Home ansieht: es ist der gleiche Stil, der auch in Citizen Kane vorkommt, den Welles später generell für sich adaptierte. Und daß ein Mankiewicz größeren Einfluß aufs Drehbuch hatte, überrascht mich da auch nicht. Welles war ein Kompilator, der alle Techniken genial kombinieren und dabei seinen eigenen Stil kreieren konnte. Er tat das, was viele Genies tun: aus der Vergangenheit schöpfen und etwas Neues zusammenstellen. Darin war er wirklich groß.


    Das Bemerkenswerteste ist tatsächlich, daß ein 25jähriger totale künstlerische Kontrolle über ein Projekt hatte und damit zeigte, was möglich ist, wenn geschäftliche Interessen außen vor gehalten werden. Das konnte damals vielleicht nicht gut gehen (und tat es auch nicht), bringt uns dafür aber heutzutage ein Beispiel von filmischer Brillanz, das immer noch ziemlich einmalig ist.

    Lieber Quasimodo, muss man beim Einstellen von Bildern was Neues beachten? Wenn ich es mache wie bisher, wird mir das Bild nicht angezeigt.

    Vielleicht beim Kopieren ein Leerzeichen drin gehabt? Da muß man genau aufpassen.