Beiträge von Tastenrabe

    Ich lese gerade (neben anderem)

    "Five. Das Leben der Frauen die von Jack the Ripper ermordet wurden"

    Hallie Rubenhold

    Nagel & Kimche Verlag

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    Eine schwierige biographische Aufarbeitung der fünf Opfer von Jack the Ripper.

    Zugegeben viel im Nebel. Aber eine eindrucksvolle Aufarbeitung allamal. Die Morde selbst werden wohltuenderweise

    nur am Ende der jeweiligen Kapitel erwähnt.

    Die wirkliche Leistung liegt darin, den Opfern ein Gesicht und eine Geschichte zu geben. Ich gebe gerne zu, daß mich dieses Buch betroffen und traurig, zeitweilig sogar zornig macht. Assoziationen zu gegenwärtiger Armut, Mißachtung, Mißhandlung und vor allem tragischen Schicksalswegen schleichen sich immer wieder ein.Ich finde dieses Buch empfehlenswert.

    Von Hause aus mit Gieseking-Begeisterung aufgewachsen, habe ich mich seinen Aufnahmen mit sehr positiver Offenheit genähert. Nach wie vor höre ich vieles gern und empfinde es als in seiner Weise herausragend. Seine Neigung zum extrem sparsamen Pedalgebrauch bei Werken von Bach und Mozart sind bisweilen gewöhnungsbedürftig, zumal, wenn man im Vergleich Edwin Fischers Bach hört (welcher nicht einen Deut weniger faszinierend ist). Allerdings gehörte er zu den Pianisten, die es sehr überzeugend umsetzen konnten. Bei Beethovens Sonaten war ich lange Zeit begeisterter als ich es jetzt bin. m Vergleich mit den Aufnahmen bspw. Kempffs und Arraus fehlt mir heute oft eine Art individuelle Aussage, es wirkt auf mich bisweilen seltsam neutral (auf sehr hohem pianistischen Niveau zwar, aber wohl unter seinen Möglichkeiten. Vielleicht konnte er aber auch nichts damit anfangen, was eben Leute wie Elly Ney mit der Musik veranstaltet haben, keine Ahnung.)
    Debussy und Ravel .... ja, sehr gute Aufnahmen. Sehr klar in der Gestaltung. Bisweilen für meinen Geschmack etwas zu zügig, wenn ich mich recht erinnere.
    Bei den Konzerten mit Orchester habe ich Mozart, Beethoven 4 und 5, Schumann und Grieg (mit Karajan), und Rachmaninov 2 und 3 gehört. Abgesehen von der aufnahmebedingten Klangqualität finde ich sie recht gelungen. Gut, bei Beethoven 5 unter Galliera / PO verhaut er sich einmal - geschenkt. Der Rachmaninov war für mich eine positive Überraschung - hätte nicht gedacht, daß es ihm interpretatorisch so gut gelingt, zumal Rachmaninov wohl nicht zu seinem Kernrepertoire gehört hat. Umso besser. ;)
    Den Skriabin werde ich mir wohl einmal anhören - auch irgendwie eine sperrige Vorstellung :D

    Klassiker oder Kultalbum hat inzwischen über die 2.Reihe auf die III.Wahl übergegriffen

    Wohl wahr, allerdings bist du ja nicht gezwungen, diese Superlative ebenso inflationär zu benutzen .... und dann, so denke ich, werden wir hier schon (vielleicht mit ein wenig Zeit) lernen, dein Urteil einzuschätzen ;) :D

    Moin moin (nach einiger Zeit mal wieder)


    ich höre mich gerade durch diese Box:



    daraus gerade:



    ach, es ist schon echt herrlich ... (und das, obwohl ich von der Einspielung unter Bonynge mit Sutherland und Pavarotti komme)

    ... und ein weiterer Ausflug weg von russischen Opern ... Lohengrin 3. Akt



    ... nun gut, ich sehe es ein .... vielleicht sollte ich mir die Chance geben, meine Abneigung gegen diese Oper etwas zu relativieren...
    Notiere: Vergleich mit anderen Aufnahmen .... (wie schön, daß es Cappriccio gibt :thumbup: :thumbup: ) ... allerdings erst, wenn ich mit den Russen durch bin .. :D

    Diese aus Belgrad bleibt mein Favorit. Ob sie russisch mit Akzent singen kann ich nicht beurteilen, für mich klingt es sehr passend. Ich gehe davon aus, dass der Akzent weniger stark ist, als bei Engländern oder Amerikanern.

