Beiträge von maticus

    Leider bin ich dieses mal nicht dabei, obwohl ich Schnittke sehr interessant finde und sein Streichquartett Nr. 3 sehr mag (habe ich auch in sehr guten Einspielungen mit dem Borodin und mit dem Pacifica gleich zweimal vorliegen). Allerdings bin ich momentan beruflich stark eingespannt bei gleichzeitig angeschlagener Gesundheit, höre daher sowieso schon weniger Musik, und wenn dann jahreszeitlich bedingt momentan lieber Orchestermusik. Was es mir aber konkret schwer macht: das Dritte ist das einzige SQ, welches ich von Schnittke vorliegen habe. Offenbar ist schon als weiteres (nach Nr. 2) Nr. 1 geplant (pfeiffen die Spatzen von den Dächern). Und zu einer Neuerwerbung fehlt mir momentan die Motivation...


    maticus

    Rachmaninow. Die Jahreszeit verlangt bei mir danach...


                


    Klavierkonzert Nr. 3 Yuja Wang/LAP/Dudamel (die letzten Tage nebenbei auch schon KK Nr. 2 und Paganini-Rhapsodie)

    Klavierkonzert Nr. 3 Daniil Trifonow/TPO/Nezet-Seguin

    Sinfonie Nr. 3 Ashkenazy/RCO

    Sinfonie Nr. 1 Ashkenazy/Philharmonia


    Beim KK-3 wirkt Yuja Wangs Spiel erst einmal attraktiver als das von Trichonow. Aber bei YW ist das Klavier auch deutlich dominanter im Vordergrund des Klangbilds als bei DT, wobei letzteres sicherlich natürlicher ist. Ich kann mich mit beiden anfreunden. Die neuen Aufnahmen mit YW scheinen mir jedenfalls eine Verbesserung ihrer älteren Aufnahmen mit Abbado bzw. Dudamel zu sein.


    Die alten Rachmaninow Aufnahmen mit Ashkenazy und dem Concertgebouw sind für mich immer noch Maßstab setzend. Die Sinfonie Nr. 3 ist hier eher relativ "nüchtern" musiziert, meisterhaft ohne Knalleffekte. Und daher auch sehr schön. Die neue Version der Nr. 3 mit Nezet-Seguin, die ich vor wenigen Wochen mehrfach gehört habe, scheint mir aber aus der Erinnerung heraus noch etwas farbenreicher und attraktiver. Bei der Nr. 1, die neuere (Live-) Einspielung mit Ashkenazy und dem Philharmonia habe ich nichts auszusetzen. Gefällt. Hier muss ich beizeiten Nezet-Seguin nochmal gegen hören, weil ich weiss, dass diese mir auch sehr gefiel.


    maticus

    der Verstärker ist von NAD in der 500€-Preisklasse, der hat wenig Leistung aber einen sehr schönen Klang

    Welches Modell ist es denn? (Analog oder digital?) Ich hatte ja den C 326BEE, mit dem ich sehr zufrieden war, bis er sich nach wenigen Jahren leider immer abschaltete, und habe jetzt den C 356BEE. Mit den nuLine 84 gefällt mir das sehr gut. Obwohl ich manchmal das Gefühl habe, dass der C 326 da irgendwie noch etwas besser klang, aber das kann Einbildung sein, und weil ich z. Z. extrem selten an dem Wohnsitz bin, habe ich den C 356 auch noch nicht so oft hören können.


    Also ich kann Nubert sehr empfehlen, du findest ja die Diskussion hier. Die nL 84 scheint es nicht mehr zu geben, aber die nL 264 oder 284 sollten eher noch besser sein. Selbst die nL 284 scheint ja noch in deinem Budget zu liegen. https://www.nubert.de/serien/nuline-serie/


    Zum Probehören. Im Fachgeschäft, wenn man denn eines findet, kann man das natürlich, aber es wurde ja schon erwähnt, dass das dann zuhause alles wieder ganz anders klingt. Und zu der Sache mit Anliefern lassen zum Probehören (was ja bei Nubert auch geht), dazu muss man natürlich auch Zeit, Energie und Lust mitbringen. Klar, wenn mir die nL 84 nicht zugesagt hätten, dann hätte ich sie wieder zurückgehen lassen. Und gleich zwei verschiedene Paare zuhause ausprobieren? Da hat man dann, wenn man nicht gerade zwei Boxenpaare an den Verstärker anschließen kann (was bei meinem C 356 geht), dann ist das auch sehr lästig mit dem Umstöpseln u.s.w. Wie gesagt, das muss man schon wollen.


