Beiträge von Vendee

    Toll, ein Cello-Thread! Ich liebe dieses Instrument! Das drittbeste nach Geige und Stimme :hide: .


    Aber leider spiele ich es nicht selbst, obwohl ich gerne würde. Ich liebe ja die tiefen Töne und die Basslinien, doch das Schicksal hat mich mit einer Sopranstimme und mit Geigenunterricht geschlagen. Nur bei der Blockflöte kann ich ungehemmt meinem Wunsch nach Tiefe nachkommen und spiele möglichst nur ab Bass abwärts.


    Als Erwachsene habe ich das Cellospiel auf dem Instrument meiner Schwester eine Zeitlang ausprobiert. Doch ich musste aufgeben: ich habe einfach nicht genug Kraft links und mir tat immer alles weh.


    Zum Fragebogen kann ich nur beitragen, dass das Instrument meiner Schwester einen sehr schönen Kasten hat, sowie ein aufklappbares Holzteil, das man mit einer Schlaufe am Stuhl anbringt, mit Kerben für den Stachel. Einen Namen hat es nicht, ich bin auch noch nie auf die Idee gekommen, einem meiner Instrumente einen Namen zu geben. Nicht mal mein Navi hat einen Namen, damit bin ich in meinem Umfeld die absolute Ausnahme.


    Viele Grüße,
    Vendee

    Ich habe etliche Savall-CDs mit orientalischem Einschlag und finde sie allesamt großartig. Die besagte CD habe ich (noch) nicht, aber da ich alles was mit Armenien zu tun hat, ausgesprochen spannend und persönlich bedeutsam finde (ich war vor 1,5 Jahren dort und es war eines der grandiosesten Erlebnisse meines Lebens) steht der Kauf an... also bitte, kauf sie und berichte!! :vv:


    Kauf sie.... Ich bin hin und weg. Hypnotische Musik voller armenientypischer Melancholie, Sehnsucht und Weite, der Krunk ist natürlich auch dabei. Fast alle Stücke mit 1-2 Duduks, und falls Du noch zweifelst: "http://www.youtube.com/watch?v=ku1mU34Xf-Y" anhören.


    Viele Grüße,
    Vendee


    Edit: ein klitzekleines bisschen mehr habe ich hier geschrieben: http://www.capriccio-kulturfor…-eben-gehoert/#post195357

    Ich höre meine neu erworbene CD "Armenian Spirit" mit Hesperion XXI.



    Schon äußerlich eine wahre Freude: die Hülle und die CD sind liebevoll gestaltet, ein ca. 1 cm dickes "Booklet" ist beigelegt, mit vielen Bildern und Fotos sowie mit Informationen in mehreren Sprachen, u.a. auch in Armenisch und Deutsch. Die Themen: Geschichte (sogar mit einer Zeittafel), Musik und "Geist" Armeniens, Entstehung der CD, insgesamt pro Sprache ca. 30 Seiten.


    Ich erspare Euch und mir den Versuch, die Musik zu beschreiben, und möchte statt dessen auf einen Querschnitt verweisen, der unter "http://www.youtube.com/watch?v=ku1mU34Xf-Y" zu finden ist. Ich bin von der Musik und ihrer Ausführung sehr, sehr angetan.


    Viele Grüße,
    Vendee

    mit fachkundiger und gewissenhafter Beratung


    Hallo Christine,


    zunächst mal herzlichen Glückwunsch zur Entscheidung und zur neuen Oboe! Möge es die Oboe für's Leben sein, wie Du gehofft hast.


    Beim Lesen des obigen Satzes habe ich sofort gedacht "das wird doch nicht...". Doch, er war es, ich finde es klasse, praktische Hilfe über Capriccio.


    Viele Grüße,
    Vendee

    Wie alt bist Du? Und wieviele Jahre willst Du Oboe spielen? Im Prinzip doch dauerhaft, oder? Wenn Du jeden Tag spielst und Dir der Unterschied 1 Euro/Tag wert ist, hat sich das Ganze in knapp 6 Jahren amortisiert. Falls Du also unter 80 bist, ist die Sache klar.


    Ich hoffe, ich überzeuge mit dieser zwingenden Argumentation von meiner Auffassung ;+) .