    Danke, nun verstehe ich etwas besser. Zu Eugen Onegin kann ich noch nichts sagen. Allerdings ist das Russisch in den von mir gehörten Opern recht deutlich artikuliert und gut an die Gesangslinie angepasst. Ich denke, zumal das nun auf drei der Opernaufnahmen zutrifft, wird es ein gemeinsames Verdienst des Ensembles und der Aufnahmetechniker sein. Aus meiner Sicht recht gute Arbeit - mir gefällt es.

    Mal ein Einschub zur Unterbrechung meines Marathons russischer Opern in Form einer meiner Superoberspitzen-Lieblingsopern ... Mozarts Don Giovanni ...



    diese Aufnahme kannte ich bislang noch nicht - gefällt mir soweit nicht schlecht, ganz und gar nicht...


    LG und allen einen schönen Tag
    Tastenrabe

    Oh! @Tastenrabe - ich kenne einen Onegin unten - ist es derselbe, wie auf deiner Box ?

    Moin Rosamunde,


    sagen wir mal so: die Besetzung ist durch die Bank dieselbe. In meiner Box ist es laut Beilage eine Aufnahme von September 1955, zum erstenmal 1956 in Mono durch DECCA herausgebracht. Beim Onegin bin ich noch nicht angelangt. Was ich allerdings bislang gehört habe - Ivan Sussanin (Ein Leben für den Zaren) von Glinka, Boris Godunov von Mussorgsky und schließlich Schneeflöckchen von Rimsky-Korsakov - gefällt mir sehr gut (mit Abstrichen hier und da, aber das ist Meckern auf hohem Niveau). Auch die Klangqualität ist trotz des Alters sehr überzeugend. Bin gespannt auf das Weitere.
    LG
    Tastenrabe

    Hab' ich mir dann mal gegönnt ...



    tja, Lohengrin ist ein Werk, mit dem ich mich sehr schwer tue. Bislang gefällt mir, was ich da höre, weitgehend ...



    Da werde ich mal ein wenig Zeit investieren müssen ..... oh, was freue ich mich darauf ... :D



    der Titel der CD-Box ist irgendwie etwas zwischen "versteh' ich nicht" und "weglaufen wäre eine Option" - aber wer weiß, vielleicht erschließt er sich mir ja noch.
    Meiner Vorfreude tut es keinen Abbruch :D

    Was Jenny Lin kann, das konnte der grandiose Pianist Shura Cherkassky schon lange

    ... ein echter Cherkassky-Fan, wie mir scheint .... :D


    Nun ja, ich hatte die Freude, ihn live hören (und sehen) zu dürfen. Und ja, es hat mir sehr gefallen. Nachträglich muß ich das wohl noch "nachjustieren" hin zum noch etwas Besseren, zumal ich zu der Zeit sehr jung und auditoriumsunerfahren war. Immerhin hat er es geschafft, mich mit zu der Zeit eher weniger gespielten Werken wie die 3 Fantasiestücke op.111 zu packen. Gut, die Ungarische Rhapsodien von Liszt sind nicht sooo problematisch, allerdings gut gespielt müssen sie schon sein, sonst wird's banal ...
    In meinen Ohren war Cherkassky ohne Zweifel ein toller Pianist, gleichwohl fällt es mir schwer, Meilensteine der Interpretation zu benennen (wenn man das denn überhaupt muß, schon klar). Kurz - bis heute wertschätze ich sein Klavierspiel, habe aber Schwierigkeiten, ihn in seiner Bedeutung einzuschätzen. Ist vielleicht egal, hören und sich freuen!

    Momentaufnahme Donnerstag 09.09.2021, 17:12 - Uhr ..... oder so


    Vladimir Horowitz
    Wilhelm Kempff
    Friedrich Gulda
    Alfred Brendel
    Martha Argerich
    Emil Gilels
    Claudio Arrau
    Daniel Barenboim
    Alexis Weissenberg
    Vladimir Ashkenazy
    Edwin Fischer
    Samson Francois
    Clara Haskil
    Maria Jiao Pires
    Mitsuko Uchida
    Svjatoslav Richter
    Walter Gieseking
    Leiv Ove Andsnes
    Maurizio Pollini
    Sergei Rachmaninov


    .... die Nachrückerliste ist gefüllt ...