Beiträge von maticus

    Danke Allegro. Eine schöne Doku. Mir wird bei den Bildern bewusst, dass sie eine schöne, attraktive Frau war und auch im Alter noch ist. Das habe ich als Kind nicht so wahrgenommen, wohl weil sie in den Abendshows des damaligen deutschen Fernsehens eher ziemlich spießig-devot gestyled auftrat, zudem oft mit Schnulzen in Playback-Akustik. So passte sie wohl am besten in die damalige deutsche heile (Schein-) Welt.

    maticus

    Heute ist ein guter Abend, um Schostakowitsch zu hören. Ein lieber Mensch hat mir vor einiger Zeit sehr dringend das zweite Klaviertrio ans Herz gelegt: Das erste kannte ich schon, das zweite habe ich daraufhin erst Anfang des Jahres kennen gelernt und war sehr angetan. Nun höre ich heute Abend mal wieder die beiden Klaviertrios von Schostakowitsch, gespielt vom bewährten Beaux Arts Trio.

    Welche Aufnahme meinst du denn?

    Code
    LP—Philips 6500 860. BEAUX ARTS TRIO (Isidore Cohen, Bernard Green-
    house, Menahem Pressler). P 1975, G Jan. 1976 ~ Philips Musica da camera
    412 402-1PC. G June 1985.
    
    Philips 432 079-2PH. BEAUX ARTS TRIO (Isidore Cohen, Peter Wiley,
    Menahem Pressler). P New York Sept. 1989, G Aug. 1991.
    
    Warner Classics 2564 62514-2. BEAUX ARTS TRIO (Daniel Hope, Antonio
    Meneses, Menahem Pressler). [Opp. 8 and 127.] P Indiana University,
    Bloomington 8–12 July 2005, I Nov. 2005, G Jan. 2006.

    Ich nehme an, die letzte? Ist die einzige vom Beaux Arts, die ich mit diesem Werk kenne und mein Favorit, neben:

    Code
    Teldec 4509-98414-2. Mikhail Kopelman, Valentin Berlinsky, and
    Elizaveta LEONSKAYA. P Berlin Apr. 1995, G Feb. 1997 ~ Ultima 8573
    87820-2 (two-disc set). I Apr. 2001, G Aug. 2001 ~ *Warner Classics Elatus
    2564-60813-2. [Op. 57.] I 2003.

    Ein ziemliches Lieblingsstück von mir!

    Von mir auch!

    maticus

    (*) Ja, ich weiß ... in der Oper sitzt man mitunter noch länger, aber da gibt es wenigstens Pausen ...

    Filme mit Pause gibt es auch. Ich wurde mal in einen Film "Herr der Ringe" (1. Teil?) mitgeschleppt. Ich erinnere mich, dass es da eine Pause gab.

    maticus

    Sorry, war nicht meine Absicht (oder unbewusst doch ?? Grins1 ) einen Cliffhanger zu erzeugen. Ich war nur erstmal froh, mit dem Smartphone eine gute Portion schonmal ohne misslungene Übertragung hinbekommen zu haben.

    Also: das Stück von Owen fand ich wirklich überraschend gut. Es war ca. 15 (?) Minuten kurz, aber es hatte was. Kann leider nicht mehr mehr sagen.

    Den Brahms mit FPZ. Nun war das Konzert früher nie mein Lieblingskonzert, aber ich fand es mal ein kurze Phase lang trotzdem "gut". Wahrscheinlich rede ich jetzt vom Ende der 1980er / Anfang der 1990er Jahre. Hatte, glaube ich, auch nur eine CD dazu, mit Leonard Bernstein und ?? (Müsste nachgucken.) Natürlich habe ich vieles nach dieser langen Zeit wiedererkannt, wusste auch oft, wie es unmittelbar weitergeht, u.s.w. Das Spiel von FPZ schien mir sehr gut, mit Ecken und Kanten, nicht einfach auf "Schönklang" bedacht. Es gab auch eine Stelle, die insgesamt 3- oder 4-mal vorkam, ich glaube im Finale, wo der Einsatz eines bestimmten Tons immer aufreizend-provokant (ritardando?) hinausgezögert wurde (musste immer schmunzeln), woran ich mich nicht erinnern konnte bzw. mich fragte, ob dies ein besonderes Feature der dargebotenen Interpretation war. War insgesamt ein schönes Erlebnis. Der überschwengliche Applaus "zwang" ihn zu zwei Zugaben. Die erste war sehr virtous, hier konnte er sein großes Können bewundernswert demonstrieren. (Irgendwas mit Erlkönig von ???) Sehr beeindruckend. Dann eine Sarabande von Bach. Leider konnte ich seine Ansagen nur teilweise verstehen, so dass ich nicht einmal sicher bin, ob es JB Bach war oder ein anderer. Ein eher besinnliches Stück, "damit" auch mal Schluss ist.

    Den Rachmaninow, 2. Sinfonie, fand ich ausgezeichnet dargestellt vom DSO. Langeweile kam also nicht auf, trotz der unbestreitbaren Längen des Stückes. Hier wurden Akzente und Klangfarben herausgearbeitet, die ich so vorher noch nie gehört habe. (Ob es immer "partiturgerecht" war, mag ich nicht zu beurteilen.) Das Orchester klang wunderschön, insbesondere natürlich auch die Holzbläsersolisten. (Blech war aber auch toll. Besonders erwähnenswert war der oft im Hintergrund durchdringende Ton der Tuba, wie man es z. B. auch von Prokofjew kennt.) Das Klarinettensolo im 3. Satz fand ich zwar anfangs etwas zurückhaltend, aber insgesamt sehr schön und schön-klingend gespielt. Interessant fand ich die schnelle Atempause an exponierter Stelle, die mir auch meine Lehrerin empfohlen hat, wo ich immer skeptisch war... Also, um im Bild zu bleiben, das 1001. Hören der Sinfonie war für mich eine außergewöhnlich gute Darbietung mit sogar neuartigen Impressionen.