    Ich habe noch von niemandem gehört, dass er mit Nubert unzufrieden war.


    maticus

    Hatte vor ein paar Tagen Rach-3 mit Dresdner Staatskapelle unter Myung-Whun Chung gesehen.


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    Ich mag natürlich ihr elegantes, "leichtes" virtouses Spiel. Aber frage mich doch, ob das an manchen Stellen nicht besser zu Prok-3 (oder Prok-2) "passt", als zu Rach. Etwa die Quasi-Kadenz im Mittelsatz, die sogar dem Dirigenten ein Lächeln wert ist, finde ich wunderschön, aber gerade bei sowas die Frage. Habe aber "passt" in Anführungszeichen gesetzt, weil ich das keineswegs dogmatisch sehe oder sehen will. --- Egal, das Werk ist toll, und Yuja spielt es wundervoll.


    maticus


    Sergei Rachmaninow: Sinfonie Nr. 3 a-Moll Op. 44

    Wassili Petrenko, Royal Liverpool Philharmonic Orchestra


    Jetzt direkt nach der Aufnahme aus Philadelphia und im Vergleich fühle ich mich von dieser Einspielung nicht so ganz angezogen. Sie scheint mir (klanglich) härter, emotional kühler, weniger lyrisch. Aber vielleicht ist mein "Hunger" auf die Sinfonie jetzt nicht mehr ganz so groß? Jedenfalls höre ich mir jetzt nicht auch noch Ashkenazy an (und erst recht nicht nochmal Nezet-Seguin zur "Verifizierung"), verschiebe ich auf einen anderen Tag.


    maticus



    Sergei Rachmaninow: Sinfonie Nr. 3 a-Moll Op. 44

    Die Toteninsel Op. 29

    Yannick Nezet-Seguin, The Philadelphia Orchestra


    Beide Einspielungen gefallen mir sehr gut. Angetan bin ich von der Sinfonie Nr. 3, wie ich ja gestern schon schrieb. Hat sich heute eher noch verfestigt. Die Toteninsel gefällt auch sehr. Eher lyrisch und schöne Klänge, als sportlich-kraftprotzend (im Mittelteil). Eigentlich kann ich das auch zur Dritten so sagen.


    maticus


    (Kein Bild? Doch, nach ca. 10 Reloads der Seite.))


    Sergei Rachmaninow: Sinfonie Nr. 3 a-Moll Op. 44

    Yannick Nezet-Seguin, The Philadelphia Orchestra


    Seit Jahrzehnten habe ich die Dritte im Vergleich zu den Sinfonischen Tänzen Op. 45 fast gar nicht mehr gehört. Vielleicht weniger als ein halbes Dutzend mal, die Tänze allerdings bestimmt mehr als 10-mal so viel. Das war nicht immer so. In den 1990er waren beide bei mir "gleich auf", ich glaube sie waren auf derselben CD (Ashkenazy/CGO und/oder später Jansons/St. Petersburg). Irgendwann bin ich wohl zu der subjektiven Einsicht gekommen, die Tänze wären eindeutig/viel besser als die Dritte. Warum weiss ich nicht mehr. Das mag auch durch das Kennenlernen der (schönen) Klavierfassung der Tänze gekommen sein. Jedenfalls: heute Frage ich mich wirklich, warum ich die Dritte so vernachlässigt habe. Denn sie gefällt mir hier richtig gut!


    maticus

    Vielen Dank, lieber MB, für das schöne, kleine Stück.