    Viele Grüße,
    Vendee

    aber da ich alles was mit Armenien zu tun hat, ausgesprochen spannend und persönlich bedeutsam finde (ich war vor 1,5 Jahren dort und es war eines der grandiosesten Erlebnisse meines Lebens)


    Das ist ja ein seltenes Ereignis - auf jemanden zu "treffen", der auch schon mal in Armenien war! Ich habe dieses Land in den 90er Jahren aufgrund einer ehrenamtlichen Tätigkeit mehrfach bereist. Auch für mich gehören diese Reisen zu den eindrucksvollsten und lehrreichsten Erlebnissen, die ich bislang hatte. Damals habe ich beschlossen, dass ich auf dem Friedhof von Chor Wirap begraben werden möchte, so ein starkes Gefühl von Angekommensein und Zugehörigkeit hatte ich in dieser sehr speziellen Atmosphäre von Geographie, Natur und Geschichte.


    Die CD habe ich bestellt und werde gerne berichten.


    Viele Grüße,
    Vendee

    @ vendee - klar - DAS ist mein Ernst!


    Falls es finanziell kein Problem ist, würde ich diejenige nehmen, mit der Du besser/leichter zurechtkommst bzw. deren Ton Dir am Besten gefällt.


    Du hast ja selbst schon gesagt, dass man ein Instrument auch wechseln kann, bezogen auf den Wechsel von Fiat zu Mercedes. Aber das gilt auch für den Fall, dass Du, falls Du später mal auf ein noch besseres Instrument triffst, auch von Mercedes auf Porsche wechseln kannst. Und noch eine Erkenntnis: Falls Dir drei Instrumente auf Dauer doch zuviel sind oder die Oboe Deine Liebe nicht erwidert: man kann auch einen Fiat/Mercedes/Porsche wieder verkaufen und auf's Autofahren verzichten. Vermutlich wirst Du in allen 3 Fällen nicht mal einen besonders großen Verlust machen (so meine Erfahrung mit Streichinstrumenten, wir haben ja hier einen Oboisten, der ev. dazu mehr sagen kann).


    Ich habe immer wieder erlebt, dass ein gutes Instrument enorm motivierend ist und schlechte Angewohnheiten, die durch Instrumentenmacken bzw. den Versuch, diese auszugleichen, schnell entstehen können, vermeidet. (Was für ein Satz ???? Es ist halt schon spät für Frühaufsteher wie mich!).


    Viele Grüße,
    Vendee

    Nachdem meine letzte Frage hier so hilfreich beantwortet wurde und ich dadurch zu einer Entscheidung kam, gleich eine weitere:


    Auf meiner Anschaffungsliste für Oktober steht noch



    Ich habe die CD zufällig in den jpc-Charts gesehen. Hat jemand sie bereits gekauft oder andere CDs von Hesperion XXI? Die Hörbeispiele klingen ja einfach nur toll.


    Viele Grüße,
    Vendee

    Danke für Eure Infos, auch für Eure PNs.


    Ich habe nichts gegen natürliche, zur Musik und zum Instrument passende gelegentliche Atmengeräusche. Aber ich bin leider so veranlagt, dass ich instinktiv mitatme. Deshalb fühle ich mich von zu lauten Atmern bedrängt und bekomme regelrecht Beklemmungen, wenn z.B. eine Reihe von Schnappatmern in zu kurzem Abstand folgen, die lediglich der Unterstreichung der Interpretation oder der Selbstmotivation dienen. Ich finde das maniriert, obwohl es viele meiner Idole tun. Aus demselben Grund stört es mich, wenn Chöre chorisch Atmen, zumindest wenn die Bögen dadurch zu groß werden. Seid froh, wenn Euch Atemgeräusche nicht stören, denn das ist ziemlich lästig.


    Was die Sonaten und Partiten angeht: ich besitze eine Reihe älterer und mittelalter Interpretationen (sogar noch welche von meiner Oma auf Schallplatte), sowie von den neueren Beyer und Fischer. Schmitt habe ich auf meiner Liste durchgestrichen, aber den Grund nicht notiert, vermutlich habe ich bei den Hörbeispielen Atemgeräusche gehört....


    Viele Grüße,
    Vendee


    Edit: ich habe leider soeben erst bemerkt, dass Ausschnitte von der Podger-CD bei Youtube eingestellt sind, teilweise in grottiger Tonqualität, aber erkennbar keine störende Atemgeräusche.

    Mal ganz O.T.: ich liebe diesen Thread! Auch wenn es nicht mein Thema ist.