    Eine Nebenbemerkung zum Publikum. Wir reden ja von *dem* Klassiktempel Deutschlands, wenn nicht auf der Welt. Es hat mich schon sehr gewundert, dass ein guter Teil des Publikums wirklich nach jedem Satz geklatscht hat. (Nur beim Brahms zwischen 2. und 3. Satz konnte es verhindet werden, weil FPZ den Bogen an den Saiten hielt, bevor es schnell weiter ging.) Ich glaube, ich habe das in der Philharmonie noch nicht erlebt, keinesfalls in diesem Ausmaß. Waren das "Touristen"? Ist das ein Spezifikum dafür, dass "nur" das DSO gespielt hat (statt des BPO)? (Ich glaube, ich habe das DSO nun zum dritten mal live gehört (zweimal in der Philharmonie, einmal im Haus des Rundfunks), aber dieses Publikumsverhalten war mir erst jetzt aufgefallen.) Ich bin wirklich kein Dogmatiker in dieser Hinsicht, auch habe ich mir abgewöhnt, mich über Hustattacken im Publikum aufzuregen (die diesmal natürlich auch vorkamen), aber auch aus der konstanten (Nicht-)Reaktion von Dirigent und Solist hätte das Publikum ja vielleicht ableiten können, dass Applaus vor Ende des Stücks nicht wohl gelitten war.

    maticus

    Ein verspäteter Bericht von mir. Ich muss dazu sagen, dass ich seit Wochen in einer Phase bin, in der ich keine Musik höre. Solche Phasen habe ich immer mal, wenn auch recht selten. Dennoch hatte ich mich schon drei oder vier Wochen zuvor für folgendes Konzert entschieden. (Hat auch was persönliches mit dem Datum zu tun.) Rach-2 war der Aufhänger, ebenso wie FP Zimmermann. Hatte aber auch bedenken, ob ich Rach-2 nach 1000-maligem Hören überhaupt noch genießen kann. Brahms Violinkonzert hatte ich dagegen schon Jahrzehnte nicht mehr gehört. Owen kannte ich nicht.


    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Philharmonie Berlin, 25.4.2024, 20:00 Uhr

    Kazuki Yamada Dirigent
    Frank Peter Zimmermann, Violine

    Morfydd Llwyn Owen
    Nocturne Des-Dur

    Johannes Brahms
    Violinkonzert D-Dur

    Sergei Rachmaninoff
    Symphonie Nr. 2 e-Moll


    Fortsetzung folgt.......

    Jetzt sind die Linguisten gefragt: Ist das "woll" nun typisch westfälisch oder typisch rheinländisch?

    Also typisch westfälisch bestimmt nicht. Eher sauerländisch. (Was ein Teil von Westfalen ist, aber eben nur ein Teil.) Wie es (in Teilen) im Ruhrpott (Z. B. Dortmund, Hagen,...) aussieht, weiss ich nicht. (Wobei die genannten Städte auch nicht direkt zum "Ruhrpott" gehören. Je nach Definition.) Aber als geborener Lipper (nicht Westfalen!) darf ich mich dazu vielleicht sowieso nicht äußern...

    maticus

    Ich hatte vor langer Zeit mal das Problem mit einer Melodiya-Box (DSCH Streichquartette), dass eine der CDs partout nicht spielen wollte. Wenn ich mich recht erinnere, haben die mir bei jpc einfach diese eine CD nochmal geschickt. (Und weil die immer noch nicht ging, nochmal). Die wollten nichts von mir haben. Allerdings weiss ich nicht, wie das bei (teureren) Blu-rays läuft. Ich würde auch anrufen bzw. emailen. Viel Glück.

    maticus

    Das heißt, er leitet ab 2027 vier Orchester als Chefdirigent (Royal Concertgebouworkest Amsterdam, Orchestre de Paris, Chicago Symphony Orchestra, Oslo Philharmonic Orchestra)?

    Ist das so klar? Ist noch ein bisschen Zeit bis dahin. Wie lange gehen denn die Verträge in Oslo bzw. Paris? Und er kann dort ja auch selbst aussteigen, nehme ich an. Chicago und Concertgebouw gehören sicherlich zu den 5 besten Orchestern der Welt, wer würde die nicht (beide) dirigieren wollen?

    maticus

    Frage an maticus : werden im Film Originalbilder Richters gezeigt oder ist es ein frei erfundener Maler mit anderen Bildern??

    Sehe das jetzt erst. Ich habe den Film zweimal gesehen. Im Werk Richters kenne ich mich zu schlecht aus. Ich vermute aber, dass keine Originalbilder verwendet wurden, so wie ja auch Namen geändert wurden, und sicherlich auch Details des Lebens. Auf der anderen Seite meine ich nachgelesen zu haben, dass da ein wahrer Kern drinsteckt, in der Hinsicht, dass Richter unbewusst Geschehnisse in Bezug auf die Tante in einigen seiner Werke verarbeitet habe. Jedenfalls war es das, was mich erstaunte, weil ich das nach dem ersten Sehen des Films kaum glauben konnte (ohne die Biografie zu kennen). Sorry, gehaltvolleres kann ich dazu nicht liefern.

    maticus

    Hört Euch lieber das hier an:

    Angeregt davon. Das ist auch nicht von schlechten Eltern:

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    maticus