    Ich liebe ja Ravels Musik, aber dieses Stück kannte ich noch nicht. Ich habe es jetzt zweimal gehört, einmal über den yt-Link, den MB gleich mitgeliefert hat, wobei es sich wohl um die Aufnahme mit dem Academy of St. Martin-in-the-Fields Chamber Ensemble, dessen CD Mittelfranke oben genannt hat, das andere mal über den yt-Link von Cherubino mit Leuten vom Oslo Philharmonic. Letzteres spricht mich deutlich mehr an, klingt transparenter und energischer. Klingt fast wie ein Orchesterstück.


    maticus

    Gerade erfahren: Der Stuttgarter Literaturwissenschaftler Heinz Schlaffer ist gestern mit 84 Jahren verstorben. Für mich eine sehr traurige Nachricht: Ich habe vor über 40 Jahren in Stuttgart Germanistik studiert; er war mein wichtigster Lehrer, einer, dem ich viele Einsichten in Literatur und Kunst allgemein verdanke. Seine geistreiche, oft ironische und provokante Art habe ich gemocht.

    Lieber Gurnemanz,


    ich kann Dich gut verstehen. Letztes Jahr ist mein akademischer Lehrer, mit dem ich auch bis zu seiner schweren Erkrankung kurz vor seinem Tod zusammengearbeitet habe, gestorben. Der Mensch fehlt.


    maticus

    Dmitri Schostakowitsch: Klavierquintett g-Moll Op. 57

    Elisabeth Leonskaja, Borodin Quartet

    (rec.4/1995, TELDEC-Studio,Berlin)



    Auch so eine Perfekte.


    maticus

    Hier die Version Mussorgskys aus "Der Jahrmarkt von Sorotschninzy" (mit Chor und Gesangssolisten), die Rimsky-Korsakow als Vorlage diente.

    Ich habe das Stück nur auf einem USB-stick, den ich wahrscheinlich doch nicht finde. Habe die Urfassung mit dem hr - Sinfonieorchester auf you tube gehört.

    Mussorgskij: Eine Nacht auf dem kahlen Berge (Urfassung) | hr-sinfonieorchester.de | Videos

    Ich habe beides gerade gehört. Das Video mit dem hr-SO finde ich klasse. Tolles Werk.


    Tatsächlich habe ich davon keine einzige Einspielung. Dennoch kenne ich das Werk, zumindestens den wilden Anfang mit den hohen Holzbläsern, den ich auch sofort im Ohr hatte, als ich diesen Werkvorschlag sah. Mir scheint, diesen hört man auch oft in Unterhaltungsmedien, wie z. B. einem Krimi im TV oder Radio.


    maticus

    Jetzt Brahms Op. 120/1 arr. für Klarinette und Orchester (Berio)



    Kari Kriikku, Helsinki Philharmonic Orchestra, Olari Elts


    Spricht mich mehr an. Okay, ich mag die Orchesterversion. Aber der leichtere, elegantere Klarinettenton und das zugehörige Spiel von Kriikku gefällt mir hier schon sehr! (Wobei McGills Ton ebenfalls schön und keineswegs unelegant ist!)


    maticus

    Johannes Brahms, Sonaten für Klarinette und Klavier Op. 120/1&2



    Anthony McGill, Gloria Chien


    Sehr schön. Aber vielleicht auch ein bisschen brav? Passend zum "herbstlichen" Brahms?


    maticus

    Ja, das hast Du nicht gesagt. Aber ich dachte, Du hättest eine Einspielung im Sinn, die sich einer Gebrochenheit nähern könnte. Streng genommen weiss ich auch gar nicht, was mit "gebrochen" genau gemeint ist. Meinst irgendwie Mozarts Moll-Seite? Wenn es andererseits eher "technisch" gemeint sein sollte: ist es nicht bei den meisten Stücken von Mozart Ziel (und Schwierigkeit) es wie aus einem Guss erklingen zu lassen? Wie gesagt, als "technisch" perfekt würde ich die McGill/Pacifica Einspielung allemal bewerten.


    maticus