    Christine, ich wünsche Dir eine nicht zu schwierige Entscheidung, mit der Du langfristig zufrieden bist. Für mich wäre die Sache klar ;) .


    Viele Grüße,
    Vendee

    Bei mir steht die Anschaffung einer neuen Interpretation der Sonaten und Partiten für Violine Solo von J.S. Bach für den kommenden Monat auf dem Plan. Es gefallen mir die Aufnahmen von Isabelle Faust und Rachel Podger. Aber ich habe ein sehr großes Problem bei den Hörbeispielen von Isabelle Faust: ich kann Atemgeräusche beim Geigespielen kaum ertragen, insbesondere da ich Musik fast ausschließlich über Kopfhörer höre. Also kommt ihre CD leider nicht in Frage, so gut sie mir sonst auch gefällt.


    Die Hörbeispiele von Rachel Podgers CD sind nicht eindeutig. Kann mir jemand was dazu sagen - gibt es mehr als nur gelegentliche Atemgeräusche zu hören?


    Viele Grüße,
    Vendee

    Ich habe mich trotz des ganzen Rohrblattgedönses durchaus ernsthaft für diese Instrumente interessiert, allerdings eher für Klarinette und Fagott. Was mich am Spielgefühl aber massiv gestört hat ist der Druck, der beim Ausatmen entsteht. Im Gegensatz zum Singen, Querflöte- oder Blockflötespiel fand ich das Atemgefühl unangenehm. Nun habe ich es natürlich nicht unter professioneller Anleitung gelernt, Klarinette hat mir ein Schulfreund einige Wochen lang gezeigt und Fagott zwar ein Profi, aber nur wenige Male als Gefallen, nicht als richtigen Unterricht. Diese ersten Versuche haben die Lust schwinden lassen. Auch fand ich das Rohrblatt im Mund ein bißchen eklig, so feuchtes Holz.... naja...... Schade, denn den Klang beider Instrumente mag ich sehr gerne.


    Wie ist das für Euch? Das ist eine ernstgemeinte Frage.


    Viele Grüße,
    Vendee

    Entschuldigt die Einmischung - ich kann beim Lesen Eurer Beiträge genau nachvollziehen, warum ich als Kind unbedingt Klavier spielen wollte und nicht Geige, Flöte, Trompete, Cello oder sonst ein Melodieinstrument.


    Schon interessant... ich wollte immer nur Geige spielen, notfalls ein Blasinstrument. Als ich meinen Wunsch mit ca. 4 Jahren äußerte, wurde meine Mutter in der Musikschule belehrt, dass man erst Klavier spielen soll, bevor man mit Geige anfängt, wegen der Schulung des Gehörs (!!!). Also bekam ich Klavierunterricht. Was für ein langweiliges Instrument - es lebt nicht, es atmet nicht, es kann nur notdürftig Melodiebögen spielen, es bietet einem kein wirklich sinnliches Erlebnis, nur mechanisches Runterdrücken von Tasten. Das Klavierspiel habe ich nur ertragen in Vorfreude darauf, hoffentlich bald Geige spielen zu dürfen.


    Zwar war ich in einem gewissen Rahmen fasziniert davon, allein zweistimmig spielen zu können (ich kann heute noch mein erstes nicht isorhythmische Stück auswendig, ich fand es absolut allerhöchste Kunst!), und später empfand ich das Klavier als praktisch, man kann sich Partituren erschließen, Melodieinstrumente begleiten und auch sonst allerhand Nützliches damit tun, aber tiefe Gefühle von Einssein mit der Musik und meinem Körper empfinde ich beim Klavierspiel überhaupt nicht.


    Viele Grüße,
    Vendee

    Ach ja - und noch ein paar Fragen hätte ich noch an die Profis bzw. seit längerem spielendem Oboisten:


    Was kann ich meinen Lippen Gutes tun ?
    Ich habe seit jeher Probleme mit trockenen Lippen und die "üblichen " Pflegemittel vertrage ich alle nicht bzw. nützen bei mir nichts.
    Ich habe nun einen Lippenpflegestift aus der Apotheke gefunden, mit dem ich seit Jahren
    sehr zufrieden bin - aber nun stößt auch der deutlich an seine Grenzen.


    Ich bin zwar keine Oboistin, habe aber auch Probleme mit trockenen Lippen und nach unzähligen Mitteln, die (wenn überhaupt) nur kurze Zeit halfen, jetzt etwas gefunden, das mich schon eine Weile zuverlässig begleitet. Darf ich hier Markennamen nennen? Ich schreibe es jetzt einfach, falls nicht erlaubt, bitte löschen: Bepanthen Augen- und Nasensalbe.


