Beiträge von Dieu le Roi

    The Senate voted 97-0 for an anti-spam bill to stop those annoying things you get on your computer. The senators made it very clear that when you start misleading the American people and start taking their money over false promises, that's our turf, buddy!


    (Jay Leno)

    The Senate voted 97-0 for an anti-spam bill to stop those annoying things you get on your computer. The senators made it very clear that when you start misleading the American people and start taking their money over false promises, that's our turf, buddy!


    (Jay Leno)

    Dumm gelaufen
    Vorhersagen von gestern



    "Die ... Luftverschmutzung könnte die globale Temperatur um mehr als drei Grad sinken lassen ... ausreichend, um eine Eiszeit auszulösen."
    Stephen Schneider, Klimatologe (der später von einer katastrophalen globalen Erwärmung überzeugt war) in der Zeitschrift Science, 1971



    "Das Sterben der Wälder wird unsere Länder stärker verändern als der zweite Weltkrieg."
    Hubert Weinzierl, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts
    Quelle: NOVO Nr. 79/2005

    Dumm gelaufen
    Vorhersagen von gestern



    "Die ... Luftverschmutzung könnte die globale Temperatur um mehr als drei Grad sinken lassen ... ausreichend, um eine Eiszeit auszulösen."
    Stephen Schneider, Klimatologe (der später von einer katastrophalen globalen Erwärmung überzeugt war) in der Zeitschrift Science, 1971



    "Das Sterben der Wälder wird unsere Länder stärker verändern als der zweite Weltkrieg."
    Hubert Weinzierl, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts
    Quelle: NOVO Nr. 79/2005

    "Das Weib schweige in der Gemeinde" – man muss sich, beim frühchristlichen Frauenüberschuss, diesen Paulus-Satz nicht als herrische Anweisung, sondern als genervten Seufzer vorstellen.


    (Michael Klonovsky)

    Der Thread würde im Kammermusik-Forum der "modernen" Musik sicher mehr Beachtung finden. Evtl .verschiebt ihn ein Mod.


    Die Trompetenkonzerte von Torelli und Kollegen laufen eher nicht in Deine Richtung, oder? :wink:

    Geistiger Träger der Revolution sind maßgeblich die intellektuellen Eliten Frankreichs gewesen- vor allem das Bürgertum. Ohne diese Eliten keine Revolution.


    Herzliche Grüße, :wink: :wink:


    Christian


    Ich stimme mit Dir überein, allerdings sehe ich die intellektuelle Elite eher als den geistigen Vorbereiter, also zB. die Enzyklopädisten und anderen Aufklärer. Sie haben den Boden vorbereitet, die Schwäche des Ancien Regime ausgenutzt und die Entwicklung in Gang gesetzt. Sie werden auch im Ballhaus noch zahlreich vertreten gewesen sein. Die Ständeversammlung als solche war kein revolutionärer Akt, die gab es vorher auch schon.


    Aber danach haben radikalere Männer das Heft in die Hand genommen und das Tempo bestimmt. Ich zähle Danton, Robespierre, St.Just oder die anderen Jakobiner (erinnert sich noch jemand an den seligen Eulogius aus Tamino-Zeiten?) keineswegs zur intellektuellen Elite Frankreichs. Die Mitglieder des späteren Direktoriums auch nicht.


    Die Gleichsetzung von intellektueller Elite und Bürgertum halte ich für prüfungsbedürftig. Dem etablierten Bürgertum ging es unter Ludwig XVI. keineswegs schlecht. Wie bei den meisten Revolutionen (die ja immer gelingen, sonst wären sie nur Rebellionen) lag die Hauptursache für den Erfolg in der Schwäche der herrschenden Führung. Unter Napoleon wäre der Sturm auf die Bastille oder auf die Tuilerien niemals geglückt, er hätte die Menge rücksichtslos niederkartätschen lassen.

    Bei der Beschäftigung mit solchen Thesen muß man immer Vorsicht walten lassen. Einerseits können "überraschende" oder "kühne" Thesen leicht aufgestellt werden. Es verkauft sich immer gut, wenn "Geschichte neu geschrieben" werden muß. An die Hitler-Tagebücher sei erinnert. Es gibt IIRC sogar einen "Historiker" der behaupet, im späten MA hätte man einfach einige Jahrhunderte hinzugedichtet, in Wirklichkeit fehlten 3-4 Jahrhunderte. In der Musik gibt es die Thesen von Grete Wehmeyer über das Tempo des Metronoms, wonach die gesamte Musikgeschichte umgeschrieben werden müsse. Die meisten der Theorien erweisen sich bei fachlicher Überprüfung als heiße Luft und halten einer quellenkritischen Überprüfung nicht stand.


    Andererseits wird unser Bild von der Vergangenheit idR vom geschichtlichen Mainstream bestimmt, also durch das Infotainment der Massenmedien, Schulbücher, populäre Literatur und ein gediegenes Halb- bis Viertelwissen der meisten Zeitgenossen. Ein durchschnittlicher Zeitgenosse verfügt weder über die Ausbildung, noch über das Interesse oder die Zeit, sich das erforderliche Fachwissen anzueignen, das für die Beurteilung geschichtlicher Sachverhalte erforderlich wäre. Ein wichtige Rolle für die heutige Wahrnehmung spielen auch Vorurteile, politisch gefärbte Sichtweisen, und nicht zuletzt auch die schiere Unmöglichkeit, sich in die Lebensweise weit in der Vergangenheit lebender Menschen hineinzufühlen. Ein wichtiger Aspekt schließlich ist der unter Amateurhistorikern weit verbreitete Irrtum, in der Vergangenheit liegende Ereignisse aus heutigem Blickwinkel zu beurteilen.


    Das war übrigens früher auch schon so. Das Bild vom angeblich "finsteren" MA zB hat seinen Anfang in der Renaissance genommen und wird bis heute gepflegt und unreflektiert wiederholt, obwohl etliche Fachleute auf das Gegenteil hingewiesen haben. Vom Feudalismus und dem (aufgeklärten) Absolutismus sind heute gleichfalls teils abstruse Vorstellungen im Umlauf, die idR ihren Ausgangspunkt in den heutigen Vorstellungen eines demokratischen Rechtsstaates haben.


    Dabei wird weder berücksichtigt, daß man zB die durch die franz. oder amerikanische Revolution erzielten Fortschritte bei der Machtverteilung zwischen Volk und Führung nicht an den heutigen Maßstäben messen darf, sondern mit Blick auf die vorhergehenden Epochen beurteilen muß, noch wird darüber nachgedacht, inwieweit die heutigen Verhältnisse dem demokratischen Ideal der Volkssouveränität entsprechen.


    Die These des Duc kann man als Arbeitshypothese sicher mal durchspielen und daraufhin überprüfen, welche Quellen sie stützen. Ein vereinzeltes Buch, daß sich auf einen einzigen Aspekt der Vorgeschichte stützt, ist aber zu wenig. Richtig dürfte daran zB sein, daß die Revolution am allerwenigsten vom Volk ausging, also den Bauern, Landarbeitern, Handwerkern, Kaufleuten, Beamten, kurz, von den Werktätigen, sondern Personen eine ausschlaggebende Rolle spielten, die es sich leisten konnten, in Clubs und politischen Versammlungen tagelang zu diskutieren, Intrigen zu spinnen, Flugblätter zu drucken und verteilen zu lassen, usw.usf.. Auffallend ist zB. die hohe Zahl von Anwälten und Juristen unter den franz. Revolutionären.