    Viele Grüße,
    Vendee

    Diese CD interessiert mich schon, seit sie hier vorgestellt wurde: die Hörbeispiele sagen mir sehr zu und das Cover schreckt mich nicht ab, im Gegenteil, es macht mich neugierig.


    Bislang war ich zu geizig, sie zu kaufen, aber momentan gibt es sie für 9 Euro bei jpc! Heute sogar versandkostenfrei!



    O Dulcis Amor - Komponistinnen des Seicento
    Werke von Caterina Assandra, Vittoria Aleotti, Francesca Caccini, Barbara Strozzi, Isabella Leonarda


    Viele Grüße,
    Vendee

    Ich habe geschenkt bekommen:


    Il Viaggio
    Marianna Shirinyan, Klavier


    Franz Liszt
    Apres un Lecture de Dante
    La lugubre gondola II


    Alban Berg
    Klaviersonate Nr. 1


    W.A. Mozart
    Klaviersonate C-Dur KV 330


    Tigran Mansurian
    Three Pieces for the Low Keys



    Marianna Shirinyan ist u.a. Preisträgerin des ARD-Wettbewerbs. Ich habe sie letztes Jahr in Schwetzingen mit der Geigerin Hyeyoon Park gehört und mochte ihr Klavierspiel, besonders ihre Art des Zusammenspiels, eine Mischung aus aufmerksamer Begleitung und selbstbewusster Initiative.


    Einen schönen Sonntag wünscht Vendee

    Ach, das kriegen wir noch hin... :D


    Eifelplatz hat's hingekriegt! Nach tagelanger intensiver Einzelbetreuung ist bei mir der Funke jetzt ziemlich heftig übergesprungen, und zwar bei folgender CD:



    Ausschnitte u.a. hier:

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    Die CD ist heute eingetroffen!


    Bei der Gelegenheit habe ich noch ein paar "Kleinigkeiten" mitbestellt, überwiegend solche, von denen ich bei Capriccio gelesen habe: natürlich die Box mit Mendelssohns geistlichen Chorwerken und den Elias mit Blomstedt, Rene Jacobs mit Ulisse, Händels Funeral Anthem for Queen Caroline und ein paar Schnäppchen.


    Der heutige Abend ist aber meiner Neuentdeckung gewidmet.


    Danke, Chris!


    Viele Grüße,
    Vendee

    Ich habe als Jugendliche in einer Buchhandlung gejobt (schreibt man das mit einem oder zwei b??). Was ich dort einnahm, setzte ich meist gleich wieder um.


    Meine Lieblingsbücher waren:


    Carson McCullers
    Das Herz ist ein einsamer Jäger


    (Ich habe natürlich noch das alte rot-weiße Cover)


    Da ich nicht so schnell und mühelos formulieren kann, für Interessierte hier der Link zu einer Inhaltsangabe: http://www.dieterwunderlich.de/McCullers_herz.htm#cont


    Mein Deutschleherer meinte dazu, er könne McCullers nicht auf nüchternen Magen lesen, und wenn ich so was mögen würde, sollte ich mich mal mit Sylvia Plath beschäftigen.



    Simone de Beauvoir
    Alle Menschen sind sterblich


    Beide Bücher habe ich in etwas größeren Abständen immer wieder gern und mit Gewinn gelesen.



    Insgesamt habe ich in dieser Zeit (nord-)amerikanische Literatur bevorzugt, Salinger, Faulkner, Steinbeck, Mailer, Wolfe..., anfangs oft ohne sie so recht zu verstehen, aber ich fühlte mich immer von der Atmosphäre dieser fremden Welt angezogen.


    Die "Jungs" in unserer Klasse liefen alle mit dem Steppenwolf rum. Ich fand ihn schrecklich, viel zu pathetisch und gekünstelt.


    Auch Sartre habe ich gelesen, als ich mit de Beauvoir durch war ;) , er sprach mich weniger an, auf mich wirkten seine Werke konstruiert und ein bißchen leblos.


    Ich habe übrigens lieber Heinrich als Thomas Mann gelesen, das war allerdings etwas später, so ab 16. À propos: Kennt hier jemand die "Zugvögel"-Serie von Erika Mann? Die habe ich als Kind verschlungen!


    Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
    Vendee